Tag Archive | "Ungeduld"

Was die Ungeduld nicht weiß


So vielen Menschen fällt es schwer, sich auf Prozesse einzulassen. Die wenigsten würden es so ausdrücken. Aber es äußert sich in Form von Ungeduld. Ungeduld ist die Weigerung sich auf einen Prozess einzulassen. Dem gegenüber steht meine Ergriffenheit beim Begleiten von Prozessen. Immer wieder ergreift mich diese wunderbare Anmut, wenn sich ein Prozess in seiner vollen Schönheit entfaltet. Daneben verblasst das, was ich, hilflos nach Sprache suchend, als “herkömmliche Ästhetik” bezeichnen möchte.

Simone Meller

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Hoffnung für Ruhelose


Tage, an denen scheinbar nichts passiert, während du vor Ungeduld zergehst. An diesen Tagen entfaltet sich in aller Seelenruhe dein Geschenk. Du siehst es nicht, wenn du nach alten Formen Ausschau hältst, wohl aber wenn du dich öffnest für das Unbekannte, das leise an deine Türe pocht. Voller Hoffnung öffnest du die Tür und siehst – nichts! Du willst es fühlen, aber auch das gelingt dir nicht. Deine Bewusstseinsfilter verhindern den Kontakt – noch! An diesen Tagen, an denen scheinbar nichts passiert, richtet sich dein Leben neu aus. Während du dir die Schnürsenkel bindest, deine Ablage erledigst und nachts die Schafe zählst, veränderst du dich von innen heraus. Unmerklich lernst du anders zu sehen und zu fühlen, öffnest du dich weiter und weiter für das, was im Moment noch größer ist als du. Niemals kommst du drum herum. Denn es will zu dir. Allenfalls bleibt es außen vor. Bist du bereit, es hereinzulassen? Und wenn du “Ja” sagst, weil du “Ja” fühlst, so ist das prima und trägt dich wie ein Lied durch diese Zeit. Zugleich ist es keine Garantie dafür, dass du das Neue jetzt schon siehst und fühlst. Tage, an denen scheinbar nichts passiert, sind ein Geschenk – für das Geschenk. Du bereitest dich vor für das, was kommt. Es kommt!

Text: Simone Meller
Foto: Rainer Sturm, Pixelio
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Homöopathie


Homöopathie ist die Ungeduld des Erwachten auf dem Weg der Liebe.

Simone Meller

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Von Unterbrechung lernen


Ich lernte, mich zu behaupten, wenn ich unterbrochen werde,
und mir das Wort zu nehmen.
Ich lernte, es dem anderen nachzusehen, wenn er mich unterbrach,
und auf mein Wort zu verzichten.
Ich lernte, Unterbrechung zu genießen
als Ausdruck von Lebendigkeit und Unterstützung.
Ich lernte zu wählen – je nach Augenblick.
Ich lernte, im Unterbrechen die Ungeduld des anderen zu sehen,
zu fühlen, dass er sich nicht einlassen will auf Dialog, Prozess, Neues.

Ich lerne, mich in der Ungeduld des anderen zu spiegeln,
mich zu sehen, als eine, die überfordert,
die alles in den Kontakt geben will, was sie zu geben hat,
die in Verkennung des Gefäßes nicht spürt, dass sie zu pressen beginnt,
die nicht unter ihren und den Möglichkeiten des anderen bleiben will
die sich nicht einlassen will auf andere Potenziale von Dialog, Prozess, Neuem.
Ich lerne, das Gefäß zu sehen und achtsam zu wählen, was darin Platz finden kann.
Ich lerne, mich zu begrenzen ohne mich zu begrenzen.
Ich lerne, mich im Kontakt zu dosieren, ohne mein Sein zu verkleinern.

Ich erfahre mein ewiges Sein unangetastet von unserer Kommunikation.

Simone Meller
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Welle