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Neues Bewusstsein zu Ostern 2010


Meine diesjährigen Gedanken zu Ostern zentrieren sich im folgenden Satz:

Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du. – Mahatma Gandhi

Alle drei Strategien (Ignoranz, Auslachen, Bekämpfen) entstehen aus einem Gefühl von innerer Kleinheit. Wer sich klein fühlt (also seine eigene Größe verkennt), kann die gelebte Größe des anderen nicht ertragen. Deshalb ist er versucht, sie mit Nichtbeachtung, Missachtung und Misshandlung auszuschalten. Damit projiziert er die eigene Selbstverkennung auf das Gegenüber.

Das Zitat von Gandhi beschreibt das Lebensthema jedes Menschen, der sich seiner Selbstverwirklichung stellt. Jeder hat seine Ängste vor den Reaktionen der anderen zu transformieren und “gewinnt” erst dann, wenn sein Selbsterleben zunehmend unabhängiger von den Bewertungen anderer wird. Denn:

Lob und Tadel bringen den Weisen nicht aus dem Gleichgewicht. – Buddha

Was ich hier für die persönliche Bewusstseinsentwicklung geschrieben habe, gilt gleichermaßen für die kollektive Bewusstseinsevolution. Wir alle sind Teil der Selbstverwirklichung einer Quelle. Wir durchlaufen als vielfach geteilte und getrennte Einheit zahlreiche Erfahrungen von Licht und Finsternis. Indem wir als Einzelne unser Leben leben, tragen wir augenblicklich zur gesamten Bewusstseinsentwicklung bei. Die Rollen wechseln innerhalb und zwischen den Inkarnationen:

Mal ignorieren sie dich, mal du sie.
Mal lachen sie über dich, mal du über sie.
Mal bekämpfen sie dich, mal du sie.
Mal gewinnst du, mal sie.

Ostern ist die Einladung, sich über seine Menschenspiele bewusst zu werden und seine Projektionen zu erkennen. Denn nur indem wir sie in uns hinein zurücknehmen, können sie Wandlung erfahren. Das Dunkle ist unsere Schöpfung. Übernehmen wir also die Verantwortung. Nehmen wir das Dunkle zurück in unser eigenes Herz, so findet es dort zurück ins Licht.

Simone Meller

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Moderne Kriege und Ausblicke auf beseeltes Wirtschaften


Maschinerie Ich blicke auf die Preisschlachten auf dem Telekommunikationsmarkt, den Kampf um Marktanteile, die Fixierung auf schnelle Zahlen…  Die Telefongesellschaften richten sich gegenseitig zugrunde, weil sie das selbszerstörerische Spiel nicht durchschauen, sondern kontinuierlich auf die Spitze treiben. Das ist eine moderne Form von Krieg, die zwar keine Menschenleben mehr fordert, aber Arbeitsplätze, Arbeitsfreude, tolle Produkte, begeisterte Kunden u.v.m.. Das Ende dieses Krieges wird nicht durch weiteres Unterbieten der Preise der Konkurrenz eintreten. Aber Unternehmen können aussteigen, wenn sie den Mut aufbringen, das Herz in der Wirtschaft wieder neu entdecken. Ich bin davon überzeugt, dass langfristig solche Unternehmen die Nase vorn haben werden, die sich für beseeltes Wirtschaften öffnen. Auf diese Weise entstehen authentische Produkte und Dienstleistungen, die vielleicht etwas mehr kosten, aber freudige Nachfrage finden. Der unkonventionelle Musiker Yanni hat in einem Backstage-Interview mal gesagt: “If the music is true, it will find his audience.” Ich meine, das gilt auch für die Produktivität von Unternehmen.

Simone Meller

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