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Selbstverwirklichung als triadisches Konzept in der Gesundheitspsychologie. Eine integrative und ganzheitliche Perspektive auf Persönlichkeit und Salutogenese.


Vorbemerkung: Ich veröffentliche hier die bislang kürzeste Zusammenfassung meiner Dissertation, wie sie 2008 für das Handout eines wissenschaftlichen Kurzvortrags an der Universität Hamburg entstanden ist. Die zugehörige Buchveröffentlichung kann portofrei als Hardcover (451 Seiten) oder als E-Book direkt beim Verlag bestellt werden. Inhaltsverzeichnis, Abstract, Einführungskapitel und einige weitere Leseproben finden sich hier.

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Theoriebildung anhand von 5 Thesen

  1. Der Mensch gilt dann als gesund, wenn er funktioniert. Diese mechanistische Sichtweise in Verbindung mit dem traditionellen Leib-Seele-Dualismus hat die Gesund­heits­psychologie bislang wirksam behindert: Die Idee eines engen Zu­sam­men­hangs zwischen Persön­lichkeit und Gesundheit lässt sich empirisch nicht nach­weisen.

  2. Die Quantentheorie beschreibt präzise Konzepte von materiel­ler Ganzheit (Einheit, Ungeteiltheit, Komplementariät) jenseits von Beliebigkeit und Phra­senhaftigkeit und führt auf er­kennt­nistheoretischem Wege die cartesianische Trennung von Geist und Materie ad ab­sur­dum. Geist und Materie sind gemeinsamen Ursprungs, so dass in unserem Alltag die Prin­­zipien Kausalität und Nichtlokalität (EPR-Korrelation, Synchronizität) wirk­­sam sind.

  3. Gesundheit und Krankheit stellen komplementäre Seins-Formen von persönlicher Ganzheit dar. Gesundheit meint im Idealzustand ein vollständiges geistig-körperliches Wohlbefinden, zunehmende Krankheitsanteile gehen mit wachsendem Unwohlsein einher. Menschen sind zu jedem Zeitpunkt mehr oder weniger gesund bzw. krank.

  4. Selbstverwirklichung als triadisches Konzept bedeutet Selbstbestimmung unter perma­nenter Bezugnahme auf Prozesse der Selbstwerdung (sein wahres Selbst zulassen) und Selbstrealisie­rung (sein wahres Selbst im alltäglichen Handeln berücksichtigen). Komple­men­tär dazu be­steht Selbstentfremdung in selbstbestimmten Akten der Selbst­ver­ken­nung und Selbstverleug­nung.

  5. Selbstverwirklichung geht mit Salutogenese einher, Selbstentfremdung mit Pathogenese: Kausal bedingte Akte von Selbstver­wirk­li­chung sind durch EPR-Korrela­tionen instantan mit Mikro-Zeichen von Gesundheit ver­bun­den und Akte von Selbstent­fremdung mit Mikro-Zeichen von Krankheit. Die Akku­mu­lierung solcher Mikro-Zeichen erklärt Prozesse von Heilung und Erkrankung.

Simone Meller

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