Posted on 17 November 2010.
Zur unbändigen Wildheit erwacht
das hat der Herbst gebracht
Tief verwurzelt in fester Erde
auf dass jeder sein Höchstes werde
Sterben durfte was längst bereit
erblühen in einer freien Zeit
Mit feuriger Sonne im Herzen
zünden wir an die hellen Kerzen
Ins Leben drängt mit unserer Nacht
der Wandel dunkler Macht
Was zum Erlösen geboren
hat der Winter für uns auserkoren
Nehmen wir an ein jeder sein Geschick
mit zärtlich liebendem Blick
Zur Wahrheit der Herzen
lädt ein das Leuchten der Kerzen
Simone Meller
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Posted on 18 Februar 2010.
Zwischen Tür und Angel
enspringt das Glück
unvermittelt
klopfend
lässt du es herein?
Schon steht es mit dir
im Raum
Von Innen her
geht eine Sonne auf
wärmt und dehnt sich
einer strahlenden Kugel gleich
die dich und alles trägt
Sonnen über Sonnen
überfluten einen Wintertag
Simone Meller
Foto: Pixelio, Sigrid Romann
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Posted on 11 Februar 2010.
Die quakende Ente aus der Ferne
mahnt das ungeschriebene Gedicht
Am Himmel leuchten jetzt die Sterne
wo morgens floss so sanftes Licht
Pulvernder Schnee auf spiegelnder Glätte
glitzert in Sonnenstrahlen, weich, nicht grell
Scheinbar ruht die Natur im weißen Bette
doch die Vögel zwitschern munter und hell
Unvorstellbar: in der Luft war ein Frühling zu ahnen
Jetzt da große Schiffe durch das Dunkle fahren
zwischen Schollen aus Eis sich ihre Wege bahnen
gedenke ich dem zauberhaften Morgengebaren
Eine sonderbare Stimmung, sie lud mich ein
bevor ein Tag begann so unerwartet voll und zäh
war’s auch nicht möglich konstant bei ihr zu sein
erinner’ ich mich jetzt, wenn ich zum Wasser späh’
Oh, mögen meine Übergänge so sanft erklingen
wie dieser frühe gnadenvolle Augenblick
sich meine Wünsche herab auf Erden schwingen
zum Wohle dienen dem Menschengeschick
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