Ich bin der Systemdiskussion überdrüssig. Das gilt auch und gerade in der vielernorts diskutierte Wirtschaftskrise. Ich habe im vergangenen Herbst den öffentlichen Vortrag eines Referenten ergänzt oder gestört (das liegt in der Perspektive des Betrachters), der m.E. einseitig darauf abzielte, das System “Geld” als Sündenbock zu diffamieren und die Eigenverantwortung von uns allen im Umgang mit Geld, also unseren Bewusstseinszustand, auszublenden. Meiner Beobachtung nach lehnen Menschen Geld ab, wenn sie wenig davon haben (Mangelbewusstsein) – oder viel davon haben, dafür aber ihre Seele verkaufen (Selbstverrat), also ihr Geld mit Tätigkeiten verdienen, die sie nicht im Herzen erfüllen.
Ich erzählte, dass ich Geld liebe, dass ich es wunderbar finde, nur mit einer kleinen Kreditkarte ausgerüstet, überall auf der Welt das kaufen zu können, was ich brauche. Geld ist gespeicherte Energie. Ich finde es praktisch, dass ich beim Besuch eines Restaurants in Andalusien nicht erst den spanisch sprechenden Kellner coachen muss, um im Tauschhandel mein Essen bezahlen zu können, sondern dass ich diese Energie bereits mitbringe. Jedoch wurde mir erwidert, wie böse Geld ist und wieviel Leid es über die Menschheit bringt. Ja, so meine Entgegnung, aber das geschieht, weil Menschen nicht liebevoll und verantwortungsbewusst mit Geld(entscheidungen) umgehen.
Jedes System kann missbraucht werden. Der Missbrauch liegt nicht im System begründet, sondern im Bewusstseinszustand der Menschen, die es für ihre Ziele benutzen. Alle Themen rund um’s Geld dienen unserem Lernen.
Simone Meller

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