Tag Archive | "Üben"

Alle Segel streichen, um die Flügel auszubreiten


Alle Segel will ich streichen
um mit dir voran zu schreiten
keiner Schwelle will ich weichen
sondern üben Flügel auszubreiten

Du bist das Wort des freien Herzens
das zwischen uns schwingt
du bist die Wahrheit
die tief im Herzen klingt

Alle Segel will ich streichen
um mit dir voran zu schreiten
keiner Schwelle will ich weichen
sondern üben Flügel auszubreiten

Simone Meller

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die heimkehr der pioniere


wir fanden einen pfad und gingen ihn immer weiter
je weiter wir kamen desto mehr kehrten wir heim
um als liebende geliebte nahbar mit denen zu sein
die uns fern ihrer welt hatten entschwinden sehen

daheim in der einen welt umschlängeln wir die erde
zu umarmen die schmerzen neu mit ihnen zu sein
wir kehrten heim zum fühlen doch nicht zum leiden
wir sind zum lösen doch nicht zum retten bereit

von herzen gern lachen und weinen wir mit denen
die an ihren orten neue wege zu zeichnen beginnen
wir achten und ehren auch jene
im dunklen gewand
wie unendlich schön ihr mut ihre hingabe ans spiel

ein nichts in dieser welt das nicht in ordnung wäre
alles aber auch wirklich alles der einen liebe wert
zur gewissheit geronnene erfahrung ist das eine
das andere: es zu üben täglich neu bleibt auch uns

-simone meller

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Üben so treu wie mein Licht


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Wer unterscheiden übt, entdeckt seine Schöpferkraft


Zwischen Wohl und Leid unterscheiden üben

Schöpferkraft hat ihren Ursprung in der Fähigkeit zur Unterscheidung. Jahrzehnte bevor ich das so formulieren konnte, begann sich allein durch Unterscheidungsfähigkeit mein Leben zu verändern. Einfach indem ich in jeder Situation neu zwischen Wohl und Leid zu unterscheiden lernte, also zwischen…

… meinem Widerstand gegen das, was mir nicht entspricht (Selbstfürsorge/Wohl) und
meinem Widerstand gegen das, was mir entspricht (Selbstsabotage/Leid).

… meiner Lust auf das, was mir entspricht (Ausrichtung auf Fülle/Wohl) und
meiner Lust auf das, was mir nicht entspricht (Ausrichtung auf Mangel/Leid).

Die Schwierigkeit liegt dabei nicht in der gegenständlichen Unterscheidung von Wohl und Leid, sondern in der Formulierung “was mir (nicht) entspricht”. Was mir gestern noch entsprochen hat (wahres Selbst), kann bereits heute unstimmig (falsches Selbst) und in neuer Form morgen wieder stimmig sein. Denn ich befinde mich im beständigen Wandel. Es gibt also keine harten Kriterien für die Unterscheidung, sondern das einzige, was mir hilft, ist so etwas wie ein Spürbewusstsein. Ich kann spüren, was meinem Wohl dient und was nicht. Ich unterteile meine Realität nicht per se in positive und negative Energie, denn es steht und fällt jeweils neu mit meiner Reife und Schwingung, welche Energie für mich positiv (hebend) oder negativ (senkend) sind.

Ich begleite Menschen beim  Üben dieser Unterscheidungen und damit beim Entdecken ihrer Schöpferkraft. Solange sie nicht situationsbezogen zwischen Wohl und Leid unterscheiden können, entscheiden sie sich mehr oder weniger für ihre bisherige Gewohnheiten und sind frustriert, dass es mit ihrer Schöpferkraft anscheinend nicht so weit her ist. Dabei wenden sie fortlaufend ihrer Schöpferkraft an! Nur kann nichts Neues entstehen, solange die (unbewussten) Entscheidungsmuster fortgeführt werden.

Sich über Entscheidungsgewohnheiten bewusst werden

Ob mal jemand ausgerechnet hat, wieviele Entscheidungen wir täglich treffen? Wieviel Prozent unserer Entscheidungen sind stimmig und wieviele unstimmig? Was bedeutet das für unser persönliches Resonanzfeld? Wir ziehen solche Menschen und Situationen an, in denen wir uns optimal spiegeln können. Wir erkennen uns im Spiegel, indem wir auf die in uns entstehednen Gefühle achten und liebevoll mit ihnen sind.

Mein Weg der Heilung und Entfaltung bestand in einer Veränderung meiner Entscheidungsgewohnheiten (s. Nein-Sagen). Ich lernte, mich immer öfter für mein stimmiges Wohl zu entscheiden. Dieses Prinzip nenne ich Selbstverwirklichung. Ich übe die Anwendung dieses einfachen Prinzips in allen Lebensbereichen. Dadurch hat sich mein Dasein grundlegend gewandelt und es wandelt sich weiterhin. Wie viele andere Menschen auch hatte ich eine schwierige Biografie. Doch verdanke ich ihr die Erfahrung meiner Schöpferkraft. Denn ohne das erfahrene Leid könnte ich das Leben in Wohligkeit nicht schätzen, vermöchte ich das Stimmige nicht vom Umstimmigen zu unterscheiden.

Ohne Unterscheidung keine bewusste Entscheidung

Nur dort, wo wir unterscheiden können, werden wir fähig zur bewussten Entscheidung. Wir treffen auf Scheidewege – Tag für Tag, Minute für Minute, Sekunde für Sekunde. Wir verfeinern unsere Fähigkeit zur bewussten Anwendung von Schöpferkraft, während uns Alles-was-ist beständig den Spiegel vorhält. Aber auch hier unterscheiden wieder wir, was wir darin sehen und was eben (noch) nicht. Wir sind frei. Wir dürfen wählen. Und jederzeit sind wir der Liebe wert – unabhängig davon, was wir wählen. Nie sind wir nicht auf unserem Weg.

Simone Meller

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