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Sinn und Spiritualität in transpersonaler Psychotherapie


Grundsätzlich ist Psychotherapie ein neutraler, wohlwollender Ort. Unabhängig davon, ob und was du glaubst, ob du einer Religionsgemeinschaft angehörst, dich als Atheistin oder freier Spiritueller bezeichnest, in der (transpersonalen) Psychotherapie bist du willkommen, so wie du gerade bist. Du bestimmst die Themen, das Tempo, den Rhythmus unserer Arbeit.

Ich stelle mich auf dich ein und erarbeite mit dir prozessorientiert deine nächsten Entwicklungsschritte. Mir ist es gleich, was du denkst und glaubst. Ich stehe dir dort  mit meinen Impulsen zur Verfügung, wo Zweifel, Schmerz und Leid auf  Unstimmigkeiten in deinem Leben verweisen.

Dein Weg ist einzigartig und verdient maßgeschneiderte Unterstützung

In meiner auf Herzensgesprächen basierenden Psychotherapie ist Platz für seelische (Gewissens-)Konflikte innerhalb von Glaubenssystems oder religiöser Institutionen. Auch biete ich bergenden Raum für existenzielle Verunsicherungen, wie sie durch transzendente Erfahrungen oder erschütternde Lebensereignisse entstehen können. Ob du auf der Suche nach Sinn und Halt bist oder deine spirituelle Praxis intensivierst, ich begleite dich gerne auf deinem individuellen Weg.

Auch mit folgenden Themen und Zuständen findest du bei mir Unterstützung und Hilfe zur Selbsthilfe:

  • Loslösung von einem spirituellen Lehrer und/oder einer spirituellen Gruppe
  • Probleme beim Wechsel oder Verlassen der Konfession
  • (plötzliches) Kundalini-Erwachen
  • Probleme mit Lichtkörpersymptomen
  • Krisen der schamanischen Initiation (Schamanenkrankheit)
  • psychische Öffnung für frühere Leben (Reinkarnation, Karmareinigung/-auflösung)
  • Probleme mit Sensitivität (Hochsensibilität, highly sensitive person) und unkontrollierter Medialität
  • Probleme nach Einweihungen und Manipulationen im Energiesystem
  • Besetzungen und Zustände von Besessenheit (negative Energie, Fremdenergie, Clearing)
  • Probleme im Verlauf einer Meditationspraxis
  • Verunsicherung durch bewusstseinserweiternde Erfahrungen

Selbst wenn man bislang keine Verbindung zur Spiritualität hatte, kann man durch extreme Lebensereignisse in eine spirituelle Krise geraten. Beispiele für solche Ereignisse sind:

  • Heilungserfahrungen
  • Nah-Tod-Erfahrungen
  • Erlebnisse von Geburt und Tod
  • starke sexuelle Erlebnisse
  • Unfälle
  • schwere Krankheiten
  • Traumata

Spirituelle Krisen verlangen nach behutsamen Wachstum

Spirituelle Krisen können sich u.a. durch körperliche Symptome (Herzenge, Bauchdruck, Schmerzen, Hitze-/Kältephänomene, Zittern, vegetative Beschwerden etc.) und psychische Symptome (Ängste, Depressionen, Halluzinationen, Ekstase, Schlaflosigkeit etc.) zeigen. Eine solche Krise verlangt nach Wachstum. Die Symptome verschwinden, wenn die erschütternde Erfahrung seelisch, körperlich und emotional verarbeitet und integriert werden konnte. Je nachdem, wie stark das Erlebnis und die dadurch hervorgerufene Destabilisierung war, kann das mehrere Stunden, Tage, Monate oder Jahre dauern. Der Lohn sind tiefe Erkenntnisse, neue Sinnzusammenhänge und ein Zuwachs an Liebe.

Zum spirituellen Wachstum (“spiritual emergence”) zählen also nicht nur transpersonale Erfahrungen (Ich-Auflösung), sondern vor allem auch personale Reifungsschritte (Ich-Stärke/-Grenzen entwickeln), die überhaupt erst die stimmige Integration des Erlebten in deine Persönlichkeit ermöglichen.  Es ist wichtig, dass du dich mit deinen Interpretationen und Erklärungen des Erfahrenen wohl und sicher fühlst (hermeneutische Herausforderung im spirituellen Wachstum). Ich forciere keine Entwicklung, sondern folge behutsam den Bewegungen deiner Seele, die uns weise  und liebevoll durch deinen Prozess leitet. Ich achte dein Tempo und deine Bedürfnisse. Auf diese Weise können akute spirituelle Krisen besänftigt und überfordernde Grenzerfahrungen vermieden werden.

Im spirituellen Notfall geht vorübergehend die Kontrollfähigkeit verloren

Bei einigen spirituellen Krisen sprechen wir auch von einem spirituellen Notfall (“spiritual emergency”), nämlich dann, wenn der betroffene Mensch von außergewöhnlichen Erfahrungen dermaßen überflutet wird, dass er seinem Kontrollbedürfnis nicht mehr gerecht werden kann oder sogar vorübergehend die Kontrollfähigkeit seiner selbst verliert, was mitunter zu psychotischen Zuständen führen kann. (Spirituelle) Lebensereignisse können mit einer solchen Intensität und Rasanz einhergehen, dass sämtliche Lebensbereiche (privat wie beruflich) heftigst erschüttert werden. Manchmal ist es auch so, dass Menschen auf der Suche nach sinnstiftenden (und transzendenten) Erfahrungen in etwas hineinrutschen, was ihre persönliche Entwicklung zunächst überfordert:

Viele Menschen sind in der heutigen Zeit auf der Suche nach Erfahrungen, die ihrem Leben Sinn und Bedeutung geben können und möchten die tieferen und verborgenen Bereiche ihres Daseins erkennen. Dabei treffen sie auf ein unübersehbares Angebot an esoterischen und spirituellen Praktiken und Lehrern und Lehrerinnen, die sie unterrichten. Irgendeine Person oder eine bestimmte Praxis ziehen einen besonders an, man läßt sich vertrauensvoll darauf ein, ohne übersehen zu können, wohin die “innere Reise” führt. Nicht selten werden dabei extreme und außergewöhnliche Erfahrungen gesucht. Solche Bewusstseinserfahrungen (die das Gewohnte und Bekannte übersteigen) können – vor allem, wenn sie den Praktizierenden unvorbereitet treffen – die Stabilität unserer Psyche auf eine enorme Probe stellen und für gewisse Zeit stark beeinträchtigen.
Maria-Anne Gallen

Doch was auch immer geschehen ist: Jede Erfahrung dient deiner Entwicklung, wenn du sie als Herausforderung begreifst. Jedes Symptom kann wieder verschwinden, wenn du dich dem stellst, worauf es verweist. (Transpersonale) Psychotherapie ist ein sicherer Ort, an dem du lernst, wie du dich selbst durch beständige Ausrichtung auf Liebe heilen kannst. Es bedarf dafür keiner Manipulation von außen, sondern eines geschützten Raumes, in dem die Liebe führen darf. Dafür stehe ich dir mit all meiner Erfahrung zur Verfügung – in meiner Hamburger Praxis und gerne auch am Telefon.

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Dies ist eine Unterseite meines Informationsangebots über Psychotherapie. Ich biete Heilungs- und Meditationsbegleitung am Telefon (überregional), wöchentliche Psychotherapie und Intensivtherapie (in Hamburg) sowie Krisenintervention bis hin zu 24-h-Begleitung in besonderen Notfallsituationen (vor Ort).

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Text: Simone Meller | Foto: Reinhard Grieger, Pixelio

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Geborgen in der Schwärze


Ich gebe mich den Ein- und Entfaltungen von Dualität hin, während ich zwischen diesen Erfahrungen vom Verschwinden der Welt weiterhin meine Büroarbeit erledige, Spaß habe und Konflikte austrage.

Der Unterschied zwischen der in Einheit eingefalteten Welt und der in Dualität entfalteten Welt wird zum Kunststück meiner Existenz im multidimensionalen Raum. Ich will meine irdische Entwicklung nicht überspringen, doch auch nicht mehr unter meinen Möglichkeiten leben. So bleibt ein schmaler Grat, auf dem zu balancieren nur unangestrengt Freude macht.

An den Seiten und hinter mir ist es schwarz. Schritt für Schritt balanciere ich auf einem Leuchtstreifen, der heim ins Licht führt. Jedes Streben nach Perfektion zerstört das Gleichgewicht und lässt mich erinnernd in das teuflisch belebte Schwarze taumeln. Jedesmal nehme ich das Schwarze in mein Herz und fühle Erlösung. Damit ist mein nächster Schritt nach vorn getan, an dessen Seite und dort, wo ich eben noch stand, wieder Schwärze auftaucht.

Es ist nicht das Bild eines Sisyphos, denn kein Schritt und keine beherzte Annahme des Schwarzen sind umsonst. Lichtbefreiung geschieht von Moment zu Moment. Es ist eher das Bild einer spirituellen Peristaltik, in der ich mich Stück für Stück nach vorne schiebe. Es gibt kein Zurück, ja, theoretisch schon, aber im Erleben dieser Peristaltik geht es nur nach vorn. Es erinnert von der Idee her an die Tunnelbilder von Menschen mit Nah-Tod-Erfahrungen, nur viel langsamer. Es ähnelt einem Geburtskanal, durch den ich mich selbst gebäre. War das Schwarze zeitweilig noch bedrohlich, so erlebe ich es jetzt als unbestechlichen Freund, der mir den Weg nach vorne weist. Rechts und links, oben und unten, hinter mir ist es schwarz, nur nach vorne geht es zum Licht – und mein Schwarzes reist mit.

Wenn ich mich erinnere, ist das Schwarze ein liebendes Geländer. Wenn ich vergesse, wird das Schwarze zum teuflisch vergoldeten Abgrund. Goethe ließ seinen Mephisto so zutreffend sagen: „Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft.“ – Ich lernte das Schwarze lieben, und es kehrte heim. Ich lernte das Schwarze noch mehr lieben, und noch mehr kehrte heim. Ich lernte auch die unerträgliche Schwärze lieben, und das Unerträgliche kehrt heim. So geht das seit Jahren, und so geht es weiter. Zwischendurch verschwindet alles in der Einheit, bis ich und meine Welt wieder ausgeschieden werden und uns geborgen in spiritueller Peristaltik weiter voran schieben.

Je öfter ich in bedingungsloser Liebe schwinge, desto deutlicher sticht mir der Unterschied ins Auge, wenn ich es nicht tue. Auf diese fühlende Weise wird jeder Tag zu einer Heimkehr in vielen, vielen kleinen Schritten, die all meinen Mut und all meine Demut erfordern. Denn nichts ist, wie es scheint. Doch so oft sich der Schleier von Zeit und Raum auch hebt, bleibt mir im Alltäglichen nur, sämtliche Erscheinungen zu leben, solange sie mir entgegen wehen. Dabei verfliegt die Zeit immer schneller, und ich werde immer langsamer. Wenn alles Illusion ist und es keinen Ausdruck mehr gibt für das Erleben, bleibt nur noch eines: Hingabe und dann Ergebung.

Simone Meller
Foto: Pixelio, Martina Taylor

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