Posted on 31 Dezember 2010.
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Posted on 09 Juni 2010.
Die Schreibblockaden während meiner Promotionszeit waren äußerst quälend, weil ich mich dabei so inkompent, versagend und ohnmächtig erlebte. Dennoch möchte ich im Nachhinein keine einzige dieser “Pestbeulen” missen, denn jede verwies auf eine mangelnde Kongruenz zwischen dem, was ich meinte schreiben zu müssen, und dem, was ich wirklich dachte.
Auch in der strengen Welt der Wissenschaft das schreiben zu lernen, was der Wahrheit meines Herzens entsprach, wurde zum Katalysator einer intensiven Persönlichkeitsentwicklung (s. Nachwort zu Fröhlich wandelnde Wissenschaft). Damit bin ich bei meinem ersten Tipp:
Dürfte ich nicht drei, sondern nur einen Tipp nennen, so wäre es der letzte. In liebender Ruhe liegt die Kraft, die Wandel schafft. In der Ruhe finden wir zurück in unsere Mitte, in unsere Liebe. Weder vermeiden wir die Auseinandersetzung mit der Schreibblockade noch versuchen wir, sie mit Gewalt zu brechen. Sie darf sein, und wir mit ihr – während wir schauen, was sie uns offenbaren möchte. Meine Erfahrung ist, dass in jeder Schreibblockade die Botschaft lag: “So, nicht, liebe Simone. Schreib dich frei. Folge auch und gerade hier der Wahrheit deines Herzens.”
So wünsche ich auch dir den Mut, dem Ruf deiner Schreibblockaden zu folgen: Komm, schreib dich frei!
Gerne unterstütze ich dich am Telefon.
Simone Meller | Foto: Oliver Haja/Pixelio.de
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Posted on 31 Mai 2010.
Größte Rückrufaktion aller Zeiten:
Die Quelle ruft sich selbst zurück.
Nicht aus Mangel oder Tadel,
sondern als Antwort auf die einstige Frage.
Simone Meller
P.S.: Passend zu diesem Thema gibt es eine bekannte Hymne
, die da heißt “It’s all coming back to me”. Jedenfalls wenn man zwischen “I” und “You” kein romantisches Drama, sondern ein spirituelles Epos aufgespannt sieht, äh, hört, das die gesamte Klaviatur von Seele, Geist, Projektion, Herz, Gott, Ego, Quelle, Dualität, Einheit, Alles-was-ist, Karma, Nichts, Inkarnation, Seins-Aspekte etc. etc. etc. bedient. Hier also die Hymne der Heimkehr:
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Posted on 26 Februar 2010.
Vor Jahren träumte ich, dass ich eine Katze essen sollte. Die Fellstückchen lagen auf dem Teller, doch ich konnte mich nicht überwinden. Die Traumszene wirkte völlig natürlich und keineswegs ekelerregend. Übrigens ernähre ich mich seit 20 Jahren vegetarisch.
Kurze Zeit später folgte ein weiterer Traum, in dem ich unter einem Tisch ein Pferd sehe, das unendlich zärtlich eine Katze verspeist. Ungläubig frage ich “Du isst sie??”. Voller Sanftmut nickt das Pferd. Total beeindruckt laufe ich los, um es meiner Mutter zu erzählen.
Mittlerweile lebe ich das, worauf diese Schlüssel-Träume symbolisch verwiesen. Alles, was mir unangenehm begegnet, nehme ich in mir auf und wandle es in Liebe. Zunächst waren es überwiegend meine eigenen Schattenanteile aus dieser und anderen Inkarnationen, später wurden es zunehmend schwere Energien von anderen Menschen und dem kollektiven Unterbewussten, die ich in mein Herz nahm. Es geschieht wie im Traum beschrieben “unter dem Tisch”, nämlich unsichtbar, hinter den Kulissen meines beruflichen und privaten Alltags. Es nimmt immer mehr Zeit ein, zugleich wird mein Leben täglich neu von Liebe geflutet.
Viele meiner Gedichte haben dieses Hineinnehmen ins Herz zum Thema. Die damit einhergehenden Dehnungen gleichen der einer Geburt – nur rückwärts. Deshalb laufe ich im zweiten Traum zu meiner Mutter. Das Pferd nimmt die Katze in sich auf. Ich nehme dieses Bild in mir auf und muss damit sofort zur Mutter, um von ihr damit aufgenommen zu werden. Die Mutter erscheint in diesem Traum als Symbol für den Ursprung des Leben sowie als Ort der Bergung und Transformation.
In vielen meiner Texte beziehe ich mich auf die Einheit, der wir entspringen, um uns selbst erfahren zu können. Diese Selbsterfahrung mündet in tausenden, abertausenden von Menschenspielen. Aus diesen Spielen heraus kehren wir in die Einheit zurück.
Menschliches Leben entspringt einem einzigen Punkt, der zugleich unenendlich groß ist, und kehrt genau dorthin zurück. Das ist der “Ort”, an dem wir Nichts und Alles sind.
Natürlich ist es kein “Ort”, aber als Mensch bleibt mir zur sachlichen Beschreibung nur duale Sprache. Lyrik kommt da etwas näher an das Eigentliche heran. Zwar entspringt sie dem Jauchzen, vermittelt aber nur einen Hauch von dem Erlebnis, “hinter/unter” der Seele und dem Geist-Licht-Reich das Nichts zu fühlen und in dieser stillsten aller Stillen zu spüren, wie Alles von hier seinen Ursprung nimmt. Denn nach einer “Weile” in dieser absoluten Stille spüre ich den Drang zu spielen, wieder vorwärts ins Leben geboren werden, durch das weiße Geist-Licht-Reich und das blauen Seelenmeer hindurch ins Leben zu streben und zu spielen.
Dieses Hin und Her zu spüren (also Hin zum Nullpunkt meines Seins und Her zum Leben), rührt und überwältigt mich. Das Ankommen im Nichts ist wie das Abschwellen einer wunderbaren Musik. Wieder mit offenem Herzen loszurennen gleicht dem Anschwellen der schönsten Musik, die man sich nur vorstellen kann. Es ist wie Bremsen, Stoppen, Gasgeben – unendlich lustvoll und nicht einmal ansatzweise in Worte zu fassen.
Simone Meller
Foto: Pixelio, Sonja Winzer
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