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Sinn und Spiritualität in transpersonaler Psychotherapie


Grundsätzlich ist Psychotherapie ein neutraler, wohlwollender Ort. Unabhängig davon, ob und was du glaubst, ob du einer Religionsgemeinschaft angehörst, dich als Atheistin oder freier Spiritueller bezeichnest, in der (transpersonalen) Psychotherapie bist du willkommen, so wie du gerade bist. Du bestimmst die Themen, das Tempo, den Rhythmus unserer Arbeit.

Ich stelle mich auf dich ein und erarbeite mit dir prozessorientiert deine nächsten Entwicklungsschritte. Mir ist es gleich, was du denkst und glaubst. Ich stehe dir dort  mit meinen Impulsen zur Verfügung, wo Zweifel, Schmerz und Leid auf  Unstimmigkeiten in deinem Leben verweisen.

Dein Weg ist einzigartig und verdient maßgeschneiderte Unterstützung

In meiner auf Herzensgesprächen basierenden Psychotherapie ist Platz für seelische (Gewissens-)Konflikte innerhalb von Glaubenssystems oder religiöser Institutionen. Auch biete ich bergenden Raum für existenzielle Verunsicherungen, wie sie durch transzendente Erfahrungen oder erschütternde Lebensereignisse entstehen können. Ob du auf der Suche nach Sinn und Halt bist oder deine spirituelle Praxis intensivierst, ich begleite dich gerne auf deinem individuellen Weg.

Auch mit folgenden Themen und Zuständen findest du bei mir Unterstützung und Hilfe zur Selbsthilfe:

  • Loslösung von einem spirituellen Lehrer und/oder einer spirituellen Gruppe
  • Probleme beim Wechsel oder Verlassen der Konfession
  • (plötzliches) Kundalini-Erwachen
  • Probleme mit Lichtkörpersymptomen
  • Krisen der schamanischen Initiation (Schamanenkrankheit)
  • psychische Öffnung für frühere Leben (Reinkarnation, Karmareinigung/-auflösung)
  • Probleme mit Sensitivität (Hochsensibilität, highly sensitive person) und unkontrollierter Medialität
  • Probleme nach Einweihungen und Manipulationen im Energiesystem
  • Besetzungen und Zustände von Besessenheit (negative Energie, Fremdenergie, Clearing)
  • Probleme im Verlauf einer Meditationspraxis
  • Verunsicherung durch bewusstseinserweiternde Erfahrungen

Selbst wenn man bislang keine Verbindung zur Spiritualität hatte, kann man durch extreme Lebensereignisse in eine spirituelle Krise geraten. Beispiele für solche Ereignisse sind:

  • Heilungserfahrungen
  • Nah-Tod-Erfahrungen
  • Erlebnisse von Geburt und Tod
  • starke sexuelle Erlebnisse
  • Unfälle
  • schwere Krankheiten
  • Traumata

Spirituelle Krisen verlangen nach behutsamen Wachstum

Spirituelle Krisen können sich u.a. durch körperliche Symptome (Herzenge, Bauchdruck, Schmerzen, Hitze-/Kältephänomene, Zittern, vegetative Beschwerden etc.) und psychische Symptome (Ängste, Depressionen, Halluzinationen, Ekstase, Schlaflosigkeit etc.) zeigen. Eine solche Krise verlangt nach Wachstum. Die Symptome verschwinden, wenn die erschütternde Erfahrung seelisch, körperlich und emotional verarbeitet und integriert werden konnte. Je nachdem, wie stark das Erlebnis und die dadurch hervorgerufene Destabilisierung war, kann das mehrere Stunden, Tage, Monate oder Jahre dauern. Der Lohn sind tiefe Erkenntnisse, neue Sinnzusammenhänge und ein Zuwachs an Liebe.

Zum spirituellen Wachstum (“spiritual emergence”) zählen also nicht nur transpersonale Erfahrungen (Ich-Auflösung), sondern vor allem auch personale Reifungsschritte (Ich-Stärke/-Grenzen entwickeln), die überhaupt erst die stimmige Integration des Erlebten in deine Persönlichkeit ermöglichen.  Es ist wichtig, dass du dich mit deinen Interpretationen und Erklärungen des Erfahrenen wohl und sicher fühlst (hermeneutische Herausforderung im spirituellen Wachstum). Ich forciere keine Entwicklung, sondern folge behutsam den Bewegungen deiner Seele, die uns weise  und liebevoll durch deinen Prozess leitet. Ich achte dein Tempo und deine Bedürfnisse. Auf diese Weise können akute spirituelle Krisen besänftigt und überfordernde Grenzerfahrungen vermieden werden.

Im spirituellen Notfall geht vorübergehend die Kontrollfähigkeit verloren

Bei einigen spirituellen Krisen sprechen wir auch von einem spirituellen Notfall (“spiritual emergency”), nämlich dann, wenn der betroffene Mensch von außergewöhnlichen Erfahrungen dermaßen überflutet wird, dass er seinem Kontrollbedürfnis nicht mehr gerecht werden kann oder sogar vorübergehend die Kontrollfähigkeit seiner selbst verliert, was mitunter zu psychotischen Zuständen führen kann. (Spirituelle) Lebensereignisse können mit einer solchen Intensität und Rasanz einhergehen, dass sämtliche Lebensbereiche (privat wie beruflich) heftigst erschüttert werden. Manchmal ist es auch so, dass Menschen auf der Suche nach sinnstiftenden (und transzendenten) Erfahrungen in etwas hineinrutschen, was ihre persönliche Entwicklung zunächst überfordert:

Viele Menschen sind in der heutigen Zeit auf der Suche nach Erfahrungen, die ihrem Leben Sinn und Bedeutung geben können und möchten die tieferen und verborgenen Bereiche ihres Daseins erkennen. Dabei treffen sie auf ein unübersehbares Angebot an esoterischen und spirituellen Praktiken und Lehrern und Lehrerinnen, die sie unterrichten. Irgendeine Person oder eine bestimmte Praxis ziehen einen besonders an, man läßt sich vertrauensvoll darauf ein, ohne übersehen zu können, wohin die “innere Reise” führt. Nicht selten werden dabei extreme und außergewöhnliche Erfahrungen gesucht. Solche Bewusstseinserfahrungen (die das Gewohnte und Bekannte übersteigen) können – vor allem, wenn sie den Praktizierenden unvorbereitet treffen – die Stabilität unserer Psyche auf eine enorme Probe stellen und für gewisse Zeit stark beeinträchtigen.
Maria-Anne Gallen

Doch was auch immer geschehen ist: Jede Erfahrung dient deiner Entwicklung, wenn du sie als Herausforderung begreifst. Jedes Symptom kann wieder verschwinden, wenn du dich dem stellst, worauf es verweist. (Transpersonale) Psychotherapie ist ein sicherer Ort, an dem du lernst, wie du dich selbst durch beständige Ausrichtung auf Liebe heilen kannst. Es bedarf dafür keiner Manipulation von außen, sondern eines geschützten Raumes, in dem die Liebe führen darf. Dafür stehe ich dir mit all meiner Erfahrung zur Verfügung – in meiner Hamburger Praxis und gerne auch am Telefon.

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Dies ist eine Unterseite meines Informationsangebots über Psychotherapie. Ich biete Heilungs- und Meditationsbegleitung am Telefon (überregional), wöchentliche Psychotherapie und Intensivtherapie (in Hamburg) sowie Krisenintervention bis hin zu 24-h-Begleitung in besonderen Notfallsituationen (vor Ort).

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Text: Simone Meller | Foto: Reinhard Grieger, Pixelio

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Ohne Ego keine Einheit


Das Ego ist ein Geschenk

Das Ego ist ein Geschenk der Ewigkeit an das menschliche Leben. Es ermöglicht uns, einem ewigem Bewusstsein, eine Selbsterfahrung der evolutionären Art. Seit mehreren Jahren beobachte ich bei einer wachsenden Zahl von Personen die ganz natürliche Heimkehr von alten Inkarnationen. So als ob alle Filme aus früheren Leben in ein Regal einsortiert werden; unser Bewusstsein klärt und erweitert sich.

Manche Inkarnationen kehren eher beiläufig heim, z.B. wache ich nachts kurz auf, sage “Ah ja”, nehme mein altes Leben in mein Herz und schlafe weiter.

Andere Inkarnationen integrieren sich dramatischer über mehrere Tage oder Wochen. Sie bringen angenehme, aber auch schmerzliche Potenziale mit, verlangen nach intensiver Aufmerksamkeit und einen achtsamen Umgang, um karmische Wiederholungsschleifen rechtzeitig in Liebe zu transformieren. Ich habe bei mir und anderen beobachtet, dass diese  intensiveren Integrationen in einem stärkeren Zusammenhang mit dem hiesigen Seelenplan stehen. So fiel mir in den letzten Jahre bei einigen solcher Integrationsprozesse wie Schuppen von den Augen, warum die ersten 20 Jahre meines Lebens genau so und nicht anders verlaufen sind. Ich konnte jeden Millimeter aus ganzem Herzen bejahen.  Denn diese thematische Reinszenierung vor moderner Kulisse entsprach unbewältigten Themen aus anderen Leben, ermöglichte meiner Seele Reifung und Evolution.

Die Heimkehr von Inkarnationen wühlt auf, aber deine Identität bleibt

Weder nehme ich die Identität von heimgekehrten Inkarnationen an, noch ändere ich meinen Namen. Aber ich lasse zu, wie mich das Heimholen von Inkarnationen aufwühlt und mich selbst neu ordnen lässt. Auch so entsteht schrittweise Neues Bewusstsein. Die vorherigen Inkarnationen kamen immer dann rein, wenn ich gerade stark genug worden war, sowohl ihr Leid als auch ihre Kraft zu integrieren. Es war jedes Mal ein erschütterndes Erlebnis mit vielen wertvollen Erkenntnissen.

Zweimal erlebte ich bewusst, wie ich ein früheres Leben heimholte, während andere Menschen vor und nach dieser Integration in einem inspirierenden geistigen Kontakt zu genau diesem einstigen Lebewesen (heute also: Geistwesen) standen. Das hatte einerseits etwas Kurioses (nichts ist verrückter als unser menschliches Dasein), zum anderen fand ich es kurzzeitig ungerecht. Denn während die anderen einfach vom Allerbesten ihres gewählten geistigen Mentors profitierten, heizte mir der Schatten der heimkehrenden Lichtgestalt ordentlich ein. Ich hatte die Schattenseite dieser einstigen Person lieben zu lernen, während die anderen sich einfach nur von deren Sonnenseite wärmen ließen. Ganz abgesehen davon, dass es oft genug auch anders herum ist (ich profitiere von einem Geistwesen, dessen Inkarnation jemand anders heimzuholen hat[te]), war es genau dieses merkwürdige Stolpern, das mein Verständnis über Dualität, Non-Dualität und Einheit sowie über individuelle und kollektive Transformation von Energie wesentlich vertiefte.

Seelen inkarnieren sich in kollektive,  irdische Aufgaben

Seelen tauchen mittels Inkarnationen in die irdischen Energien ein und transformieren diese so weit, wie sie während ihres Lebens kommen. Nach ihrem Tod bleiben die noch zu transformierenden Energien sozusagen als offene Aufgaben zurück, an deren Lösung sich die Seelen mittels weiterer Inkarnationen begeben können. Ich integriere also weder meinen noch den Schatten der heimkehrenden Inkarnationen, sondern transformiere niedrig schwingende kollektive Energie. (Zugleich bleibt es phänomenologisch betrachtet ich-hafte Schattenarbeit.) Einerseits ist das heute leichter als vor 2.000, 1.000 oder 100 Jahren, weil es mit jedem Inkarnationsbeitrag in der kollektiven Evolution voranging. Zugleich wird es auch immer schwerer, weil mit wachsender Schwingung neue Herausforderungen einhergehen.

So ist Jeshua einerseits ein zeitloses Beispiel für einen Menschen, der sich immer wieder neu zu bedingungsloser Liebe aufschwang. Sein Beispiel strahlt bis in die Gegenwart. Andererseits dienten viele seiner Reden mit ihren spezifischen Metaphern nur dem damaligen Christusbewusstsein und nicht unserem heutigen Bewusstseinszustand. Sie reichen nur noch schwach in die Gegenwart hinein. Deshalb können wir in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen zunehmend das Auftauchen von Texten beobachten, die das ursprünglich Gemeinte in eine neue, nämlich zeitgemäße Sprache gießen. Auch ich empfange Übersetzungen, die ich zumeist indirekt in meine Arbeit und meine Texte einfließen lasse. Doch geht es dabei weniger um Kosmetik, sondern um weiter gehende Schritte hinein in Neues Bewusstsein. Es gilt den Blick zu lösen von einem Christus, der uns erlöst, und zu erkennen, dass sich jeder nur selbst erlösen kann. So wie uns das Durchdringen der Opfer- und Täterspiele offenbart, dass wir niemanden außer uns selbst kreuzigen können. Dabei kann Jeshuas Wesen genauso inspirieren wie das weiter entwickelte Seelenhaus Sananda. Beide wurzeln in der einen Liebe, während Jeshua eher “hauchig” und Sananda eher “handfest” spricht. Zwischen beiden Energien liegt eben ein zurückgelegter Evolutionsweg an irdischer Transformationsarbeit.

Dualseelen, Überseelen, Seelengruppen als ordnende Hilfen

Auf der einen Seite sind Zeit und Raum Illusion, auf der anderen Seite ist die durch sie mögliche Ordnung wohltuend. Eine Zeit lang fand ich es erstaunlich, wie es bei einer Quelle von allem überhaupt möglich sein kann, von meiner und deiner Inkarnation zu sprechen. Dieses Thema bewegte mich in einigen meiner Beiträge über den Baum der Erkenntnis und Multidimensionalität. Ich vergewisserte mich in der geistigen Welt immer wieder über die “Zugehörigkeit” der verschiedenen Inkarnationen zu mir und anderen. Im Moment verstehe ich es so, dass diese Zuordnungen über die “Splitter der Einheit” ,  also unsere Seelen, möglich sind. Doch auch da erlebte ich Erstaunliches, wie Phänomene von Dualseelen, Überseelen und Seelengruppen (Teilkollektive). Zum Beispiel ist meine Seele die einstige Überseele von drei Dichterinkarnationen; und ich kenne mehrere lebende Personen, durch die gelegentlich ein gemeinsamer Geist spricht. Solche Erlebnisse weiten und differenzieren mein Bewusstsein, während zugleich neue Fragen aufgeworfen werden.

Da ich immer öfter erfahre, dass meine Erlebnisse irgendwann im Alles & Nichts enden, denke ich manchmal: Warum mache ich mir noch die Mühe all das auseinander zu klamüsern? Warum ist es wichtig, dass ich jener Halunke und diese Lichtgestalt war, aber nicht der Meister und die Hexe, die du einst warst? – Zum einen bleibt mir nur, meine Wahrnehmung anzunehmen (mein Wahres anzunehmen), zum anderen erfahre ich, dass bestimmte Differenzierungen spirituell erst dann verzichtbar werden, nachdem man sie vornehmen kann. Sie zu überspringen destabilisiert und führt tiefer in die Dualität. Außerdem scheint die Zuordnung in meins und deins mit etwas zusammenzuhängen, was ich salopp als spirituelle Arbeitsteilung bezeichnen möchte. Jeder transformiert sein Päckchen, und alle profitieren davon.

Die Ausdehnung des Ichs von pathologischen Prozessen wie Psychosen unterscheiden

In einem erweiterten Bewusstseinszustand kann ich ganz bewusst an diesem Profit teilhaben. In solchen Momenten “isst” nicht mehr das Pferd die Katze (meine eigenen Aspekte heimholen), sondern die Katze das Pferd (das “Fremde” heimholen). Ich erfahre, dass es niemals um die Abstreifung eines Egos gehen kann, sondern nur um die Ausdehnung eines Ichs, in dem dann Platz für die ganze Welt ist. Dieses Erleben kommt in einigen meiner Texte durch Formulierungen “Ich bin Licht”, “Ich bin Gott”, “Ich bin du”, “Ich bin Alles und Nichts”, “Kosmischer Orgasmus”, “kristalline Maximalkörpererfahrung” etc. zum Ausdruck. Je bewusster ich werde, desto überzeugter bin ich: Ohne Ego keine Einheit. Entscheidend ist allerdings der Zustand des Ichs.

Rein rhetorisch ist dies nicht von einem Psychotiker zu unterscheiden, der sich als Napoleon oder Gott bezeichnet. Wiederum sagte auch Jeshua, dass er das Licht der Welt, das Brot des Lebens, die Tür zur Seligkeit sei. Der Unterschied zwischen Erleuchtung und Wahnsinn ist nur im Kontakt fühlbar. Das Ich eines Menschen, der eine Psychose erleidet, ist eng, fragmentiert und von Angst zerfressen. Es ist diese Desintegration, die ihm die Orientierung in unserer konsensualen Welt so schwer macht.

Hingegen integriert sich alles, was ich über mein Herz hereinhole, harmonisch in mir. In dem Maße wie mein Herz größer wird, weite ich mich Tag für Tag. Ich bin nicht mehr das Kleinkind Simone, die Abiturientin Simone, die Psychologin Simone etc. Mein Selbst ist all das und all das, was ich fortlaufend von mir, dir und der Einheit erfahre. Nur mittels meines Ichs erfahre ich Einheit. Mein Bewusstsein erweitert sich und macht Platz für wunderbare Erfahrungen von kosmischer Liebe, in der es keine Unterschiede mehr zwischen dir und mir und unseren Inkarnationen gibt. Es ist weich, ewig und still. Ich bin das alles und zugleich nichts. Einfach herrlich. Irgendwann entfaltet sich dann wieder die Dualität, so dass ich mich unterschieden von einem Geistwesen wahrnehmen kann, das mich sanft zurück zu meinen nächsten Spielzügen auf der Erde begleitet. Ich sehe die Welt, und manchmal breche ich dann in lautes Lachen aus. Mich vor Lachen zu schütteln, erleichtert mir die “Rückkehr” in den Körper. Unglaublich hier zu sein.

Dem Leben unter deinem Namen vertrauen

Ebenfalls unglaublich ist die Existenz meines Taufscheins. Nicht nur, weil ich mit 13 Jahren die Konfirmation verweigerte und aus der evangelischen Kirche austrat, sondern weil ich in den letzten Jahren so viel aussortiert habe, dass sein Überleben einem Wunder gleichkommt. Jedenfalls steht auf dem Deckblatt dieses geschrieben:

Fürchte dich nicht, ich habe dich erlöst, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein. – Jesaja 43,1

Ich brauchte über 20 Jahre Abstand zur kirchlichen Glaubenslehre und ein gewachsenes Selbstverständnis als transkonfesionelle Mystikerin, um in diesem Zitat meine Gedanken wiederzufinden. Denn in meinem Herzen übersetzt sich das Zitat wie folgt:

Ich vertraue der Liebe hinter dem illusionären Spiel. Ich erlöse mich selbst durch wachsendes Einheitsbewusstsein. Ich lebe mein Leben unter dem Namen der Seele, mit der ich mich scheinbar aus der Einheit, der wir alle angehören, löste. Ich kehre heim.

Text: Simone Meller | Foto: Pixelio, Rainer Sturm
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Weiterführende Texte:

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Multidimensionalität


Aufregende Erfahrungen

Multidimensionalität ist eine der abgefahrensten und aufregendsten Erfahrungen in der Neuen Energie. Sie ist einer der Gründe für die häufige Müdigkeit bis hin zum Schlafzwang aus heiterem Himmel. Je nach Weite des eigenen Bewusstseins kann Schlaf der Zustand sein, in dem man die energetischen Prozesse am wenigsten stört.

Multidimensionaliät ist das Phänomen, dass ich mit bestimmten Seins-Aspekten Erlebnisse habe, an die sich bei tagesbewusster Ansprache einige der Aspekte (z.B. Freunde) nicht erinnern können. Oder jemand hat mit mir etwas erlebt, auf das ich tagesbewusst nicht zugreifen kann. Oder wir “träumen” nachts etwas, was einige Tage später geschieht.

Zu Multidimensionalität gehört auch, dass ich Optionen (“Lebensabzweigungen”) von mir und anderen wahrnehme, als ob sie geschehen. Später zeigt sich, dass die Option nicht gelebt wurde. Multidimensionalität ermöglicht auch die Erfahrung, in der geistigen Welt etwas “anzuchanneln”, was in seiner irdischen Weiterentwicklung direkt vor der eigenen Nase abgelehnt wird. Multidimensionalität ist sooooo viel und jeden Tag für neue Überraschungen gut…!

Neuauflage der Frage “Wer bin ich?”

Multidimensionalität wirft auf neue Weise die Frage auf, wer oder was ich bin. Multdimensionalität ist das, was manche Psychiater das Fürchten lehrt und doch alle Etiketten von vermeintlicher Schizophrenie sprengt. Denn Schizophrenie ist nicht das passende Etikett dafür, auch wenn es weiterhin Krankheitsbilder gibt, auf die die Bezeichnung Schizophrenie zutrifft.

Ich nehme Multidimensionalität zunehmend als EINEN sich weitenden Bewusstseinsraum zwischen ALLEM und NICHTS wahr. Wo wir aber für unser irdisches Alltagshandeln Bewusstseinsfilter braucht, erscheinen die Phänomene weiter als “Multidimensionalität”. Es bleibt spannend, welche Erlebnisse unser Wachbewusstsein erreichen und welche nicht.

Vermöchte ich nicht zu lachen, so könnte es mich kränken – zu erleben, wie sich nach jahrelanger Transformation und gewachsener Klarheit wunderbare Räume und Phänomene entfalten, um sich schlussendlich wieder ins Nichts einzufalten. Mehrmals täglich verschwindet die duale Welt im kosmischen Abfluss meines Bewusstseins, um schon kurze Zeit später wieder in ihrer bunten Vielgestaltigkeit vor meinen Augen aufzuerstehen (s. auch “Ich pulse und quelle”). Je weiter ich mein Bewusstsein zu öffnen vermag, desto mehr erlebe ich bzw. stellt sich die Frage, wer da eigentlich was erlebt.

Wer bin ich, wenn ich die Welt esse?

Ich benutze die Metapher vom “Essen” für das zunehmende Hineinlassen bislang ausgegrenzter Seins-Aspekte in mein Leben. So wie das Pferd die Katze aß, aß ich anfangs meine Biografie, dann meine früheren Inkarnationen und zunehmend das Leiden aus dem Kollektiv. Auf diese Weise verdaute ich immer mehr von der Welt in mir, in meinem inneren Bewusstseinsraum. Und ich begann hinter verschiedenen Geschichten die gemeinsame Energie zu verstehen. Nach der transformierenden Arbeit an einer kollektiv relevanten Spaltung durch die Finsternis erhellte sich mir “meine” einstige Existenz als Maria Magdalena und deren Dualseelenschaft zu Jeshua (Jesus Christus). Dieser “Punkt” erwies sich als “Überkreuzung”, was ich weiter unten erklären werde. Ich wurde u.a. begleitet von Sananda, der gesammelten und weiterentwickelten Christusenergie, und prüfend herausgefordert von Satan, einem energetischen Teufelsaspekt des Seins. In der Dualität zu Sananda (Sananda ist nicht Simone) und zu “fremden” Inkarnationen (also solchen, die nicht “meinem” höheren Selbst zuzuordnen sind) durchlief ich zahlreiche weitere Prozesse, die jeweils im Nichts endeten, das Alles ist.

Vor einigen Tagen bestätigte mir Sananda mein Ahnen: “Sananda ist nicht GANZ das, was du bist. Du wirst weiter wachsen und Sananda essen.” – Heute kulminierten mehrere Prozesse letztlich darin, dass ich Sananda und damit “fremde” Inkarnationen zu essen begann. Das meine ich mit “Überkreuzung”. Doch eigentlich ist es keine Überkreuzung, sondern ich gelange sozusagen im Baum der Erkenntnis am Stamm an. Es führt mich tiefer in meine Angst vor meiner Größe und meinem Licht, das in allem und jeden ist. Es fordert mich zur Transformation dieser Ängste heraus. Es ist eine weitere Ausweitung meines Bewusstseinsraums, in der sich mein Ich am Erlebten nicht besitzergreifend aufbläht, sondern zu so etwas wie einer Trägersubstanz für das Erlebte wird und es wohlbringend zu verdauen (zu integrieren) hat. Es hängt also von der Weite meines “Ichs” ab, was ich jeweils bin und was nicht (s. weiterführend zur Frage der Identität auch Ohne Ego keine Einheit). Auf Multidimensionalität ist Verlass: Beim nächsten Schwingungseinbruch war Sananda wieder zur Stelle mit vielen anderen lieben Aspekten im Schlepptau.

Alles essen, um Nichts zu sein

Ich erlebe “meine” letzte Inkarnation, an deren Ende ich ALLES aufgegessen haben werde, um NICHTS zu sein. Es ist die vollständige Zurücknahme ALLER Projektionen ins NICHTS. Das Pferd isst die Katze. Ich esse meine Schöpfung. Du isst deine Schöpfung. Multidimensionalität bedeutet, nicht nur zu erkennen, sondern zu ERFAHREN, dass alle Aspekte des Seins meine Schöpfung sind – genau so wie sie auch deine Schöpfung sind. Denn wer sind du und ich, wenn wir nicht in Dualität, aber auch nicht in Einheit sind?

Multidimensionalität fordert mich heraus und offenbart eine Gigantik des Menschenspiels, die meinen Verstand weit, weit überspannt. So übe ich mich im Aushalten von Transrationalität, während ich meinen Erfahrungen folge. Ich dehne meine Grenzen aus ins Unbekannte… und berge das Fremde in mir.

Text: Simone Meller | Foto: U. Herbert, Pixelio

Multidimensionalität ist eine der abgefahrensten und aufregendsten Erfahrungen in der Neuen Energie. Sie ist einer der Gründe für die häufige Müdigkeit bis hin zum Schlafzwang aus heiterem Himmel. Je nach Weite des eigenen Bewusstseins kann Schlaf der Zustand sein, in dem man die geistigen Prozesse am wenigsten stört.

Multidimensionaliät ist das Phänomen, dass ich mit allen Aspekten des Seins Erlebnisse habe, an die sich bei tagesbewusster Ansprache einige der Aspekte (z.B. Freunde) nicht erinnern können. Oder jemand hat mit mir etwas erlebt, auf das ich tagesbewusst nicht zugreifen kann. Oder wir “träumen” nachts etwas, was einige Tage später geschieht.

Zu Multidimensionalität gehört auch, dass ich Optionen (“Lebensabzweigungen”) von mir und anderen wahrnehme, als ob sie geschehen. Später zeigt sich, dass die Option nicht gelebt wurde.

Multidimensionalität ermöglicht auch die Erfahrung, in der geistigen Welt etwas “anzuchanneln”, was in seiner irdischen Weiterentwicklung direkt vor der eigenen Nase abgelehnt wird.

Multidimensionalität ist so viel und jeden Tag für neue Überraschungen gut… sie macht Spaß!!

Multidimensionalität ist das, was jeden alt-energetischen Psychiater das Fürchten lehrt und alle Etiketten von Schizophrenie sprengt. Denn Schizophrenie ist nicht das passende Etikett dafür, auch wenn es weiterhin Krankheitsbilder gibt, auf die die Bezeichnung Schizophrenie zutrifft.

Ich nehme Multidimensionalität zunehmend als EINEN sich weitenden Bewusstseinsraum von hier bis zum NICHTS, das ALLES ist, wahr. Da das aber noch nicht allen so geht und unser irdisches Alltagshandeln Bewusstseinsfilter braucht, erscheint es weiter als “Multidimensionalität” und es bleibt spannend, welche Erlebnisse unser Wachbewusstsein erreichen und welche nicht.

Wäre es nicht lustig, so könnte es kränken – zu erleben, wie sich nach jahrelanger Transformation und Selbstklärung wunderbare Räume und Phänomene entfalten, um sich schlussendlich wieder ins Nichts einzufalten.

Mehrmals täglich verschwindet die duale Welt im kosmischen Abfluss meines Bewusstseins, um schon kurze Zeit später wieder in ihrer bunten Vielgestaltigkeit vor meinen Augen aufzuerstehen.

So wie das Pferd die Katze isst, aß ich anfangs meine Biografie, dann meine “früheren” Inkarnationen (Zeit und Raum sind hilfreiche Illusion der Dualität), dann das Leiden aus dem Kollektiv. Die Reihenfolge beschreibt eine Tendenz, es gibt Überschneidungen und Nacharbeitungen, aber deutlich weniger, als ich bei anderen beobachte.

Nach erfolgreicher Arbeit an einem finsteren Kollektiv-Thema erhellte sich mir glaklar meine einstige Existenz als Maria Magdalena und deren Dualseelenschaft zu Yeshua (Jesus Christus). Dieser “Punkt” erwies sich als “Überkreuzung”. Ich wurde u.a. begleitet von Sananda, dem transformierten Christusbewusstsein, und herausgefordert von Satan, dem transformierten Luzifer. In der Dualität zu Sananda (Sananda ist nicht Simone) und zu “fremden” Inkarnationen (die nicht “meinem” höheren Selbst zuzuordnen sind) durchlief ich weiter zahlreiche anstehenden Prozesse, die jeweils im Nichts endeten, das Alles ist.

Vor einigen Tagen erklärte mir Sananda: “Sananda ist nicht GANZ das, was du bist. Du wirst weiter wachsen und Sananda essen.”

Heute kulminierten mehrere Prozesse letztlich darin, dass ich Sananda und damit “fremde” Inkarnationen zu essen begann. Das meine ich mit “Überkreuzung”. Doch eigentlich ist es keine Überkreuzung, sonder ich gelange im Baum der Erkenntnis am Stamm an. Es ist das ungeheuerlichste und lichtvollste Erlebnis, das mir Multidimensionalität bislang bescherte. Es führt mich in die Reste meiner Angst vor meiner Größe und meinem Licht, das in allem und jeden ist. Es führt mich in die Transformation dieser Ängste in Liebe.

Und: Auf Multidimensionalität ist Verlass. Beim nächsten Schwingungseinbruch war Sananda mit anderen lieben Aspekten wieder zur Stelle.

Ich erlebe meine letzte Inkarnation, an deren Ende ich alles aufgegessen haben werde. Ich bin ALLES, was ist, und ich bin NICHTS. Genau wie du.

Multidimensionalität bedeutet, zu erkennen und auszuhalten, dass alle Aspekte des Seins meine Schöpfung sind – genau so wie sie auch deine Schöpfung sind. Es ist die vollständige Zurücknahme ALLER Projektionen ins NICHTS.

Das Pferd isst die Katze. Ich esse meine Schöpfung. Du isst deine Schöpfung.

Dieses gigantische Menschenspiel, das unseren Verstand so weit, weit, weit überspannt, ist der größte Witz aller Zeiten.

Einen solchen Witz kann nur das Nichts erzählen.

Höre, wie es lacht.

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Ein wahrer Traum von Frau und Mann


338675_R_by_Bernd-Wachtmeister_pixelio.deIch träume seit jeher luzide. Luzides Träumen oder Klarträumen bedeutet, dass man beim Träumen merkt, dass man träumt. Im Labor wird dies zum Beispiel dadurch nachgewiesen, dass die träumende Versuchsperson leicht den Zeigefinger hebt. Für Menschen, die sich morgens nicht einmal an ihre Träume erinnern können, mag das unvorstellbar sein. Sie zweifeln daran, ob sie überhaupt träumen. Diesen Zweifel kann ich leicht zerstreuen, jeder Mensch träumt nachts. Anderenfalls würde er erschöpfen und erkranken. Das weiß man aus Experimenten im Schlaflabor, in denen man Versuchspersonen immer dann weckte, wenn sie zu träumen begannen (an EEG und Augenbewegungen erkennbar). Träumen ist lebenswichtig. Warum das allerdings so ist, darüber gehen die Fachmeinungen erheblich auseinander.

Ich deute dieses Faktum so, dass nachts ein besonders nährender Kontakt zur Seele besteht. (Meine These geht noch wesentlich weiter, nämlich dass wir nachts u.a. auf Seelenebene untereinander Absprachen über weitere Lebenswege treffen. Aber das würde jetzt in diesem Beitrag zu weit führen.) Ich komme zu dieser Aussage aufgrund meiner langjährigen Beschäftigung mit meinen eigenen Träumen.

Träume helfen beim Verarbeiten von Lebensereignissen, spülen Konflikte hoch, liefern Lösungen oder weisen humorvoll daraufhin, dass das Problem doch nicht so schlimm oder sogar längst gelöst ist. Bilder, die meine Seele mir schickt, berühren mich inniglich, weil ich mich durch sie in meiner tiefsten Tiefe verstanden und auf meinem Weg bestärkt fühle.

Viele meiner Träume sind Wahrträume. Das kann bedeuten, dass ich mich am nächsten Morgen nur wundern kann und erst drei Wochen später beim Eintritt eines neues Lebensereignisses plötzlich den Traum dekodiere und ihn BRAUCHE, um meinen nächsten Schritt tun zu können. Bildlich gesprochen sind solche Träume wie ein formloser Schlüssel, der erst in dem Moment Form annimmt, wenn ich vor der richtigen Tür stehe.

Tröstende Kraft durch transzendente Botschaften

Manchmal haben solche Träume auch ein enorm tröstende Kraft. Ich erinnere, wie ich einst in einen Sarg gelegt wurde. Über mich senkte sich der Sargdeckel und eine geschlechtsneutrale Stimme sagte sanft: “Es wird sich anfühlen, als ob du stirbst.” Ich wachte auf – und rätselte. Es folgten weitere Träume mit merkwürdigem Ausgang. Wochen später passierte es. Es trat ein Lebensereignis ein, das mich zutiefst erschütterte und so sehr schmerzte, dass ich dachte, daran sterben zu müssen. In dem Moment erinnerte ich mich an den Traum (“Es wird sich anfühlen, als ob du stirbst”) und fiel in die tröstende Umarmung des Himmels, der mir in weiser Vorausschau alles Wesentliche vorausgesagt hatte, damit ich in dieser akuten Phase sicher sein konnte: “So schlimm es sich auch anfühlt, ich bin auf dem richtigen Weg. Auf meinem Weg.”

In den autobiographisch geprägten Büchern der amerikanischen Psychiaterin Judith Orloff habe ich ähnliche Berichte gefunden. Für sie ist die Geschlechtsneutralität einer Stimme zumeist Anzeichen für eine transzendente Botschaft (im Unterschied zur Trauminszenierung von inneren Konflikten durch verschiedene Rollenspieler mit Gesicht). Meine Seele scheut aber auch nicht vor personenbezogenen, handfesten, fast komisch anmutenden Bildern zurück, um mir ihre Nachrichten auf einfachste Weise zu vermitteln. Auch dazu vielleicht ein anderes Mal mehr.

Während ich und viele praktizierende Therapeut/innen und Lebensberater/innen also von einem nächtlichen, hochgradig nährenden Kontakt zur Seele ausgehen, vertritt die akademische Mainstreampsychologie die Hypothese, dass das alles reine Phantasie ist. Die Bilder werden weder als Symbole und Archetypen noch als individuelle Botschaften gedeutet, sondern als Abreaktionen des Gehirns verstanden. Das Gehirn wird als höchste Instanz gesehen und gilt als biologisches Korrelat unseres Bewusstseins. Immerhin kann man es anfassen (natürlich nur bei Schädelöffnung) und fotografieren (bildgebende Verfahren) und durch Substanzen manipulieren (Medikamente, Drogen).

Nächtliche Dialoge zwischen menschlichem und höheren Selbst

Beim Klarträumen verändert sich die Aktivität im Stammhirn, was im psychologischen Mainstream gedeutet wird als “Ein Teil des Gehirns wacht auf, der Rest schläft weiter”. Jüngste Forschungen weisen darauf hin, dass sich luzides Träumen trainieren lässt, was als bedeutsam für Alpträume angesehen wird und möglicherweise auch für die Behandlung von Psychosen. In dieser Sicht wird die Unterscheidung zwischen “Traum”, “wahr” und “Wahn” auf eine rein kognitive Fertigkeit reduziert, die bei einigen Menschen mehr, bei anderen weniger ausgeprägt ist. Als ob Menschen mit Wahnvorstellungen einen Defekt haben. Ich schaue lieber, wofür das Symptom Wahn steht, welch lang verdrängter Schatten da ins Licht drängt.

Meine Vermutung ist übrigens, dass jeder Mensch luzide träumen kann. Dies setzt einen ähnlichen Bewusstseinsentwicklungsprozess voraus wie das Erinnern von Träumen. Das, was im Mainstream als Träumen und Klarträumen unterschieden wird, erlebe ich als Dialoge zwischen menschlichem und höherem Selbst. Etwas Neues will einströmen, das Alte beboachtet es und kommentiert es auf bisherigem Bewusstseinsniveau, manchmal wird daraus auch Kritik oder Abwehr. Als Vergleich fallen mir die Systemupdates beim Computer ein. Manche schnurren einfach durch und bei anderen zickt das System.

Wenn mein System Zicken macht, wache ich mit sehr schmerzhaften Muskelverspannungen auf, was ein Zeichen für das Festhalten von Energie ist. Besonders heftig habe ich dies in der Nacht zum 09.08.09 erlebt, als die letzte Etappe meines 9jährigen Wachstums- und Entfaltungsprozesses eingeleitet wurde, die am 09.09.09 enden sollte (über datierte Punktlandungen zu schreiben, wäre sicher auch mal lohnenswert). Jene Nacht war ein steter Wechsel von Schlafen und Wachen, von Krampfen und Atmen, von Kämpfen und Loslassen. Immer wenn ich vor Schmerz aufwachte, hörte ich es in mir singen “Lass es gehen… in Liebe weiterziehen…”. Also von dieser Nacht hätte mich die EEG-Auswertung auch brennend interessiert ;-) !

331227_R_B_by_Dieter-Schütz_pixelio.deEine Vollendung – ohne Perfektion

Solche Erfahrungen, meinen eigenen Widerstand (Angst!) gegen wundervolle Systemupdates (wachsendes Einheits- bewusstsein!) zu spüren, haben mich im Laufe der Jahre sehr weich werden lassen.

Sie ermöglichen mir in meiner Arbeit ein geduldiges und verständnisvolles Mitgefühl, wenn ich Zeugin werde, wie mein Gegenüber qualvoll auf der Stelle tritt, das Neue herbeisehnt und zugleich voller Angst davor alle Energiekanäle verschließt. Meine unermüdliche Hoffnung speist sich aus meinem eigenen Heilungs- und Selbstverwirklichungsprozess.

Meine größten Brocken sind gelöst, so dass ich nun in meiner vollen Kraft stehe und befreit auf meinem Weg voranschreiten kann. Natürlich endet meine Entwicklung nicht nach der jüngst überschrittenen Schwelle. Wie kann ich es beschreiben? Es fühlt sich an, als ob ich voll und ganz bei mir angekommen bin, als ob ich laut und deutlich “Nein zu allem Leid” und “bedingungslos Ja zu Simone” gesagt habe. Es fühlt sich an wie ein qualitativer Ebenenwechsel. Ich habe in den letzten 9 Jahren unzählige Häutungsprozesse durchlaufen und eine Transformation nach der anderen erlebt. DAS hier fühlt sich anders an, es ist wie das Zusammenlaufen aller bisheriger Entwicklungsstränge in einem Höhepunkt. Ich fühle eine Vollendung – ohne damit Perfektion zu meinen.

Hätte mir vor 9 Jahren jemand gesagt, was alles passieren würde und wo ich in Zukunft einmal stehen sollte, ich hätte nur abwinkend gelacht und mich gewundert, was es für komische Leute gibt. Selbst vor 4 Jahren noch, als auch auf bewusster Ebene eine Rückverbindung zur Quelle einsetzte, hatte ich nur vage Vorahnungen. Heute erinnere ich mich lächelnd an einen Traum aus jener Zeit, in dem eine lange Reise mit einem wunderschönen Gefühl von “Wiedervereinigung” (so hieß das Bild) endete. Heute weiß ich, dass diese Szene die Hochzeit mit meiner Seele meinte, die harmonische Vereinigung mit Anima und Animus, mit Yin und Yang, mit femininer und maskuliner Energie. In einem steten Wechseltanz entwickelten sich meine innere Frau und mein innerer Mann zu ihrer jeweils vollen Kraft und sind mittlerweile gemeinsam ein erlöstes Liebespaar.

Ein Traum im Sommer diesen Jahres kurz vor meinem Geburtstag bestätigte mir dies: Ich fuhr in einem Zug in Richtung Italien, in den aus Versehen eine männliche (und von früher sehr vertraute) Person mit eingestiegen war, die mich eigentlich nur bis zum Bahnhof hätte bringen sollen. Ich sagte dem Schaffner (einem Mann!) Bescheid und tatsächlich hält die Lokführerin (eine Frau!) auf offener Strecke an, so dass die Person (Symbol für eine alt-energetisches Konzept, in dem die maskuline Energie die feminine Energie unterdrückt) sang- und klanglos aussteigen konnte. Beim Aufwachen schmunzelte ich über dieses treffende Bild: Meine innere Frau (Intuition) führt, weil nur sie weiß, wo der Weg lang geht (Lokführerin), mein innerer Mann ist ihr mit voller Kraft liebevoll zu Diensten (Schaffner).

Grenzenlose Fülle als Geschenk der Neuen Energie

In einem glücklichen Leben (Italien-Symbol) – egal ob wir dem männlichen oder weiblichen Geschlecht angehören – führt die innere Frau und führt damit den inneren Mann einer neuen Bestimmung zu. Beide sind happy! Damit ist ein Paradigmenwechsel beschrieben, nämlich der Übergang von der Alten in die Neue Energie. Diesen Wandel vollziehen immer mehr Menschen (Zeitenwende), jeder in seinem Tempo und auf seine individuelle Weise. Kürzer und einfacher drücke ich es in meiner Arbeit gerne so aus: In einem glücklichen Leben führt das Herz, dem all unsere Kräfte folgen. Daraus erwächst eine nie zuvor dagewesene Mächtigkeit, die – und das ist das Wunderbare – auf Liebe ausgerichtet ist. Nicht mehr der Kampf um Macht bestimmt dann das Leben, sondern eine Fülle, die keine Grenzen mehr kennt.

Übrigens: Die aus dem Zug gestiegene Person (aus Frankfurt) hat an meinem Geburtstag nicht angerufen. Ich verstand es nicht, bis ich mich an meinen Traum erinnerte. Dem wahr gewordenen Traum von Frau und Mann.

William Shakespeare sagte einst:

“Es gibt viel mehr Dinge zwischen Himmel und Erde als sich unsere Weisheit träumen läßt.”

Ich finde, er hat recht.

Simone Meller
Fotos: Pixelio, Bernd Wachtmeister, Dieter Schütz

* * *

Nachbemerkung zur Veranschaulichung der Teamarbeit von Lokführerin und Schaffner:

Meine Pläne für diesen Nachmittag und Abend waren andere. Aber es zog mich unwiderstehlich zu diesem Artikel hin. Alles andere hatte zu warten. Während ich schrieb, fielen mir meine Postings der letzten Tage ein. Um diese Bezüge für mich persönlich festzuhalten, habe ich eben all diese Links nachträglich eingefügt. Ich konnte daran erkennen, wie mich die Lokführerin durch das 09-09-09-Tor gezogen hat und der Schaffner an den verschiedenen Stationen stets eine kleine Dokumentations-Marke setzte. Mehr war bei der Geschwindigkeit und Ladung des Zuges nicht drin! Heute war Nachbearbeitung angesagt. Das hat viel Zeit und Kraft gekostet. Doch die Lokführerin hat nicht eher locker gelassen, bis der Schaffner seinen Zugebericht fertig getippt hatte. Und trotz aller Mühe und Überstunden hat er es gerne für sie getan. Weil er weiß, dass er durch jeden Schritt, den er für sie tut, glücklicher wird. Deshalb kann sich die Lokführerin zu 100% auf ihn verlassen und unbeschwert zu JEDEM Ziel aufbrechen, dessen Ruf sie vernimmt. Das macht auch sie noch glücklicher. Aus beider Glück entsteht sagenhafte Fülle – in Leichtigkeit.

Ich glaube, jetzt bin ich fertig.

Der Schaffner hält inne und schaut hinüber zur Lokführerin. Beide atmen tief durch, spüren ihre neueste gemeinsame Schöpfung, ein Kind der Liebe. Lächeln sich an. Sie nickt. Da steht er auf und bittet sie zum Tanz. Es erklingen die Takte von “Oh Königin, wie eine Feder”. Überglücklich wirbeln sie durch Zeit und Raum. Sterne werfend.

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