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Realitäten des Lebens


In fünf Zeilen fasse ich meine bisherigen Texte über Realität und Erkenntnis, Alte und Neue Energie, Ein- und Entfaltungen sowie Himmel und Hölle zusammen. Die Struktur ist vorläufig, wie sie sich phänomenologisch aus meinen Erfahrungen ergibt.

  1. Normalität : Alles scheint eindeutig : Realität ist nicht hinterfragbar : sicherer Erkenntnisrahmen
  2. Alte Energie : Hölle auf Erden : Extrem auseinander gefallene Polarität und Dualität : Angst führt
  3. Neue Energie : Himmel auf Erden : In die Vereinigung findende Polarität und Dualität : Liebe führt
  4. Einfaltung : Verschwinden der Welt : Zergehen von Polarität und Dualität : Alles sinkt ins Nichts
  5. Entfaltung : Alles ist wieder da : Nichts ist wie es war : Integration ins Leben und neuer Zyklus

Realitäten des Lebens sind Blüten des Lebens. Jedes der fünf Bilder zeigt ein- und diesselbe Blüte. So sind auch die beschriebenen Realitäten nichts als Ausdrücke ein- und derselben Quelle. Kein Ausdruck (und damit keine Realität) ist objektiv wahrer als der (die) andere. Für die persönliche Entwicklung zählt allein die subjektive Stimmigkeit, die ich gerne als Wahrheit des Herzens bezeichne.

Text & Bilder: Simone Meller

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Spiritueller Alltag: Ausdehnung von Erleuchtung


“Ich” sehe “mich” und “die Quelle” als zwei sich gegenüber stehende Spiegel, zwischen denen sich eine unendliche Zahl an Spiegelbildern ergibt. Diese innere Bilderreihe umfasst alle lichtvollen und finsteren Erscheinungen, alle möglichen Spielarten des Lebens. Jedes Spiegelbild ist eine Variante des Seins. Jeder Augen-Blick ist ein gewähltes Spiegelbild.

Dieses vor Monaten aufblitzende Bild der unendlichen Spiegelungen ist ein Erkenntnisgefäß, in dem ich als erfahrende Simone alle Erlebnisse, Erscheinungen und Verwirrungen bergen kann. Diese unendlichen Spiegelungen umfassen alle Krankheiten, alle Schmerzen, alle wunderbaren Erfahrungen von Liebe, alle Erlebnisse von Dualität und Einheit. Sie umfassen die Reiche Gottes und die Reiche des Teufels, die Existenzen Jeshuas, Mohammeds und Buddhas genauso wie die der Atheisten, Agnostikerinnen und Nihilisten.

Alles, was erscheint, entspringt dem Nichts und kehrt auch wieder dorthin zurück. Das einzig Beständige ist das Nichts, das vorübergehend als Alles erscheint. Das Nichts ist nicht gegenständlich zu sehen, die oben beschriebene bildhafte Erkenntnis ist loszulassen. Sie ist nichts weiter als eine Bezeichnung, als eine Spiegelung in der unendliche Reihe, die es nicht gibt.

“Ich” erlebe “mich” als etwas auf “mich” Schauendes und über “mich” Sprechendes, als etwas Weises und Wissendes, das viele Drehbücher kennt. Mal höre ich “mich” daraus vorlesen, mal erlebe “ich” mich darin agierend. – Schwer zu beschreiben. Viele andere formulieren in ihren Worten ähnliches. Wir spielen uns unsere Bezeichnungen zu, finden in ihrer Vielfalt eine Bestätigung des Unfassbaren. Kein Gefäß taugt für unsere Essenz, doch in jedem Gefäß leuchtet sie auf. Wir sind es, die von Form zu Form anders erscheinen, um uns selbst zu demonstrieren, was wir wirklich sind.

In der konkreten Erfahrung ist das hier Angerissene mühelos und leicht anzuschauen. So auch in der spontanen lyrischen Beschreibung. Erst in der verstandesmäßigen Darlegung mit begrenzten Begriffen wird es schwerfällig und mühsam. Zeit und Raum erfordern eine lineare Anordnung, ein Nacheinander der Gedanken und Erfahrungen. So sehr ich mich um logische Nachvollziehbarkeit bemühe, widerspricht ein Satz dem nächsten.

Soll ich nun keine Sätze mehr sprechen, keine Coachings mehr geben, mich nicht mehr streiten oder meiner Sexualität entsagen? Dem Leid zynisch begegnen, weil es das ja überhaupt nicht gibt? Mich nicht auf Beziehungen einlassen, weil es uns alle nicht gibt? Genau das meint Erleuchtung nicht. Schaue ich, wohin mich meine Erfahrungen und Erlebnisse lenken, so geht es um die kontinuierliche Ausdehnung der Erleuchtung auf alle erfahrbaren Zustände unseres Daseins.

Der kosmische Orgasmus, der Bettler am Straßenrand, die kristalline Maximalkörpererfahrung, die versäumte Steuerklärung, die weiche Ewigkeit, der wegzubringende Müll, die sanfte Liebe Jeshuas, der abgestorbene Lorbeerbaum im Garten, das unbändige Lachen, die fassunglose Trauer etc. – das alles und alles weitere sind nichts als mögliche Zustände einer sich selbst erfahrenden Quelle. Jeder dieser Zustände ist Sein, ist eine Spiegelung aus der unendlichen Bilderreihe. Da tauchen Kuthumi und Elfen, Sophia und St. Germain genauso auf wie der Schneider, der meine Hose kürzt statt sie zu verlängern, und die über mein versehentliches Vordrängeln erboste Frau auf dem Öko-Markt.

Zwischen den beiden Spiegeln erscheint eine unendlich illustre Welt, die jedem das Seine schenkt. Da ist das Geschenk genauo Gnade wie die Erfahrung des Dahinterschauens. Wer schaut? Auch mit dieser rhetorischen Frage könnte ich alle hier vorgebrachten Gedanken zusammenfassen.

Ich begreife Erleuchtung zunehmend als die Fähigkeit oder besser: die Bereitschaft, sich auf jeden Moment vollständig einzulassen, während er gleichzeitig losgelassen wird. Es bedeutet, sich selbst als eine augenblicklich manifestierte Spielart des Einen zu sehen, ohne deshalb auf Bezogenheit, Tiefe und Ernsthaftigkeit der jeweiligen Erfahrung zu verzichten. Es bedeutet permanente Achtsamkeit für die inneren Abläufe. Jeder alltägliche (Interaktions-) Schritt will im Neuen Bewusstsein gesehen werden, dass er nichts ist als eine vorübergehende Erscheinung und doch so wichtig dem Ganzen.

Oft gelingt mir diese Kunst, und sehr, sehr oft gelingt sie mir noch nicht. Ich erkenne darin meine Angst vor Kontrollverlust, Angst vor dem Unbekannten. Auch diese Angst ist nichts als eine Erscheinung der Spiegelbildreihe. Ich erleuchte diese Erfahrung der Angst, indem ich sie bedingungslos annehme, zugleich wissend, dass es eine illusionäre Selbsterfahrung ist. Es geht darum, um das Spiel zu wissen und es zugleich ernst zu nehmen. Es geht darum, das dem Tod anheim gegebene zu leben. Die Angst verschwindet aus der gewandelten Situation und kehrt wieder in die neu zu wandelnde Situation. Weder schneide ich die Angst noch meine Trauer über das Verschwinden der Welt aus meinem menschlichen Leben, sondern lebe sie als das, was sie sind, Spiegelungen meiner selbst.

Ich bin unzufrieden über meine hinterher hinkenden Worte, zweifle an der Verständlichkeit, ja an der Möglichkeit des Kommunizierbaren, wie viel leichter entsteht ein zierliches Gedicht. Auch das ist eine Erfahrung, die um Erleuchtung bittet, die angenommen und losgelassen sein will. Dieses Annehmen und Loslassen entspricht dem Einatmen und Ausatmen. Während ich danach frage, was uns atmet, finde ich die Antwort in mir, einer sich beständig wandelnden Form für das Eine. Was ich auch bin von Moment zu Moment, immer nur finde ich das zu Suchende in mir. Ich bin es, wenn ich mit zerzausten Haaren und fleckiger Hose den Herd schrubbe. Ich bin es, wenn ich nicht verstehe, was du mir sagen willst. Ich bin es, wenn wir uns ohne Worte verstehen. Ich bin meine Antwort, so wie du deine Antwort bist, so wie wir eine Antwort auf das Eine sind, so wie wir alle nicht sind und doch sind, was wir sind.

Simone Meller
Foto: Henning Hraban Ramm/Pixelio

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Ohne Ego keine Einheit


Das Ego ist ein Geschenk

Das Ego ist ein Geschenk der Ewigkeit an das menschliche Leben. Es ermöglicht uns, einem ewigem Bewusstsein, eine Selbsterfahrung der evolutionären Art. Seit mehreren Jahren beobachte ich bei einer wachsenden Zahl von Personen die ganz natürliche Heimkehr von alten Inkarnationen. So als ob alle Filme aus früheren Leben in ein Regal einsortiert werden; unser Bewusstsein klärt und erweitert sich.

Manche Inkarnationen kehren eher beiläufig heim, z.B. wache ich nachts kurz auf, sage “Ah ja”, nehme mein altes Leben in mein Herz und schlafe weiter.

Andere Inkarnationen integrieren sich dramatischer über mehrere Tage oder Wochen. Sie bringen angenehme, aber auch schmerzliche Potenziale mit, verlangen nach intensiver Aufmerksamkeit und einen achtsamen Umgang, um karmische Wiederholungsschleifen rechtzeitig in Liebe zu transformieren. Ich habe bei mir und anderen beobachtet, dass diese  intensiveren Integrationen in einem stärkeren Zusammenhang mit dem hiesigen Seelenplan stehen. So fiel mir in den letzten Jahre bei einigen solcher Integrationsprozesse wie Schuppen von den Augen, warum die ersten 20 Jahre meines Lebens genau so und nicht anders verlaufen sind. Ich konnte jeden Millimeter aus ganzem Herzen bejahen.  Denn diese thematische Reinszenierung vor moderner Kulisse entsprach unbewältigten Themen aus anderen Leben, ermöglichte meiner Seele Reifung und Evolution.

Die Heimkehr von Inkarnationen wühlt auf, aber deine Identität bleibt

Weder nehme ich die Identität von heimgekehrten Inkarnationen an, noch ändere ich meinen Namen. Aber ich lasse zu, wie mich das Heimholen von Inkarnationen aufwühlt und mich selbst neu ordnen lässt. Auch so entsteht schrittweise Neues Bewusstsein. Die vorherigen Inkarnationen kamen immer dann rein, wenn ich gerade stark genug worden war, sowohl ihr Leid als auch ihre Kraft zu integrieren. Es war jedes Mal ein erschütterndes Erlebnis mit vielen wertvollen Erkenntnissen.

Zweimal erlebte ich bewusst, wie ich ein früheres Leben heimholte, während andere Menschen vor und nach dieser Integration in einem inspirierenden geistigen Kontakt zu genau diesem einstigen Lebewesen (heute also: Geistwesen) standen. Das hatte einerseits etwas Kurioses (nichts ist verrückter als unser menschliches Dasein), zum anderen fand ich es kurzzeitig ungerecht. Denn während die anderen einfach vom Allerbesten ihres gewählten geistigen Mentors profitierten, heizte mir der Schatten der heimkehrenden Lichtgestalt ordentlich ein. Ich hatte die Schattenseite dieser einstigen Person lieben zu lernen, während die anderen sich einfach nur von deren Sonnenseite wärmen ließen. Ganz abgesehen davon, dass es oft genug auch anders herum ist (ich profitiere von einem Geistwesen, dessen Inkarnation jemand anders heimzuholen hat[te]), war es genau dieses merkwürdige Stolpern, das mein Verständnis über Dualität, Non-Dualität und Einheit sowie über individuelle und kollektive Transformation von Energie wesentlich vertiefte.

Seelen inkarnieren sich in kollektive,  irdische Aufgaben

Seelen tauchen mittels Inkarnationen in die irdischen Energien ein und transformieren diese so weit, wie sie während ihres Lebens kommen. Nach ihrem Tod bleiben die noch zu transformierenden Energien sozusagen als offene Aufgaben zurück, an deren Lösung sich die Seelen mittels weiterer Inkarnationen begeben können. Ich integriere also weder meinen noch den Schatten der heimkehrenden Inkarnationen, sondern transformiere niedrig schwingende kollektive Energie. (Zugleich bleibt es phänomenologisch betrachtet ich-hafte Schattenarbeit.) Einerseits ist das heute leichter als vor 2.000, 1.000 oder 100 Jahren, weil es mit jedem Inkarnationsbeitrag in der kollektiven Evolution voranging. Zugleich wird es auch immer schwerer, weil mit wachsender Schwingung neue Herausforderungen einhergehen.

So ist Jeshua einerseits ein zeitloses Beispiel für einen Menschen, der sich immer wieder neu zu bedingungsloser Liebe aufschwang. Sein Beispiel strahlt bis in die Gegenwart. Andererseits dienten viele seiner Reden mit ihren spezifischen Metaphern nur dem damaligen Christusbewusstsein und nicht unserem heutigen Bewusstseinszustand. Sie reichen nur noch schwach in die Gegenwart hinein. Deshalb können wir in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen zunehmend das Auftauchen von Texten beobachten, die das ursprünglich Gemeinte in eine neue, nämlich zeitgemäße Sprache gießen. Auch ich empfange Übersetzungen, die ich zumeist indirekt in meine Arbeit und meine Texte einfließen lasse. Doch geht es dabei weniger um Kosmetik, sondern um weiter gehende Schritte hinein in Neues Bewusstsein. Es gilt den Blick zu lösen von einem Christus, der uns erlöst, und zu erkennen, dass sich jeder nur selbst erlösen kann. So wie uns das Durchdringen der Opfer- und Täterspiele offenbart, dass wir niemanden außer uns selbst kreuzigen können. Dabei kann Jeshuas Wesen genauso inspirieren wie das weiter entwickelte Seelenhaus Sananda. Beide wurzeln in der einen Liebe, während Jeshua eher “hauchig” und Sananda eher “handfest” spricht. Zwischen beiden Energien liegt eben ein zurückgelegter Evolutionsweg an irdischer Transformationsarbeit.

Dualseelen, Überseelen, Seelengruppen als ordnende Hilfen

Auf der einen Seite sind Zeit und Raum Illusion, auf der anderen Seite ist die durch sie mögliche Ordnung wohltuend. Eine Zeit lang fand ich es erstaunlich, wie es bei einer Quelle von allem überhaupt möglich sein kann, von meiner und deiner Inkarnation zu sprechen. Dieses Thema bewegte mich in einigen meiner Beiträge über den Baum der Erkenntnis und Multidimensionalität. Ich vergewisserte mich in der geistigen Welt immer wieder über die “Zugehörigkeit” der verschiedenen Inkarnationen zu mir und anderen. Im Moment verstehe ich es so, dass diese Zuordnungen über die “Splitter der Einheit” ,  also unsere Seelen, möglich sind. Doch auch da erlebte ich Erstaunliches, wie Phänomene von Dualseelen, Überseelen und Seelengruppen (Teilkollektive). Zum Beispiel ist meine Seele die einstige Überseele von drei Dichterinkarnationen; und ich kenne mehrere lebende Personen, durch die gelegentlich ein gemeinsamer Geist spricht. Solche Erlebnisse weiten und differenzieren mein Bewusstsein, während zugleich neue Fragen aufgeworfen werden.

Da ich immer öfter erfahre, dass meine Erlebnisse irgendwann im Alles & Nichts enden, denke ich manchmal: Warum mache ich mir noch die Mühe all das auseinander zu klamüsern? Warum ist es wichtig, dass ich jener Halunke und diese Lichtgestalt war, aber nicht der Meister und die Hexe, die du einst warst? – Zum einen bleibt mir nur, meine Wahrnehmung anzunehmen (mein Wahres anzunehmen), zum anderen erfahre ich, dass bestimmte Differenzierungen spirituell erst dann verzichtbar werden, nachdem man sie vornehmen kann. Sie zu überspringen destabilisiert und führt tiefer in die Dualität. Außerdem scheint die Zuordnung in meins und deins mit etwas zusammenzuhängen, was ich salopp als spirituelle Arbeitsteilung bezeichnen möchte. Jeder transformiert sein Päckchen, und alle profitieren davon.

Die Ausdehnung des Ichs von pathologischen Prozessen wie Psychosen unterscheiden

In einem erweiterten Bewusstseinszustand kann ich ganz bewusst an diesem Profit teilhaben. In solchen Momenten “isst” nicht mehr das Pferd die Katze (meine eigenen Aspekte heimholen), sondern die Katze das Pferd (das “Fremde” heimholen). Ich erfahre, dass es niemals um die Abstreifung eines Egos gehen kann, sondern nur um die Ausdehnung eines Ichs, in dem dann Platz für die ganze Welt ist. Dieses Erleben kommt in einigen meiner Texte durch Formulierungen “Ich bin Licht”, “Ich bin Gott”, “Ich bin du”, “Ich bin Alles und Nichts”, “Kosmischer Orgasmus”, “kristalline Maximalkörpererfahrung” etc. zum Ausdruck. Je bewusster ich werde, desto überzeugter bin ich: Ohne Ego keine Einheit. Entscheidend ist allerdings der Zustand des Ichs.

Rein rhetorisch ist dies nicht von einem Psychotiker zu unterscheiden, der sich als Napoleon oder Gott bezeichnet. Wiederum sagte auch Jeshua, dass er das Licht der Welt, das Brot des Lebens, die Tür zur Seligkeit sei. Der Unterschied zwischen Erleuchtung und Wahnsinn ist nur im Kontakt fühlbar. Das Ich eines Menschen, der eine Psychose erleidet, ist eng, fragmentiert und von Angst zerfressen. Es ist diese Desintegration, die ihm die Orientierung in unserer konsensualen Welt so schwer macht.

Hingegen integriert sich alles, was ich über mein Herz hereinhole, harmonisch in mir. In dem Maße wie mein Herz größer wird, weite ich mich Tag für Tag. Ich bin nicht mehr das Kleinkind Simone, die Abiturientin Simone, die Psychologin Simone etc. Mein Selbst ist all das und all das, was ich fortlaufend von mir, dir und der Einheit erfahre. Nur mittels meines Ichs erfahre ich Einheit. Mein Bewusstsein erweitert sich und macht Platz für wunderbare Erfahrungen von kosmischer Liebe, in der es keine Unterschiede mehr zwischen dir und mir und unseren Inkarnationen gibt. Es ist weich, ewig und still. Ich bin das alles und zugleich nichts. Einfach herrlich. Irgendwann entfaltet sich dann wieder die Dualität, so dass ich mich unterschieden von einem Geistwesen wahrnehmen kann, das mich sanft zurück zu meinen nächsten Spielzügen auf der Erde begleitet. Ich sehe die Welt, und manchmal breche ich dann in lautes Lachen aus. Mich vor Lachen zu schütteln, erleichtert mir die “Rückkehr” in den Körper. Unglaublich hier zu sein.

Dem Leben unter deinem Namen vertrauen

Ebenfalls unglaublich ist die Existenz meines Taufscheins. Nicht nur, weil ich mit 13 Jahren die Konfirmation verweigerte und aus der evangelischen Kirche austrat, sondern weil ich in den letzten Jahren so viel aussortiert habe, dass sein Überleben einem Wunder gleichkommt. Jedenfalls steht auf dem Deckblatt dieses geschrieben:

Fürchte dich nicht, ich habe dich erlöst, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein. – Jesaja 43,1

Ich brauchte über 20 Jahre Abstand zur kirchlichen Glaubenslehre und ein gewachsenes Selbstverständnis als transkonfesionelle Mystikerin, um in diesem Zitat meine Gedanken wiederzufinden. Denn in meinem Herzen übersetzt sich das Zitat wie folgt:

Ich vertraue der Liebe hinter dem illusionären Spiel. Ich erlöse mich selbst durch wachsendes Einheitsbewusstsein. Ich lebe mein Leben unter dem Namen der Seele, mit der ich mich scheinbar aus der Einheit, der wir alle angehören, löste. Ich kehre heim.

Text: Simone Meller | Foto: Pixelio, Rainer Sturm
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Weiterführende Texte:

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Der kosmische Orgasmus


Der kosmische Orgasmus ist das Auseinanderfallen von Null-Polarität in Dualität und Ineinanderfallen von Dualität in Einheit – und zwar zu ein und demselben Zeitpunkt. Er ist das Entstehen und Zerfallen der Kugel. Es gibt keine Zeit. Es ist Alles und Nichts in seiner wundervollsten Durchdringung. Die Schöpfung dringt in das Leben ein, das sie jauchzend empfängt. Zugleich sinkt das Leben in den Nullpunkt zurück, der es mit einem tiefen Seufzer vollständig aufnimmt. Alles, aber wirklich alles durchdringt und empfängt sich gegenseitig und gleichzeitig. Es gibt keine Zeit. Alles und Nichts ist Ewigkeit.

Simone Meller

Ähnlich und lyrisch: Von der Entfaltung zur Einfaltung

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