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Wann Kuscheln mit der Seele (nicht) hilft


Dich in die Liebe deiner Seele hineinfallen zu lassen, ist immer dann eine gute Idee, wenn du dich unverbunden fühlst mit deiner Göttlichkeit. Deswegen erdet dieser Akt auch so, denn Mangel an Erdung entsteht, wenn Menschen metaphorisch gesprochen nicht auf der Erde, sondern im Himmel sein möchten. Im Seelenmeer zu schwimmen, kann wunderbar heilend und integrierend sein.

Wenn du dich jedoch eins fühlst mit der Liebe deiner Seele, mit deinem Göttlichen, dann taugt es nicht, deine Seele anzurufen, denn sie spricht und wirkt durch dein Sein. In solchen Momenten würdest du wieder tiefer in die Dualität sinken. Es bedarf Achtsamkeit zu spüren, zu welchen Zeitpunkten dieser Akt für dich angemessen ist.

Ob du dich über deinen Atem, deine Seele, dein Herz oder die bloße Anrufung der Schwingung mit der bedingungslosen Liebe verbindest, ist gleich. Doch wenn die Verbindung steht, VERTRAUE ihr. Habe Mut im spirituellen Sinne erwachsen zu werden (s. Achtsamkeit für Stadien spirituellen Wachstums).

Sich in die Seele zu kuscheln ist wunderbar, wenn es darum geht wieder in Kontakt mit der Liebe zu kommen, die absolut verlässlich ist, die im Gegensatz zu menschlichen Müttern und Vätern unfehlbar ALLES liebevoll trägt (s. Zwei Minuten für früh verletzte Menschen). Du erinnerst dich und erfährst neu, wie es ist IN LIEBE ZU SEIN.

Sich in die Seele zu kuscheln ist eine duale Erfahrung, die auf dem Heimweg zur Einheit eine vorübergehende Hilfe ist. Sie ist eine Brücke. Wenn du es zulässt, mündet sie von ganz allein in weiter und weiter reifenden Formen der Selbstliebe, in der zunehmend auch Liebe für andere überquillt. Du erkennst dann, dass es nie einer Brücke bedurfte, es aber gut war, dass es eine gab.

Und jederzeit ersteht diese Brücke für dich wieder auf, wenn du sie brauchst. Bist du ihr entwachsen, faltet sich dieser duale Teil in dein wachsendes Einheitsbewusstsein ein. Er bietet sich dir erneut an, wenn du aus deiner Liebe heraus fällst. Es ist ein ganz natürlicher Prozess, wenn du ihn fließen lässt.

Wenn du ihn nicht fließen lässt, dann entweder, weil sich dein kindliches Selbst an eine höhere Mama zu klammern versucht (spirituelle Regression) oder weil du deine Entwicklung zu überspringen versuchst (s. Spiritual Bypassing: Täuschung, Krise und Chance). Beide Kräfte halten dich in tieferen Gefilden der Dualität. Doch in Wahrheit bist DU es, der dich dort hält. Denn niemand außer dir selbst bewegt deine Energien (s. Wie sich das Ego selbst erlöst). Du entkommst deiner Verantwortung nie.

Lerne dich mit allem, was ist, in Liebe anzunehmen. Finde deine Brücken in die Liebe und habe Mut überlebte Brücken hinter dir zu lassen. Die Brücke hinter dir dient nicht deinem nächsten Schritt vor dir.

Simone Meller

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Achtsamkeit für Stadien spirituellen Wachstums


Alle Seins-Aspekte begegnen sich auf Augenhöhe, dienen dem Menschenpiel in Dualität und Polarität, sind liebevolle Helfer auf dem Weg ins Einheitsbewusstsein. Es dient deiner Entwicklung, mit ihnen zu spielen und ihren Rat einzuholen, wenn die Antwort NOCH NICHT in dir ist. Archetypisch erscheint dies als lebhafte Kommunikation und Auseinandersetzungen mit der geistigen Welt im weitesten Sinne. Das nenne ich spirituelles Lernen.

Wenn die Antwort auf eine Frage bereits in deinem wahren Sein ist und du sie nicht akzeptierst, verringert sich deine Schwingung. Denn damit verlässt du dein gewachsenes Einheitsbewusstsein. Wenn du die Antwort lieber von einem scheinbar überlegenem Seins-Aspekt hören willst, OBWOHL sie bereits in dir ist, gehst du wieder weiter zurück in die Dualität. Archetypisch erscheint dies als Ermächtigung der Teufelsaspekte. Du verlässt deine Ich-Bin-Kraft zugunsten einer Ich-bin-nicht-Kraft. Du opferst dein Licht der Finsternis. Das nenne ich spirituelle Regression (“Spirituell-nicht-erwachsen-werden-wollen”).

Die einzelnen Seins-Aspekte verschwinden an den Stellen deines Entwicklungsprozesses, in denen sie sich durch vielfältige Transformationsprozesse bereits in deinem Bewusstsein integriert haben (s. Von der Entfaltung zur Einfaltung). Von Fall zu Fall tauchen sie wieder auf, wenn sie noch gebraucht werden. Diese natürliche Entwicklung nenne ich spirituelles Erwachsenwerden.

Wenn du dich weigerst, das zu sein, was du gerade bist, weichst du deinem wahren Sein und seiner Transformation aus. Anstatt weich und demütig zu werden, wirst du hart und überheblich. Je nach Lebensphase nenne ich dies menschliches Überleben (Kindheit) bzw. spirituelles Überspringen (Erwachsenenalter). Der Unterschied ist, dass der spirituell aufgeschlossene Erwachsene im Unterschied zum Kind um das Menschenspiel weiß.  Wenn er jedoch dieses Wissen vom Menschenspiel benutzt, um sein wahres Selbst zu übergehen (“Spiritual Bypassing”, s. auch Von der Schwierigkeit auf der Erde zu SEIN),  verlängert er aktiv das Leid seiner Kindheit bis ins Hier & Jetzt. Einst warst er Opfer, heute ist er  Täter gegen sich selbst. Erst durch liebevolle Annahme seines wahren Selbst erlöst er sich aus Opfer- und Täterspielen und findet die Augenhöhe zu allen Aspekten des Seins.

Alle hier beschriebenen Stadien spirituellen Wachstums dürfen sein. Es gibt keine feste, richtige Reihenfolge. Es gibt keine Garantie dafür, dass dir dieses oder jenes nicht mehr passiert. Es gibt keinen Grund, jemals von Achtsamkeit abzulassen. Und die Erlangung von Einheitsbewusstsein ist nicht das Ende des spirituellen Reifens.

Simone Meller

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