Posted on 16 Dezember 2010.
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Posted on 10 Dezember 2010.
Natürlich gibt es Menschen, die mich ignorieren. Und selbstverständlich auch solche, die mich entwerten. Dennoch existiere ich. Ruht mein seelischer Schwerpunkt in mir, ist mein Leben in Ordnung, bin ich in Ordnung. Ich existiere völlig unabhängig davon, was Schlagzeilen, Karrieristen und Vorübergehende verkünden. Es gibt mich, auch wenn mich nicht jeder Blick mit Liebe streift. Ich bin, auch wenn ich nicht verstanden werde. Es gibt mich, indem ich mich liebe. In der Liebe ist Platz für den Spott dieser Welt und vieles mehr. Jede dieser Erfahrungen hilft mir zu erkennen, wer ich bin (s. Der Schatz der Einsamkeit). Jede dieser Erfahrungen macht mich frei und öffnet mich für noch mehr Liebe. Wie das kommt? Weil ich – die unterschiedlichen Möglichkeiten betrachtend – Liebe wähle. Wie könnte ich Liebe wählen und erfahren, wenn mich jeder unentwegt lieben würde?
Simone Meller
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Posted on 20 November 2010.
Lieber weich werden
als weichen
Lieber vertrauen
als misstrauen
Lieber noch nicht verstehen
als missverstehen
Lieber ausdrücken
als unterdrücken
Lieber lassen
als zwingen
Simone Meller
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Posted on 07 November 2010.
Dort, wo meine Wahrnehmung nicht in der gleichen Selbstverständlichkeit wie andere gilt,
bleibt Sprache hilflos. Misslingt Verständigung wieder und wieder.
Ich rede nicht von misslingender Einigung auf eine Wahrheit,
sondern vom Scheitern dialogischer Verständigung über subjektive Wahrheiten
und vom anstrengenden Austausch von Impulsen.
Dort, wo meine Wahrnehmung zwar gilt, aber nicht geteilt wird,
ist Sprache hilfreich. Gelingt Verständigung durch Bemühen.
Ich rede nicht vom Bemühen um eine Wahrheit,
sondern von Zugewandtheit in der Unterscheidung
und von Bereitschaft miteinander zu wachsen.
Dort, wo meine Wahrnehmung mein bisheriges Verstehen übersteigt,
ringe ich um Sprache. Suche ich Wort für Wort ein neues Verstehen.
Ich rede nicht vom Eingemeinden der Wahrnehmung,
sondern von einer ihr angemessenen Be-Zeichnung
und dem Vorrang des Erlebten vor dem Wort.
In allen drei Fällen dürfen meine mitgebrachten Worte sterben,
um sich der jeweiligen Situation angemessen neu zu gebären.
Manchmal geschieht das rasch, manchmal brauche ich Spürzeit und Stille.
Immer öfter mute ich diese meine Art zu sein all meinen Gesprächspartnern zu.
Ich kann nicht mehr anders, das alte Sprechen stirbt mir auf der Zunge oder schon früher.
Die neuen Worte sind diesselben, durch Spüren nur anders gesetzt.
Die Transformation von Sprache geschieht im Herzen und lässt
meinen Gegenübern Raum, ob sie bleiben oder gehen, ablehnen oder genießen,
was sich zwischen uns verändert und ereignet in wagender Begegnung.
Dort, wo Sprache sterben durfte, beginnt sie sich einzufinden in jeder Situation neu.
Simone Meller
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