Tag Archive | "Schummeln"

Das Schummeln entlarven


In den letzten Wochen habe ich einige Male über das Schummeln bei der Arbeit an sich selbst (der Transformation durch Liebe) geschrieben:

Da wir zumeist schnell, heimlich und raffiniert schummeln, möge das folgende Zwiegespräch “Darf ich mit dir sein?” vielleicht dafür sensibilisieren, sich selbst auf die Schliche zu kommen:

- Darf ich mit dir sein? Ich würde so gerne mit dir sein!

Wer bist du?

- Dein Schatten. Darf ich rein?

Ja.

- Oh, du lässt mich aber nicht rein!

Ah… So, jetzt bin ich bereit und du kannst in mein Herz hinein.

- Nein, du lässt mich immer noch nicht rein!

Also langsam nervst du! Das dauert mir zu lang! Ich hab’ jetzt wirklich anderes zu tun, zum Beispiel…

- Darf ich mit dir sein…?

Grrrr!! Warum gehst du nicht einfach weg oder meinetwegen auch ins Herz! Aber so – DU nervst!!

- Ich würde so gerne mit dir sein, darf ich rein? Mit dir in Liebe sein?

Nein! Das funktioniert eh’ nicht.

- Du kannst versuchen, mich zu ignorieren und zu vergessen. Aber ich werde dich täglich erinnern.

Ein Teil meiner Arbeit besteht darin, solche fortwährende oder punktuell auftretende Schummelei ins Bewusstsein zu heben. Denn nur dann funktioniert die Sache mit der Liebe wieder. Auf den ersten Blick sieht das Schummeln wie ein Zurückweichen vor dem Schatten aus. Aber im Grunde ist es ein Zurückweichen vor der Liebe. Es ist Angst vor noch mehr Licht.

Simone Meller
*
In den letzten Wochen habe ich einige Mal über das Schummeln beim Transformieren geschrieben, zum Beispiel
Drachen
Self Coaching
Angst vor dem Scheitern
Wie Leiden entsteht (hier ist vor allem die Kommentardiskussion interessant)

Darf ich mit dir sein?
- Darf ich mit dir sein? Ich würde so gerne mit dir sein!
Wer bist du?
- Dein Schatten. Darf ich rein?
Ja.
- Oh, du lässt mich aber nicht rein!
Ah… So, jetzt bin ich bereit und du kannst in mein Herz hinein.
- Nein, du lässt mich immer noch nicht rein!
Also langsam nervst du! Das dauert mir zu lang! Ich hab’ jetzt wirklich anderes zu tun, zum Beispiel…
- Darf ich mit dir sein…?
Grrrr!! Warum gehst du nicht einfach weg oder meinetwegen auch ins Herz! Aber so – DU nervst!!
- Ich würde so gerne mit dir sein, darf ich rein? Mit dir in Liebe sein?
Nein! Das funktioniert eh’ nicht.
- Du kannst versuchen, mich zu ignorieren und zu vergessen. Aber ich werde dich täglich erinnern.

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Von hilfreichen Drachen


Mitunter die größten Hilfen auf meiner Abenteuerreise Leben sind mir die Drachen, weil sich mir bei deren Anblick reflexartig das Herz schließt. Und es genau in diesem Moment wieder zu öffnen, ermöglicht eine vollständige Wandlung der Situation. In dem Augenblick, wo es geschieht, erkenne ich im Drachen meinen mir begegnenden Gott. Ich erfahre mein Dunkles und mein Helles in einem Sein (s. Vier Varianten über die Gesichter der Liebe).

Der Drache ist voller Kraft und Ausdauer. Er lässt sich weder scheinheilig in Liebe ertränken noch mit einer rosaroten Nuckelflasche abspeisen (s. Die Schönheit und das Biest). Er will uns begegnen. Diese Begegnung beginnt und endet in Wahrhaftigkeit. Auf diesem Weg durchlaufen wir eine  Transformation, sie geschieht im heiligen Raum der Bezogenheit, der Begegnung des Göttlichen mit sich selbst.

Ich wünsche dir, dass du dich bei dem leisesten wie auch dem tiefsten Schmerz rasch daran erinnerst, dein Herz zu öffnen. Der Schmerz hört sofort auf, weil er in Liebe geborgen und gewandelt wird. Geschieht das nicht, so sei willkommen im Club der Schummler e.V. ;-) . Dein Drache ist unbestechlich. Eure Begegnung beginnt und endet in Wahrhaftigkeit (s. Die Schönheit der Wahrhaftigkeit). Er will in dein Herz. Lässt du ihn voll und ganz herein? Ich wünsche es dir. Denn indem du es wagst, erfährst du die Größe und Weite deines Herzens.

Simone Meller
Foto: Rike/pixelio.de

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Spiritual bypassing: Täuschung, Krise und Chance


Manche Menschen täuschen sich über ihr spirituelles Wachstum, indem sie eine künstliche Trennung zwischen der irdischen Dualität (“unspirituell”) und dem phantastischen Erfahrung der Einheit (“spirituell”) ziehen. Sie entwerten Dualität, denn sie haben ja die wahre Einheit geschaut, die fortan idealisiert wird. Mit anderen Worten: Sie wollen Einheit sein, bevor sie ganz Dualität waren. Sie wollen wesentliche Teile des Menschenspiels überspringen. Sie wollen am Spielziel ankommen, ohne gespielt zu haben.

Spiritual bypassing wird aus Angst vor dem eigenen Schatten betrieben. Dabei ist Schatten nichts anderes als die Herausforderung, in ihm das Licht wiederzuentdecken. Menschen, die wachstumsvermeidend zum himmlischen Licht streben, geben sich mit weniger Licht zufrieden als sie auf der Erde verwirklichen könnten. Sie hemmen sich in ihrer Lebendigkeit. Was könnte da alles an unangenehmen Emotionen und Erinnerungen aufsteigen!  Wie könnten sich die Beziehungen (zu Eltern, Freundinnen, Partner, Kolleginnen etc.) verändern!

Klarheit ist manchmal unbequem, aber Voraussetzung für ein bewussteres und freudvolleres Leben. Niemand erreicht seine Ziele, wenn er sich nicht über sein Hier und Jetzt im Klaren ist. Auch im Navigationssystem muss man seinen Standort eingeben, um den Weg zum Ziel zu finden. Spiritual bypassing ist der Versuch, eine spirituelle Krise zu umschiffen. So unangenehm sich eine Krise auch anfühlt, ist sie doch immer eine Chance zu Wachstum und damit zu mehr Licht.

Wer sich diesen Weg ins Licht nicht traut, konserviert seine dunklen Energien, also seinen Schatten. Über das Resonanzprinzip zieht dieser verborgene Persönlichkeitsanteil passende Situationen auf die Bühne des Lebens (s. Kosmische Gesetze). Der Bypasser glaubt sich dem illusionären Spiel entronnen und verstrickt sich dabei immer tiefer. So wird erklärlich, warum sehr lichtvoll erscheinende Menschen plötzlich zusammenbrechen, schwer erkranken oder überraschend zu Tode kommen. Die Übermacht des Schattens zwingt den Hochmut (der eigentlich eine Verzweiflung ist) eines Tages in die Knie.

Die entstehende Krise ist eine Chance. Denn der Weg ins Licht führt durch die Dunkelheit. Leben darf die Transformation von Dunkelheit meinen. Leben darf Heimfinden in Freude sein. Innerhalb unserer kosmischen Ordnung mit ihren Gesetzmäßigkeiten realisieren wir unsere Spiele. Wir dürfen spielen, was wir wollen. Aber nie entkommen wir den Konsequenzen unseres Handelns. Jeder trägt Verantwortung für sich selbst.

Text: Simone Meller | Foto: Pixelio, Erika K.

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