Tag Archive | "Team"

Teamentwicklung: Umgang mit Unterschieden


Ein Team kann erfolgreich agieren, wenn zwischen den Teammitgliedern Unterschiede (Fähigkeiten, Bedürfnisse, Arbeitsstile, Schwächen etc.) sein dürfen und nicht aus einem falsch verstandenen Gleichheitsanspruch heraus nivelliert werden (Unterordnung des wahren Selbst). Der konstruktive Umgang mit Unterschieden ist eine wichtige Kompetenz in Prozessen von Teamentwicklung und Konfliktlösung.

Simone Meller

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Kunden freilassen


Wenn ein Kunde gehen möchte, so lasse  ihn frei. Achte seine Entscheidung und erleichtere ihm den Wechsel zu einem anderen Anbieter. Werte  die Konkurrenz nicht ab, vor allem erzähle keine Schauermärchen. Reflektiere, was der Weggang der Kundin bedeutet: Habt Ihr euch auseinander entwickelt, so dass die Trennung ein völlig natürlicher Prozess ist, der Raum gibt für neue Wunschkunden? Oder ist es ein Fingerzeig auf ein Schattenthema in deiner Unternehmung? Es ist hilfreich, diese Fragen laut zu reflektieren, z.B. im Team oder mit einer Kollegin. Das Äußere spiegelt das Innere. Alles wächst von Innen nach Außen. Vertraue dem Wandel und lasse dich darauf ein.

Simone Meller

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Moderne Kriege und Ausblicke auf beseeltes Wirtschaften


Maschinerie

Man könnte meinen, mittlerweile sei die E-Plus-Story mit drei Blog-Beiträgen (I und II und III) ausgelutscht. Doch da das Unternehmen wie eine verselbstständigte Maschinerie agiert, flatterte heute wieder eine Überraschung ins Haus. Diesmal eine SMS:

Wir möchten Sie als Kunden behalten! Leider konnten wir Sie nicht persönlich erreichen – wir melden uns! Ihr E-Plus Team.

Ich vermute, dass das Telefonat mit der Kundenrückgewinnung vor wenigen Tagen diese SMS ausgelöst hat. Der Mitarbeiter hatte mich zwar erreicht, aber nicht sein Ziel. Ob es dafür nur ein Ankreuzkästchen in der Datenmaske gibt?

Wie dem auch sei: Diese Pseudokommunikation ist peinlich. Da werden serienmäßig Textbausteine versandt, ohne sich wahrhaftig mit dem kommunikativen Input vom Markt auseinanderzusetzen. Nur scheint das im Unternehmen selbst niemandem peinlich zu sein – außer der damit beauftragten Pressestelle, die aber wiederum die anderen Abteilungen nicht unter Kontrolle haben kann. Das zeigt, dass Arbeitsteilung dann scheitert, wenn sie mechanisch betrieben wird. Das Herz ist ausgemerzt worden. Von einem E-Plus-TEAM kann nicht die Rede sein. Beseeltes Wirtschaften, beseeltes Arbeiten – das wären Stichworte, die ich E-Plus gerne zurufen würde. Doch solche Rückkoppelungen vom Markt sind in deren Kundenmanagementsystem nicht vorgesehen.

Erzählungen anderer zeigen mir, dass dies kein Einzelfall ist. Weder bei E-Plus noch – und das ist fairerweise zu betonen – bei anderen Telefongesellschaften. Obendrein könnte ich eine ähnliche Story zu Alice (Hansenet) oder zu Kabel Deutschland schreiben. In unzähligen Telefonaten mit Callcentern habe ich so viel Ohnmacht erlebt, bei mir, aber auch bei den überwiegend wirklich freundlichen Mitarbeitern. Es ist frustrierend, miteinander über etwas zu telefonieren, was jenseits dieser Gespräche ein unbeeinflussbares Eigenleben fristet. Das kostet nicht nur Kraft, sondern auch Zeit und die Unternehmen in Summe damit richtig viel Geld. Die durch einseitige Rationalisierung eingesparten Kosten kehren durch die Hintertür zurück. Von klassischen Unternehmensberatern wird dies bei ihrer Strategieempfehlung nicht vorgerechnet. Kein Wunder, denn die Information vom Markt erreicht sie ja aufgrund der Pseudokommunikation überhaupt nicht.

Ich blicke auf den Krieg am Telefonmarkt, die Preisschlachten, den Kampf um Marktanteile, die Fixierung auf schnelle Zahlen… Ich sehe Menschen, die täglich entscheiden, mehr desselben zu tun, anstatt etwas anderes zu versuchen, anstatt eine Alternative zu den vermeintlichen Konkurrenten zu sein. Die Telefongesellschaften richten sich gegenseitig zugrunde, weil sie die Perversität der Maschinerie nicht durchschauen, sondern kontinuierlich auf die Spitze treiben. Das ist eine moderne Form von Krieg, die zwar keine Menschenleben mehr fordert, aber Arbeitsplätze, Arbeitsfreude, tolle Produkte, begeisterte Kunden u.v.m.

Man könnte dies für einen düsteren Artikel halten. Nein, ich bin froh. Ich bin froh, dass unsere menschliche Evolution bereits so weit fortgeschritten ist, dass wir in Mitteleuropa nur noch von solchen milden Formen des Krieges betroffen sind. Meine Vorfahren wurden noch zwischen den Mühlsteinen der zwei Weltkriege zerrieben. Ich strapaziere nur meine Nerven, aber andere verlieren aufgrund des unbeseelten Wirtschaftens ihren Arbeitsplatz. Der zugegebene Fortschritt ist also  kein Freibrief. Die Entwicklung unseres Bewusstseins als Kollektiv schreitet voran. Ich bin davon überzeugt, dass künftig die Unternehmen die Nase vorn haben werden, die sich für beseeltes Wirtschaften öffnen. Moderne Unternehmen, die das Herz in der Wirtschaft wieder neu entdecken, werden sich rasch und wohltuend von den alten Unternehmen abheben. Sie brauchen nur Mut, neue Wege zu wagen. Und dieser Mut kommt von Menschen. Von jedem einzelnen.

Simone Meller

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Lernen von E-Plus: Wie man Kunden (nicht) bindet


383295_R_K_B_by_Cornerstone_pixelio.deWas zu uns gehört, brauchen wir nicht festzuhalten. Es bleibt von allein, und das schenkt ein gutes Gefühl. Menschen klammern sich an das, was nicht mehr zu ihnen gehört, was gehen will. Mit letzter Kraft halten sie daran fest – aus Angst, dass da nichts mehr nachfolgen könnte, sie leer ausgehen würden. Das gilt für Menschen, Dinge, Situationen – und Geschäfte.

Als ich binnen 4 Wochen einen sich kurzfristig ergebenen Umzug von Hamburg-Altona in das 15 km entfernte Blankenese zu organisieren hatte, bedeutete dies geballten Abschied in kürzester Zeit. U.a. nahm ich Abschied von meinem Fitness-Studio, der Kaifu-Lodge. Wohl wissend, dass sich mein Mitgliedsvertrag vor einigen Monaten wieder automatisch um ein Jahr verlängert hatte, sprach im Büro der Kaifu-Lodge vor. Dort zeigte man sich mit Blick auf meine langjährige Mitgliedschaft außerordentlich kulant und entließ mich um Monate vorzeitig, nämlich binnen 6 Wochen, aus dem Vertrag. Begeistert verließ ich das Büro: Unbürokratisch, menschlich und kundenfreundlich! Ich nahm Abschied in dem Bewusstsein, dass ich dort jederzeit wieder gerne Mitglied werden würde, wenn das Leben so spielen sollte. Und natürlich sorgte dieses Erlebnis für positiven Gesprächsstoff im Bekanntenkreis. Mund-zu-Mund-Propaganda wird dies im Marketing genannt. Es soll sogar ein amerikanisches Warenhaus gegeben haben, dass reklamierte Autoreifen zurücknahm, obwohl es überhaupt nicht mit Autoreifen handelte! Es tat dies, um negative Mund-zu-Mund-Propaganda der überaus verägerten Kundin zu verhindern.

Völlig konträr dazu agiert E-Plus, seit gut 8 Jahren Vertragspartner für mein mobiles Telefonieren. Seltsamerweise habe ich an der neuen Adresse fast keinen Empfang, an entspanntes Telefonieren ist nicht zu denken. Vor allem darf ich mich dabei nicht bewegen, aber war das nicht einst die Grundidee von Handys? Nutzer von Vodafone und D1 können durch das gesamte Haus gehen und dabei einwandfreien Empfang genießen.

Ich reklamierte dies unter der kostenpflichtigen “Service”-Nummer (14.10.09), dort konnte man keine technische Störung feststellen und empfahl mir “noch mal abzuwarten”. Da keine Besserung eintrat, reklamierte ich schriftlich (25.10.09). Auf das Schreiben erhielt ich keine Antwort, sondern kommentarlos – wenn man den Textbaustein (“Damit Sie auch künftig die Vorteile… genießen können”) nicht mitzählt – eine neue SIM-Karte (31.10.09). Als ob der Empfang grundsätzlich gestört wäre, oh, wie mich dieses gezielte Missverstehenwollen ärgerte!

86164_R_by_Maren-Be-ler_pixelio.deIn einem weiteren Brief wiederholte ich, wo ich überall sehr gut und überhaupt nicht telefonieren kann, monierte das fehlende Eingehen auf das tatsächliche Problem, kündigte den Vertrag zum nächstmöglichen Termin und bat um vorzeitige Vertragsauflösung, um die aus beruflichen Gründen wichtige Rufnummerportierung zu einem anderen Anbieter in die Wege leiten zu können (31.10.09).

Am 11.11.09 bestätigte mir E-Plus meine Kündigung zum 08.03.2011 (!) und verwies darauf, dass “zeitweilige Veränderungen der Empfangsqualität” (zeitweilig?) sowie ein Wohnortwechsel gemäß der AGB keine Voraussetzung für eine vorzeitige Vertragsbeendigung wären. Dennoch wolle man mir helfen, ich zitiere:

Nennen Sie uns eine Person, die Ihren Mobilfunkvertrag übernimmt. Eine Vertragsumschreibung ist sowohl für Sie als auch für den neuen Vertragspartner kostenfrei.

Für eine sehr, sehr kurze Zeit tat dieses Quentchen Kulanz gepaart mit der Tatsache, dass der gewählte Textbaustein etwas besser zu meiner Situation passte, gut.  – Aber, liebe Damen und Herren von E-Plus, geht’s noch? Ich sollte meine persönlichen Kontakte auf’s Spiel setzen, um den AGB zu entkommen? Mit Verweis, dass es sich nicht um eine zeitweilige, sondern eine konstante Störung handelt, antworte ich am gleichen Tag – diesmal über das Kundenportal im Internet:

Ihr dargelegtes Angebot “zu helfen” ist inakzeptabel. Sie werden sicherlich verstehen, dass ich in meinem Freundeskreis keinen Telefonanbieter empfehlen kann, der seine technische Leistung nicht zufriedenstellend erbringt und mich obendrein nicht verantwortungsbewusst und kundenfreundlich aus dem Vertrag entlässt.

Am 18.11.09 erhielt ich folgende, schon kafkaesk anmutende Textbausteinkombination:

Sehr geehrte Frau Meller,
das war ein angenehmes Gespräch, vielen Dank.
Sehr gern halten wir das telefonisch Besprochene schriftlich fest und geben Ihnen mit dieser E-Mail alle Informationen in die Hand.
Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr E-Plus Team

Im Anhang befand sich ein PDF-Dokument, in dem die Vertragslaufzeit erläutert wurde. Aber: Wir hatten nicht telefoniert, geschweige denn etwas besprochen! Gerne hätte ich gelacht, doch mein Problem war nach wie vor ungelöst. Das schrieb ich postwendend zurück.  Die Asurdität erwies sich als steigerunsfähig. In der E-Plus-Mail vom 24.11.09 heißt es:

Sehr geehrte Frau Meller,
gern haben wir Ihr Anliegen erneut geprüft.
Die Voraussetzungen für eine vorzeitige Vertragsbeendigung sind entsprechend unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) nicht gegeben. Unsere Leistungen sind auf den Empfangs- und Sendebereich des E-Plus Mobilfunknetzes beschränkt.
Wenn Sie noch Fragen oder Wünsche haben, melden Sie sich einfach bei uns. Wir sind immer gern für Sie da!
Mit freundlichen Grüßen
Ihr E-Plus Team

Fragen und Wünsche habe ich viele. Doch interessiert das E-Plus? Purer Hohn die Floskel “Wir sind immer gern für Sie da!”. Was für ein Abgrund klaffte da zwischen Wort und Tat? Führte ich mir meine Behandlung vor Augen, so hätte es treffender lauten müssen:

Wir fesseln Sie an uns, egal was Sie zu kritisieren haben. Uns interessiert nicht, dass Sie monatlich für ungenügende Leistung zahlen, sondern dass Sie zahlen und wir so weitermachen können wie bisher, das ist uns wichtig. Fragen Sie gerne wieder nach, wenn Sie unsicher sind, ob wir das ernst meinen. Wir versichern Ihnen, wir werden stets das Gleiche antworten.

124710_R_K_B_by_S.-Hofschlaeger_pixelio.deIch bin fassungslos über diese Ignoranz und unternehmerische Kurzsichtigkeit. Leichtfertig werden über 8 Jahre Kundenloyalität den AGB geopfert.  Wäre ich als Unternehmensberaterin bei E-Plus tätig, so würde ich nachhaken, wer dies zu verantworten hat. Ich würde nachfragen, wieviel Marketing es kostet, einen neuen Kunden zu gewinnen und über mehr als 2, 5 und 10 Jahre zu binden. Die “lernende Organisation” ist ein Konzept der psychologischen Unternehmensberatung. Ich würde in einer von mir moderierten Teamsitzung mindestens 10 Lösungsvorschläge sammeln, die für das Unternehmen nicht nur günstiger wären, sondern obendrein Pluspunkte (Mund-zu-Mund-Propaganda) bringen würden. Jede vom Kunden bemerkte Schwachstelle eines Unternehmens kann zum Anlass genommen werden, eine Win-Win-Lösung für beide Seiten herbeizuführen. Schrittweise zieht so Neues Bewusstsein in Unternehmenskulturen ein. Doch “Hätte, wäre, würde…” greift hier nicht. Nicht E-Plus ist mein Kunde, sondern noch bin ich deren Kundin. Zumindest auf dem Papier.

Die Kaifu-Lodge hat eine zufriedene Kundin ziehen lassen. Paradoxerweise hat sie mich damit nicht verloren, sondern gewonnen. Hingegen versucht E-Plus eine unzufriedene Kundin zu fesseln. Besonders dreist: Es wurde kein einziger Versuch gezeigt, meine Zufriedenheit wieder herzustellen. Den Versuch meine Unzufriedenheit auf jemand anderen abzuwälzen, zähle ich nicht. Ein Unternehmer ist jemand, der etwas unternimmt. Ein Unternehmen, das nichts unternimmt, sondern den Karren gegen die Wand fahren lässt, hat eine Entscheidung getroffen. Die Quittung wird kommen – früher oder später. Wer aus Angst etwas festhält, was nicht mehr zu ihm gehört, der hat auch leider nicht die Hände frei für das Neue, was da kommen will. Das Beispiel von E-Plus lehrt dass man Kunden langfristig nicht binden kann, indem man sie festbindet. Kurzfristig mag die Kasse stimmen, doch langfristig wird die Strategie nicht tragen. Wäre nicht gerade auf dem heiß umkämpften Markt der Telekommunikation eine mit Fleisch gefüllte Kundenorientierung eine Möglichkeit sich positiv von der Konkurrenz abzuheben?

362829_R_K_B_by_Rainer-Sturm_pixelio.deIch lasse mich nicht fesseln. In solchen Fällen wäge ich Zeit, Energie und Geld ab. Ein neuer und letzter Lösungsvorschlag an E-Plus ist postalisch auf dem Weg.  Ich bin gespannt: Wird E-Plus wieder Textbausteine zusammenwürfeln oder eine kundenfreundliche Antwort kreieren? Wie wird unser Abschied ausfallen? Was werden wir voneinander in Erinnerung behalten? Ich werde berichten.

Übrigens: Ich vermisse die Kaifu-Lodge mit ihrer breiten Kursauswahl. Je nach Laune und Zeit spontan an verschiedenen Wochentagen zum Yoga, Tanz, Pilates, Nia, Gong-Meditation etc. düsen und anschließend in die Sauna hüpfen zu können, das war toll! Das Blankeneser Angebot für solche ganzheitlich orientierten Angebote passt auf die Rückseite meines Kassenbons. Und der stammt aus dem einzigen Naturkostladen, den es hier gibt.

“Immerhin”, so rede ich mir zu, “das ist doch schon mal ein Anfang”.

Simone Meller
Fotos: pixelio, Cornerstone, Maren Beler, S. Hofschlaeger, Rainer Sturm
***

Die Fortsetzung gibt es hier:

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Ein wahrer Traum von Frau und Mann


338675_R_by_Bernd-Wachtmeister_pixelio.deIch träume seit jeher luzide. Luzides Träumen oder Klarträumen bedeutet, dass man beim Träumen merkt, dass man träumt. Im Labor wird dies zum Beispiel dadurch nachgewiesen, dass die träumende Versuchsperson leicht den Zeigefinger hebt. Für Menschen, die sich morgens nicht einmal an ihre Träume erinnern können, mag das unvorstellbar sein. Sie zweifeln daran, ob sie überhaupt träumen. Diesen Zweifel kann ich leicht zerstreuen, jeder Mensch träumt nachts. Anderenfalls würde er erschöpfen und erkranken. Das weiß man aus Experimenten im Schlaflabor, in denen man Versuchspersonen immer dann weckte, wenn sie zu träumen begannen (an EEG und Augenbewegungen erkennbar). Träumen ist lebenswichtig. Warum das allerdings so ist, darüber gehen die Fachmeinungen erheblich auseinander.

Ich deute dieses Faktum so, dass nachts ein besonders nährender Kontakt zur Seele besteht. (Meine These geht noch wesentlich weiter, nämlich dass wir nachts u.a. auf Seelenebene untereinander Absprachen über weitere Lebenswege treffen. Aber das würde jetzt in diesem Beitrag zu weit führen.) Ich komme zu dieser Aussage aufgrund meiner langjährigen Beschäftigung mit meinen eigenen Träumen.

Träume helfen beim Verarbeiten von Lebensereignissen, spülen Konflikte hoch, liefern Lösungen oder weisen humorvoll daraufhin, dass das Problem doch nicht so schlimm oder sogar längst gelöst ist. Bilder, die meine Seele mir schickt, berühren mich inniglich, weil ich mich durch sie in meiner tiefsten Tiefe verstanden und auf meinem Weg bestärkt fühle.

Viele meiner Träume sind Wahrträume. Das kann bedeuten, dass ich mich am nächsten Morgen nur wundern kann und erst drei Wochen später beim Eintritt eines neues Lebensereignisses plötzlich den Traum dekodiere und ihn BRAUCHE, um meinen nächsten Schritt tun zu können. Bildlich gesprochen sind solche Träume wie ein formloser Schlüssel, der erst in dem Moment Form annimmt, wenn ich vor der richtigen Tür stehe.

Tröstende Kraft durch transzendente Botschaften

Manchmal haben solche Träume auch ein enorm tröstende Kraft. Ich erinnere, wie ich einst in einen Sarg gelegt wurde. Über mich senkte sich der Sargdeckel und eine geschlechtsneutrale Stimme sagte sanft: “Es wird sich anfühlen, als ob du stirbst.” Ich wachte auf – und rätselte. Es folgten weitere Träume mit merkwürdigem Ausgang. Wochen später passierte es. Es trat ein Lebensereignis ein, das mich zutiefst erschütterte und so sehr schmerzte, dass ich dachte, daran sterben zu müssen. In dem Moment erinnerte ich mich an den Traum (“Es wird sich anfühlen, als ob du stirbst”) und fiel in die tröstende Umarmung des Himmels, der mir in weiser Vorausschau alles Wesentliche vorausgesagt hatte, damit ich in dieser akuten Phase sicher sein konnte: “So schlimm es sich auch anfühlt, ich bin auf dem richtigen Weg. Auf meinem Weg.”

In den autobiographisch geprägten Büchern der amerikanischen Psychiaterin Judith Orloff habe ich ähnliche Berichte gefunden. Für sie ist die Geschlechtsneutralität einer Stimme zumeist Anzeichen für eine transzendente Botschaft (im Unterschied zur Trauminszenierung von inneren Konflikten durch verschiedene Rollenspieler mit Gesicht). Meine Seele scheut aber auch nicht vor personenbezogenen, handfesten, fast komisch anmutenden Bildern zurück, um mir ihre Nachrichten auf einfachste Weise zu vermitteln. Auch dazu vielleicht ein anderes Mal mehr.

Während ich und viele praktizierende Therapeut/innen und Lebensberater/innen also von einem nächtlichen, hochgradig nährenden Kontakt zur Seele ausgehen, vertritt die akademische Mainstreampsychologie die Hypothese, dass das alles reine Phantasie ist. Die Bilder werden weder als Symbole und Archetypen noch als individuelle Botschaften gedeutet, sondern als Abreaktionen des Gehirns verstanden. Das Gehirn wird als höchste Instanz gesehen und gilt als biologisches Korrelat unseres Bewusstseins. Immerhin kann man es anfassen (natürlich nur bei Schädelöffnung) und fotografieren (bildgebende Verfahren) und durch Substanzen manipulieren (Medikamente, Drogen).

Nächtliche Dialoge zwischen menschlichem und höheren Selbst

Beim Klarträumen verändert sich die Aktivität im Stammhirn, was im psychologischen Mainstream gedeutet wird als “Ein Teil des Gehirns wacht auf, der Rest schläft weiter”. Jüngste Forschungen weisen darauf hin, dass sich luzides Träumen trainieren lässt, was als bedeutsam für Alpträume angesehen wird und möglicherweise auch für die Behandlung von Psychosen. In dieser Sicht wird die Unterscheidung zwischen “Traum”, “wahr” und “Wahn” auf eine rein kognitive Fertigkeit reduziert, die bei einigen Menschen mehr, bei anderen weniger ausgeprägt ist. Als ob Menschen mit Wahnvorstellungen einen Defekt haben. Ich schaue lieber, wofür das Symptom Wahn steht, welch lang verdrängter Schatten da ins Licht drängt.

Meine Vermutung ist übrigens, dass jeder Mensch luzide träumen kann. Dies setzt einen ähnlichen Bewusstseinsentwicklungsprozess voraus wie das Erinnern von Träumen. Das, was im Mainstream als Träumen und Klarträumen unterschieden wird, erlebe ich als Dialoge zwischen menschlichem und höherem Selbst. Etwas Neues will einströmen, das Alte beboachtet es und kommentiert es auf bisherigem Bewusstseinsniveau, manchmal wird daraus auch Kritik oder Abwehr. Als Vergleich fallen mir die Systemupdates beim Computer ein. Manche schnurren einfach durch und bei anderen zickt das System.

Wenn mein System Zicken macht, wache ich mit sehr schmerzhaften Muskelverspannungen auf, was ein Zeichen für das Festhalten von Energie ist. Besonders heftig habe ich dies in der Nacht zum 09.08.09 erlebt, als die letzte Etappe meines 9jährigen Wachstums- und Entfaltungsprozesses eingeleitet wurde, die am 09.09.09 enden sollte (über datierte Punktlandungen zu schreiben, wäre sicher auch mal lohnenswert). Jene Nacht war ein steter Wechsel von Schlafen und Wachen, von Krampfen und Atmen, von Kämpfen und Loslassen. Immer wenn ich vor Schmerz aufwachte, hörte ich es in mir singen “Lass es gehen… in Liebe weiterziehen…”. Also von dieser Nacht hätte mich die EEG-Auswertung auch brennend interessiert ;-) !

331227_R_B_by_Dieter-Schütz_pixelio.deEine Vollendung – ohne Perfektion

Solche Erfahrungen, meinen eigenen Widerstand (Angst!) gegen wundervolle Systemupdates (wachsendes Einheits- bewusstsein!) zu spüren, haben mich im Laufe der Jahre sehr weich werden lassen.

Sie ermöglichen mir in meiner Arbeit ein geduldiges und verständnisvolles Mitgefühl, wenn ich Zeugin werde, wie mein Gegenüber qualvoll auf der Stelle tritt, das Neue herbeisehnt und zugleich voller Angst davor alle Energiekanäle verschließt. Meine unermüdliche Hoffnung speist sich aus meinem eigenen Heilungs- und Selbstverwirklichungsprozess.

Meine größten Brocken sind gelöst, so dass ich nun in meiner vollen Kraft stehe und befreit auf meinem Weg voranschreiten kann. Natürlich endet meine Entwicklung nicht nach der jüngst überschrittenen Schwelle. Wie kann ich es beschreiben? Es fühlt sich an, als ob ich voll und ganz bei mir angekommen bin, als ob ich laut und deutlich “Nein zu allem Leid” und “bedingungslos Ja zu Simone” gesagt habe. Es fühlt sich an wie ein qualitativer Ebenenwechsel. Ich habe in den letzten 9 Jahren unzählige Häutungsprozesse durchlaufen und eine Transformation nach der anderen erlebt. DAS hier fühlt sich anders an, es ist wie das Zusammenlaufen aller bisheriger Entwicklungsstränge in einem Höhepunkt. Ich fühle eine Vollendung – ohne damit Perfektion zu meinen.

Hätte mir vor 9 Jahren jemand gesagt, was alles passieren würde und wo ich in Zukunft einmal stehen sollte, ich hätte nur abwinkend gelacht und mich gewundert, was es für komische Leute gibt. Selbst vor 4 Jahren noch, als auch auf bewusster Ebene eine Rückverbindung zur Quelle einsetzte, hatte ich nur vage Vorahnungen. Heute erinnere ich mich lächelnd an einen Traum aus jener Zeit, in dem eine lange Reise mit einem wunderschönen Gefühl von “Wiedervereinigung” (so hieß das Bild) endete. Heute weiß ich, dass diese Szene die Hochzeit mit meiner Seele meinte, die harmonische Vereinigung mit Anima und Animus, mit Yin und Yang, mit femininer und maskuliner Energie. In einem steten Wechseltanz entwickelten sich meine innere Frau und mein innerer Mann zu ihrer jeweils vollen Kraft und sind mittlerweile gemeinsam ein erlöstes Liebespaar.

Ein Traum im Sommer diesen Jahres kurz vor meinem Geburtstag bestätigte mir dies: Ich fuhr in einem Zug in Richtung Italien, in den aus Versehen eine männliche (und von früher sehr vertraute) Person mit eingestiegen war, die mich eigentlich nur bis zum Bahnhof hätte bringen sollen. Ich sagte dem Schaffner (einem Mann!) Bescheid und tatsächlich hält die Lokführerin (eine Frau!) auf offener Strecke an, so dass die Person (Symbol für eine alt-energetisches Konzept, in dem die maskuline Energie die feminine Energie unterdrückt) sang- und klanglos aussteigen konnte. Beim Aufwachen schmunzelte ich über dieses treffende Bild: Meine innere Frau (Intuition) führt, weil nur sie weiß, wo der Weg lang geht (Lokführerin), mein innerer Mann ist ihr mit voller Kraft liebevoll zu Diensten (Schaffner).

Grenzenlose Fülle als Geschenk der Neuen Energie

In einem glücklichen Leben (Italien-Symbol) – egal ob wir dem männlichen oder weiblichen Geschlecht angehören – führt die innere Frau und führt damit den inneren Mann einer neuen Bestimmung zu. Beide sind happy! Damit ist ein Paradigmenwechsel beschrieben, nämlich der Übergang von der Alten in die Neue Energie. Diesen Wandel vollziehen immer mehr Menschen (Zeitenwende), jeder in seinem Tempo und auf seine individuelle Weise. Kürzer und einfacher drücke ich es in meiner Arbeit gerne so aus: In einem glücklichen Leben führt das Herz, dem all unsere Kräfte folgen. Daraus erwächst eine nie zuvor dagewesene Mächtigkeit, die – und das ist das Wunderbare – auf Liebe ausgerichtet ist. Nicht mehr der Kampf um Macht bestimmt dann das Leben, sondern eine Fülle, die keine Grenzen mehr kennt.

Übrigens: Die aus dem Zug gestiegene Person (aus Frankfurt) hat an meinem Geburtstag nicht angerufen. Ich verstand es nicht, bis ich mich an meinen Traum erinnerte. Dem wahr gewordenen Traum von Frau und Mann.

William Shakespeare sagte einst:

“Es gibt viel mehr Dinge zwischen Himmel und Erde als sich unsere Weisheit träumen läßt.”

Ich finde, er hat recht.

Simone Meller
Fotos: Pixelio, Bernd Wachtmeister, Dieter Schütz

* * *

Nachbemerkung zur Veranschaulichung der Teamarbeit von Lokführerin und Schaffner:

Meine Pläne für diesen Nachmittag und Abend waren andere. Aber es zog mich unwiderstehlich zu diesem Artikel hin. Alles andere hatte zu warten. Während ich schrieb, fielen mir meine Postings der letzten Tage ein. Um diese Bezüge für mich persönlich festzuhalten, habe ich eben all diese Links nachträglich eingefügt. Ich konnte daran erkennen, wie mich die Lokführerin durch das 09-09-09-Tor gezogen hat und der Schaffner an den verschiedenen Stationen stets eine kleine Dokumentations-Marke setzte. Mehr war bei der Geschwindigkeit und Ladung des Zuges nicht drin! Heute war Nachbearbeitung angesagt. Das hat viel Zeit und Kraft gekostet. Doch die Lokführerin hat nicht eher locker gelassen, bis der Schaffner seinen Zugebericht fertig getippt hatte. Und trotz aller Mühe und Überstunden hat er es gerne für sie getan. Weil er weiß, dass er durch jeden Schritt, den er für sie tut, glücklicher wird. Deshalb kann sich die Lokführerin zu 100% auf ihn verlassen und unbeschwert zu JEDEM Ziel aufbrechen, dessen Ruf sie vernimmt. Das macht auch sie noch glücklicher. Aus beider Glück entsteht sagenhafte Fülle – in Leichtigkeit.

Ich glaube, jetzt bin ich fertig.

Der Schaffner hält inne und schaut hinüber zur Lokführerin. Beide atmen tief durch, spüren ihre neueste gemeinsame Schöpfung, ein Kind der Liebe. Lächeln sich an. Sie nickt. Da steht er auf und bittet sie zum Tanz. Es erklingen die Takte von “Oh Königin, wie eine Feder”. Überglücklich wirbeln sie durch Zeit und Raum. Sterne werfend.

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Was bedeutet Pionierin für Neues Bewusstsein?


Ich liebe meinen Beruf, der seit 2003 in schwungwerk.de mündet. Das Wunderbare an meiner Arbeit ist, dass Sie die Lösung für Ihr Anliegen bereits in der Tiefe Ihres Herzens tragen! Egal, ob Sie im Auftrag Ihres Unternehmens an mich herantreten oder in einer persönlichen Sache. Ich stärke Ihr Vertrauen in sich selbst und begleite Sie komptent und sensitiv durch Ihren Prozess.

Meine Kundinnen und Kunden schätzen meine klare Wahrnehmung von (verborgenen) Zusammenhängen und meine Intuition beim Stimulieren von Entwicklung. Ich lasse mich weder verstricken noch ablenken, sondern manövriere liebevoll, unerschrocken und konsequent durch schwierige Prozesse. Ich schaffe einen stabilen Rahmen, der auch Spannungen (er-)trägt und kreative Lösungen zutage fördert.

Neben meinen klassischen Ausbildungen als promovierte Psychologin und approbierte Psychotherapeutin prägen mich mittlerweile 16 Jahre Erfahrung mit Gruppendynamik. In der Arbeit mit wechselnden Zielgruppen und Teams habe ich Flexibilität, Kreativität und situative Führung gelernt. Als ehemals angestellte Psychologin kenne ich auch aus interner Perspektive die Herausforderungen der Personal- und Organisationsentwicklung. Fachlich arbeite ich integrativ und prozessorientiert. Ich pflege eine ganzheitliche Perspektive, schaue hinter Theorien und Modelle auf die gemeinsame Essenz, auf das, was Menschen und Unternehmen gedeihen lässt.

Jeder Berater wird durch sein Weltbild, seine Persönlichkeit und seine Selbsterfahrung beeinflusst. Damit Sie wissen, woran Sie bei mir sind, zeige ich mich. Meine Dienstleistungen (Psychotherapie, Coaching, Unternehmensberatung) sind unsichtbar, weder kann man sie in die Hand nehmen noch daran riechen. Aber Sie können spüren, wer ich bin. Ich mache transparent, wie ich uns Menschen und die Welt sehe. Auf dieser Website, in meinen Veröffentlichungen und im persönlichen Gespräch. Für Ihre bewusste Entscheidung.

Ich bin ein freier Geist, der gerne querdenkt und verbindet. In meiner Person fließen Wissenschaft und Spiritualität zusammen. Den Himmel auf die Erde zu holen, das beschreibt mein Tun. Ich gehöre keiner Religion an, toleriere jedoch die verschiedenen Traditionen und gehe bei Dogmen sowie missionarischen Absichten auf Abstand.

Ich vertraue der Führung meines Herzens und drücke authentisch aus, was ich erlebe. Dadurch unterscheiden sich viele meiner Ansichten, Haltungen und Handlungen vom populären Massenbewusstsein. Ich erfahre mich als Pionierin für Neues Bewusstsein, als eine, die mutig Tore aufstößt und neue Wege zeigt. Ich baue Brücken für Neues Bewusstsein in Heilkunde, Wirtschaft und Wissenschaft.

Andere Pioniere bezeichnen sich manchmal als Lehrer der Neuen Energie, während ich das Wort “Lehrerin” meide. Die Neue Energie ist keine neue Lehre! Über das Herz (liebevolle Intuition) entwickelt sich der Weg in die Neue Energie. Im Prinzip ist das ein kinderleichter Weg, der jedem Menschen jederzeit ohne Vorbildung möglich ist: Indem er sein Herz öffnet und die Energien fließen lässt.

Simone Meller

Wenn Sie spirituell aufgeschlossen sind, erfahren Sie hier mehr:

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