Posted on 13 November 2010. Tags: absichtslos, bedingungslos, Fremdheit, Grenzen, Haut, Liebe, Loslassen, Mitgefühl, Seele, Selbstwerdung
Wenn meine
S e e l e n h a u t
v o l l s t ä n d i g
geschlossen ist
bin ich nicht nur
u n b e s t e c h l i c h
und u n v e r l e t z b a r
sondern auch eines
M i t g e f ü h l s
fähig das von mir
absehen kann
Wenn ich deine
F r e m d h e i t
v o l l s t ä n d i g
lassen kann
liebe ich nicht nur dich
b e d i n g u n g s l o s
sondern f ü h l e auch
wie j e d e r Millimeter
meiner Selbstwerdung
ergeben allem dient
was mein Auge streift
simone meller
Posted in Lyrik
Posted on 11 November 2010. Tags: Angriff, Angst, Anschauung, Atmen, Freiheit, Frieden, Herzklopfen, Hinrichtung, Ich bin, Ideologie, Kampf, Kind, Kreuz, Kreuzigung, Mangel, Meilenstein, Normen, Perfektionismus, Politik, Projektion, Selbstwerdung, System, Totalitarismus, unterdrückt, verbessern, Vernichtung, vollkommen, Wahl, Weg, Welt, Weltverbesserung
in entscheidenden momenten meiner selbstwerdung
klopfte mir das herz bis zum hals und wurde ich kurzatmig
angst vor selbstwerdung ist die angst vor vernichtung
vermeidung von selbstwerdung war schutz vor vernichtung
als kind! und in jedem totalitären system von politik und weltanschauung
als freie erwachsene würde ich mich unterdrücken vermiede ich weiter
oder trüge ich bei ideologisch zum verbessern der welt
deshalb wähle ich immer wieder den weg des klopfenden herzens
entlarve perfektionismus als kampf um mangelnde liebe
bejahe deine und meine vollkommenheit in jedem moment
dann erhebe ich keine meiner erfahrungen und wünsche zur norm
dann gibt es keinen menschen kein system und keine welt zu verbessern
dann gibt es niemanden zu überzeugen zu strafen zu kreuzigen
dann kann ich in angriff und hinrichtung den kampf der projektionen sehen
dann kann ich frieden finden mit dir und mir und die sein die ich bin
simone meller
Posted in Klartext
Posted on 23 April 2010. Tags: Akte, cartesianisches Weltbild, Definition, Dissertation, Einheit, Empirie, EPR-Korrelation, Erkenntnistheorie, Erkrankung, funktionieren, Ganzheit, ganzheitlich, Geist, Gesundheit, Gesundheitspsychologie, Handout, instantan, integrativ, Kausalität, komplementär, Komplementarität, Körper, Krankheit, Leib-Seele-Dualismus, Materie, mechanistisch, Mikro-Zeichen, Nichtlokalität, Pathogenese, Prozess, Quantentheorie, Salutogenese, Seins-Formen, Selbstbestimmung, Selbstentfremdung, Selbstrealisierung, Selbstverkennung, Selbstverleugnung, Selbstverwirklichung, Selbstwerdung, Stagnation, Synchronizität, Theoriebildung, triadisches Konzept der Selbstverwirklichung, Ungeteiltheit, Universität Hamburg, Ursprung, wahres Selbst, Wissenschaftliche Texte, Wohl, Zusammenfassung
Vorbemerkung: Ich veröffentliche hier die bislang kürzeste Zusammenfassung meiner Dissertation, wie sie 2008 für das Handout eines wissenschaftlichen Kurzvortrags an der Universität Hamburg entstanden ist. Die zugehörige Buchveröffentlichung kann portofrei als Hardcover (451 Seiten) oder als E-Book direkt beim Verlag bestellt werden. Inhaltsverzeichnis, Abstract, Einführungskapitel und einige weitere Leseproben finden sich hier.
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Theoriebildung anhand von 5 Thesen
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Der Mensch gilt dann als gesund, wenn er funktioniert. Diese mechanistische Sichtweise in Verbindung mit dem traditionellen Leib-Seele-Dualismus hat die Gesundheitspsychologie bislang wirksam behindert: Die Idee eines engen Zusammenhangs zwischen Persönlichkeit und Gesundheit lässt sich empirisch nicht nachweisen.
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Die Quantentheorie beschreibt präzise Konzepte von materieller Ganzheit (Einheit, Ungeteiltheit, Komplementariät) jenseits von Beliebigkeit und Phrasenhaftigkeit und führt auf erkenntnistheoretischem Wege die cartesianische Trennung von Geist und Materie ad absurdum. Geist und Materie sind gemeinsamen Ursprungs, so dass in unserem Alltag die Prinzipien Kausalität und Nichtlokalität (EPR-Korrelation, Synchronizität) wirksam sind.
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Gesundheit und Krankheit stellen komplementäre Seins-Formen von persönlicher Ganzheit dar. Gesundheit meint im Idealzustand ein vollständiges geistig-körperliches Wohlbefinden, zunehmende Krankheitsanteile gehen mit wachsendem Unwohlsein einher. Menschen sind zu jedem Zeitpunkt mehr oder weniger gesund bzw. krank.
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Selbstverwirklichung als triadisches Konzept bedeutet Selbstbestimmung unter permanenter Bezugnahme auf Prozesse der Selbstwerdung (sein wahres Selbst zulassen) und Selbstrealisierung (sein wahres Selbst im alltäglichen Handeln berücksichtigen). Komplementär dazu besteht Selbstentfremdung in selbstbestimmten Akten der Selbstverkennung und Selbstverleugnung.
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Selbstverwirklichung geht mit Salutogenese einher, Selbstentfremdung mit Pathogenese: Kausal bedingte Akte von Selbstverwirklichung sind durch EPR-Korrelationen instantan mit Mikro-Zeichen von Gesundheit verbunden und Akte von Selbstentfremdung mit Mikro-Zeichen von Krankheit. Die Akkumulierung solcher Mikro-Zeichen erklärt Prozesse von Heilung und Erkrankung.
Simone Meller
Posted in schwungwerk.de