Posted on 25 Dezember 2010. Tags: Abenteuer, Abhängigkeit, Angst, Ausdehnung, Bedürfnis, Begegnung, Besetzung, Bewusstsein, Beziehung, bleiben, Burnout, Clearing, Co-Abhängigkeit, Demokratie, Distanz, Dunkelheit, emotional, Energie, Energiesauger, Erwachsene, Feiern, Freiheit, Freiwilligkeit, Fremdenergie, Fremdheit, Fülle, Geschenk, Hamburg, Helfersyndrom, Herz, Innigkeit, Kind, Klarheit, Kontakt, Kraft, Leid, Liebe, Menschenwürde, Mitgefühl, Mut, Mutter, Nähe, narzisstischer Missbrauch, Opfer, Persönlichkeit, reich, Resonanz, Schatten, Schönheit, Schutz, schwingen, Sein, Symbiose, Überforderung, Überverantwortung, Unterscheidung, Vater, Verantwortung, Verausgabung, Vereinigung, Wachstum, Wahrnehmung, Weite, Welt, wild, Zusammenfassung

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1 Verantwortung in Freiheit
Mit einem geklärten Herzen kann ich mich intensiv auf Begegnungen einlassen, ohne mich in dir zu verlieren. Ich lasse den Wechsel von Nähe und Distanz zu, ohne dabei in emotionale Bedrängnis zu geraten. Ich suche in dir nicht mehr Mutter und Vater und stehe auch dir für solche Rollenzuweisungen nicht zur Verfügung (s. “Das ist doch völliger Quatsch” oder: Wege zum Frieden). Du und ich, wir sind nicht mehr abhängiges Kind, sondern mündige, freie Erwachsene. Wir sind frei, wir selbst zu sein und die Verantwortung dafür zu tragen. Unter einem mündigen, freien Erwachsenen verstehe ich eine in demokratischen Verhältnissen lebende volljährige Person, die körperlich und geistig in der Lage ist für ihr menschenwürdiges Dasein zu sorgen.
2 Mitfühlen und bei sich bleiben
Mit einem geklärten Herzen resoniere ich klärend auf das Leid der Welt. Ich lasse mich nicht in die Verantwortung für deine emotionalen Schmerzen ziehen (typische Phänomene dafür wären: Überforderung, Überverantwortung, Co-Abhängigkeit, Helfersyndrom, Angst vor Energiesaugern, Probleme mit Fremdenergie, Besetzungen, Verausgabung, Burnout, narzisstischer Missbrauch etc.). Ich fühle zwar mit dir und achte deine Bedürfnisse, aber ohne in die Verantwortung ihrer Erfüllung zu gehen, indem ich bestimmte Dinge für dich (nicht mehr) sage oder tue. Ich dulde nicht die Auslagerung deiner Kraft bei mir, sondern begleite dich (sofern es dein Wunsch ist) beim Kommen in deine Kraft (Selbstklärung/Clearing). So werde ich dir und mir gerecht. Ich bin bei dir und bleibe bei mir.
3 Von der Symbiose zur Vereinigung
Mit einem geklärten Herzen kann ich Energien und Menschen begegnen, von denen ich mich früher aus Selbstschutz abgrenzen musste. Ich bin ihnen gewachsen. Die Gefahr von gestern ist der Reichtum von heute. Es dient meinem Wachstum, dir zu begegnen, wie du bist. Der (neu) gelingende Kontakt mit dir bereichert mich, weil sich dort das Wort des freien Herzens erfüllt. Es ist ein inniger Moment, in dem sich das vereinigen darf, was sich zuvor in das Unterscheidbare hatte trennen müssen. Der Symbiose mutig entwachsen feiern wir schrittweise die Vereinigung der Herzen in dem einen Herz.
4 Freiwillig miteinander schwingen
Mit einem geklärten Herzen entfessle ich meine Beziehungen und lasse ihre wilde Schönheit frei. Warum? Weil ich sein darf. Weil Raum entsteht für dein Sein, du darfst eben mehr sein als eine rücksichtsvolle Kompensation meiner Persönlichkeitsstruktur, nämlich du selbst! Weil ich dich von mir unterscheiden und deine Sicht auf die Welt zunehmend unverzerrt wahrnehmen kann. Weil ich mit dir schwingen kann, ohne meine Schwingung zu verlieren. Weil das, was ich für dich sage und tue, kein Opfer mehr ist, sondern ein Geschenk! Mein Wunsch mit dir zu sein, wird nicht mehr von unbewusster Abhängigkeit getragen, sondern von bewusster Freiwilligkeit. Ich will dich nicht mehr verändern. Da ich mich liebe, wie ich bin, kann ich deine Liebe annehmen und dich lieben, wie du bist.
5 Ausdehnung in die Fremde und erneute Klärung
Mit einem geklärten Herzen lasse ich mich ein auf das Abenteuer unbekannten Wachstums. Es wartet dort auf mich, wo ich ausziehe, um Anstoß zu nehmen an der Welt. Wo mir unangenehme Empfindungen zu schaffen machen. In der Ausweitung meines Seins in die Fremde hinein, da bekomme ich es mit mir selbst zu tun! Das sind die neuen, dunklen Flecken meines sich ausdehnenden Herzens. Über meine Emotionen drängen sie zur rechten Zeit in mein Bewusstsein. In der Verantwortung für diese meine dunklen Flecken klage ich deren Klärung nicht bei dir ein, sondern treibe sie in mir voran. Bis ich der Welt erneut geklärten Herzens begegnen kann.
Text & Bild: Simone Meller
Posted in Ansichten, Klartext
Posted on 29 Oktober 2010. Tags: Angst, Frau, Freiheit, Heilen, Innen, Kind, Klarheit, Korrektur, Liebe, Loslassen, Macht, Mangel, Mann, narzisstischer Missbrauch, Ohnmacht, Symbiose, Verwirrung
Heute kein Machtmissbrauch ohne Symbiose.
Keine Symbiose ohne Ohnmacht.
Keine Ohnmacht ohne einst misslungene Symbiose.
Misslungene Symbiose ist Einladung zur Selbstheilung.
Heilung ist harmonische Korrektur des Zusammenspiels
von innerem Kind, innerer Frau und innerem Mann.
An die Stelle von Verwirrung tritt Klarheit.
Wo Angst herrschte, führt Liebe.
An die Stelle von Symbiose tritt Freiheit.
Ein heiler Mensch lässt frei.
Denn indem er seine Freiheit liebt,
liebt er auch die seines Gegenübers.
Simone Meller
Posted in Klartext
Posted on 18 Juni 2010. Tags: Buddha, Christ, extrem, Fühlen, Fülle, Glauben, Gnade, Greuel, Herz, Himmel, Hölle, Inquisition, Jeshua, Jesus Christus, Leere, Lehre, Liebe, Märtyrertum, Menschenspiel, Mitgefühl, Mut, Mystik, narzisstischer Missbrauch, Nihilismus, Ping Pong, Schatten, sexueller Missbrauch, Wahrheit
Wenn der Zen-Schüler
mit der Kettensäge kommt
und der Christ
den Weichspüler holt
dann will ich rufen:
Jesus! Buddha!
Kommt herbei!
Tanzt mit uns
bis sich die Lehre leert
und wir atemlos FÜHLEN
dass Extreme die Hölle
und Vereinigung der Himmel
auf Erden sind
Keine Liebe
will den Nihilismus
im abgeholzten Wald
Kein Mitgefühl
will das Märtyrertum
des konturlosen Herz
Vorbei die Zeit
der Inquisition
Kein Scheiterhaufen
folgt meiner Impertinenz
doch vielleicht Entrüstung
wenn ich sage dass
Greuel subtile Formen
tragen kann und
Missbrauch nicht nur
sexueller Art ist
All diese Spiele dauern an
bis auch der letzte erkannt hat
dass man Schatten nicht töten
nicht abschneiden nicht ignorieren
nicht aufweichen nicht verleugnen
sondern nur mutig lieben kann
Jenseits von
Kettensäge und Weichspüler
gibt es einen Weg der Wahrhaftigkeit
Er beginnt in dir und mir
wenn wir leben was wir sind
anstatt zu scheinen
wie wir GLAUBEN zu sollen
Wenn wir die Lehren leerten
und mit Erfahrung füllten
entdecken wir ein
christliche Alles im
buddhistischen Nichts
und vice versa
Doch weder holzten wir ab
noch spülten wir weich
sondern blieben verwurzelt
in der Gnade des irdischen Lebens
Simone Meller
Posted in Lyrik
Posted on 01 Juni 2010. Tags: Abhängigkeit, Aspekte, Bedürfnis, Berater, Dualität, Geist, Geistwesen, Größe, Helfersyndrom, Herz, Hilfs-Ich, Idealisierung, Lebensberatung, Licht, Mut, narzisstischer Missbrauch, Psychotherapeutin, Reifung, Schatten, Sein, Selbstbewusstsein, Sinn, Überheblichkeit, Wachstum
Wenn du einen Berater hast, der in idealisierender Weise von einstigen Lichtgestalten (z.B. Jeshua, Mutter Theresa etc.) oder seinen spirituellen Lehrern spricht, so wird er dich brauchen, als jemand der ihn braucht und idealisiert (narzisstischer Missbrauch/Helfersyndrom). In dieser Rollenzuteilung als Hilfs-Ich der Beraterin wirst du deine wahre Größe nicht erfahren können, wohl aber irgendwann das Bedürfnis spüren, wachsen zu dürfen. Du darfst. Fass dir ein Herz und sprich mutig an, was du fühlst. Vielleicht könnt Ihr beide in diesem Moment wachsen oder nur du. Doch selbst dann kannst du aufstehen und gehen. Du wechselst in einen Raum, in dem es mehr Platz gibt für deine wahre Größe als im Schatten deines Beraters.
Alles darf sein. Es gibt keinen Grund dich über deine Beraterin zu erheben oder deinen neuen Berater zu idealisieren. Jeder darf in seiner dualen Welt schalten und walten, wie er mag. Doch lasse dich auch nicht mehr missbrauchen und erniedrigen. ALLE Aspekte des Seins (wovon du einer bist) begegnen sich auf Augenhöhe. Wenn du dich klein fühlst oder aufblähst, so deshalb, weil du nicht zu deiner ganzen Größe stehst. Nimmst du das wahr, so erinnere dich an deine wahre Größe und stehe zu dir selbst. Du bist dein größtes Geschenk. Auch wenn es Momente auf deinem Weg gibt, in denen dir das niemand bestätigen kann. Das sind genau die Momente, in denen du über dich hinaus wächst und den tieferen Sinn der Situation entdeckst.
Simone Meller
Posted in Klartext