Posted on 21 Januar 2011.
in der erbarmungslosen härte brauche ich einen barmherzigen gott
im weichen fluss des seins genügt mir eine stille natürlichkeit
wie gut dass sich alles seiende harmonisch entspricht
simone meller
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Posted on 07 Januar 2011.
wir fanden einen pfad und gingen ihn immer weiter
je weiter wir kamen desto mehr kehrten wir heim
um als liebende geliebte nahbar mit denen zu sein
die uns fern ihrer welt hatten entschwinden sehen
∞
daheim in der einen welt umschlängeln wir die erde
zu umarmen die schmerzen neu mit ihnen zu sein
wir kehrten heim zum fühlen doch nicht zum leiden
wir sind zum lösen doch nicht zum retten bereit
∞
von herzen gern lachen und weinen wir mit denen
die an ihren orten neue wege zu zeichnen beginnen
wir achten und ehren auch jene im dunklen gewand
wie unendlich schön ihr mut ihre hingabe ans spiel
∞
ein nichts in dieser welt das nicht in ordnung wäre
alles aber auch wirklich alles der einen liebe wert
zur gewissheit geronnene erfahrung ist das eine
das andere: es zu üben täglich neu bleibt auch uns
∞
-simone meller
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Posted on 02 Januar 2011.
DAS BLOSSE WOLLEN EINER GROSSEN GÜTE
ist ganz gewiß ein hohes Menschentrachten.
Doch es erhebt sich erst zur vollen Blüte,
wenn Gnaden eines seherisch Erwachten
den Kosmos nachtentleitetem Gemüte
als Geisterkunstwerk zum Bewusstsein brachten.
Dann wächst aus Riesenschöpfungsüberblicken,
aus Aufschau zu verborgnen Bildnersphären,
aus Selbstmiteinbezug in deren Stufen -
ein Mitgefühl mit dieser Welt Geschicken,
das mehr als dunkle Herzenstriebe nähren,
das höchste Götter mit ans Werk berufen.
Christian Morgenstern
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