Posted on 18 September 2010. Tags: ausfüllen, Form, Gaukelei, Herz, Hier & Jetzt, Ich bin, Kraft, Öffnung, Ping Pong, Spaltung, Verführung, Wachstum
Ich spüre eine von mir wegführende Kraft, die mich in etwas anderes hineinziehen möchte, als jetzt für mich stimmig ist. Es ist eine Kraft, die nicht möchte, dass ich vollständig bei und in mir bin. Es ist eine Kraft, die der Spaltung dient und dafür zu würdigen ist. Es ist eine Kraft, die Dualität aufrechterhalten möchte. Es ist eine Kraft, die versucht mich dorthin zu locken, wo ich meine Kraft vergesse, während ich mich in ihr wähne. Ich folge nicht dieser Kraft. Ich nehme sie wahr. Und indem ich sie wahrnehme, öffnet sich mein Herz und schon im nächsten Moment kann ich diese Kraft nicht mehr spüren. Ich bin bei mir. Ich bin in mir. Ich bin die ich bin. Ich bin.
Ich bin erleichtert, öffne die Augen – und schon wieder ist diese Kraft da. Sie lockt mich hin zu neuen Ufern, obwohl ich noch nicht einmal hier meinen Platz ausfülle. Mit neuen Reizen will sie mich davon abhalten, meins zu tun, meine Form auszufüllen, einen Schritt nach dem nächsten zu gehen. Sie lockt mich mit dem hundertesten Schritt, der so strahlend ist. Doch würde ich mich jetzt damit beschäftigen, würden die nächsten neunundneunzig Schritte nicht stattfinden.
Also stehe ich auf und tue hier und jetzt, was zu tun ist. Jetzt.
Simone Meller
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Posted on 27 August 2010. Tags: Augenhöhe, Dienen, Erotikblüte, Finden, Gelassenheit, Großmut, Herz, Kraft, Kuss, Liebe, Lust, Menschenspiel, Neue Energie, Neues Bewusstsein, Pioniere, Quelle, Seelenplan, Sieg, Verführung, Werden
Auch wenn uns die Welt nicht zu Füßen liegt
vermögen wir sie innig zu küssen
denn es ist die Augenhöhe die wir suchen
und nicht die Unterwerfung
Wir brauchen ein großmütiges Herz
um zu werden wofür wir geboren wurden
denn überall lauert die Verführung
des alten Spiels das uns prüft
Wir werden siegen weil wir nicht danach strebten
bereits jetzt finden wir
wonach andere noch nicht suchen
denn alles geschieht zur rechten Zeit
Auch wenn uns die Welt nicht zu Füßen liegt
vermögen wir ihr zu dienen
denn wie eine Möwe zum Himmel findet
fallen wir in das was uns aussandte
Auch wenn uns die Welt nicht zu Füßen liegt
vermögen wir sie innig zu küssen
denn es ist die Kraft der Lust die uns heimführt
in die eine Liebe in der alles dasselbe ist
Simone Meller
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Posted on 29 Juli 2010. Tags: Arbeit, Assessment Center, Beruf, Coaching, Feedback, Führungskraft, Geschenk, Gespräch, Herz, Klarheit, Mitarbeiter, Mitte, Mut, on the job, Personalentwicklung, Selbstverwirklichung, Tipp, unangenehm, Unternehmen, Verführung, Wertschätzung, Wertschöpfung, Wirtschaft, Wohl
Als Personalentwicklerin, Vorgesetzter, Coach oder Leiter eines Assessment Centers steht man manchmal vor der schwierigen Aufgabe, unangenehmes Feedback geben zu müssen. Das Feedback ist unangenehm, weil es mit Selbstkonzept und Wünschen des Betroffenen divergiert. Die Aufgabe, solches Feedback nutzenstifend an den Mensch zu bringen, fällt uns schwer, weil wir klar zu bleiben haben, ohne zu verletzen. Anstatt lange um den heißen Brei herumzureden (“diplomatische Tour”) oder dem anderen unser Feedback einfach vor die Füße zu knallen (“kurz und schmerzlos”), gibt es einen wertschätzenden Weg der Mitte.
Um Erlaubnis fragen und Raum geben
Ich mache immer wieder gute Erfahrungen damit, vor dem Feedback Geben um Erlaubnis zu fragen. Das heißt, ich formuliere noch einmal auf meine Weise das anfängliche Anliegen meines Gegenübers, so wie es bei mir angekommen ist. Dann sage ich in angemessenen Worten, die natürlich je nach Kontext zu variieren und konkretisieren sind, dass ich meine etwas darüber verstanden zu haben, warum es (noch) nicht klappt. Pause. Diese kleine Pause gibt Raum dafür, dass sich der Betroffene innerlich auf die Richtung des Gesprächs einstellen, vielleicht sogar öffnen kann.
Anschließend formuliere ich ungefähr in dieser Art: “Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, kann ich Ihnen gerne ein persönliches Feedback geben.” Und wenn ich den Eindruck habe, dass es für mein Gegenüber ein großer Brocken sein könnte, versuche ich ihn in seiner Bereitschaft zu Selbstreflexion und Wachstum zu bestärken: “Das wird vielleicht nicht ganz leicht für Sie sein, ist aber eine Chance zu erfahren, wie Sie auf andere wirken.”
Selbstverwirklichung bedeutet die Art und Weise unserer Pflichterfüllung zu verändern
Erhalte ich auf diese Weise die Erlaubnis, ist es bei innerer Klarheit relativ leicht, auch unangenehmes Feedback wertschätzend und gewinnbringend zu vermitteln. Signalisiert der andere ein “Nein”, so achte ich dies und versuche gemeinam mit ihm herauszfinden, warum nicht. Vielleicht ist der Zeitpunkt ungünstig wegen eines darauf folgenden Termins oder wegen privater Belastung. Wenn das so ist, kann Feedback nicht fruchten. Dies anzuerkennen und einem günstigeren Zeitpunkt entgegenzusehen, macht es für alle Beteiligten leichter. Feedback, aus welcher beruflichen Rolle heraus es auch erfolgt, ist ja niemals Selbstzweck, sondern bei richtiger Zustellung ein Geschenk, das dem Wohle des anderen dient. Und jeder weiß, wie lästig unerwünschte Geschenke sind. Gelingt es uns aber, das Unangenehme jenseits von Beschönigung und Beschwichtigung auf wertschöpfende Weise zu vermitteln, erfahren auch wir Erfüllung. Dieses Gefühl von Erfüllung verweist darauf, dass es uns in dieser einen Sache gelungen ist, uns selbst zu verwirklichen. Wir haben unseren eigenen Stil eingebracht. Plötzlich macht es einen Unterschied, ob wir oder jemand anderes dieses Gespräch geführt hat!
Das ist ein kleines Beispiel dafür, wie Selbstverwirklichung im Beruf möglich ist. Jede bislang unangenehme Job-Aufgabe kann mit etwas Herz und Mühe so gewandelt werden, dass der Ausgang für alle Beteiligten befriedigender ist. Auf diese Weise verändern sich allmählich unsere Berufe, unsere Unternehmen und unsere Wirtschaft. Bei manchen Herausforderungen fehlt einem vielleicht die Idee zur Umsetzung oder man hat Sorge mit dem unkonventionellen Vorgehen aufzufallen. Doch alles, was man gerne anders hätte, kann auf mutig-kreative Weise realisiert werden. Wie das fallweise und konkret funktioniert, zeige ich in meinem (Telefon-)Coaching.
Simone Meller
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Posted on 17 April 2010. Tags: Begegnung, Beziehung, Du, Dualität, Einheit, Einladung, Einsamkeit, Frieden, heim, Herz, Ich, Ruhe, satt, Sein, Selbstverwirklichung, Trennung, Verführung

In der Einheit
bin ich, bist du
eins(am)
In der Dualität
ist es schön
zusammen zu sein
Vorgeschmack
auf Heimkehr
nach erfahrener Trennung
Zugleich Verführung
mehr bei dir
als bei mir zu sein
Bei mir
werde ich
satt
Bei dir
werde ich
nicht satt
In mir selbst
ruhend
finde ich heim
Mein Herz lädt mich ein
im Frieden
mit mir und allem zu sein
Simone Meller
Foto: Pixelio, sokeiko
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