Tag Archive | "Motivation"

Tabus im Unternehmen – Leadership zeigt neue Wege


Ideen scheitern oft an der Unternehmenskultur

Viele gute Ideen und Projekte werden im Unternehmen durch die bestehende Kultur ausgebremst. Das ist nicht ungewöhnlich. Denn dieses sozialpsychologische Phänomen ist überall zu beobachten, wo sich Menschen in Gruppen zusammenfinden und ein unterschwelliges Übereinkommen etnsteht, was im Gruppenkontext wünschenswert ist und was nicht. Diese unsichtbaren Gesetze kann man recht schnell greifen, wenn man sich fragt: Was muss ich hier tun, um anzukommen und Ansehen zu gewinnen? Was muss ich hier tun, um ins Fettnäpfchen zu treten oder es mir zu verscherzen? Gerne frage ich meine Kunden auch ganz klassisch: “Wenn morgen eine Freundin oder ein Freund von Ihnen hier im Unternehmen neu anfangen würde, welche Tipps bezüglich Kleidung, Verhalten, Sprache etc. würden Sie ihr/ihm geben? Über welche dieser Kriterien sind Sie hier und jetzt bereit zu sprechen und über welche nicht? Warum ist das so?”

“Das funktioniert bei uns eh nicht!”

Im Coaching erfahre ich die Unternehmenskultur indirekt, nämlich wenn sich das Gesicht meines Kunden nach einem Aha-Erlebnis plötzlich verdunkelt und er sagt “Das funktioniert bei uns eh nicht”. Wenn ich Prozesse im Unternehmen moderiere oder einen Vortrag halte, erlebe ich den Tabubruch meinerseits entweder durch atemlos gespannte Stille oder durch eine sich zerstreuende Aufmerksamkeit. Während ich in der Spannung noch im Rennen bin, weil ich durch mein Tun die unausgesprochene Frage beantworte, ob ich – bildlich gesprochen – das aufgemachte Fass auch halten kann, warnt mich die Aufmerksamkeitsflucht, dass ich Menschen abgehängt habe. Im ersten Fall mache ich vergnügt weiter (denn das ist mein Job!) und im zweiten Fall halte ich inne, eruiere Widerstände und Zweifel, überprüfe meine Wahrnehmungen und Hypothesen und einige mich gemeinsam mit der Gruppe auf ein weiteres Vorgehen.

Brücken bauen für eine neue Wirtschaft

Sehr oft höre ich also von meinen Kundinnen: „Aber das können wir doch nicht machen…“ Und genau an dieser Stelle kommt meine Dienstleistung ins Spiel. (Wohl gemerkt, wir reden hier nicht davon, morgen als Mann im Schottenrock zur Arbeit zu gehen, sondern davon, Arbeitsabläufe konstruktiv zu verändern und Projekte innovativ aufzuziehen.) Ich kokettiere damit, eine Tabu-Brecherin zu sein. Gewissermaßen entspricht dies den Tatsachen, wenn ich auch nicht brachial vorgehe, sondern Brücken zu neuen Sicht- und Handlungsweisen baue. Ich baue Brücken von der bestehenden Unternehmenskultur zu einem Weg des Herzens in der Wirtschaft. Das Herz steht hierbei als Symbol für die harmonische Vereinigung von Verstand, Intuition und Gefühl.

Ich arbeite mit femininer Energie – also spürig, sensitiv, Zusammenhänge erkennend – und mit maskuliner Energie – indem ich mit meiner Wahrnehmung konfrontiere, hartnäckig bleibe und mich nicht abschütteln lasse. Das, worüber meine Kundinnen und Kunden am liebsten nicht sprechen würden, ist genau das Thema, um das es geht. Mit einer Mischung aus Sanftheit und Festigkeit gelingt die Bearbeitung.

Selbstbewusstsein verändert Unternehmenskultur

Man kann alles machen, wenn es in liebevoller Absicht und mit Respekt vor anderen Menschen geschieht. Dann kann man auch die ungewöhnlichsten Dinge bringen. Dazu ermutige und inspiriere ich andere. Bin ich im Unternehmen engagiert, kann ich es ein Stück weit vorleben und gemeinsam mit den Anwesenden etablieren. Meinen Coachees kann ich nur helfen, indem wir die zugehörigen Selbstblockaden in der Tiefe ihrer Seele auflösen. Dies geschieht bei entsprechender Bereitschaft leicht innerhalb weniger Sitzungen und führt zu veränderten Resonanzen (nicht nur) im Arbeitskontext.

Alles was wir tun, steht und fällt damit, aus welcher Haltung heraus wir es tun. Wer sich zum Beispiel nicht traut, der Chefin oder dem Kunden konstruktiv zu widersprechen (um nur zwei von vielen möglichen Abhängigkeitsbeziehungen zu nennen), weil er in sich den Glaubenssatz trägt, “dass man das nicht tut”, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit ein bestätigendes Erlebnis (self fullfilling prophecy) haben. Genauso diejenige, die zwar um diesen Glaubenssatz weiß, jedoch untransformiert nach dem Motto “Augen zu und durch” handelt. Wer jedoch wahrhaftig davon überzeugt ist, dass sich Leistungsmotivation bzw. Kundenorientierung durchaus mit inspirierendem Widerspruchsgeist vertragen und dies mit jeder Pore seines Körpers ausstrahlt, wird gerade damit Erfolg haben, dass er anders ist als man gemeinhin erwartet. Und zwar nicht, weil es eine erstrebenswerte Charaktereigenschaft wäre, partout immer anders zu sein, sondern weil das Neue, das den Fortschritt bringt, am Anfang immer ein bisschen fremd ist.

Echtes Leadership führt sicher durch die Fremde

Schon immer ist es das Fremde gewesen, das verunsichert. Deshalb bedürfen wir einer inneren Festigkeit und einer für Einwände offen bleibenden Überzeugung, wenn wir dem anderen unsere neue – fremde – Idee zumuten. Brauchen wir seine Anerkennung und Bestätigung, stehen unsere Chancen schlecht, mit der Idee zu überzeugen. Sind wir davon jedoch unabhängig, weil wir in uns selbst ruhen, leben wir das, was ich echtes Leadership nenne. Nämlich die Fähigkeit ohne Anwendung hierarchischer Macht Menschen zu neuen Möglichkeiten und Erfahrungen zu führen. Einfach durch das kraft- und damit machtvolle Leben der eigenen Präsenz. Genau das braucht unsere Wirtschaft jetzt mehr denn je – von ihren Führungskräften sowieso und gerade auch von der operativ tragenden Basis, die durch ihren anderen Blickwinkel neue Sichtweise eröffnen kann. Jedes Tabu, das sanft berührt und entschlossen überwunden wird, bringt uns nach vorn. Jedes Tabu ist nichts weiter als ein altes Gewohnheitsmuster. Leadership verändert dieses Muster durch die Kraft von Menschen, die vorangehen und Wachstum stimulieren. Immer haben sie Erfolg, auch wenn das oft erst lange Zeit später gesehen wird. Wie gut, dass wahres Leadership von dieser Anerkennung unabhängig ist!

Text: Simone Meller | Fotos: Rainer Sturm, Susanne Beeck, Pixelio
*

Posted in KlartextKommentare deaktiviert

Grenzen sind Ausdruck von Liebe


Das Setzen angemessener Grenzen ist ein Ausdruck von Liebe. Nicht nur wegen der Achtung der eigenen Bedürfnisse. Auch die andere Person wird angesichts der Grenze auf sich selbst zurück geworfen. Sie wird eingeladen, sich mit ihren Motiven auseinanderzusetzen und neue Wege zur Befriedigung ihrer Bedürfnisse zu finden.

Simone Meller

Posted in KlartextKommentare deaktiviert

Das Antlitz der Wirtschaft verändert sich


Für viele Menschen ist Business noch eine Art Parallelwelt, in der sie glauben, anders als sie selbst sein zu müssen. Eigentlich kann das niemand wirklich wollen. Denn wenn wir nicht das sind, was wir sind, stehen wir nicht in unserer vollen Kraft. Und welches Unternehmen wünscht sich nicht die volle Kraft seiner Mitarbeiter/innen? Es bedarf lediglich des Mutes, sich der durch Wahrhaftigkeit entstehenden kreativen Spannung zu stellen, und des Vertrauens, dass solche Prozesse durch Liebe getragen zum Wohle aller enden. Das ist der Kern meiner unternehmensberaterischen Arbeit, die ich sowohl an der Spitze von Organsationen als auch an deren Basis anbiete.

Wir erleben den Wandel einer Welt, in der immer öfter das Herz führt und der Verstand dient. Dies führt nicht zur völligen Auflösung von Strukturen, wohl aber zu deren Transformation auf zeitgemäße Schwingungsniveaus. Denken wird transrational und macht Platz für Kreativität und freudigen Erfolg, wie sie einer fortlaufenden Bewusstseinserweiterung entspringen. Kritik und Skepsis dürfen weiterhin sein, sind als Entwicklungsstimulanzien sogar ausdrücklich willkommen. Die Führung des Herzens meint keinesfalls die Ignoranz von Kopf und Bauch, sondern integriert deren Impulse harmonisch in ein neues Bewusstsein. Aus diesem erweiterten Bewusstsein können wichtige Geschäftsentscheidungen und betriebliche Prozessoptimierungen in Leichtkeit vollzogen werden, während sie zugleich an Sinn und Innovation gewinnen.

Eine Wirtschaft, in der es möglich geworden ist, auf einer bunt gemischten Wirtschaftstagung und anderen Kongressen Erfolg aus ganzheitlicher Sicht zu beleuchten, hat ihr Antlitz verändert. Es ist möglich, öffentlich über Liebe, Tod und Selbstverwirklichung zu sprechen. Es ist möglich, über die neue Balance von femininer und maskuliner Energie  und kosmische Gesetze wie Polarität und Resonanz zu sprechen. Lasst es uns so oft wie möglich tun! Wir erfahren, wie sich wirtschaftliches Handeln von Innen heraus erneuert, indem wir mit Beispielen vorangehen. Das Antlitz der Wirtschaft verändert sich auch weiterhin nur durch Menschen, die sich ein Herz fassen und ihre  beruflichen Verstecke verlassen. Sie verändert es durch lebensfrohe Vorreiter/innen, die sich wahrhaftig und liebevoll in Unternehmen einbringen. Wir verändern die Wirtschaft, indem wir die Veränderung sind.

Simone Meller

Posted in KlartextKommentare deaktiviert

Spiritual bypassing: Täuschung, Krise und Chance


Manche Menschen täuschen sich über ihr spirituelles Wachstum, indem sie eine künstliche Trennung zwischen der irdischen Dualität (“unspirituell”) und dem phantastischen Erfahrung der Einheit (“spirituell”) ziehen. Sie entwerten Dualität, denn sie haben ja die wahre Einheit geschaut, die fortan idealisiert wird. Mit anderen Worten: Sie wollen Einheit sein, bevor sie ganz Dualität waren. Sie wollen wesentliche Teile des Menschenspiels überspringen. Sie wollen am Spielziel ankommen, ohne gespielt zu haben.

Spiritual bypassing wird aus Angst vor dem eigenen Schatten betrieben. Dabei ist Schatten nichts anderes als die Herausforderung, in ihm das Licht wiederzuentdecken. Menschen, die wachstumsvermeidend zum himmlischen Licht streben, geben sich mit weniger Licht zufrieden als sie auf der Erde verwirklichen könnten. Sie hemmen sich in ihrer Lebendigkeit. Was könnte da alles an unangenehmen Emotionen und Erinnerungen aufsteigen!  Wie könnten sich die Beziehungen (zu Eltern, Freundinnen, Partner, Kolleginnen etc.) verändern!

Klarheit ist manchmal unbequem, aber Voraussetzung für ein bewussteres und freudvolleres Leben. Niemand erreicht seine Ziele, wenn er sich nicht über sein Hier und Jetzt im Klaren ist. Auch im Navigationssystem muss man seinen Standort eingeben, um den Weg zum Ziel zu finden. Spiritual bypassing ist der Versuch, eine spirituelle Krise zu umschiffen. So unangenehm sich eine Krise auch anfühlt, ist sie doch immer eine Chance zu Wachstum und damit zu mehr Licht.

Wer sich diesen Weg ins Licht nicht traut, konserviert seine dunklen Energien, also seinen Schatten. Über das Resonanzprinzip zieht dieser verborgene Persönlichkeitsanteil passende Situationen auf die Bühne des Lebens (s. Kosmische Gesetze). Der Bypasser glaubt sich dem illusionären Spiel entronnen und verstrickt sich dabei immer tiefer. So wird erklärlich, warum sehr lichtvoll erscheinende Menschen plötzlich zusammenbrechen, schwer erkranken oder überraschend zu Tode kommen. Die Übermacht des Schattens zwingt den Hochmut (der eigentlich eine Verzweiflung ist) eines Tages in die Knie.

Die entstehende Krise ist eine Chance. Denn der Weg ins Licht führt durch die Dunkelheit. Leben darf die Transformation von Dunkelheit meinen. Leben darf Heimfinden in Freude sein. Innerhalb unserer kosmischen Ordnung mit ihren Gesetzmäßigkeiten realisieren wir unsere Spiele. Wir dürfen spielen, was wir wollen. Aber nie entkommen wir den Konsequenzen unseres Handelns. Jeder trägt Verantwortung für sich selbst.

Text: Simone Meller | Foto: Pixelio, Erika K.

Posted in KlartextKommentare deaktiviert

Welle