Tag Archive | "Polarität"

Abgetriebene und verlorene Kinder annehmen


Frauen schulden ihren abgetriebenen oder verlorenen Kindern nichts. Ihre ungeborenen Kinder schlagen dies vor: Ich bin dein Kind. Und du bist meine Mutter. Eine solche Annahme des ungeborenen Kindes setzt Gefühle frei. Im Zulassen dieser erlösen sich Frauen von bislang unerkannter Last. Sie schenken sich Mutterschaft, Würde und Freiheit: Ja, du bist mein Kind. Und ich bin deine Mutter.

Und wenn eine Frau den einstigen Todeskampf ihres ungeborenen Kindes fühlt, so darf sie inmitten ihrer Tränen sagen: Ich bin ich. Und du bist du. Jede Mutter-Kind-Beziehung steht irgendwann vor der Auflösung der Symbiose. Auch die zwischen Mutter und ungeborenem Kind. Jede Seele darf ihre eigenen Erfahrungen machen. Ich bin ich. Und du bist du. Du gehst deinen Weg. Und ich gehe meinen Weg.

Im Ertragen und Annehmen dieser Dualität liegt die Chance zur seelischen Reifung. Wie könnte Einheit erfahren werden, wenn sie niemals verlassen würde? Wie könnte Leben erfahren werden, wenn nicht gestorben würde? Jedes Leiden endet in der bedingungslosen Annahme des zu Erfahrenden. Annehmen ist leicht. Nur sich dagegen wehren und sträuben ist schwer. Wie könnte das Leichte ohne das Schwere erfahren werden?

Simone

Posted in KlartextKommentare deaktiviert

Die Heimkehr der Versprengten


Posted in AnsichtenKommentare deaktiviert

Heim zur Acht


gewalt geschunden
wund zermürbt
kraft zersplittert
eins äonenfach
kehrt heim zur acht

simone

Posted in LyrikKommentare deaktiviert

Vom Scheiden der Wege und ihrer Bejahung


ich bejahe deinen weg

ich bejahe meinen weg

im ja zu beiden sich scheidenden wegen
werden sie zu einem weg

in meinem bewusstsein

simone

Posted in KlartextKommentare deaktiviert

Seite 1 von 151234510...Letzte »
Welle