Tag Archive | "Ungerechtigkeit"

Reflexion über Kriminalität


Was ist Kriminialität?
Was bezeichnen wir mit ihr?
Wo beginnt Kriminialität?
Worauf verweist sie?
Was erlöst sie?

Was ist Selbstjustiz?
Wo beginnt sie?
Worauf verweist sie?
Wann stimmen wir ihr (heimlich) zu?
Wann lehnen wir sie ab?

Simone Meller

Posted in KlartextKommentare deaktiviert

Was ich wissen will


Es interessiert mich nicht, womit du dein Geld verdienst.
Ich will wissen, wonach du dich sehnst und ob du die Erfüllung
deines Herzenswunsches zu träumen wagst.
Es interessiert mich nicht, wie alt du bist.
Ich will wissen, ob du es riskierst, dich zum Narren zu machen
auf deiner Suche nach Liebe, nach deinem Traum, nach dem Abenteuer des Lebens.

Es interessiert mich nicht, welche Planeten ein Quadrat zu deinem Mond bilden.
Ich will wissen, ob du deinem Leid auf dem Grund gegangen bist und ob dich
die Ungerechtigkeiten des Lebens geöffnet haben oder ob du dich
klein machst und verschließt, um dich vor neuen Verletzungen zu schützen.
Ich will wissen, ob du Schmerz – meinen oder deinen eigenen – ertragen
kannst, ohne ihn zu verstecken, zu bemänteln oder zu lindern.

Ich will wissen, ob du Freude – meine oder deine eigene – aushalten,
dich hemmungslos dem Tanz hingeben und jede Faser deines Körpers von Ekstase
erbeben lassen kannst, ohne an Vorsicht und vernunft zu appellieren oder
an die Begrenztheit des Menschseins zu denken.

Es interessiert mich nicht, ob du das, was du mir erzählst, wahr ist.
Ich will wissen, ob du andere enttäuschen kannst, um dir selbst treu zu bleiben ;
ob du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst, um deine eigene Seele nicht zu verraten ;
ob du treulos sein kannst, um vertrauenswürdig zu bleiben.

Ich will wissen, ob du die Schönheit des Alltäglichen erkennen kannst,
selbst wenn sie nicht immer angenehm ist, und ob ihre Allgegenwärtigkeit
die Quelle ist, aus der du die Kraft zum Leben schöpfst.

Ich will wissen, ob du mit Unzulänglichkeiten leben kannst – meiner oder
deiner eigenen – und immer noch am Seeufer stehst und der silbernen
Scheibe des Vollmondes ein uneingeschränktes “JA” zurufst.

Es interessiert mich nicht, wo du wohnst oder wie reich du bist.
Ich will wissen, ob du nach einer kummervoll durchwachten Nacht
zermürbt und müde bis auf die Knochen aufstehen kannst, um das Notwendige zu tun,
damit deine Kinder versorgt sind.

Es interessiert mich nicht, wen du kennst oder wie du hierher gekommen bist.
Ich will wissen, ob du inmitten des Feuers bei mir ausharren wirst,
ohne zurückzuweichen.
Es interessiert mich nicht, wo oder was oder mit wem du studiert hast.
Ich will wissen, was dich von innen heraus trägt,
wenn alles andere wegbricht.

Ich will wissen, ob du mit dir selbst allein sein kannst und ob du den,
der dir in solch einsamen Momenten deines Lebens Gesellschaft leistet,
wirklich magst.

aus: “Die Einladung” von Oriah Mountain Dreamer
*

Posted in ZitateKommentare deaktiviert

Mein wahres Selbst führt mich heim


Wenn ich meinem wahren Selbst vertraue, das sich von Augenblick zu Augenblick wandelt, bin ich nicht mehr davon abhängig, ob ich richtig oder falsch behandelt werde. Ich kann jeden Anspruch, jede Erwartung an den anderen loslassen und den freien Strom von Liebe fühlen. Mein wahres Sein nimmt jeden stimmigen Impuls auf und weist Unstimmigkeit zurück. Die Zurückweisung funktioniert nur begrenzt, dient der Geburt eines Aha-Erlebnisses. Denn die an mich herangetragene Unstimmigkeit steht in Resonanz mit meinem Schatten. Sie spiegelt mir eine vergessene oder noch nicht vollständig erlöste, aber einst erlittene Ungerechtigkeit. Nicht der andere kann Wiedergutmachung leisten, sondern nur ich allein. Siehe auch:

Ich nehme das einstige Unrecht, meinen Schmerz und den Boten der Erinnerung (den Träger der aktuellen Unstimmigkeit) in mein Herz und schaue himmelwärts. Von dort kommt das Thema erneut und gewandelt auf die Erde und ich spiele meine Spiele noch etwas demütiger und lustvoller weiter.

Mein wahres Selbst führt mich heim in das große eine Sein.

Simone Meller

Posted in KlartextKommentare deaktiviert

Welle