Tag Archive | "Werden"

Alle


Alle die starben
- ihre Antworten
auf unsere Fragen
hören wir,
wenn wir achtsam genug sind -

alle die leben,
Untätige, Tätige

wirken, weben
am Muster der Welt.

Walter Helmut Fritz

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Mein Sein, mein Schatten, mein Werden


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Das Sterben folgt dem Leben


zu kurz kommt das leben
im st r eben

erkanntes lässt sich nicht killen
mit willen

erst voll endetes werden»
kann ste r ben

simone

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Von der Klärung zum wortlosen Sein


Worte und Verhaltensweisen, die mir gestern noch dienten und mein Herz weiter werden ließen, dienen mir schon heute nicht mehr. Sie versperren mir sogar die Tür. So darf ich das, was ich gestern noch als neueste Errungenschaft meines Werdens feierte, schon heute eingehen lassen in die Annalen meines Herzens. Auch wenn mir mein Heute mehr dient als mein Gestern, sind beide gleichwertige Seins-Ausdrücke von Simone. Ohne Gestern kein Heute. Was gestern meiner Klärung (Clearing) diente, endet in seiner Nützlichkeit dort, wo Klärung eintrat (geklärtes Sein).

Alles was sich klärt, geht wortlos in meinem Sein auf. Dann ist es leichter, zu sein, was ich bin, als es es zu er-klären. Dann kommt es einem Fallen ins Gestern gleich, wenn ich erneut das Alte bemühe. Dann spüre ich ein Brett im Herzen, wo eben noch Weite war. Doch sobald ich mich auf mein neu gewordenes Sein verlasse, weitet sich mein Herz. Und sofort strömt schon wieder Neues ein. Damit beginnt ein erneuter Zyklus der  klärenden Auseinandersetzung, was mir entspricht und was mir nicht mehr entspricht. Klären – Sein. Klären – Sein. Klären – Sein. So werde ich zwischen gestern und morgen immer wieder das, was ich jeweils heute bin.

Text: Simone Meller | Foto: gpalm, Pixelio

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