Posted on 14 Februar 2011. Tags: Aspekte, Ausdehnung, autonom, eins, Essenz, Form, Freiheit, Ich, Kampf, Lassen, manifestieren, Öffnung, Ort, Prozessorientierung, Schöpferkraft, Selbst, Weite, Wille, Wort
ich lasse mich ein
mein ich öffnet ein weiteres tor für das selbst
für die aspekte des einen selbst
die durch mein ich kommen möchten
mein ich formt die essenz
indem ich mich formen lasse
kein kampf zwischen wille
und autonomen prozess
sondern einsetzen meiner freiheit
zur verwirklichung des einen selbst
manifestieren ist leicht
ich lasse mich ein
simone
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Posted on 08 September 2010. Tags: absichtslos, Auftrag, bedingungslos, Begegnung, Beruf, Coaching, Erfahrung, Geschäftsoptimierung, Impuls, Klarheit, kostensparend, Kraft, Kunde, leicht, Liebe, Maximum, Modell, Nutzen, produkt, Prozess, Prozessbegleitung, Prozessorientierung, Ruhe, Seele, Sein, Struktur, transrational, transstrukturell, Unternehmen, Unternehmensberatung, Wahrheit, Werteabwägung, Wirtschaft, zielführend
Absichtsloses Maximum
Wenn ich dir absichtslos begegne, bleibe ich meinen Impulsen treu. Ich fühle mich, während ich dich wahrnehme. Zwei Ausdrücke eines Resonanzkörpers, die von Moment zu Moment sind, was sie sind.
Wir fallen in Liebe und steigen mit Leichtigkeit. Es ist das Zarte, das uns ergreift und zur nächsten Station trägt. Wir schwingen, erleben impulsfreie Räume, schwingen weiter, erleben impulsfreie Räume und so fort. Das Maximum, das sich zwischen Menschen entfalten kann, entsteht in absichtsloser Begegnung.
Der Kunde darf skeptisch sein
Dieses anmutige Prinzip lebe ich auch beruflich als Auftragnehmerin. Das setzt natürlich voraus, dass ich den Auftrag vor Annahme auf Übereinstimmung mit meinen Werten prüfe und sich mein Auftraggeber vertrauensvoll auf unsere Prozessarbeit einlässt. Prozessorientierung an sich ist nicht neu. Vielernorts noch ungewohnt ist die ungebrochene Ausrichtung des Prozesses auf Liebe und Wahrhaftigkeit.
Oft ist dann – vor allem im Unternehmen – kundenseitig der erste Impuls, es könnten Fässer geöffnet werden, deren Inhalte nicht tragbar sind. Indem wir diese wahrhaftig ausgesprochene Angst in Liebe sein lassen, entsteht eine Beruhigung und aus dieser heraus der nächste Impuls zur Vertiefung der Arbeit. Die Kraft der Impulse wird nicht unterdrückt, damit scheinbar produktiv gearbeitet werden kann, sondern aktiv genutzt. Meine Herausforderung besteht darin, auch an heiklen Punkten in der bedingungslosen Liebe verwurzelt zu bleiben und mit Klarsicht bei der Navigation durch Nebelfelder zu unterstützen.
Ohne Chaos zielführend und kostensparend
Ich kenne kein zielführenderes und kostensparenderes Vorgehen als die absichtslose Begegnung, obwohl sie mit alten Maßstäben betrachtet nicht zielführend zu sein scheint. Fallstricke entstehen dort, wo mangels Erfahrung und Modell der Prozess vorzeitig zugunsten von Idealvorstellungen unterdrückt wird. An diesen Stellen ist sensible und energische Prozessbegleitung gefragt, um auf absichtslosem Kurs zu bleiben. Ein Paradoxon.
Absichtslosigkeit meint keinesfalls das Chaos eines unstrukturierten Vorgehens, sondern charakterisiert etwas, das ich in Anlehnung an den Begriff der Transrationalität als transstrukturell bezeichnen möchte. So wie Transrationalität Rationalität nicht ablehnt, sondern übersteigt, wird Struktur von Absichtslosigkeit nicht abgelehnt, sondern konstruktiv überstiegen. Den Nutzen von Absichtslosigkeit abstrakt zu beschreiben, fällt schwerer, als ihn im Herzensgespräch konkret zu erfahren.
Bei Bereitschaft zur Klarheit ermöglicht Absichtslosigkeit binnen kurzer Zeit Heilung (Psychotherapie), Ausrichtung (Coaching) und Geschäftsoptimierung (Unternehmensberatung). Diese Wandlungen entstehen in völliger Leichtigkeit, wenn wir uns für das öffnen, was sich längst entwickeln will.
Text: Simone Meller | Foto: Maren Beler, Pixelio
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Posted on 04 September 2010. Tags: Angemessenheit, Angst, Archetypen, bedingungslos, Beobachten, Bewusstseinsfilter, Bild, Channeling, Dunkelheit, Engel, Erkenntnis, extrem, Form, Frieden, Gaukelei, gold, hässlich, Heilen, Herz, Konzept, Licht, Liebe, Medialität, Meditation, Meditationsbegleitung, Perfektionismus, Persönlichkeit, Ping Pong, Projektion, Prozessorientierung, Psychotherapie, Resonanz, Schatten, Seele, Sein, Selbsterfahrung, Selbsttäuschung, Skepsis, Spiegelung, Spiritualität, Teufel, Tradition, Transformation, Transzendenz, Verblendung, Wachstum, Wahrnehmung, Wünsche
Die Brille unserer Biografie
Jede Biografie hinterlässt Spuren und Prägungen. Nur weil wir den transzendenten Raum betreten, hören diese Wahrnehmungsfilter und Projektionen nicht auf. Im Gegenteil, sie präsentieren uns Täuschungen und Gaukeleien, die in Resonanz zu unseren unbewussten Wünschen und Ängsten stehen. Dieses Phänomen der unterschiedlichen Ausdeutung von Energien beschert uns die bunte Landschaft an widersprüchlichen Channelings und letztlich auch die Religionskriege (s. Die Vielfalt Gottes).
Wollen wir klar werden, ist es hilfreich, sich immer wieder neu auf die bedingungslose Liebe zu zentrieren. Mit diesem Anker können wir achtsam unsere psönliche Wunsch- und Angstparade beobachten und der Transformation anvertrauen. Aber auch hier können wir uns täuschen: In der Meditationsbegleitung beobachte ich, wie Menschen ihre Absicht erklären, in die Klarheit zu gehen oder etwas ins Herz zu nehmen, ohne dabei in ihrem Wort zu sein. Ich kenne das auch aus meiner eigenen Entwicklung. Es geschieht unbewusst, weshalb es hilfreich ist, von Zeit zu Zeit gemeinsam zu meditieren und sich in den Wahrnehmungen zu ergänzen.
Nicht alles, was glänzt, ist auch Gold
Oft ist das, was wir derzeit noch “Medialität” oder “Channeln” nennen, zwar durchaus geistige Kommunikation (offen gesagt: ich kenne nichts, was nicht geistige Kommunikation wäre), aber mit unseren lichtvoll verkleideten dunklen Anteilen. Nicht alles, was glänzt, ist auch Gold. Wenn ich das in einer Meditationsbegleitung wahrnehme, stelle ich meine Sicht als eine ergänzende Wahrnehmung zur Verfügung. Ich rege an, das vermeintlich Glanzvolle ins Herz zu nehmen und achtsam zu spüren, was geschieht. Manchmal ist dieser Schritt der Transformation eine Kleinigkeit (dann war das Persönlichkeitsthema in der Regel bekannt und schon zu großen Teilen bearbeitet). Manchmal werden Schmerzen frei gesetzt, die überhaupt erst Zugang zu einem lange verdrängten Thema schaffen.
Lässt sich das Thema im transzendeten Raum bearbeiten, bleiben wir dort. Manchmal ist es der Erschütterung angemessener, in ein “normales” Gespräch zu wechseln. Dies ist fallweise auch deshalb sinnvoll, weil die bestehende Wahrnehmungsverzerrung vermehrt zu eingetrübten Bildern und Falschinformationen in der Meditation führt. In den Herzensgesprächen schwingen wir oft auch fließend hin und her, da gibt es kein Dogma, sondern nur “Freistil” und stete Orientierung an deinem Heilungs- und Entwickungsprozess.
Eine allgemein bekannte Herausforderung in der Meditation besteht darin, wahrgenommene Bilder, Empfindungen und Texte nicht vorschnell mit eigenen Konzepten zu überformen. Das ist leichter gesagt als getan. Denn wie willst du beispielsweise Licht oder einen Engel wahrnehmen, wenn du kein Konzept davon hast? Auch die, die angeblich konzeptfrei durchs Leben gehen, sind nicht frei von Bewertungen. Ein Bekannter von mir, mit dem ich gelegentlich gemeinsam meditiere, kommentiert viele unserer gemeinsamen Bilder mit “Schööön!”. Wenn seine Schön-Bewertungen versiegen, weiß ich, dass ihm die aktuellen Bilder gerade gegen den Strich gehen. Wiederum nimmt er manchmal Geschehnisse wahr, die mir durch die Maschen gerutscht sind.
Den Bildern ihren Lauf lassen
Wie können wir das Problem der Überformung vermeiden? Indem wir den Bildern, Empfindungen und Texten ihren Lauf lassen, anstatt mit eigenen Vorstellungen dirigierend einzugreifen. Das ist nicht immer einfach. “Channeln” wir beispielsweise eine uns positiv stimmende Nachricht, ist es ein Leichtes, unbemerkt Teile unseres persönlichen Wunschkonzerts (Perfektionismus!) mit einfließen zu lassen. Aber auch die Zweifler auf der ewigen Hut vor der “Verdunklungsgefahr” haben ein Problem: Sie resonieren in ihrer Angst vor einer fehlerhaften Wahrnehmung (Perfektionismus!) ebenfalls stärker mit der Dunkelheit als mit dem Licht. Im transzendenten Raum besteht also das Risiko, dich entweder blenden zu lassen oder zu sehr an dir zu zweifeln. Beides sind Spielarten der Dunkelheit. Erst in der liebevollen Mitte werden die Spielarten des Perfektionismus erlöst, nämlich dort, wo alles sein darf und in seiner Vollkommenheit anerkannt wird.
Auch hier geht es nicht um Lippenbekenntnisse. In Meditationsbegleitungen beobachte ich, wie Szenen zugunsten einer Idealvorstellung von Frieden u.ä. aufgelöst oder unverbundene Fragmente mutwillig zusammengefügt werden. Das ist heikel, weil es unerkannt das Persönlichkeitswachstum hemmt, und eine Chance, wenn die eigenen Projektion erkannt und zurückgenommen werden kann. Ein Beispiel: Im transzendenten Raum begegnen wir nicht nur schönen Bildern, sondern auch solchen, die uns schrecklich vorkommen. Dazu zählen teuflische Archetypen, also fratzenhafte, aber auch herrlich ausschauende Seelenbilder, die für die destruktiven Kräfte in uns stehen. So wie wir uns im Täglichen gerne vom Hässlichen abwenden, geschieht das auch reflexhaft in der Meditation. Der zweite Impuls ist häufig eine vorschnelle Befriedung, da wird der Fratze eine Nuckelflasche aus Liebe gereicht oder eine alles versöhnende Umarmung inszeniert. Die dahinter stehenden Motive sind ehrenwert, doch verschleiert solches “Dazwischenfunken” die tatsächliche Dynamik der Bilder. In der Meditationsbegleitung ermutige ich dazu, sich den Bildern zu stellen und abzuwarten, was geschehen möchte. Dadurch erhellt sich vieles auf überraschende Weise. Es entstehen tiefe, nonverbale Gewissheiten. Wiederum gibt es auch viele Meditationssituationen, in denen wir aufgefordert sind, uns mit unseren Impulsen, Wissen und Absichten aktiv einzubringen.
Es geht nicht um Technik, sondern um Liebe
Wir brauchen also nicht nur Sensibilität für die Selbsttäuschung im transzendenten Raum (der keineswegs objektiver ist als unsere äußere Welt), sondern auch ein Gefühl für prozessorientierte Angemessenheit. Ich rege dort zur Skepsis an, wo die allerschönsten Meditationserfahrungen erzählt und die Schatten im transzendeten Raum ausgeblendet werden. Ich bin zuversichtlich, wenn Menschen den Eindruck haben, in ihrer meditativen Entwicklung zu stagnieren. Zumeist liegt es daran, dass sie an ihrem Schatten nicht vorbei kommen. Ich begleite sie beim Erlösen dieses Schattens in der bedingungslosen Liebe. Dabei entsteht Klarheit.
In der Meditation erfahren wir uns selbst als spirituelles Wesen. Wir werden konfrontiert mit Spiegelungen unseres Seins. Wir lernen, uns einerseits dem Strom der Bilder zu ergeben, ohne der Verblendung zu verfallen; andererseits das Geschehen zu reflektieren, ohne es durch perfektionistische Überformung zu zerstören. Was in Worten kompliziert scheint, ist in korrekter Praxis einfach zu erfahren. Korrekt bezieht sich nicht auf die richtige Anwendung einer (traditionellen) Technik, sondern auf die permanente Ausrichtung des Prozesses auf die bedingungslose Liebe. Wir werden tausende Male vom Weg abkommen und ihn tausende Male wieder finden im Glauben, ihn jetzt nicht mehr zu verlieren. Denn das ist der Weg.
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Dies ist eine Unterseite meines Informationsangebots über Psychotherapie. Ich biete Heilungs- und Meditationsbegleitung am Telefon (überregional), Kurz-/Langzeit- und Intensivtherapie (in Hamburg) sowie Krisenintervention bis hin zu 24-h-Begleitung in besonderen Notfallsituationen (vor Ort).
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Text: Simone Meller | Foto: Ren, Pixelio
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Posted on 03 September 2010. Tags: achtsam, Clearing, Erlösung, gebrochen, Gefühl, Geschenk, Karma, Karmaauflösung, Karmareinigung, letzter Wille, Loslassen, Mitgefühl, Prozessorientierung, schlechtes Gewissen, Schuld, Seele, Spiritualität, Tod, Transformation, Versprechen, Wünsche
Vor kurzem berichtete eine Kundin von ihrem schlechten Gewissen, weil sie einen letzten Willen ihrer verstorbenen Großmutter nicht hatte umsetzen können. Außerdem fühlte sie sich sowieso grundsätzlich von der mütterlichen Herkunftslinie karmisch belastet und überlegte, wo sie Hilfe für eine Karmaauflösung finden könnte. Ich erwiderte, dass dies sehr leicht im Rahmen eines unserer Herzensgespräche möglich sei. Zwar gibt es gut funktionierende Karmareinigungs-Rituale, zu denen ich früher anregte. Jedoch bevorzuge ich mit gewachsener Erfahrung den nicht-rituellen Weg. Er ist mühelos, anmutig und treffsicher. Ohne zeitaufwändigen Ballast ermöglicht er schnörkellos und individuell passgenau die notwendige Transformation.
So geschah es auch in der Sitzung mit besagter Kundin. Wir erklärten unsere Bereitschaft und sanken gemeinsam in den Prozess ihrer Karmaauflösung. Kurz gesagt kam es zu einer sehr berührenden Begegnung mit den Seelen ihrer verstorbenen Großeltern, einer tiefgreifenden Auflösung von unerbittlicher Härte mit anschließendem Segen und einem angedeuteten Einheitserleben, das sich bei ihr primär als überwältigende Dankbarkeit manifestierte.
Eines der Geschenke dieser Sitzung, von dem ich hier erzählen möchte, war die Reaktion der Seele der Großmutter auf das Hadern der Enkelin, sie habe ihren letzten Wunsch nicht geachtet. Immer wieder unterbrach die Seele liebevoll das Hadern und wiederholte: “Mein letzter Wunsch ist nicht wichtig, denn jetzt bin ich hier bei dir.” Die Seele stellte klar, dass sie nicht mit der einstigen Rolle der gestrengen und harten Großmutter identifiziert ist, aber vollständig zu dieser einstigen Erfahrung und Seelenaufgabe stand. Sie ermaß achtend und mitfühlend die Folgen für die Enkelin und half ihr innerhalb kürzester Zeit aus dem karmischen Clinch heraus.
Ähnliche Erfahrungen verdichtete ich vor längerer Zeit in dem Text Versprechen auf dem Sterbebett. Beim Loslassen verstorbener Angehöriger und Freunde sind vielernorts immer noch Schuldgefühle, Ängste und abergläubische Vorstellungen verbunden. Wie prägnant ist da die Aussage “Mein letzter Wunsch ist nicht wichtig”!
Keinesfalls möchte ich damit den Freibrief zur Missachtung der letzten Wünsche von Sterbenden erteilen. Wir leisten nicht nur dem Sterbenden, sondern uns selbst einen Dienst, wenn wir ihn liebevoll und achtsam bejahend begleiten. Doch dienen wir weder ihm noch uns, wenn wir uns wider besseren Wissens zu Versprechen hinreißen oder gar nötigen lassen, die nicht mit unseren Werten oder Möglichkeiten konform gehen. Und selbst wenn wir einst – weniger reif als heute - etwas versprachen, das wir mit gewachsener Einsicht nicht zu halten imstande waren, dürfen wir loslassen in der Gewissheit: “Mein letzter Wunsch ist nicht wichtig, denn jetzt bin ich hier bei dir.”
Text: Simone Meller | Foto: Christoph Aron, Pixelio
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