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Hetze erinnert an innere Weisheit


Wenn ich mich gehetzt fühle, so liegt das immer daran, dass ich gerade etwas anderes tue, als ich tun sollte. Das “sollte” bezieht sich dabei nicht auf eine äußere Norm. Vielmehr gibt es in mir eine weise Führung, die alles Notwendige in spielerischer Leichtigkeit zu realisieren weiß – wenn ich ihr folge.

Wenn ich mich gehetzt fühlte, so ist das also immer ein Zeichen dafür, dass ich mich dieser inneren Führung gerade widersetze. Ich stelle ein scheinbares Müssen (“Aber ich muss doch jetzt diese Aufgabe erledigen!”) über das mögliche Sollen (“Jetzt will diese Aufgabe erledigt werden…”). Dabei ist beides nur ein “Können”. Zwei Varianten meines Seins, zwischen denen ich auch und gerade bei der Arbeit wählen darf.

Auch wenn du angestellt bist, einen Chef und eine volle Agenda hast, kannst du JETZT still werden. Setze deinen Fokus auf dein Herz, die bedingungslose Liebe, deinen Atem etc. und erlausche, was jetzt wirklich dran ist. Tue es sofort und beobachte, was geschieht. Und wenn du dann wissen willst, was als nächstes zu tun ist, wirst du wieder still und lauschst nach innen, wo es auch für dich einen weisen Plan gibt. Und wenn du nicht weißt, wie du etwaige Abänderungen deinem Vorgesetzen oder Kunden erklären sollst, dann werde still und lausche deinem inneren Vorschlag. Für alles gibt es eine Antwort in dir. Diese Antworten stetig zu empfangen und durch dein Handeln fortlaufend zu realisieren, das nenne ich Selbstverwirklichung.

Sollte dir die Wahrnehmung und/oder das Befolgen deiner inneren Führung Schwierigkeiten bereiten, unterstütze ich dich gerne in einem (Telefon-)Coaching oder – wenn ihr mehrere seid – auch bei einem Gruppencoaching in deiner Stadt.

Simone Meller

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Was Führungskräfte wirklich leisten


Führungskräfte werden durchschnittlich alle 7 Minuten (durch Telefonate, Fragen von Mitarbeiter/innen etc.) gestört und mit ihrer Arbeit aufgrund von Masse nie wirklich fertig. Wenn sie abends nach Hause fahren, gehen sie im Geiste die Dinge durch, die sie noch nicht erledigen konnten. Dabei entgleitet ihnen das, was sie tagsüber faktisch geschafft haben.

Es ist riskant, sich auf das “Nicht” zu fokussieren, während das “Geschaffte” durch das Netz der Erinnerung fällt. Denn auf diese Weise bahnt man Insuffizienzgefühlen, Zweifeln an der eigenen Kompetenz und anderen Energieräubern den Weg. Häufig gestehen sich auf Perfektion bedachte Führungskräfte dieses negative Selbsterleben nicht ein, so dass es unbewusst antreibend wirkt und im Bewusstsein nur als “Druck” ankommt (s. Von der Maßlosigkeit zur Angemessenheit).

Mögliche Folgen sind Reizbarkeit, Schlafstörungen, Vernachlässigung von Hobbies, übermäßiges Arbeiten, zunehmende Flüchtigkeitsfehler, Konzentrations- und Arbeitsstörungen etc.. Schnell schaukelt sich das in einer Spirale bis zum Burnout hoch, das dann letztlich zu der Ruhe zwingt, die bereits jeden Abend auf der Heimfahrt oder, besser noch, bereits am Tage hätte sein dürfen. Auch Führungskräfte sind Menschen mit Grenzen. Einige Punkte auf der täglichen Aufgabenliste können abgehakt werden, andere nicht.

Allen, die sich abends ihr Soll vorhalten, empfehle ich eine banale Haben-Liste, auf der das Erledigte vermerkt wird UND das Unvorhergesehene, das ebenfalls geleistet wurde. Ganz abgesehen von diesem Leistungskatalog rate ich Führungskräften, sich bewusst zu machen, dass ihr größter Beitrag darin besteht, sich auf ihre persönliche Art und Weise in das Unternehmen einzubringen. Es hat einen Sinn, dass sie auf den Posten sitzen und nicht andere. Ihre Handschrift ist gefragt. Diese jeden Tag neu zu erbringen – bei all dem Wahnsinn, der in den letzten Jahren durch die Großunternehmen tobt und auch die KMU nicht unberührt lässt – das ist die wahre Leistung.

Es ist diese Leistung, die in meinen Augen bloßes Management von ernsthaftem Leadership unterscheidet. Sie taucht in keiner Balanced Score Card auf, obwohl sie langfristig und entscheidend auf die Bilanz eines Unternehmens wirkt. Sie ist das, was man im Business-Slang auch “Bewusstseinsfaktor” nennen könnte. Ginge es nur um die Funktion, so wäre jede Führungskraft jederzeit austauschbar. Doch gefragt ist eben auch ihr Sein, das über das Managen von Aufgaben hinaus auf Mitarbeiter, Kolleginnen, Kunden und in Feedbackschleifen zum nächst höheren Vorgesetzten wirkt.

So wie sich die Atmosphäre einer U-Bahn von Station zu Station beim Ein- und Aussteigen der verschiedenen Leute verändert, wandelt sich der Geist eines Unternehmens durch die ihm angehörenden Menschen über ihre bloße Aufgabenerfüllung hinaus. Ob man es nun als Seele oder Bewusstsein eines Unternehmens bezeichnet, ist mir mir weniger wichtig als die Sensibilisierung für den Unterschied, ob DU oder jemand anders den Job macht.

Wie im Privaten beginnt Selbstverwirklichung im Business ebenfalls im Kleinen. Von der Gestaltung der Meetings, der Organisation von Projekten, dem Umgang mit Personalmangel und unhaltbaren Zielvereinbarungen bis hin zu  Schritten mehr oder weniger erfolgreicher Umstrukturierungen. In der Rückverbindung an die eigenen wahren Werte und deren mutiger Verfolgung im unternehmerischen Alltag geschehen Dinge, die die To-Do-Liste übersteigen, ohne dass diese nun unwichtig geworden wäre. Nur sollte in all der Geschäftigkeit (übrigens: ist diese wirklich immer produktiv?) nicht der eigentliche Herzensbeitrag zu einer sich wandelnden Wirtschaft untergehen. Nicht immer ist der Beitrag sofort und für alle sichtbar, doch er entfaltet augenblicklich seine Wirkung, wie ein Same, der in die Erde gesetzt wurde.

Mein Business-Coaching bewegt sich genau in diesem scheinbaren Spagat zwischen Leistungserbringung und Bewusstseinswandel. Beides bleibt nur solange ein Widerspruch, wie der Glaubenssatz gepflegt wird, das eine sei mit dem anderen unvereinbar. Dabei kommt beides in einer Person zur Deckung, die sich traut, ihr wahres Sein in das Unternehmen einzubringen und dadurch in Leichtigkeit Prozesse verändern kann, die vorher mit Meißeln nicht zu durchdringen waren. Sehr viele Menschen gehen diesen Weg bereits, und täglich werden es mehr.

Simone Meller

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Das Antlitz der Wirtschaft verändert sich


Für viele Menschen ist Business noch eine Art Parallelwelt, in der sie glauben, anders als sie selbst sein zu müssen. Eigentlich kann das niemand wirklich wollen. Denn wenn wir nicht das sind, was wir sind, stehen wir nicht in unserer vollen Kraft. Und welches Unternehmen wünscht sich nicht die volle Kraft seiner Mitarbeiter/innen? Es bedarf lediglich des Mutes, sich der durch Wahrhaftigkeit entstehenden kreativen Spannung zu stellen, und des Vertrauens, dass solche Prozesse durch Liebe getragen zum Wohle aller enden. Das ist der Kern meiner unternehmensberaterischen Arbeit, die ich sowohl an der Spitze von Organsationen als auch an deren Basis anbiete.

Wir erleben den Wandel einer Welt, in der immer öfter das Herz führt und der Verstand dient. Dies führt nicht zur völligen Auflösung von Strukturen, wohl aber zu deren Transformation auf zeitgemäße Schwingungsniveaus. Denken wird transrational und macht Platz für Kreativität und freudigen Erfolg, wie sie einer fortlaufenden Bewusstseinserweiterung entspringen. Kritik und Skepsis dürfen weiterhin sein, sind als Entwicklungsstimulanzien sogar ausdrücklich willkommen. Die Führung des Herzens meint keinesfalls die Ignoranz von Kopf und Bauch, sondern integriert deren Impulse harmonisch in ein neues Bewusstsein. Aus diesem erweiterten Bewusstsein können wichtige Geschäftsentscheidungen und betriebliche Prozessoptimierungen in Leichtkeit vollzogen werden, während sie zugleich an Sinn und Innovation gewinnen.

Eine Wirtschaft, in der es möglich geworden ist, auf einer bunt gemischten Wirtschaftstagung und anderen Kongressen Erfolg aus ganzheitlicher Sicht zu beleuchten, hat ihr Antlitz verändert. Es ist möglich, öffentlich über Liebe, Tod und Selbstverwirklichung zu sprechen. Es ist möglich, über die neue Balance von femininer und maskuliner Energie  und kosmische Gesetze wie Polarität und Resonanz zu sprechen. Lasst es uns so oft wie möglich tun! Wir erfahren, wie sich wirtschaftliches Handeln von Innen heraus erneuert, indem wir mit Beispielen vorangehen. Das Antlitz der Wirtschaft verändert sich auch weiterhin nur durch Menschen, die sich ein Herz fassen und ihre  beruflichen Verstecke verlassen. Sie verändert es durch lebensfrohe Vorreiter/innen, die sich wahrhaftig und liebevoll in Unternehmen einbringen. Wir verändern die Wirtschaft, indem wir die Veränderung sind.

Simone Meller

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