“Wir verliessen frühmorgens das Haus und kamen wieder heim, wenn die Strassenbeleuchtung bereits eingeschaltet war. In der Zwischenzeit wusste meistens niemand, wo wir waren … und keiner von uns hatte ein Handy mit dabei!”
Wenn du vor 1978 geboren bist, erlebst du vielleicht Schmunzelfreuden bei dieser Präsentation eines Unbekannten. Mich hat jedenfalls einiges amüsiert und mir wurde an diesen kleinen und größeren Alltäglichkeiten bewusst, wieviel sich seitdem verändert hat… und wie jede Zeit ihre “Helden” hervorbringt!
Es erinnert mich auch an die Vorahnung von C. G. Jung, dass wir im “Morgenrot einer neuen Zeit [...] gewisse chirurgische Eingriffe [...] als bloße Flickarbeit ansehen [...werden], voller Entsetzen, dass es überhaupt mal ein so beschränktes Wissen um Heilmethoden gab”.
Zugleich vertrete ich die Haltung, weder das Alte zu verurteilen noch das Neue zu glorifzieren, aber auch nicht anders herum, also das Alte zu idealisieren und das Neue zu entwerten. Jede Zeit treibt ihre Blüten und eine jede von ihnen ist vollkommen. Wir machen lediglich eine Erfahrung nach der anderen. So gibt es täglich etwas zum Staunen!
Text: Simone Meller | Foto: Ulrich E. K. Schmidt, Pixelio





