Wir starben in Vernichtungslagern des nationalsozialistischen Deutschlands und kehrten zurück in das Nachkriegsdeutschland, um dabei zu sein, wie es besser wird. Noch einmal fing es schlimm an: im Kinderzimmer, im Kindergarten, in der Schule, in Cliquen, im Job… Diesmal überlebten wir und lern(t)en mutig ein neues Leben. Wir entdeck(t)en unsere Kraft, die auch andere beflügelt. Wir ruhen in einem Mitgefühl, das vor keinem Leid halt macht. Nach der Hölle auf Erden genießen wir es, Stück für Stück den Himmel auf die Erde zu holen. Es gibt eine Liebe, die Opfer und Täter befreit. Wir sind der lebende Beweis. Zugleich wissen wir demütig um unsere eigenen Taten, die wir ebenfalls in unsere Herzen nahmen und nehmen. Alles kehrt heim.
Siehe auch:
- Psychodynamische Wechselwirkung im Nationalsozialismus (Leseprobe aus Kapitel 3 meiner Diss)
- Soldat ich ehre dein tapferes Herz
- Hoffnung am Karfreitag
- Neues Bewusstsein zu Ostern 2010
- Für Jeshua
- Mein Filmtipp: Karma-Kino
- Dein Licht
Simone Meller

