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Reizhusten


Um Anhörung bellen statt wortlos zu sein und kraftvoll zu handeln.

Simone

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ich darf sein


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Tabus im Unternehmen – Leadership zeigt neue Wege


Ideen scheitern oft an der Unternehmenskultur

Viele gute Ideen und Projekte werden im Unternehmen durch die bestehende Kultur ausgebremst. Das ist nicht ungewöhnlich. Denn dieses sozialpsychologische Phänomen ist überall zu beobachten, wo sich Menschen in Gruppen zusammenfinden und ein unterschwelliges Übereinkommen etnsteht, was im Gruppenkontext wünschenswert ist und was nicht. Diese unsichtbaren Gesetze kann man recht schnell greifen, wenn man sich fragt: Was muss ich hier tun, um anzukommen und Ansehen zu gewinnen? Was muss ich hier tun, um ins Fettnäpfchen zu treten oder es mir zu verscherzen? Gerne frage ich meine Kunden auch ganz klassisch: “Wenn morgen eine Freundin oder ein Freund von Ihnen hier im Unternehmen neu anfangen würde, welche Tipps bezüglich Kleidung, Verhalten, Sprache etc. würden Sie ihr/ihm geben? Über welche dieser Kriterien sind Sie hier und jetzt bereit zu sprechen und über welche nicht? Warum ist das so?”

“Das funktioniert bei uns eh nicht!”

Im Coaching erfahre ich die Unternehmenskultur indirekt, nämlich wenn sich das Gesicht meines Kunden nach einem Aha-Erlebnis plötzlich verdunkelt und er sagt “Das funktioniert bei uns eh nicht”. Wenn ich Prozesse im Unternehmen moderiere oder einen Vortrag halte, erlebe ich den Tabubruch meinerseits entweder durch atemlos gespannte Stille oder durch eine sich zerstreuende Aufmerksamkeit. Während ich in der Spannung noch im Rennen bin, weil ich durch mein Tun die unausgesprochene Frage beantworte, ob ich – bildlich gesprochen – das aufgemachte Fass auch halten kann, warnt mich die Aufmerksamkeitsflucht, dass ich Menschen abgehängt habe. Im ersten Fall mache ich vergnügt weiter (denn das ist mein Job!) und im zweiten Fall halte ich inne, eruiere Widerstände und Zweifel, überprüfe meine Wahrnehmungen und Hypothesen und einige mich gemeinsam mit der Gruppe auf ein weiteres Vorgehen.

Brücken bauen für eine neue Wirtschaft

Sehr oft höre ich also von meinen Kundinnen: „Aber das können wir doch nicht machen…“ Und genau an dieser Stelle kommt meine Dienstleistung ins Spiel. (Wohl gemerkt, wir reden hier nicht davon, morgen als Mann im Schottenrock zur Arbeit zu gehen, sondern davon, Arbeitsabläufe konstruktiv zu verändern und Projekte innovativ aufzuziehen.) Ich kokettiere damit, eine Tabu-Brecherin zu sein. Gewissermaßen entspricht dies den Tatsachen, wenn ich auch nicht brachial vorgehe, sondern Brücken zu neuen Sicht- und Handlungsweisen baue. Ich baue Brücken von der bestehenden Unternehmenskultur zu einem Weg des Herzens in der Wirtschaft. Das Herz steht hierbei als Symbol für die harmonische Vereinigung von Verstand, Intuition und Gefühl.

Ich arbeite mit femininer Energie – also spürig, sensitiv, Zusammenhänge erkennend – und mit maskuliner Energie – indem ich mit meiner Wahrnehmung konfrontiere, hartnäckig bleibe und mich nicht abschütteln lasse. Das, worüber meine Kundinnen und Kunden am liebsten nicht sprechen würden, ist genau das Thema, um das es geht. Mit einer Mischung aus Sanftheit und Festigkeit gelingt die Bearbeitung.

Selbstbewusstsein verändert Unternehmenskultur

Man kann alles machen, wenn es in liebevoller Absicht und mit Respekt vor anderen Menschen geschieht. Dann kann man auch die ungewöhnlichsten Dinge bringen. Dazu ermutige und inspiriere ich andere. Bin ich im Unternehmen engagiert, kann ich es ein Stück weit vorleben und gemeinsam mit den Anwesenden etablieren. Meinen Coachees kann ich nur helfen, indem wir die zugehörigen Selbstblockaden in der Tiefe ihrer Seele auflösen. Dies geschieht bei entsprechender Bereitschaft leicht innerhalb weniger Sitzungen und führt zu veränderten Resonanzen (nicht nur) im Arbeitskontext.

Alles was wir tun, steht und fällt damit, aus welcher Haltung heraus wir es tun. Wer sich zum Beispiel nicht traut, der Chefin oder dem Kunden konstruktiv zu widersprechen (um nur zwei von vielen möglichen Abhängigkeitsbeziehungen zu nennen), weil er in sich den Glaubenssatz trägt, “dass man das nicht tut”, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit ein bestätigendes Erlebnis (self fullfilling prophecy) haben. Genauso diejenige, die zwar um diesen Glaubenssatz weiß, jedoch untransformiert nach dem Motto “Augen zu und durch” handelt. Wer jedoch wahrhaftig davon überzeugt ist, dass sich Leistungsmotivation bzw. Kundenorientierung durchaus mit inspirierendem Widerspruchsgeist vertragen und dies mit jeder Pore seines Körpers ausstrahlt, wird gerade damit Erfolg haben, dass er anders ist als man gemeinhin erwartet. Und zwar nicht, weil es eine erstrebenswerte Charaktereigenschaft wäre, partout immer anders zu sein, sondern weil das Neue, das den Fortschritt bringt, am Anfang immer ein bisschen fremd ist.

Echtes Leadership führt sicher durch die Fremde

Schon immer ist es das Fremde gewesen, das verunsichert. Deshalb bedürfen wir einer inneren Festigkeit und einer für Einwände offen bleibenden Überzeugung, wenn wir dem anderen unsere neue – fremde – Idee zumuten. Brauchen wir seine Anerkennung und Bestätigung, stehen unsere Chancen schlecht, mit der Idee zu überzeugen. Sind wir davon jedoch unabhängig, weil wir in uns selbst ruhen, leben wir das, was ich echtes Leadership nenne. Nämlich die Fähigkeit ohne Anwendung hierarchischer Macht Menschen zu neuen Möglichkeiten und Erfahrungen zu führen. Einfach durch das kraft- und damit machtvolle Leben der eigenen Präsenz. Genau das braucht unsere Wirtschaft jetzt mehr denn je – von ihren Führungskräften sowieso und gerade auch von der operativ tragenden Basis, die durch ihren anderen Blickwinkel neue Sichtweise eröffnen kann. Jedes Tabu, das sanft berührt und entschlossen überwunden wird, bringt uns nach vorn. Jedes Tabu ist nichts weiter als ein altes Gewohnheitsmuster. Leadership verändert dieses Muster durch die Kraft von Menschen, die vorangehen und Wachstum stimulieren. Immer haben sie Erfolg, auch wenn das oft erst lange Zeit später gesehen wird. Wie gut, dass wahres Leadership von dieser Anerkennung unabhängig ist!

Text: Simone Meller | Fotos: Rainer Sturm, Susanne Beeck, Pixelio
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Kostenfaktor im Unternehmen: Die Angst zu scheitern


Die heimliche Angst zu scheitern

Die heimliche Angst zu scheitern lässt uns Neues erst gar nicht versuchen. Die Angst zu scheitern ist der Tod jeder neuen Idee. Aber auch der Leichtsinn kann zum Scheitern führen. Was die Angst dramatasiert, fegt der Leichtsinn vom Tisch. Wie immer gibt es einen versöhnten Weg der Mitte, in dem der Idee vertraut und eine angemessene Risikoabwägung vorgenommen wird.

Präsentation vor der Geschäftsführung

Nehmen wir das Beispiel einer Präsentation vor der Geschäftsführung. Eine solche Präsentation gelingt nur, wenn wir der Idee vertrauen und uns auf etwaige Schwierigkeiten (heikle Punkte, kritische Fragen, Ablehnung, Zeitknappheit, Störungen etc.) vorbereiten. Bei dieser Vorbereitung geht es zwar auch um fachliche, kommunikative und rhetorische Aspekte, doch vor allem ist es wichtig, sich auf die Situation einzustimmen.

Bewusstwerdung durch Ruhe und Langsamkeit

Das gelingt, wenn wir still werden oder in einem ruhigen und langsamen Gespräch einem Freund unsere konkreten Wahrnehmungen und Phantasien schildern. Dadurch werden automatisierte innere Prozesse verlangsamt und überhaupt erst bewusstseinsfähig; das ist etwa so, als wenn wir ein Video in Zeitlupe anschauen. Nun geht es darum, alles, was uns bei dieser inneren Reise begegnet, in die Mitte, also in die annehmende Liebe zu bringen, und zwar das Drama genauso wie die Ignoranz von Schwierigkeiten, die sich oft in Phantasien der eigenen Großartigkeit zeigen. Die Verführung dabei zu schummeln (“husch husch weg”) ist groß, wie ich in Coachings häufig erlebe. Dann funktioniert es nicht.

Liebe ist ein unterschätzter Ratgeber in der Wirtschaft

Doch wer sich wahrhaftig auf einen solchen Prozess einlässt, den ich auch Herzensgespräch nenne, erfährt fundamentale Veränderung. Liebe ist nicht nur ein riesiger Transformator, sondern auch ein unglaublich weiser Ratgeber. Wir erleben, wie sich unsere Ausstrahlung, Präsenz und Kommunikation verändern und damit auch die Situationen, die wir betreten. Wir haben unsere Resonanz verändert und dürfen entsprechend veränderte Erfahrungen machen.

Es ist einfach, wenn (!) wir es tun

Kurz: Die Angst zu scheitern muss nicht der Tod einer neuen Idee sein, wenn sie als Chance genutzt wird, mehr Liebe in sich, die Situation, das Unternehmen fließen zu lassen. Das klingt zwar wie im Märchen, aber das Schöne daran ist, dass es wirklich funktioniert. Wenn wir uns die Zeit nehmen, auf die Stille einlassen und uns dem stellen, was kommt. Es ist einfach – wenn wir es wählen.

Simone Meller

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