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Meine Fülle von heute ist mein Überflüssiges von morgen


Die Fülle des Lebens vollzieht sich im Rhythmus von Entstehen und Vergehen. Ich lebe auf einem Landstrich, der vergehen wird. Meine Fülle von heute ist mein Überflüsiges von morgen. Mein Überflüssiges von heute macht Platz für meine Fülle von morgen. Das Leben gibt und nimmt. Mein wandelndes Sein ist synchron zu Ebbe und Flut. Der Fluss, das Tal, der Berg schwingt. Die Menschen schwingen. Da ist eine einzige Bewegung und keine Trennung von Materie und Geist. Zwar vollziehe ich meine Bewegung und du deine, doch was davon ist die Gischt der nächsten Welle und was davon der aufgewühlte Sand? Wo endet die Elbe und wo fängt sie an? Wo beginnt die Küste und wo hört sie auf? Was ist Niedrigwasser und was ist Hochwasser? Die Fülle des Lebens vollzieht sich im Rhythmus von Entstehen und Vergehen. Ich lebe auf einem Landstrich, der vergehen wird. Ich bejahe meine Fülle im Hier und Jetzt. Amen.

Simone

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neuland


1
dort wo menschen
sich nicht zur einigkeit zwingen
erblühen zwei, drei… wege
in wilder schönheit
von denen keiner
nicht in liebe gedeiht

2
eine liebe die loslässt
meint gleich-gültigkeit ohne kälte
im scheiden an der unterscheidung
gibt es wärme für alle die eint

3
in der unterscheidung erlebe ich
das einende in der trenung
erfahre das wesen bedingungsloser liebe
die wahllos liebt was ihr begegnet

4
so bedingungslos die liebe
so berechtigt meine präferenz
ich wähle was mir entspricht
stimmigkeit zeichnet meinen weg
wieder und wieder neu
zu üben die freiheit der liebe

5
war es kleinod romantischer liebe
wird es zur unendlichen welle
in jeder begegnung die sich
öffnet wie eine blume zum himmel

simone meller

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Der Bewegung folgen


Kaum weiß ich deinen Namen
schon bist du fort
In der Ferne lotet deine Spur
die Weite meines Herzens aus

Immer ist es Berührung
die uns bewegt
An uns zu reiten auf der Welle
hin zu neuen Ufern so fremd

Text: Simone Meller
Foto: Alexander Just, Pixelio
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Die den Wind ruft


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Welle