Posted on 21 Oktober 2010. Tags: Anima & Animus, Antwort, Arbeit, Arbeitsstörung, Beruf, Bewusstsein, Erwartung, Fassade, federleicht, felsenfest, feminin & maskulin, Frau, Funktion, funktionieren, Grenzen, Job, Klarheit, lebenstüchtig, leicht, Liebe, Lust, Mann, Neugeburt, Produktivität, Projekt, Projektion, Schwerpunkt, Seele, Selbstverwirklichung, Stagnation, Telefon, Treue, Vereinigung, Wahl, Wandel, Wohl, Yin & Yang, Zeit, Zwang
Von der Schwere zur Leichtigkeit
Wenn ich in meinem Tun nicht produktiv bin oder in einer Projektarbeit nicht vorankomme, merke ich, dass ich meinen seelischen Schwerpunkt zu dir verlagert habe. Deine Erwartung killt mich, wenn ICH sie über DAS stelle, was sich in mir zu Leben formen will. Dann unterdrücke ICH mein SELBST unter dem Vorwand deiner Erwartung, die meiner entspricht: Ich MUSS funktionieren.
Hebe ich diesen Glaubenssatz in ein liebevolles BEWUSSTSEIN, wandelt er sich in: Ich DARF sein, wie ich bin. Jetzt bin ICH mir wieder treu und kann gebären, was durch mich ins Leben kommen will. Das so Neugeborene ist zwar ungewohnt und kann befremden, aber es ist LEBENSTÜCHTIG. Es ist eine NEUE Antwort auf eine altbekannte Situation. So geschieht Wandel. So lösen sich Zwänge auf. So entsteht LEICHTIGKEIT.
Auf diese Weise ERFÜLLE ich meine (berufliche) Funktion. Das hat eine völlig andere Qualität, als wenn ich mich selbst hinter der FASSADE des Funktionierens im Stich lasse. Ich belebe das, was ich tue, indem ich es auf MEINE Weise mache, also auf die Weise, die sich in mir formt.
Federleicht und felsenfest
Selbstverwirklichung beinhaltet also ein scheinbares Paradox: Auf der einen Seite gilt es meine Grenzen derart zu erweitern, dass ich das empfangen kann, was durch mich geboren werden will (feminines Prinzip). Auf der anderen Seite gilt es meine Grenzen derart zu festigen, dass sich dieser Prozess ungestört und geschützt vollziehen kann (maskulines Prinzip). Mein innerer Mann (Animus) dient meiner inneren Frau (Anima). Yang trägt Ying und Ying nährt Yang. Aber Ying könnte Yang nicht nähren, wenn Yang nicht Ying beschützte. Auf diese Weise bin ich FEDERLEICHT und FELSENFEST.
Wenn ich in meinem Tun nicht produktiv bin oder in einer Projektarbeit nicht vorankomme, weiß ich, dass ich gerade meinem inneren Mann gestatte meine innere Frau zu unterdrücken, indem er sich mit dem verbündet, was ich in dich projiziere: Man (!) MUSS das doch so machen, sonst FUNKTIONIERT es nicht.
Stagnation vergeudet mehr Zeit als Ausruhen
Solchem Selbstverrat folgt die STAGNATION. Im Laufe der Jahre wurde mir immer mehr bewusst, wie ich mit diesem Stagnieren MEINE ZEIT vergeude. In dieser Zeit, in der ich geschäftig, aber nicht produktiv bin und mich zudem unwohl fühle, kann ich beispielsweise auch schlafen, tanzen oder still werden. Dies auch umzusetzen, bedeutet: Mein innerer Mann lenkt ein und folgt den Vorschlägen meiner inneren Frau. Ich WÄHLE mein Wohl.
Auf diese Weise finde ich zurück zu meinem WOHL. Ich bin wieder verbunden mit meiner LUST, der harmonischen Vereinigung von femininer und maskuliner Energie. Ich werde wieder fruchtbar und pflanze mich fort. Ich werde produktiv. Ich komme wieder voran. Weil ich wählte, ich selbst zu sein.
Mit dieser KLARHEIT diene ich dir am Telefon.
Simone Meller
Posted in Klartext
Posted on 23 April 2010. Tags: Akte, cartesianisches Weltbild, Definition, Dissertation, Einheit, Empirie, EPR-Korrelation, Erkenntnistheorie, Erkrankung, funktionieren, Ganzheit, ganzheitlich, Geist, Gesundheit, Gesundheitspsychologie, Handout, instantan, integrativ, Kausalität, komplementär, Komplementarität, Körper, Krankheit, Leib-Seele-Dualismus, Materie, mechanistisch, Mikro-Zeichen, Nichtlokalität, Pathogenese, Prozess, Quantentheorie, Salutogenese, Seins-Formen, Selbstbestimmung, Selbstentfremdung, Selbstrealisierung, Selbstverkennung, Selbstverleugnung, Selbstverwirklichung, Selbstwerdung, Stagnation, Synchronizität, Theoriebildung, triadisches Konzept der Selbstverwirklichung, Ungeteiltheit, Universität Hamburg, Ursprung, wahres Selbst, Wissenschaftliche Texte, Wohl, Zusammenfassung
Vorbemerkung: Ich veröffentliche hier die bislang kürzeste Zusammenfassung meiner Dissertation, wie sie 2008 für das Handout eines wissenschaftlichen Kurzvortrags an der Universität Hamburg entstanden ist. Die zugehörige Buchveröffentlichung kann portofrei als Hardcover (451 Seiten) oder als E-Book direkt beim Verlag bestellt werden. Inhaltsverzeichnis, Abstract, Einführungskapitel und einige weitere Leseproben finden sich hier.
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Theoriebildung anhand von 5 Thesen
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Der Mensch gilt dann als gesund, wenn er funktioniert. Diese mechanistische Sichtweise in Verbindung mit dem traditionellen Leib-Seele-Dualismus hat die Gesundheitspsychologie bislang wirksam behindert: Die Idee eines engen Zusammenhangs zwischen Persönlichkeit und Gesundheit lässt sich empirisch nicht nachweisen.
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Die Quantentheorie beschreibt präzise Konzepte von materieller Ganzheit (Einheit, Ungeteiltheit, Komplementariät) jenseits von Beliebigkeit und Phrasenhaftigkeit und führt auf erkenntnistheoretischem Wege die cartesianische Trennung von Geist und Materie ad absurdum. Geist und Materie sind gemeinsamen Ursprungs, so dass in unserem Alltag die Prinzipien Kausalität und Nichtlokalität (EPR-Korrelation, Synchronizität) wirksam sind.
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Gesundheit und Krankheit stellen komplementäre Seins-Formen von persönlicher Ganzheit dar. Gesundheit meint im Idealzustand ein vollständiges geistig-körperliches Wohlbefinden, zunehmende Krankheitsanteile gehen mit wachsendem Unwohlsein einher. Menschen sind zu jedem Zeitpunkt mehr oder weniger gesund bzw. krank.
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Selbstverwirklichung als triadisches Konzept bedeutet Selbstbestimmung unter permanenter Bezugnahme auf Prozesse der Selbstwerdung (sein wahres Selbst zulassen) und Selbstrealisierung (sein wahres Selbst im alltäglichen Handeln berücksichtigen). Komplementär dazu besteht Selbstentfremdung in selbstbestimmten Akten der Selbstverkennung und Selbstverleugnung.
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Selbstverwirklichung geht mit Salutogenese einher, Selbstentfremdung mit Pathogenese: Kausal bedingte Akte von Selbstverwirklichung sind durch EPR-Korrelationen instantan mit Mikro-Zeichen von Gesundheit verbunden und Akte von Selbstentfremdung mit Mikro-Zeichen von Krankheit. Die Akkumulierung solcher Mikro-Zeichen erklärt Prozesse von Heilung und Erkrankung.
Simone Meller
Posted in schwungwerk.de