Tag Archive | "wahres Selbst"

Was Führungskräfte wirklich leisten


Führungskräfte werden durchschnittlich alle 7 Minuten (durch Telefonate, Fragen von Mitarbeiter/innen etc.) gestört und mit ihrer Arbeit aufgrund von Masse nie wirklich fertig. Wenn sie abends nach Hause fahren, gehen sie im Geiste die Dinge durch, die sie noch nicht erledigen konnten. Dabei entgleitet ihnen das, was sie tagsüber faktisch geschafft haben.

Es ist riskant, sich auf das “Nicht” zu fokussieren, während das “Geschaffte” durch das Netz der Erinnerung fällt. Denn auf diese Weise bahnt man Insuffizienzgefühlen, Zweifeln an der eigenen Kompetenz und anderen Energieräubern den Weg. Häufig gestehen sich auf Perfektion bedachte Führungskräfte dieses negative Selbsterleben nicht ein, so dass es unbewusst antreibend wirkt und im Bewusstsein nur als “Druck” ankommt (s. Von der Maßlosigkeit zur Angemessenheit).

Mögliche Folgen sind Reizbarkeit, Schlafstörungen, Vernachlässigung von Hobbies, übermäßiges Arbeiten, zunehmende Flüchtigkeitsfehler, Konzentrations- und Arbeitsstörungen etc.. Schnell schaukelt sich das in einer Spirale bis zum Burnout hoch, das dann letztlich zu der Ruhe zwingt, die bereits jeden Abend auf der Heimfahrt oder, besser noch, bereits am Tage hätte sein dürfen. Auch Führungskräfte sind Menschen mit Grenzen. Einige Punkte auf der täglichen Aufgabenliste können abgehakt werden, andere nicht.

Allen, die sich abends ihr Soll vorhalten, empfehle ich eine banale Haben-Liste, auf der das Erledigte vermerkt wird UND das Unvorhergesehene, das ebenfalls geleistet wurde. Ganz abgesehen von diesem Leistungskatalog rate ich Führungskräften, sich bewusst zu machen, dass ihr größter Beitrag darin besteht, sich auf ihre persönliche Art und Weise in das Unternehmen einzubringen. Es hat einen Sinn, dass sie auf den Posten sitzen und nicht andere. Ihre Handschrift ist gefragt. Diese jeden Tag neu zu erbringen – bei all dem Wahnsinn, der in den letzten Jahren durch die Großunternehmen tobt und auch die KMU nicht unberührt lässt – das ist die wahre Leistung.

Es ist diese Leistung, die in meinen Augen bloßes Management von ernsthaftem Leadership unterscheidet. Sie taucht in keiner Balanced Score Card auf, obwohl sie langfristig und entscheidend auf die Bilanz eines Unternehmens wirkt. Sie ist das, was man im Business-Slang auch “Bewusstseinsfaktor” nennen könnte. Ginge es nur um die Funktion, so wäre jede Führungskraft jederzeit austauschbar. Doch gefragt ist eben auch ihr Sein, das über das Managen von Aufgaben hinaus auf Mitarbeiter, Kolleginnen, Kunden und in Feedbackschleifen zum nächst höheren Vorgesetzten wirkt.

So wie sich die Atmosphäre einer U-Bahn von Station zu Station beim Ein- und Aussteigen der verschiedenen Leute verändert, wandelt sich der Geist eines Unternehmens durch die ihm angehörenden Menschen über ihre bloße Aufgabenerfüllung hinaus. Ob man es nun als Seele oder Bewusstsein eines Unternehmens bezeichnet, ist mir mir weniger wichtig als die Sensibilisierung für den Unterschied, ob DU oder jemand anders den Job macht.

Wie im Privaten beginnt Selbstverwirklichung im Business ebenfalls im Kleinen. Von der Gestaltung der Meetings, der Organisation von Projekten, dem Umgang mit Personalmangel und unhaltbaren Zielvereinbarungen bis hin zu  Schritten mehr oder weniger erfolgreicher Umstrukturierungen. In der Rückverbindung an die eigenen wahren Werte und deren mutiger Verfolgung im unternehmerischen Alltag geschehen Dinge, die die To-Do-Liste übersteigen, ohne dass diese nun unwichtig geworden wäre. Nur sollte in all der Geschäftigkeit (übrigens: ist diese wirklich immer produktiv?) nicht der eigentliche Herzensbeitrag zu einer sich wandelnden Wirtschaft untergehen. Nicht immer ist der Beitrag sofort und für alle sichtbar, doch er entfaltet augenblicklich seine Wirkung, wie ein Same, der in die Erde gesetzt wurde.

Mein Business-Coaching bewegt sich genau in diesem scheinbaren Spagat zwischen Leistungserbringung und Bewusstseinswandel. Beides bleibt nur solange ein Widerspruch, wie der Glaubenssatz gepflegt wird, das eine sei mit dem anderen unvereinbar. Dabei kommt beides in einer Person zur Deckung, die sich traut, ihr wahres Sein in das Unternehmen einzubringen und dadurch in Leichtigkeit Prozesse verändern kann, die vorher mit Meißeln nicht zu durchdringen waren. Sehr viele Menschen gehen diesen Weg bereits, und täglich werden es mehr.

Simone Meller

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Von der Maßlosigkeit zur Angemessenheit


Maßlosigkeit (Perfektionismus, Sucht, Kontrollstreben, narzisstischer Missbrauch, Spiritual Bypassing, Workaholic, Helfersnydrom etc.) entsteht durch Unsicherheit.

Unsicherheit entsteht durch Mangelfixierung. Je mehr du darauf achtest, was du nicht bist, anstatt anzunehmen, was du bist, desto schwächer wirst du. Du verlässt deine Ich-bin-Kraft zugunsten Ich-bin-nicht.

Im Ich-bin-nicht bleibt nur noch die Orientierung am AUSSEN. Du siehst immer mehr Tolles bei anderen, was du nicht bist oder hast (s. Vergleichen ist Gift für die Seele).

Das teuflische Spiel endet sofort, wenn du einkehrst in dein Ich-bin-was-auch-immer-gerade-in-mir-ist. In der bedingungslosen Annahme deines wahren Selbst bist du wieder in deiner maximalen Kraft. Dort kannst du SPÜREN, findest du Orientierung in deinem INNEREN.

Wo bleibt da die Entwicklung? Führt solche Selbstannahme nicht nur in eine Sackgasse?

Es scheint paradox: Sobald du dich annimmst, wie du bist (gemeint ist eine liebevolle, keine resignative oder zynische Haltung), wandelt sich dein Sein. Ein neuer STIMMIGER Impuls oder eine neue Qualität zeigt sich in deinem Sein. Ganz natürlich und ganz von allein. Mühelos und leicht. Abrackern und Kämpfen müssen nicht sein.

Das heißt nicht, dass du ab jetzt Unterschiede zu anderen Menschen ausblendest. Im Gegenteil, all die wahrnehmbaren Unterschiede sind Geschenke. Mit ihrer Hilfe kannst du erkennen, was du bist. Gerade wenn jemand anders ist als du, egal ob er etwas macht, wovon du immer schon träumtest, oder etwas, was für dich völlig UNSTIMMIG ist, kannst du dich selbst sehr klar erkennen.

Du brauchst nicht nur Menschen, die dich bestätigen, sondern auch Begegnungen, an denen du dich stoßen und reiben kannst (s. Der Schatz der Einsamkeit). Habe Mut, dich zu unterscheiden.

Nimm es an. Nimm dich so an, wie du dich gerade wahrnimmst. Indem du das tust, kristallisiert sich dein nächster STIMMIGER Schritt heraus.

Deine Ich-bin-Kraft zu leben, bedeutet zu wagen individuell zu sein. Und in der nächsten Minute kann es bedeuten, wie alle anderen zu sein. Und schon im nächsten Moment kannst du darüber staunen, wie unterschiedlich du und die Menschen um dich herum sein können.

Es kann Freude machen, angemessen mit Unterschieden umzugehen.

Angemessenheit ensteht durch Selbstsicherheit.

Selbstsicherheit entsteht durch Verankerung in Liebe.

Verankerung in Liebe entsteht durch die Besinnung auf Ich-bin-was-auch-immer-gerade-in-mir-ist.

Du besinnst dich, wenn du ACHTSAM lebst. Minute für Minute.

Schön, dass du BIST.

Denn was wäre die Welt ohne DICH?

Simone Meller

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Wie Schwäche entsteht


Wenn du anders scheinen willst, als du bist, schwächst du dich. Scham ist am Werk. Du verlässt deine Ich-bin-Kraft zugunsten Ich-bin-nicht. Es ist nicht schwach, anders oder unperfekt zu sein. Schwäche entsteht erst auf dem Weg vom Sein zum Schein… durch Ablehnung deines wahren Seins… durch Widerstand gegen das Sein. Sobald du zu dir stehst, wie hässlich und abscheulich du dich in dem Moment auch erleben magst, bist du stark. Mehr Liebe strömt ein und trägt dich auf dein nächsthöheres Schwinungsniveau, wo dein Lernen leichter weiter geht.

Simone Meller

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Zwischen Verhaftung und Überstürzung gibt es einen Weg


Du kannst unterscheiden lernen, wo du im Alten verhaftet bist und wo du dich überstürzt ins Neue wirfst. Beides sind Extreme. Manche denken, der radikale Weg ins Neue sei Neue Energie, doch in Wahrheit ist es nur eine andere Spielart der Alten Energie (s. Das Leben bejahen). Der Weg der gesunden Mitte ist weich und am Herzen orientiert (s. Ein einfaches Leben führen). Das Herz führt, der Verstand dient. Mal geht es schnell, mal langsam voran. Dein wahres Selbst führt dich in Leichtigkeit von der Alten in die Neue Energie (s. Selbstverwirklichung ist keine Brücke). Dein wahres Selbst spricht durch dein Herz zu dir.

Simone Meller

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Das Leben bejahen


Ich bin skeptisch bei Sätzen wie diesen:
“Ich führe ego-freie Beratungsgespräche”
“Ich handle befreit von Moral und Ethik”
“Ich mache mich völlig frei von Konzepten”

Denn ich nehme dabei wahr:
Das Pendel ist von einem Extrem (“Engstirnigkeit”) nur in ein anderes Extrem (“Großspurigkeit”) geschwungen. Ich sehe diese Menschen scheinbar befreit von irdischer Mühsal (“nackig”) mit dem Rücken (“aus dem Blick”) vor unbewältigten Transformationsaufgaben (“Kleiderhaufen im Schatten”) stehen.

Eine Anti-Haltung, so subtil sie auch daher kommen mag, schwingt niemals höher als das, was sie zu überwinden glaubt. In energetischen Bildern ausgedrückt spielen sich Satan und Ahriman zwischen den beiden teuflischen Extrempolen den Ball zu.

Oben ist nicht besser als unten. Oben wie unten wird das Leben verneint. Sowohl das überschießende als auch das unterdrückende Extrem entstehen, wenn man versucht, anders als man selbst zu sein.

Die Schwingung erhöht sich erst in der gesunden Mitte, die hier und jetzt stets aufs Neue entsteht:
Wenn ich authentisch das bin, was ich gerade bin, bin ich in der Mitte. Mit Ego, mit Wertvorstellungen, mit Konzepten  etc. in der gerade aktuellen Form (s. Wozu ein Gefäß dient). Ich vertraue dem beständigen Wandel der Form, während ich zu der Form stehe, die ich gerade bin.

Fazit:
Ich vertraue dem Wandel der Form, aber nicht der Person, die die Formwandlung hinter sich wähnt. Denn auch dieser Selbstausdruck ist nur eine Form der Essenz auf dem Weg nach Hause.

Ich bejahe das Leben auf der Erde und gebe mich hin mit den Worten Khalil Gibrans:

Zu geben, um leben zu dürfen,
denn zurückhalten, heißt zugrunde gehen.

Siehe auch: Hingabe an das Leben

Simone Meller
Foto: Pixelio, Renate Franke

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Ein einfaches Leben führen


Ein einfaches Leben zu führen hat viel mit Loslassen zu tun. Es bedeutet aber nicht in Armut zu leben. Du lässt Ballast und Schwere los. Du öffnest dich für den beständigen Wandel der Formen. Du fühlst und lebst dein wahres Selbst. Einfach zu leben bedeutet auch nicht, kulturelle Errungenschaften über Bord zu werfen, denn Evolution geht vorwärts, nicht rückwärts. Jedoch kannst du alles, was dir als eng und hinderlich erscheint, transzendieren. Armut auf dem spirituellen Weg entsteht, wenn du Teile von dir an den Nagel hängst, bevor du sie transzendiert hast. Das passiert, wenn du dich selbst zu überholen versuchst, anstatt liebevoll authentisch mit dir Schritt zu halten. Geldmangel kann auch entstehen, wenn du an dem festzuhalten versuchst, was du gestern eigentlich schon – und zwar berechtigterweise – an den Nagel gehängt hast. Manchmal ist es verwirrend, das eine vom anderen zu unterscheiden (s. Spürst du den Unterschied…). Der Fokus auf dein Herz hilft dabei. Im Herzen werden die Impulse aus Kopf und Bauch harmonisch in den Strom der wahren Liebe integriert.

Alles, was dir schwer und kompliziert erscheint, kann von dir erleichtert und vereinfacht werden. Auch hier gilt: Nach vorne entwickeln, nicht nach hinten. Hinten wartet die Alte Energie, sie nährt sich von deinen Missverständnissen und Verwechslungen. Das darf sein und dient deinem Lernen, wenn du dich dafür entscheidest. Sei achtsam für offensichtliche und subtile Phänomene von Idealisierung und Entwertung. Verdrängen und Verflachen von  komplexen Zusammenhängen macht es nur kurzfristig leichter, während du in Wirklichkeit dein Problem weiter mit dir herum schleppst.  Einfach leben bedeutet den einfachen Schritten deines Herzens zu vertrauen, auch wenn sie bescheidener oder größer als die Normen deines Umfelds daher kommen. Du kannst sie still oder singend gehen, ohne sie künstlich aufzubauschen oder zu verkleinern. Einfachheit und Fülle sind Schwestern in der Neuen Energie.

Simone Meller

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