Tag Archive | "Prozess"

Was mich ruft und wie ich hinkomme


Klar der Ruf, unbekannt der Weg. Wie komme ich von hier nach dort? Durch mein Jetzt. Sein. Tun, was zu tun ist. Eine zu schreibende Rechnung, der schmutzige Teller, der Anruf bei der Behörde. Der nächste Schritt liegt vor meiner Nase. Auch wenn ich den zehnten Schritt danach, ja nicht einmal den übernächsten kenne. Alles ergibt sich Stück für Stück aus meinem Herzen – wenn ich es lasse.

Wie bei einem Eisberg, bei dem 7/8 unter der Oberfläche in der Tiefe liegt, hängen an der Rechnung, dem Teller, dem Anruf innere Themen. Meine einst getroffene Entscheidung, alles in Klarheit zu bringen, hat den Schleier der Banalität von a l l e m gerissen. Immer weniger entgeht meinem Staunen. Jedes Körnchen meines Lebens ist von Bedeutung. Alles voller Zeichen. 7/8 in der Tiefe, was immer auch ansteht. Das braucht zwar Konsequenz, ist aber letztlich selbstbelohnend: Da bei jedem Ding 7/8 geklärt werden, wächst die Leichtigkeit meines Seins von Minute zu Minute.

Während ich den Teller in die Spülmaschine räume, kommt die Eingebung, auf die ich gewartet habe. Warten meint übrigens vor dem Teller zu sitzen und auf meiner Reihenfolge zu beharren. Warten ist Widerstand gegen meinen Prozess. Einfacher ist es, in die Führung meines Herzens zu sinken. Dort pulsiert eine Freude, die mich in Leichtigkeit von hier nach dort trägt. Ich folge dem Ruf der Freude.

Simone

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Das Sterben folgt dem Leben


zu kurz kommt das leben
im st r eben

erkanntes lässt sich nicht killen
mit willen

erst voll endetes werden»
kann ste r ben

simone

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Langzeitarbeitslosigkeit darf sein (Sternenklar II)


Die erste Projektphase von Sternenklar war vor allem eine persönliche Kärungshilfe. Sie hat anstehende Entwicklungen meiner Persönlichkeit katalysiert. Ich habe mich über vier Monate lang mit dem Thema Arbeitslosigkeit und dem dazu ins Leben gerufenen Projekt auseinandergesetzt. So groß die inneren Ausläufer dabei waren, äußerlich war es in gewohnter Weise ein weitgehend unsichtbarer Transformationsprozess, dessen Resultate still in mein tägliches Handeln und in meine Blogbeiträge einflossen.

Wenn du heute oder zu einem späteren Zeitpunkt Lust auf solche Selbsterfahrung verspürst, dann kannst du dich in deinem persönlichen Rhythmus für das Thema Langzeitarbeitslosigkeit öffnen und beobachten, was geschieht. Damit du dich in dieser Öffnung nicht selbst verlierst und vom Mitgefühl ins Mitleid fällst, empfehle ich die Beachtung der im September 2010 veröffentlichten Herzensprinzipien. Sternenklar ist weder ein politisches noch ein caritatives Projekt. Es trägt auch keine pädagogische oder reformerische Handschrift, sondern setzt sein Vertrauen in die Eigenverantwortlichkeit eines jeden Menschen. Sternenklar ist ein Projekt der bedingungslos freigebenden Liebe, in dem alle Beteiligten üben können, bei sich zu bleiben (s. Klarheit im Herzen: Ich bin bei dir und bleibe bei mir).

Sternenklar rettet andere Menschen nicht, sondern begegnet ihnen absichtslos. Sternenklar bekämpft nicht die Langzeitarbeitslosigkeit, sondern bejaht sie als einen möglichen Seins-Ausdruck. Langzeitarbeitslosigkeit und mit ihr einhergehende Probleme wie Drogen- und Alkoholabhängigkeit, Verschuldung, Wohnungslosigkeit, Krankheit, mangelnde Deutschkenntnisse dürfen sein. Sternenklar zementiert diesen Seins-Ausdruck nicht, sondern begegnet ihm sanft und ohne Veränderungsdruck. Sternenklar ist ein Projekt der natürlichen Wandlung, in dem Reste von Helfersyndrom, Rettungsethos und Weltverbesserungstendenzen heilen können. Sternenklar steht für freiwillige Begegnung und in dieser natürlichen Ausdehnung von Herzenslust gibt es keinen Grund, persönliche Grenzen zu überschreiten.

Ich verfüge nicht über die Qualitäten einer Sozialarbeiterin oder eines Fallmanagers. Deshalb bin ich froh, dass es diese Fachleute und viele mehr gibt. Auch existieren bereits viele Angebote für Arbeitslose. Sternenklar tritt nicht in Konkurrenz zu Fachleuten und (über-)regionalen Angeboten, sondern ergänzt diese durch absichtslose Begegnung. Sternenklar ist ein Projekt der Hoffnung, das die Dunkelheit erträgt. Sternenklar ist eine kreative Ausdehnung, die sich in das Fremde hinein wagt. Sternenklar ist ein freudiges Wagnis für alle, die zu einem für sie persönlich angemessenen Zeitpunkt dabei sein wollen. Es gibt keinen Grund zur Eile.

Simone Meller

Fortsetzung lesen? Sternenklar sein

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reflexion über mein arbeiten mit dir


deinen weg nicht kennend
lasse ich mich ein auf begegnung
ich resoniere mit meiner art
auf deine impulse
spontan und voller vertrauen
dass sich in diesem tanz unserer seelen
alles weitere erhellt
so wenig wie möglich steuernd eingreifen
und mich doch meiner verantwortung stellen
für den prozess meine wahrheit mein sein mit dir
du sagst was du brauchst bist dein höchstes gebot
und ich begleite dich beim entdecken deiner antwort
du findest deinen weg wie ihn noch nie jemand ging
und gemeinsam erleben wir dein abenteuer von licht und finsternis
vier augen sehen mehr als zwei meine wahrnehmung dient wo du es wählst
an meinen impulsen kannst du dich reiben nähren erleben was ansteht
und immer wieder: was willst du jetzt?
und ich schwinge mit der antwort die kommt zu dir
werde zeugin ihrer integration und gehe dazu in resonanz
der tanz geht weiter solange du es willst
unfehlbar keine(r) von uns doch vollkommen jeder augenblick
genauso wie der himmel ihn schickt

simone meller

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