Christusenergie
umfängt, streichelt und hält
Liebesenergie
sich zur Verfügung stellt
geschenkt
dir und den Spielen der Welt
Simone MellerFoto: Pixelio, anavanz
Posted on 24 Dezember 2009.
Christusenergie
umfängt, streichelt und hält
Liebesenergie
sich zur Verfügung stellt
geschenkt
dir und den Spielen der Welt
Simone MellerPosted in LyrikKommentare deaktiviert
Posted on 24 Dezember 2009.
Menschen feiern Weihnachten aus Sehnsucht. Aus Sehnsucht nach Wärme, Geborgenheit und Liebe. Aus Sehnsucht nach der Überwindung von Dualität, der Trennung zwischen sich selbst und dem Göttlichen (Sehnsucht nach innerem Frieden), der Trennung zwischen sich und anderen Menschen (Sehnsucht nach äußerem Frieden). Das Weihnachtsfest ist ein vom Massenbewusstsein noch nicht vollständig ausgedeutetes Symbol für eine tiefe Sehnsucht nach Heimkehr zur Einheit: Egal, ob man im Jesuskind eine Brücke zwischen der Menschheit und dem Göttlichen sieht, oder ob man einfach ein paar besonders schöne Feiertage miteinander verbringt. Für die meisten ist Weihnachten unumstößlich, und egal, ob man auf hoher See, im warmen Süden oder bei der Arbeit ist – Weihnachten zieht um die Welt, nirgendwo kann man ihr entkommen. So säkularisiert unser Leben mittlerweile ist, undenkbar Weihnachten abzuschaffen. Weihnachten ist der kleinste gemeinsame Nenner des Massenbewusstseins, und es ist der Ansatz eines zart sprießenden Einheitsbewusstseins.
Am kollektiven Geschenketausch zur Weihnachtszeit beteilige ich mich seit über 10 Jahren nicht mehr. Während des ganzen Jahres schenke ich mir selbst, was ich brauche. Andere Menschen beschenke ich spontan, Eingebungen und Situationen folgend. Ich ziehe natürliche Fülle im Alltag einer künstlich terminierten Geschenkeflut vor. Bereits als Jugendliche habe ich mich gewehrt, wenn mir verschiedenen Formen von Weihnachten aufgezwungen oder traditionelle Erwartungen an mich herangetragen wurden. Noch heute empfinde ich vieles davon als aufgesetzt, fast heuchlerisch. Mit meiner kritischen Sicht fühlte ich mich oft allein.
So lauschte ich Jahr für Jahr hin, was Weihnachten eigentlich ist. Jedes Jahr wurde ich fündig, jedes Jahr zeigten sich mir veschiedene Facetten von Weihnachten, die sich nach und nach zu einem Bild zusammensetzen. Manche Feste verbrachte ich bewusst allein, und als ich in dieser unangetasteten Stille erstmals bewusst die Christusenergie spürte, weinte und schluchzte ich aus tiefstem Herzen. Es war ein überwältigendes Gefühl, wie diese unendlich liebevolle Energie in alle Häuser, in alle Menschen drang, unabhängig davon, ob sie ein Bewusstsein dafür hatten oder nicht. Es war überwältigend, ihre Kraft der Transformation in mir zu spüren, wie sie Krusten löste und mein Herz befeite.
Vor einigen Jahren entdeckte ich die Kraft der Wintersonnenwende, seitdem sind die Tage und Nächte zwischen dem 21. Dezember und 06. Januar “meine heilige Zeit zwischen den Jahren”. In dieser Zeit (vorchristlich traditionell auch Rauhnächte genannt) vollziehen sich Ablösung vom alten Jahr, intensive Bewusstwerdung und Ausrichtung auf das neue Jahr. Spontan entstehen Rituale, Begegnungen, auch Konflikte, Zeiten von Rückzug und Stille, Unternehmungen… was auch immer – ich lasse es fließen, vertraue meiner inneren Stimme, die mich so wunderbar bis zum heutigen Ort geleitet hat. Ich lasse mich tragen von der Dynamik dieser Zeit des Wechsels, mal ausgelassen tanzend, mal innig lauschend. Seit zwei Jahren nehme ich bereits im Vorfeld dieser Zeit etwas war, was ich als “Sog der Wintersonnenwende” bezeichne. Themen kündigen sich an, Vorbereitungen werden angestoßen, Weichen gestellt.
In der letzten Nacht stieg mir ins Bewusstsein, dass ich jeden Tag das lebe, wonach sich Menschen nicht nur zur Weihnacht, aber da eben besonders sehnen. Es klingt platt, zu sagen, jeder Tag in meinem Leben ist Weihnachten, doch vom Kern her meine ich das schon. Oft, wenn ich einfach selbstbewusst lebe, was ich bin ,und mich damit über das Private hinaus in meine Arbeitsbereiche Heilkunde, Wirtschaft und Wissenschaft ausdehne, fühle ich mich Jeshua verbunden. Vor 2000 Jahren waren er und seine Freundinnen und Freunde nur wenige. Ihrer liebevollen Ausdehnung wurde ein gewaltsames Ende gesetzt. Die Zeiten haben sich geändert, die menschliche Bewusstseinsevolution schreitet voran.
Zwar erfuhr auch ich Schmerzen von Verkennung und Verrat, doch nahm ich dankbar wahr, dass die Zeiten der Kreuzigung vorbei sind. Bei vielen meiner öffentlichen Schritte durchlebte ich Ängste “wie vor einer Hinrichtung” und war froh, dass die Zeiten der Hexenverbrennung vorbei sind. Ich nehme immer mehr Menschen wahr, die Nondualität erfahren und ihr wachsendes Einheitsbewusstsein in das alltägliche Leben, in bestehende Systeme und Berufe tragen. Anfeindungen, Skepsis und Spott zum Trotz. Warum? Weil es selbstbelohnend ist. Auch wenn auf dem eigenen Herzensweg Wachstumskrisen und Konflikte zu durchschreiten sind, wird das irdische Leben so viel leichter und freudvoller!
Bei mir ist diese Weihnachtsbotschaft angekommen: Jeder Tag meines Lebens ist Weihnachten. Ich brauche kein Jesuskind in der Krippe als Zeichen, dass Gott sich mit den Sündern versöhnen will. Ich muss Jesus nicht als Sohn Gottes feiern, sondern ich weiß, das wir alle Töchter und Söhne Gottes sind, ja, dass wir Gott sind. Vor 2000 Jahren war dies kein verbreitetes Bewusstsein, so bedurfte es eines sensitiven Menschens wie Jeshua und seiner Clique, die durch ihr Sein und Handeln daran erinnerten. Infolge schuf die christliche Kultur das Weihnachtsfest als einen (unbewussten) Platzhalter für das größte Potenzial der Menschheit.
Noch heute ist für viele Menschen die gefühlte Kluft zwischen ihnen selbst und dem Göttlichen so groß, dass sie einen Jesus, eine Kirche, einen Guru oder ein Medium als Vermittler brauchen. In diese Gestalt hinein projizieren sie ihre eigene Göttlichkeit. Sie haben ihr Göttliches abgespalten und entdecken es im idealisierten Gegenüber wieder (das je nach Integrität und Geschäftstüchtigkeit daraus Profit schlägt). Projektionen sind Lernfelder, wenn sie Schritt für Schritt zurückgenommen werden. Die Göttlichkeit des idealisierten Anderen steckt ja auch in mir und dir! Das Göttliche antwortet dir in dir.
Weihnachten ist ein großes Lernfeld. Es geht um die Rücknahme (kollektiver) Projektionen, die ein wichtiger Zwischenschritt auf dem Weg der Rückverbindung von Himmel und Erde waren. Es geht um die Entwicklung von Neuem Bewusstsein: Wir alle sind Gott, wir erfahren und begegnen uns als getrennte Teile von ihm hier auf Erden im Menschenspiel. Das Menschenspiel ist ein große Selbsterfahrung, es ist Gott, der sich im Menschenspiel erfährt – in den schwärzesten Zeiten und den jubelnden Momenten und in den vielen, vielen Räumen dazwischen.
Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden? Nein. Ehre sei Gott auf Erden! Ehre sei all den den mutigen Seelen, die sich so viel für ihre Menschenleben vorgenommen haben, sich manchmal überfordert und verzweifelt fühlen oder sich so verirrt haben, dass sie vorübergehend den Heimweg nicht finden. Ehre sei Gott auf Erden und den Menschen beim Suchen und Finden von Frieden.
Simone MellerPosted in KlartextKommentare deaktiviert
Posted on 03 Februar 2008.
Zeit ist relativ. Die Physiker wissen das seit Einstein, Kinder spüren es in den Stunden vor der Weihnachtsbescherung und Berufstätige in der zweiten Urlaubswoche. Ich habe es gerade wieder bei Budni (für Ortsfremde: das ist DIE Drogerie in Hamburg) erfahren. Zu meinem großen Erschrecken stehen dort bereits Osterhasen im Regal. “Das gibt’s doch nicht”, entfuhr es mir – ich traute meinen Augen kaum. Doch Leugnen nützte nichts. Herausfordernd grinsten mich die Hasen an. Mir war so, als ob es gestern noch Weihnachtsmänner gewesen wären! Und geht die Geschichte nicht eigentlich so, dass der Igel dem Hasen einen Streich spielt?
Während ich darüber nachsann, wie schnell die Fabriken mit dem Einschmelzen und Umgießen gewesen sein müssen, wurde mir klar: Hier hat jemand an der Uhr gedreht.
Simone Meller, Foto: Marika, http://www.pixelio.de/Posted in KlartextKommentare deaktiviert