Tag Archive | "Prüfung"

“Ich sehe dein Licht”


Der früh verletzte Mensch (s. Von der Flucht in die Stille) kann sein Leid nicht erzählen. So bleibt ihm nur, seine Bezugspersonen sein Leid erfahren zu lassen. Je mitfühlender und liebevoller man auf einen früh verletzten Menschen ZUGEHT desto aggressiver und verletzender wird er. Er agiert aus, was ihm widerfuhr. Dies geschieht unbewusst. Wäre es ihm bewusst, könnte er darüber sprechen und den Weg des Erzählens gehen. Was nicht bewusst ist, kann nur agiert werden.

Partner, Freundinnen und Therapeuten geben hier meist ihr Bestes, doch oft reicht das nicht. Häufig bedarf es zahlreicher zerschlagener Beziehungen und mehrerer Therapieversuche, um Bewusstwerdung und damit Heilung zu erreichen. Ich möchte zwei Widerstände beschreiben, die gemeistert werden müssen, der eine liegt in der helfenden Person, der andere im früh verletzten Menschen.

Wenn die helfende Person nicht kompromisslos auf Liebe ausgerichtet ist und alle Übertragungen, Projektionen, Verblendungen und Aggressionen in ihr Herz nehmen kann, wird sie zur blind zurückschießenden Mitspielerin in der Wiederaufführung der Traumata. In diesem Inferno verliert sie die eigene Klarheit, die entscheidend für einen heilsam korrigierenden Prozess ist. Das passiert, wenn die helfende Person selbst eine helfende Person bräuchte.

Das Leid des früh verletzten Menschen sprengt jede Beziehung, wenn nicht beide voll und ganz zum Heilungsbündnis entschlossen sind. Keinesfalls bedeutet das, auf die eigenen Grenzen zu verzichten, denn das wäre lieblos sich selbst gegenüber. Es bedeutet, vollständig “Ja” zu mir und “Ja” zum anderen zu sagen und “Nein” zum Leid gegen mich.

Am Anfang war Beziehung. Der Mensch wird am Du zum Ich. – Martin Buber

Der früh verletzte Mensch versucht, mich mit der Kraft der Verzweiflung zu nötigen, mein Fundament der liebevollen Klarheit zu verlassen. Er versucht mich auf subtile und/oder brutale Weise zu provozieren. Damit bin ich bei seinem Widerstand, der sich u.a. darin äußert, dass er Gründe sucht, sich über sein Leiden nicht bewusst werden zu müssen. Wenn es ihm gelänge, mich wie viele andere vor mir auszuschalten, dann müsste er sich nicht mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen. Widersteht die helfende Person den zahlreichen Versuchungen, so bleibt ihm nur noch, sich zu stellen. Vergangenheitsauflösung ist kein Selbstzweck, sondern dient einzig und allein dazu, Schmerzen von gestern, die den gegenwärtigen Eintritt in die Freude verhindern, zu transformieren.

Die Gegenwart ist der Kraftpunkt, der Vergangenheit und Zukunft verbindet. Nur im gegenwärtigen Augenblick ist es möglich, unbewältigte Vergangenheit abzuschließen und neue Weichen für die Zukunft zu stellen. – Gerd Ziegler

Ein früh verletzter Mensch weigert sich, diesen Schritt zu gehen, wenn er Angst hat, in der eigenen Dunkelheit unterzugehen. Er hat Angst, noch einmal fallen gelassen zu werden. Und so ist sein Widerstand zugleich die Prüfung der helfenden Person auf Geborgenheit: “Hältst du mich wirklich? Hältst du mich aus? Wirst du zu all der Hässlichkeit in mir stehen?” Während ich diese dunkle Seite nur als einen Teil von ihm sehe (eine spielerische Schöpfung des Lichts), fühlt er sich mit dieser finsteren Energie unbewusst identifiziert. Er kann diesen großen Schatten erst sehen und annehmen, wenn die Identifizierung in eine Arbeit mit Teilen übergeht. Dafür braucht er mich. Deshalb greift er mich an. In meinem modellhaften Umgang damit erreicht ihn Inspiration zur Erlösung seiner selbst.

Selbsterlösung ist nichts anderes als die mannigfach wiederholte Erfahrung, dass alles in uns selbst seinen Ursprung nimmt und auch dort wieder sein Ende findet. Wir sind alles und nichts. Erkenntnis genügt nicht. Wir wollten es erfahren, deshalb sind wir hier.

Genauso genügt auch dem verletzten Menschen nicht das verbale “Ja” der helfenden Person: “Ja, ich werde dich halten, egal, was geschieht.” – Bevor er sich für den Abgrund in sich öffnet, will er überzeugt sein. Sein Abgrund ist der eisigste Tiefpunkt an Dualität und Polarität, das maximal erfahrbare Leid im Menschenspiel (s. Kosmische Gesetze). Nun will er erfahren, dass er in bedingungsloser Herzenswärme gehalten wird, egal, was geschieht. Also überzeugt er sich, indem er um sich schlägt.

Jeder Schlag ist eine verzweifelte Frage. Und jede Hineinnahme in das helfende Herz ist eine heilende Antwort. Sie lautet: “Ja, du verletzt mich. Und ich sehe dein Licht.”

Simone Meller
Foto: Pixelio, Achim Lueckemeyer

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Nicht jede Chance ist eine echte Chance


Nicht jede Chance, die uns angeboten wird, ist wirklich eine Chance. Sie ist es nur dann, wenn sie voll und ganz unserem wahren Selbst entspricht. Tut sie das nicht, ist sie allenfalls die Prüfung, ob man zum klaren Nein fähig ist. Entspricht die Chance nicht unserem wahren Selbst und wagen wir nicht, das Nein zu sprechen, so entfremden wir uns von unserem Sein. Wir verstärken die Dualität, anstatt zur Einheit zurückzukehren. In solchen Momenten dreht sich unsere Energie spiralförmig, nach unten. Das ist nicht schlimm. Schon im nächsten Moment, nämlich mit der nächsten Entscheidung kann sie ihre Richtung wieder verändern und sich himmelwärts drehen.

Simone Meller

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Wenn Wahrheit bricht sich Bahn


248689_R_K_B_by_Claudia-Hautumm_pixelio.de

Wenn Wesen in Wahrheit sich verbünden
ihr Sein und Wirken auf Liebe gründen
dann gibt es Prüfungen hier und da
ohne die nie ein Durchbruch geschah

Wenn Schweres und Leichtes sich verbinden
droht alte Gewissheit zu verschwinden
Zweifel und Bangen, ein Zögern für unbestimmte Zeit
doch dann entschlossen wie nie zum nächsten Schritt bereit

Wenn Wahrheit und Liebe sich verbünden
entsteht unsagbare Kraft, nicht zu ergründen
Aus tiefster Tiefe steigt Erhabenes empor
erstrahlt im hellsten Glanz wie nie zuvor

Wenn der Lüge zum Trotz die Wahrheit bricht sich Bahn
durch Reibung in Liebe neu und ewig erfahr’n
dann beginnt mein Herz zu springen
und mit ihm die Welt zu schwingen

Wenn die Wahrheit siegt und der Schatten weicht
dann wurde in Liebe unendlich Schweres erreicht
Kein schöneres Bild kann ich mir denken
Möge dein Blick es dir immer wieder schenken

Simone Meller
Foto: Pixelio, Claudia Hautumm

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Lecture2go: Was ich noch zu sagen hätte…


Friedemann Schulz von ThunDie einzige Prüfung, zu der ich in meinem Leben zu spät kam, war im Jahr 2000 im Rahmen meiner Diplomprüfung im Fach der Pädagogischen Psychologie bei Prof. Friedemann Schulz von Thun. Während ich im Universitätsgebäude  – genötigt durch eine mir bis dato unbekannte Baustelle – einen alternativen Weg zu seinem Büro suchte, sprach er mir zu Hause auf Band “Halloooo, Frau Meller, Sie haben einen Prüfungstermin – wir warten auf Sie!!” (Hinweis für Spätgeborene: Das waren Zeiten ohne Handy!) Er hatte wirklich gewartet! Atemlos und reichlich zu spät erreichte ich sein Büro, überaus glücklich, dass er und die Beisitzerin noch bereit waren, mich zu prüfen und legte los. Bereits das Studium im Bereich Kommunikationspsychologie/”Beratung und Training” war vielseitig, lebendig und inspirierend gewesen, und auch in dieser Prüfung lernte ich auf angenehme Weise noch etwas dazu.

Meine Sicht auf Schulz von Thun und sein Wirken war aufgeschlossen und kritisch zugleich (ich kann halt nicht anders). Ich gehörte nie zu seiner “Anhängerschaft”, wie ich für mich abkürzend all die zusammenfasse, die sich arbeitend oder rezipierend um Friedemann Schulz von Thun versammelten und von dort wieder hinaus in die Welt strömten. In der unsicheren Anfangszeit meiner Freiberuflichkeit fragte ich mich manchmal, ob dies ein Fehler gewesen sei, aber letztlich hat es sich erwiesen, dass ich meinen eigenen Weg in Verbindung und Abgrenzung zur Hamburger Kommunikationspsychologie zu gehen hatte.

Diese Erinnerungen kamen mir heute, als ich dank Markus Sikor auf Schulz von Thuns Abschiedsvorlesung “Was ich noch zu sagen hätte…” anlässlich seiner Pensionierung aufmerksam wurde. Für Insider der Hamburger (Kommunikations-)Psychologie ist diese Vorlesung ein Genuss mit teilweise kabarettistischen Charakter. Für Noch-nicht-Kenner eine bündige und kurzweilige Zusammenfassung der Grundzüge der Hamburger Kommunikationspsychologie. Für Didaktiker und Rednerinnen eine Veranschaulichung wie es auch kurzweilig geht. Für Erstsemster, Unentschlossene und sonstig Zweifelnde ein mutmachendes Beispiel: Der eloquente Redner mit Frank-Elstner-Qualitäten erzählt freimütig, wie schüchtern, steif und unsicher er einst in zwischenmenschlicher Kommunikation war und wie sich daraus sein Lebensthema, die Kommunikationspsychologie in ihren verschiedenen Facetten herausschälte.

SchachDies geschah, weil sich Schulz von Thun konsequent an dem orientierte, was ihn in der Tiefe seines Herzens wirklich interessierte. Auf diese Weise entstand sein Weg, ein letztlich erfolgreicher und einflussreicher Weg. Man sagt, dass er die Psychologie wirtschaftsfähig gemacht hat: Er nahm den Führungskräften die Angst vor der Couch und gab ihnen Metaphern an die Hand, mit denen sie sich selbst besser verstehen konnten. Er hat mit seiner Kommunikationspsychologie etwas geschaffen, was heute Allgemeinwissen ist und in Schulen gelehrt wird.

Als ich heute den Vortrag auf mich wirken ließ, berührte mich die Gestalt der Neuen Energie, die sich bei genauerer Betrachtung durch sein Lebenswerk zieht. Mit Neuer Energie meine ich die Kraft, die Innen und Außen zusammenbringt, das Ende der Doppelleben einläutet und Herzenswege ermöglicht (das war meine bislang kürzeste Definition, eine ausführlichere Beschreibung gibt es z.B. hier). Je nach kulturellem Hintergrund kann man es auch Stimmigkeit, Selbstverwirklichung, Kongruenz, Aufhebung von Dualität etc. etc. etc. nennen. Es geht nicht um die Worte, sondern um die Qualität. Die Qualität ist: Ich höre in mich hinein und bringe das dort Vernommene als meinen Ausdruck in die Welt direkt vor meiner Nase. Je tiefer dabei die Anbindung nach innen, desto unabhängiger ist man dabei von einer Anerkennung im Außen.

Berührt hat mich vor allem auch das Ende seiner Abschiedsvorlesung, als er auf den durch Fakultätenbildung, Bologna-Prozess und Generationswechsel gebeutelten Notstand seines Fachbereichs hinweist. Hatte er zuvor anekdotenhaft beschrieben, wie wohl es ihm tat als Anfangssemester in der Universität wahrgenommen und in seinen Interessen unterstützt zu werden (in einer Zeit, in der es noch keine Zulassungsbeschränkung gab), so gedachte er nun der Bedürfnisse der halbjährlich einströmenden 250 Erstsemster: Auch sie suchen Orientierung und wünschen sich individuell abgeholt zu werden – inmitten der Massenuniversität einer Großstadt.

Rückblickend zeichnet Schulz von Thun eine Lebensfigur, die ihm im Vorhinein so nicht bewusst war. So geht es wohl jedem Menschen. Den 250 Erstsemestern genauso wie allen anderen, ob studiert oder nicht – das spielt keine Rolle. Mir gefällt in dieser abschiedlichen Stimmung klar konturiert etwas Heiliges sehen zu dürfen, nämlich die Entfaltung von Lebensthemen, wie sie in jedem von uns auf ureigene Weise geschieht.

Mir gefällt, dass Schulz von Thun seine letzte Vorlesung zelebriert. Sie ist ein Ritual und ein Beispiel dafür, wie Rituale Übergänge erleichtern können. Das Feiern von Lebensfesten macht nicht nur Spaß, sondern hilft uns Altes loszulassen und begleitet von lieben Menschen in das Neue hineinzugehen.

Vor Freude springen Schilder und Symbole 590Was sich hier in Groß am Beispiel eines “kleinen C2-Nischen-Professors” (wie sich Schulz von Thun selbst nennt) anschaulich aufzeigen lässt, geschieht in Klein (und damit nicht minder groß) im alltäglichen Leben. Schaue ich von heute abend auf heute morgen zurück, sehe ich eine Figur. Schaue ich auf gestern zurück, auch da zeigt sich eine Linie. Genauso auf vorgestern, auf die Zeit vor einer Woche, vor einem Monat, einem Jahr, fünf Jahren etc.. Auch das kann man feiern. Vor gut einem Jahr habe ich darüber geschrieben, dass man die Feste viel öfter feiern könnte, wie sie fallen – wenn wir sie nur öfter fallen lassen würden…

Könnten wir jeden Tag feiern? Was gehört für Sie zum Feiern dazu? Wann haben Sie das letzte Mal gefeiert? Wie zelebrieren Sie Ihre Freude am Leben und seinen Übergängen? Was klingt im “Feierabend” für Sie an?

Simone Meller (feierlich und vergnügt über die Doppeldeutigkeit von Lecture2go)

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In der Ruhe liegt die Kraft


Kennen Sie Momente, in denen man liebsten aufwachen und feststellen möchte, dass alles nur ein böser Traum war? So ging es mir als Psychologiestudentin kurz vor dem Vordiplom in Frankfurt. Damals wusste ich noch nicht, dass ein Geschenk daraus werden sollte. Kurz zum Hintergrund: Das Vordiplom bestand aus sieben mündlichen, hammerharten Prüfungen. Wegen des hohen Lernpensums sah sogar die Prüfungsordnung eine Splittung auf zwei Semester vor. Ich wollte mich für einen Wechsel an die Hamburger Universität bewerben, wofür ich fristgerecht ein strenges, auf Noten basierendes Auswahlverfahren durchlaufen musste. Die Frist lag für mich zu früh, nämlich mitten im Prüfungszeitraum. Deshalb hatte ich vorgezogene Prüfungen beantragt.

Die Termine standen fest. Jetzt kommt der Albtraum: Einen Tag vor der vorletzten Prüfung erfuhr ich eher zufällig, dass die Professorin für den letzten Prüfungstermin einen Rückzieher gemacht hatte. Sie könne nur noch morgen oder am Semesterende. Aber morgen hatte ich doch schon eine Prüfung! Außerdem war ich mit dem Stoff für ihr Fach noch nicht durch.

Den Adrenalinausstoß erlebte ich als Gnade. Ich wusste sogar, wie das funktioniert, weil ich das wenige Wochen zuvor in Biopsychologie geprüft worden war. Mein Herz flatterte und ich hatte Tränen in den Augen. Was für eine Wahl! Entweder spontan eine zweite Prüfung am morgigen Tag oder Hamburg ade!

Noch völlig überwältigt stand ich in der Fachbereichsbibliothek – und Frau Trier hörte mir zu. Frau Trier? Das war die Bibliothekarin. In meiner Erinnerung ist sie zur Mutter des Fachbereichs geworden. Sie ließ mich telefonieren – und als es organisatorisch möglich wurde, entschied ich mich: Zwei Prüfungen an einem Tag. Puh! Panik stieg in mir auf. Mein Zeitplan war dahin und ich hatte keine Ahnung, wie ich bis morgen fit im Stoff werden sollte. Wieder hörte Frau Trier mir zu und sagte einen magischen Satz: „In der Ruhe liegt die Kraft. In der Ruhe liegt die Kraft.“ – „Ja, ja… aber wenn Sie wüssten, was ich noch alles wissen muss bis morgen!!“ Vielleicht war es gut, dass sie nicht wusste, was ich alles noch nicht wusste. Sie half mir beim Finden der letzten Bücher und streckte mir zum Schluss ihre Daumen drückenden Hände entgegen: „Sie schaffen das! In der Ruhe liegt die Kraft!“

Ich flog nach Hause…berechnete die verbleibenden Stunden bis zu den jeweiligen Prüfungen (inklusive der Zeit zwischen der ersten und der zweiten Prüfung)…verteilte in einer Mischung aus Verzweiflung und Kalkül den Stoff – und lernte, lernte, lernte… Zwischendurch flüsterte ich immer wieder den Satz „In der Ruhe liegt die Kraft. In der Ruhe liegt die Kraft“. Wenn ich nicht mehr konnte, träumte ich von Hamburg. Dafür nahm ich schließlich diesen ganzen Stress auf mich. Irgendwann rief ich eine Freundin an und klagte, dass ich all die Aktenordner am liebsten aus dem Fenster werfen würde. Sie sagte etwas Wunderbares: „Morgen um diese Zeit ist es schon längst vorbei!“ Ich lernte weiter. Zwischendurch schlief ich ein paar Stunden, um dann wieder zu lernen. Innerlich den Stoff repetierend fuhr ich zu ersten Prüfung – dann in die Staatsbibliothek zum Lernen für das nächste Fach – und schließlich zur letzten Prüfung. Ich meine, dass zu diesem Zeitpunkt schon Endorphine im Spiel waren ;-)

In Summe und Durchschnitt reichten meine Ergebnisse, um mich für den Wechsel nach Hamburg zu bewerben. Und zu guter Letzt gehörte ich zu den sieben Glücklichen, die zum Hauptstudium nach Hamburg wechseln durften!

Es ist lange her. Noch heute, wenn ich unter starkem Stress stehe, rufe ich mir diesen Satz in Erinnerung. Den Satz, der meine panische Gedankenmühle wirksam unterbricht: In der Ruhe liegt die Kraft. Zudem steht dieser Satz für die Überraschung, inmitten einer anonymen Massenuniversität herzliche Zugewandtheit zu erfahren. Und er erinnert an die Wunder, die möglich sind, wenn wir an uns glauben.

Danke, liebe Frau Trier!

Simone Meller

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