Posted on 28 April 2010. Tags: Achtsamkeit, Armut, Authentizität, Ballast, Bauch, einfach, Entwertung, Evolution, Fokus, Form, Fülle, Geld, Herz, Idealisierung, Impuls, Klartext, Komplexität, Kopf, Kultur, Lernen, Liebe, Loslassen, Mangel, Missverständnis, Neue Energie, Normen, Ping Pong, Schwere, Sein, Transzendenz, Verdrängung, Verstand, Vertrauen, Verwechslung, wahres Selbst, Wandel
Ein einfaches Leben zu führen hat viel mit Loslassen zu tun. Es bedeutet aber nicht in Armut zu leben. Du lässt Ballast und Schwere los. Du öffnest dich für den beständigen Wandel der Formen. Du fühlst und lebst dein wahres Selbst. Einfach zu leben bedeutet auch nicht, kulturelle Errungenschaften über Bord zu werfen, denn Evolution geht vorwärts, nicht rückwärts. Jedoch kannst du alles, was dir als eng und hinderlich erscheint, transzendieren. Armut auf dem spirituellen Weg entsteht, wenn du Teile von dir an den Nagel hängst, bevor du sie transzendiert hast. Das passiert, wenn du dich selbst zu überholen versuchst, anstatt liebevoll authentisch mit dir Schritt zu halten. Geldmangel kann auch entstehen, wenn du an dem festzuhalten versuchst, was du gestern eigentlich schon – und zwar berechtigterweise – an den Nagel gehängt hast. Manchmal ist es verwirrend, das eine vom anderen zu unterscheiden (s. Spürst du den Unterschied…). Der Fokus auf dein Herz hilft dabei. Im Herzen werden die Impulse aus Kopf und Bauch harmonisch in den Strom der wahren Liebe integriert.
Alles, was dir schwer und kompliziert erscheint, kann von dir erleichtert und vereinfacht werden. Auch hier gilt: Nach vorne entwickeln, nicht nach hinten. Hinten wartet die Alte Energie, sie nährt sich von deinen Missverständnissen und Verwechslungen. Das darf sein und dient deinem Lernen, wenn du dich dafür entscheidest. Sei achtsam für offensichtliche und subtile Phänomene von Idealisierung und Entwertung. Verdrängen und Verflachen von komplexen Zusammenhängen macht es nur kurzfristig leichter, während du in Wirklichkeit dein Problem weiter mit dir herum schleppst. Einfach leben bedeutet den einfachen Schritten deines Herzens zu vertrauen, auch wenn sie bescheidener oder größer als die Normen deines Umfelds daher kommen. Du kannst sie still oder singend gehen, ohne sie künstlich aufzubauschen oder zu verkleinern. Einfachheit und Fülle sind Schwestern in der Neuen Energie.
Simone Meller
Posted in Für Neues Bewusstein...
Posted on 15 Januar 2010. Tags: Abhängigkeit, Assoziation, Bedürfnis, Beziehung, Business, Erotik, Film, Finanzkrise, Frau, Gefühle, Glück, Haltung, Heilung, Herz, ich will dich, Impuls, Kollektiv, Leid, Leidenschaft, Liebe, Mann, Missverständnis, Mut, Neue Energie, Neues Bewusstsein, Potenzial, Prostitution, Prozessorientierung, Rainer Wahl, Reizwort, Samenkorn, Schlussmachen, Schmerz, Sehnsucht, Selbstliebe, Sex, te quiero, Trennung, Trennungsschuld, Verletzung, Verliebtheit, Verwechslung, Wahrheit, Wirtschaft, Wirtschaft und Liebe, Wolfgang Joop, Xing
“Ich liebe dich nicht mehr.” – Das ist ein klassischer Filmsatz zum Schlussmachen. Oder: “Liebst du ihn noch?” – Die klassische Frage, um zu klären, ob man weiter für die Beziehung kämpfen soll oder nicht. “Liebst du mich?” – Die bange Frage, ob noch alles in Ordnung ist. So gerne ich Filme schaue, stolpere ich doch immer wieder über diese Sätze. Seien sie auch noch sehr aus dem Leben vieler Menschen gegriffen, in meinem Leben spielten sie (fast) keine Rolle. Jedenfalls nicht, wenn ich mich trennte. Anhören musste ich mir jedoch einige Male, dass mich ein gehender Mann nicht genug liebte.
Meine erste aktive Trennung (dazu von meiner ersten großen Liebe!) leitete ich mit den Worten ein: “Ich liebe dich, und ich will mich trennen.” Ich dachte zu sterben, als ich unsere Schmerzen fühlte und wir gemeinsam weinten. Doch in der Tiefe meines Herzens wusste ich, dass dieser Schritt notwendig war. Zum Glück behielt ich Recht!! Später folgten Varianten davon. Wenn ich also die Trennungsschuld auf mich nahm, dann nie aus einem Mangel an Liebe für den Mann an meiner Seite, sondern weil ich mit ihm nicht glücklich war (wenn ich mich traute, in das nackte Gesicht der Gegenwart zu blicken, und mich nicht mit unserem ungelebten Potenzial bei Laune hielt) .
Wenn die Spanier einander lieben, dann sagen sie “Te quiero” (“Ich will dich”). Überträgt man das auf die klassischen Filmszenen, so würde es dort nun heißen “Ich will dich nicht mehr” und “Willst du ihn noch?” und “Willst du mich?”. Klingt irgendwie ehrlicher und macht deutlich, dass Liebe eine Entscheidung für eine Haltung ist und kein flüchtiges Gefühl. Viele Menschen verwechseln Liebe mit den Schmetterlingsgefühlen der Verliebtheit oder starker erotischer Anziehung. Manche verwechseln auch Leiden mit Liebe. Dazu gehörte früher auch ich. Von besagter großer Liebe konnte ich mich lange nicht trennen, weil ich mein Leiden in der Beziehung mit Liebe verwechselte. Ich spürte diesen gewaltigen Schmerz, diese pathetische Sehnsucht, alle Abgründe zwischen uns zu überwinden. Und überhaupt erfüllte er mir so viele Bedürfnisse, die ich mir selbst versagte, was sollte ich nur ohne ihn tun. Ich brauchte ihn so sehr, und dieses starke Gefühl hielt ich für Liebe. Der Satz in meinem Film lautete: “Ich kann mich nicht trennen. Ich liebe ihn doch so sehr!” Ich wußte nicht, ob es einen Mann nach ihm geben würde. Dennoch trennte ich mich todesmutig.
So, jetzt wissen Sie, dass mein schnieker Satz “Ich liebe dich, und ich will mich trennen” nur die halbe Wahrheit war. Ich wollte mich trennen, und das war richtig so. Aber habe ich ihn geliebt? Blicke ich heute auf jene Zeit zurück, so sehe ich eine unendlich wertvolle Zeit voller intensiver, bunter Gefühle, viele Momenten der Heilung und heftige, leidenschaftliche Auseinandersetzungen. Heißa, da tobte das Leben! Aber Liebe? Liebe war das nicht. Ich war damals nicht fähig zu lieben, weil ich noch nicht einmal mich selbst liebte. Wie wäre da Platz für einen anderen gewesen? Allerdings kann ich zu meiner Ehrenrettung noch in die Waagschale werfen, dass ich mein Bestes gegeben habe. Das Allerbeste, was mir damals zur Verfügung stand.
Dennoch lautete in Wahrheit mein damaliger Satz: “Ich bin nicht fähig, dich zu lieben. Ich liebe nicht einmal mich selbst. Ich suche nur verzweifelt jemanden, der mich liebt. Das tust du nicht genug. Du unterstützt mich nicht genug. Deshalb trenne ich mich.”
Je mehr ich mich Jahre später selbst zu lieben begann, desto liebevoller wurde meine Haltung gegenüber anderen Menschen. Das betraf nicht nur Männer, sondern eben alle Menschen, die privat wie beruflich meinen Weg kreuzten. In dieser Phase lernte ich, dass viele Menschen Liebe mit Erotik oder Sex verwechselten. Denn ich wollte wahrlich nicht mit jedem intim werden, nur weil ich ihm liebevoll begegnete. Ich lernte dabei etwas unglaublich Wertvolles, nämlich das respekt- und liebevolle Auflösen von Missverständnissen, die anderenfalls zu Verletzungen geführt hätten.
* * *
Mittlerweile trage ich meine Liebe in die noch rauhe Welt des Business und freue mich, damit nicht allein zu sein. Kongresse und Arbeitsgruppen haben mir Mut geschenkt, auch in der Wirtschaft immer öffentlicher aus meinem Herzen zu schöpfen. Im Hochsommer 2009 fand im virtuellen Business-Netzwerk Xing unter der Überschrift “Wirtschaft und Liebe” eine beeindruckende Diskussion mit fast 1.700 Abrufen und über 100 Artikeln statt. Die Essenz meiner persönlichen Lernerfahrungen schilderte ich in Teil I und Teil II meiner subjektiven Berichterstattung. Dankenswerterweise hat mein Kollege Rainer Wahl nun Anfang des Jahres eine Xing-Gruppe “Wirtschaft und Liebe” gegründet. So gerne ich auch schreibe – das schriftliche Diskutieren ist nicht meins. Deshalb bin ich froh, dass Rainer nun auch da sein Feld der Liebe bestellt, und manchmal lasse ich mich zu einem Beitrag verführen. Denn wie ich im letzten Sommer schon schrieb: Es ist mehr als eine schriftliche Diskussion, es ist
eine Text- und ENERGIE-Collage, in der sich alle Mitlesenden (auch wenn sie an unterschiedlichen Orten zu verschiedenen Zeiten online sind) spiegeln, reiben, erfahren, positionieren können. Diese innere Auseinandersetzung erlebe ich als klärend und stärkend.
Die Impulse werden von dort wieder in die Wirtschaft getragen, wo sie wie Samenkörner langsam und in der ihnen eigenen Zeit aufgehen und Wirkung zeigen. Menschen wandeln sich und mit ihr die Wirtschaft.
Liebe ist auch ein Reizwort, das automatisch Assoziationen und Emotionen auslöst. Lustigerweise denken viele bei “Wirtschaft und Liebe” sofort an Sex im Büro, Prostitution oder erotisch gestrickte Karrierleitern. Damit wären wir wieder beim Thema Missverständnisse, nur in einem anderen Feld. Ich lerne von Rainers vergnügten Umgang mit Sichtweisen, die so ganz anders sind als seine initiierenden Gedanken, wie wichtig dieser öffnende Raum ist. Denn das, was ich aus meiner Wahrnehmung heraus als Missverständnis bezeichne, ist einfach ein kraftvoll einsetzender Prozess im Kollektiv.
Und überhaupt möchte ich an dieser Stelle an den Modeschöpfer Wolfgang Joop erinnern, der nach eigenen Angaben die Finanzkrise unbeschadet überstanden hat, weil er nur auf Menschen gehört hatte, mit denen er auch ins Bett gehen würde.
Das ist doch ein Anfang.
Text: Simone Meller
Fotos: Pixelio, creature, Grace Winter
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http://www.schwungwerk.de/2009/03/erotik-und-wirtschaft/
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Posted on 05 Oktober 2009. Tags: Atmen, Bewertung, Dualität, Einheit, Entscheidung, Esoterik, Evolution, ganzheitlich, Gleichwertigkeit, Gotthold E. Lessing, Identität, Inkarnation, kosmische Gesetze, Menschenspiel, Neue Energie, Polarität, spiritual bypassing, Unterscheidung, Unterschiede, Verwechslung, Zeitenwende
Wir sind alle Blätter an einem Baum,
keines dem anderen ähnlich, das eine
symmetrisch, das andere nicht, und
doch gleich wichtig dem Ganzen.
Gotthold Ephraim Lessing
Zwischen Umzugkartons habe ich dieses wunderbare Zitat von Lessing wiedergeefunden. Es erinnert mich an die Entwicklung, die derzeit ein großer Teil der Menschheit vollzieht, nämlich von der Bewertung zur Unterscheidung zu gelangen. Das Leben wird leichter, wenn ich nicht mehr bewerten muss, was gut oder schlecht ist, sondern einfach nur noch Unterschiede wahrnehme. Ohne den Druck von Bewertungen kann ich dann wahrnehmen, dass Unterschiede Identität ermöglichen. Ich bin so und probiere gerade das aus. Aaaah, und so bist du… hey du probierst gerade etwas ganz anderes aus als ich. Wie ich neulich schrieb, sind wir aus Sehnsucht nach der Erfahrung von Identität hier auf Erden inkarniert.
In meinem Artikel über die Kosmischen Spielregeln erläutere ich die Entwicklung von der Bewertung zur Unterscheidung genauer, hier ein Zitat aus dem Abschnitt e) zur Polarität:
Alles hat zwei Pole, die eins sind
Wir Menschen erfahren das Leben in seinen Gegensätzen. Denn aus der Einheit kommend, wo alles reine Liebe ist, kann Liebe nicht erfahren werden. Wir brauchen die Erfahrung der Angst, um zu spüren, was Liebe ist. Ohne Nacht gäbe es keinen Tag, ohne Hässlichkeit keine Schönheit, ohne Trauer keine Freude etc. Alles, was keinen Gegensatz hat, können wir uns nicht vorstellen. Die Energien der polaren Welt ergeben sich also aus einer einzigen Grundenergie, der Einheit. Innerhalb dieser Polaritäten kämpfen Menschen, sie bewerten “Das ist gut/schlecht” oder “Das ist richtig/falsch”. Dabei kann das eine nicht ohne das andere existieren:
“Atme ich ein, so muss ich auch wieder ausatmen. Atme ich aus, so muss ich wieder einatmen. Man sieht sofort: Ein Pol kann nur über seinen Gegenpol erreicht werden. Der eine Pol erzwingt den anderen. Nehme ich einen Pol weg, so existiert auch der andere nicht mehr. Atme ich nicht mehr ein, kann ich auch nicht mehr ausatmen.” (Andreas Dalberg)
Wir entwickeln uns, indem wir immer beide Pole eines Polaritätenpaares erfahren (z.B. Macht/Demut). Indem wir die Pole authentisch leben, transformieren wir deren Energie auf eine höhere Ebene. Die Polarität verschwindet zwar nicht aus dem Leben, ist aber auf einer höheren Schwingungsfrequenz leichter zu leben. Indem wir die Pole immer wieder zyklisch mit wachsendem Bewusstsein durchlaufen, schwingen wir uns spiralförmig zu höheren Ebenen hinauf.
Derzeit gelangen immer mehr Menschen von der Ebene der Bewertung zur Ebene der Unterscheidung. Mittels dieser spiralförmigen Bewegung durch sämtliche Polaritäten hindurch streben wir nach stetiger Erhöhung unser Schwingungsfreqeuenz. Diese endet, wo sie einst begann, nämlich in der Einheit – aber mit dem wesentlichen Unterschied erfahren (!) zu haben, dass alles eins ist.
In den Spielen des Lebens können wir manchmal vergessen, dass wir ALLE Blätter an EINEM Baum sind. Das Lessing-Zitat hilft beim Besinnen und Rückverbinden. Gleichgültig, wie groß die Unterschiede zwischen uns manchmal erscheinen mögen oder wir durch die Erfahrung von Auf- und Abwertung gehen, WIR SIND ALLE BLÄTTER AN EINEM BAUM und GLEICH WICHTIG DEM GANZEN.
Ein anderes Phänomen als das Vergessen der Einheit begegnet mir in der esoterischen Szene: nämlich die Vorstellung, dass sich jetzt mit den Veränderungen zu 2012 hin die Polarität vollständig auflösen würde. Ich nehme das anders wahr. Polaritäten gehören zum Grundgeschenk des irdischen Lebens, aber wir können wählen, wie heftig wir das Spiel der Polaritäten spielen wollen. Wann immer ich in der Lage dazu bin, wähle ich Unterscheidung statt Bewertung. Aber ich kann meine Entwicklung nicht überspringen (“spiritual bypassing”), d.h. dort, wo ich noch Bewertung fühle, lebe ich sie achtsam, bis sie sich auf eine höhere Schwingungsebene transformiert.
Da meiner Wahrnehmung nach die Begriffe Dualität und Polarität noch häufig verwechselt werden, möchte ich betonen, dass ich in diesem Post über Polarität geschrieben habe. Ein paar Beispiele für Beiträge über Dualität gibt es hier:
Gedicht “Non-Dualität”
Text “Wir sind die Quelle”
Gedicht “Antwort”
Im praktischen Leben ist die Unterscheidung von Dualität und Polarität auch nicht so wichtig. Zum Beispiel heben wir im Atmen die Polarität automatisch auf eine höhere Schwingungsebene und nähern uns zugleich noch mehr der Non-Dualität an.
Simone Meller
Foto: Pixelio, Klicker
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