Posted on 27 August 2010. Tags: Herz, Loslassen, Multidimensionalität, Schmerz, Segen, Sein, Verkennung
Wir treffen uns dort, wo du mich nicht vermutest.
Du willst es nicht wissen, und das darf sein.
Du magst mich verkennen, und ich fühle den Schmerz.
Ich lasse mir von dir zeigen, wo ich zu Hause bin.
Dort ist auch Platz für dich. Mein Segen ruht sicher auf dir.
Streife ihn ab und geh’, wohin dein Herz dich führt.
Wisse: Ich lasse los und bin mit dir.
Simone Meller
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Posted on 28 Mai 2010. Tags: achtsam, Aspekte, bedingungslos, Begegnung, Bewusstseinserweiterung, Böse, Christusbewusstsein, Dualität, Dunkelheit, Ego, Einheit, Enttäuschung, Erkenntnis, Erlösung, Freiheit, Geist, göttlich, heim, Ich, Licht, Multidimensionalität, Neues Bewusstsein, Polarität, Prozess, Quelle, Schatten, Schöpfung, Sein, sinken, steigen, Teufel, Transzendenz, Verantwortung
Natürlich hat sich das Ich (“Ego”) zu transzendieren. Doch wer es abzustreifen versucht, bevor er Gott in sich und sich in Gott fand, wird enttäuscht suchen, während Gott in ihm und er in Gott ist.
Der bewusste Heimweg geht nur über das Ich. Das Ich regiert über sein Bewusstsein, das sich verschließen, stetig oder sprunghaft erweitern kann (s. Ohne Ego keine Einheit).
So vielfältig dir die geistige Welt auch erscheint, alle energetischen Phänomene sind Aspekte eines Seins, die sich begegnen, weil man mit einer Hand nicht klatschen kann. Auf dem Weg zur Einheit geht es weder darum, sich die bunte Dualität zu verbieten, noch sie zu halten. Bist du achtsam, kannst du ihr natürliches Steigen und Sinken wahrnehmen (s. Achtsamkeit für Stadien spirituellen Wachstums).
Doch was auch immer du im multidimensionalen Raum erlebst, immer bist du es, der deine Energien bewegt, und zwar durch das gesamte Spektrum der Polarität.
Ja, das hat seine unbequemen Seiten. Denn es bedeutet Verantwortung für Licht und Schatten zu übernehmen. Es bedeutet, in dir das Göttliche und das Teuflische zu finden. Der Teufel ist kein Feind Gottes. Beide sind zwei Seiten einer Medaille.
Wenn du bereit bist, in die dunkle Nacht deiner Seele einzutauchen, entdeckst du im tiefsten Punkt der Finsternis das Licht. Es ist die Begegnung mit dem Bösen in dir und das Durchschauen dieses Schöpfungsaspektes. Es ist die Erkenntnis, dass du dein Erlöser – dein Christus – bist. Es ist deine Heimkehr zur Quelle. Es ist ein Prozess, der jeden Tag ist. Es ist ein Prozess, der solange ist, bis du nicht mehr bist.
Simone Meller
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Posted on 28 Mai 2010. Tags: Balance, bedingungslos, Böse, Demut, Dualität, Einfaltung, Einheit, Entfaltung, Ergebung, Erlösung, Farben, Freude, Geborgenheit, Geburtskanal, Gute, heim, Herz, Hingabe, Johann W. v. Goethe, Licht, Lichtbefreiung, Lichttunnel, Liebe, Mephisto, Multidimensionalität, Mut, Nah-Tod-Erfahrung, Perfektionismus, Peristaltik, Raum, Schein, Schleier, Schwärze, Sisyphos, Spiritualität, Teufel, Tunnelbilder, Unterscheidung, Verschwinden, Welt, Zeit
Ich gebe mich den Ein- und Entfaltungen von Dualität hin, während ich zwischen diesen Erfahrungen vom Verschwinden der Welt weiterhin meine Büroarbeit erledige, Spaß habe und Konflikte austrage.
Der Unterschied zwischen der in Einheit eingefalteten Welt und der in Dualität entfalteten Welt wird zum Kunststück meiner Existenz im multidimensionalen Raum. Ich will meine irdische Entwicklung nicht überspringen, doch auch nicht mehr unter meinen Möglichkeiten leben. So bleibt ein schmaler Grat, auf dem zu balancieren nur unangestrengt Freude macht.
An den Seiten und hinter mir ist es schwarz. Schritt für Schritt balanciere ich auf einem Leuchtstreifen, der heim ins Licht führt. Jedes Streben nach Perfektion zerstört das Gleichgewicht und lässt mich erinnernd in das teuflisch belebte Schwarze taumeln. Jedesmal nehme ich das Schwarze in mein Herz und fühle Erlösung. Damit ist mein nächster Schritt nach vorn getan, an dessen Seite und dort, wo ich eben noch stand, wieder Schwärze auftaucht.
Es ist nicht das Bild eines Sisyphos, denn kein Schritt und keine beherzte Annahme des Schwarzen sind umsonst. Lichtbefreiung geschieht von Moment zu Moment. Es ist eher das Bild einer spirituellen Peristaltik, in der ich mich Stück für Stück nach vorne schiebe. Es gibt kein Zurück, ja, theoretisch schon, aber im Erleben dieser Peristaltik geht es nur nach vorn. Es erinnert von der Idee her an die Tunnelbilder von Menschen mit Nah-Tod-Erfahrungen, nur viel langsamer. Es ähnelt einem Geburtskanal, durch den ich mich selbst gebäre. War das Schwarze zeitweilig noch bedrohlich, so erlebe ich es jetzt als unbestechlichen Freund, der mir den Weg nach vorne weist. Rechts und links, oben und unten, hinter mir ist es schwarz, nur nach vorne geht es zum Licht – und mein Schwarzes reist mit.
Wenn ich mich erinnere, ist das Schwarze ein liebendes Geländer. Wenn ich vergesse, wird das Schwarze zum teuflisch vergoldeten Abgrund. Goethe ließ seinen Mephisto so zutreffend sagen: „Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft.“ – Ich lernte das Schwarze lieben, und es kehrte heim. Ich lernte das Schwarze noch mehr lieben, und noch mehr kehrte heim. Ich lernte auch die unerträgliche Schwärze lieben, und das Unerträgliche kehrt heim. So geht das seit Jahren, und so geht es weiter. Zwischendurch verschwindet alles in der Einheit, bis ich und meine Welt wieder ausgeschieden werden und uns geborgen in spiritueller Peristaltik weiter voran schieben.
Je öfter ich in bedingungsloser Liebe schwinge, desto deutlicher sticht mir der Unterschied ins Auge, wenn ich es nicht tue. Auf diese fühlende Weise wird jeder Tag zu einer Heimkehr in vielen, vielen kleinen Schritten, die all meinen Mut und all meine Demut erfordern. Denn nichts ist, wie es scheint. Doch so oft sich der Schleier von Zeit und Raum auch hebt, bleibt mir im Alltäglichen nur, sämtliche Erscheinungen zu leben, solange sie mir entgegen wehen. Dabei verfliegt die Zeit immer schneller, und ich werde immer langsamer. Wenn alles Illusion ist und es keinen Ausdruck mehr gibt für das Erleben, bleibt nur noch eines: Hingabe und dann Ergebung.
Simone Meller
Foto: Pixelio, Martina Taylor
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Posted on 19 April 2010. Tags: dynamisch, Erfahrung, Erkenntnis, erlebnisaktivierend, frontal, Führung, Herz, Körper, lebendig, Meinung, Methoden, Multidimensionalität, objektiv, Orientierung, persönlich, populärwissenschaftlich, Potenzial, rational, Rhetorik, sachlich, schwingen, Sprache, Struktur, subjektiv, Verstand, Vortrag, Wissenschaft
Eine wissenschaftliche Arbeit ist nichts anderes als eine subjektive Meinungsäußerung, die sich von den alltäglichen Statements dadurch unterscheidet, dass sie rational nachvollziehbar fundiert wird. Die Kunst eines (populär)wissenschaftlichen Vortrags besteht darin, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich die Herzen öffnen. Denn die besten Argumente und Belege nützen nichts, wenn das Herz der Zuhörenden verschlossen ist. Erkenntnis geschieht eher durch Erfahrung, als durch Worte. Sprache und Struktur bieten dem Verstand eine Orientierung. Ein orientierter Verstand kann dem Herzen den Weg frei machen und hinterher das Erlebte neu ordnen. In der Frontalsituation eines Vortrags geht es nun darum, die bisherige Erfahrung des Publikums zu aktivieren und darin enthaltene Potenziale für eine gemeinsame Schwingungserhöhung nutzbar zu machen. Dies geschieht durch ein erlebnisaktivierendes Vorgehen, das die Faktenlage keineswegs ersetzt, sondern auf geschickte Weise in einer Reihenfolge des Herzens ansteuert. Bei aller Vorbereitung obliegt die schlussendliche (Durch-)Führung der Kraft des Herzens. Ein lebendiger Vortrag ist eine dynamische und multidimensionale Massenkommunikation, deren große Herausforderung darin liegt, persönlich und sachlich zugleich zu sein.
Simone Meller
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