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Selten, doch produktiv: Stille im Unternehmen


Wer kauft Stille?

Noch nie wurde ich dafür engagiert, Stille ins Unternehmen zu bringen, aber immer habe ich sie im Handgepäck. Noch bevor ich mir darüber bewusst zu werden begann, erhielt ich oft die Rückmeldung, man würde in meiner Gegenwart zur Ruhe finden. Für Schwung hatte man mich engagiert und fand ihn in der Ruhe der von mir moderierten und begleiteten Prozesse. Mir war’s recht, ich konnte sowieso nicht anders und begann zu explizieren, was ich ohnehin schon tat: nämlich zur Stille anregen.

Stille funktioniert ohne Spiritualität und Psychologie

Wir brauchen weder über Spiritualität noch über Psychologie zu reden, wenn wir hier und da im Unternehmen zur Stille anregen. Ich tue das mittlerweile überall, wo ich auftrete, egal ob es sich um eine Teamentwicklung, einen Vortrag oder eine kleinere Gesprächsrunde handelt. Stille: ungewohnte Labsal in der zuweilen hektischen Betriebsamkeit von Unternehmen und eine oft unterschätzte Quelle für richtungsweisende Erkenntnisse!

Vor Jahren traf ich auf einem Kongress einen Manager der Europäischen Zentralbank, der öffentlich – sonst würde ich das hier nicht wiedergeben – darüber berichtete, wie er gemeinsam mit seinem Team meditierte. Zunächst heimlich, später standen alle dazu. Doch Meditation ist nicht jedermanns Sache, weshalb ich das Wort zumeist vermeide und niedrigschwellige Einstiege in die Stille anbiete. Es folgen ein paar Vorschläge, die alle nicht neu sind, sondern einzig und allein davon leben, wie wir sie realisieren. Der Ton macht die Musik, und unsere Worte der Einleitung bestellen das Feld. Mein persönlicher Stil ist eine entwaffnende Mischung aus Offenheit, Charme und Unerschütterlichkeit. Ich habe eine Idee (Stille!), weiß um ihre Ungewöhnlichkeit und signalisiere dennoch meine Überzeugtheit. Ich beharre nicht auf einer bestimmten Form, sondern achte das Feld, dass ich in meiner Gastrolle als Beraterin oder Moderatorin betrete.

Niedrigschwellige Einstiege in die Stille

  • Minimale Übungen zur achtsamen Wahrnehmung von Boden, Stuhl, Körper, Atmung, Geräuschen, Gedanken und Gefühlen
  • Vor, während, nach der Besprechung einfach eine Minute still miteinander sitzen – ohne Ehrgeiz, ohne Anspruch auf das Erleben phantastischer Phänomene
  • Wenn sich das Gespräch erhitzt oder anderweitig aus dem Ruder läuft, zu ein paar Minuten Stille einladen
  • Wenn der Weg zur lautlosen Stille zu weit ist, zum Beispiel weil es gerade einen heftigen Konflikt gab, dann erzähle ich eine kleine Parabel, zitiere einen passenden Spruch und/oder geleite mit eigenen Herzensworten in ruhigere Gewässer.

Der Schlüssel ist die eigene Stille

All das funktioniert natürlich nur, wenn man selbst still ist und mit jeder Pore des eigenen Körpers ausstrahlt, dass es einem mit dieser Intervention wirklich ernst ist. Das Schließen meiner Augen und der Rhythmus meines Atmens dienen anderen dabei als greifbare Haltepunkte, während natürlich in der Tiefe eine stärkere Feldeinwirkung durch die Kraft meiner eigenen Stille geschieht. Zum Beispiel kenne ich einen Angestellten einer Reederei, der unter fachlichen Vorwänden zu schwierigen Verhandlungen hinzugebeten wird, weil in seiner Präsenz keines dieser heiklen Gespräche eskaliert. Und viele, die Trainings und Seminare selbst durchführen, kennen das Phänomen, dass eine Gruppe still wird, wenn der Referent still wird. Ich werde auch still bei Unterbrechungen, Störungen und bedeutsamen Ereignissen, die leicht übergangen werden könnten.

Ich bereite meine Kunden mit wenigen und zur Situation passenden Worten auf Stille vor. Ich gewöhne sie bereits in unseren vorangegangenen Gesprächen an das Aroma der Stille, indem ich mit Verweis auf meine Langsamkeit das Tempo aus dem Gespräch nehme oder davon erzähle, dass nicht jede Geschäftigkeit auch produktiv ist. Obwohl ich noch nie auf die Anregung von Stille verzichtet habe, wenn sie mir wichtig war, kann ich mir Situationen vorstellen, in denen es sehr schwer sein könnte. Dann wäre meine Empfehlung, an anderen Stellschrauben der Unternehmenskultur zu drehen, z.B. eine Unterbrechungspause von 5 Minuten anzuregen und ggf. anschließend die Sitzordnung verändern. Auch erlebe ich immer wieder Unternehmen, in denen nicht einmal eine Mittagspause kultiviert wird. Wie will man da still werden? Also je schneller die Taktung einer Firma, desto basaler und entschiedener haben unsere Interventionen zu sein. Auch hier brauchen wir weder Spiritualität noch Psychologie. Ich bleibe schlichtweg bei meinen Bedürfnissen und meinem daraus resultierenden Erstaunen: “Wie? Sie machen keine Mittagspause? Also, ich brauche jetzt eine. Kommen Sie mit?”

Den Nutzen der Stille ins Bewusstsein heben

Ob wir nun in die Stille oder immerhin in die Mittagspause gegangen sind – danach ist es wichtig, den erfahrenen Nutzen dieser Zeitinvestition ins Bewusstsein zu heben! Nur zu schnell gehen der Gewinn oder zumindest der Return on invest in der Email-Flut, dem nächsten Telefonat oder der neuen Akte auf dem Schreibtisch unter. Beim Explorieren bestehe ich natürlich nicht auf diesem hier demonstrativ verwendeten betriebswirtschaftlichen Vokabular. Auch referiere ich nicht die Vorteile von vegetativer Entspannung, sondern frage, was in der Stille erlebt oder wahrgenommen wurde oder wie man sich jetzt nach der Mittagspause fühlt. Viele machen die Erfahrung, dass ihnen erst in der (relativen) Stille klar wurde, dass sie die Lösung für ein Problem längst wissen und nur noch zur Anwendung zu bringen haben. Anderen kamen in dieser Pufferzone zwischen Alltag und Alltag auf neue Ideen, die vorher niemand bedacht hatte. Manche bemerken Kopfschmerzen oder Erschöpfung und wissen dann, worum sie sich eben auch zu kümmern haben.

Doch für all das werde ich nicht engagiert. Ich bringe es eben einfach mit, weil es zu mir und meinen Dienstleistungen gehört. Rege ich zur Stille an, so nicht, weil ich Psychologin oder spirituell bin, sondern weil es erfahrungsgemäß gut tut. Immer dient Stille dem Wohl aller Beteiligten und zeitigt ganzheitliche Wirkung. Stille verändert Menschen und damit die Unternehmen, in denen sie arbeiten. Jedes Unternehmen existiert nur durch die Menschen, die es realisieren. Immer sind es Menschen, die etwas unternehmen.

Text: Simone Meller
Foto: Rainer Sturm, Pixelio

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ALLES WEISS


Legen wir ALLE Bücher der Erde
auf einen Ort
entsteht die Farbe WEISS

Trommeln wir ALLE Menschen der Erde
zusammen
entsteht die Farbe WEISS

Schieben wir ALLE Konflikte der Erde
übereinander
entsteht die Farbe WEISS

Mischen wir ALLE Geister der Erde
durcheinander
entsteht die Farbe WEISS

Text & Bild: Simone Meller

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Ohne Ego keine Einheit


Das Ego ist ein Geschenk

Das Ego ist ein Geschenk der Ewigkeit an das menschliche Leben. Es ermöglicht uns, einem ewigem Bewusstsein, eine Selbsterfahrung der evolutionären Art. Seit mehreren Jahren beobachte ich bei einer wachsenden Zahl von Personen die ganz natürliche Heimkehr von alten Inkarnationen. So als ob alle Filme aus früheren Leben in ein Regal einsortiert werden; unser Bewusstsein klärt und erweitert sich.

Manche Inkarnationen kehren eher beiläufig heim, z.B. wache ich nachts kurz auf, sage “Ah ja”, nehme mein altes Leben in mein Herz und schlafe weiter.

Andere Inkarnationen integrieren sich dramatischer über mehrere Tage oder Wochen. Sie bringen angenehme, aber auch schmerzliche Potenziale mit, verlangen nach intensiver Aufmerksamkeit und einen achtsamen Umgang, um karmische Wiederholungsschleifen rechtzeitig in Liebe zu transformieren. Ich habe bei mir und anderen beobachtet, dass diese  intensiveren Integrationen in einem stärkeren Zusammenhang mit dem hiesigen Seelenplan stehen. So fiel mir in den letzten Jahre bei einigen solcher Integrationsprozesse wie Schuppen von den Augen, warum die ersten 20 Jahre meines Lebens genau so und nicht anders verlaufen sind. Ich konnte jeden Millimeter aus ganzem Herzen bejahen.  Denn diese thematische Reinszenierung vor moderner Kulisse entsprach unbewältigten Themen aus anderen Leben, ermöglichte meiner Seele Reifung und Evolution.

Die Heimkehr von Inkarnationen wühlt auf, aber deine Identität bleibt

Weder nehme ich die Identität von heimgekehrten Inkarnationen an, noch ändere ich meinen Namen. Aber ich lasse zu, wie mich das Heimholen von Inkarnationen aufwühlt und mich selbst neu ordnen lässt. Auch so entsteht schrittweise Neues Bewusstsein. Die vorherigen Inkarnationen kamen immer dann rein, wenn ich gerade stark genug worden war, sowohl ihr Leid als auch ihre Kraft zu integrieren. Es war jedes Mal ein erschütterndes Erlebnis mit vielen wertvollen Erkenntnissen.

Zweimal erlebte ich bewusst, wie ich ein früheres Leben heimholte, während andere Menschen vor und nach dieser Integration in einem inspirierenden geistigen Kontakt zu genau diesem einstigen Lebewesen (heute also: Geistwesen) standen. Das hatte einerseits etwas Kurioses (nichts ist verrückter als unser menschliches Dasein), zum anderen fand ich es kurzzeitig ungerecht. Denn während die anderen einfach vom Allerbesten ihres gewählten geistigen Mentors profitierten, heizte mir der Schatten der heimkehrenden Lichtgestalt ordentlich ein. Ich hatte die Schattenseite dieser einstigen Person lieben zu lernen, während die anderen sich einfach nur von deren Sonnenseite wärmen ließen. Ganz abgesehen davon, dass es oft genug auch anders herum ist (ich profitiere von einem Geistwesen, dessen Inkarnation jemand anders heimzuholen hat[te]), war es genau dieses merkwürdige Stolpern, das mein Verständnis über Dualität, Non-Dualität und Einheit sowie über individuelle und kollektive Transformation von Energie wesentlich vertiefte.

Seelen inkarnieren sich in kollektive,  irdische Aufgaben

Seelen tauchen mittels Inkarnationen in die irdischen Energien ein und transformieren diese so weit, wie sie während ihres Lebens kommen. Nach ihrem Tod bleiben die noch zu transformierenden Energien sozusagen als offene Aufgaben zurück, an deren Lösung sich die Seelen mittels weiterer Inkarnationen begeben können. Ich integriere also weder meinen noch den Schatten der heimkehrenden Inkarnationen, sondern transformiere niedrig schwingende kollektive Energie. (Zugleich bleibt es phänomenologisch betrachtet ich-hafte Schattenarbeit.) Einerseits ist das heute leichter als vor 2.000, 1.000 oder 100 Jahren, weil es mit jedem Inkarnationsbeitrag in der kollektiven Evolution voranging. Zugleich wird es auch immer schwerer, weil mit wachsender Schwingung neue Herausforderungen einhergehen.

So ist Jeshua einerseits ein zeitloses Beispiel für einen Menschen, der sich immer wieder neu zu bedingungsloser Liebe aufschwang. Sein Beispiel strahlt bis in die Gegenwart. Andererseits dienten viele seiner Reden mit ihren spezifischen Metaphern nur dem damaligen Christusbewusstsein und nicht unserem heutigen Bewusstseinszustand. Sie reichen nur noch schwach in die Gegenwart hinein. Deshalb können wir in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen zunehmend das Auftauchen von Texten beobachten, die das ursprünglich Gemeinte in eine neue, nämlich zeitgemäße Sprache gießen. Auch ich empfange Übersetzungen, die ich zumeist indirekt in meine Arbeit und meine Texte einfließen lasse. Doch geht es dabei weniger um Kosmetik, sondern um weiter gehende Schritte hinein in Neues Bewusstsein. Es gilt den Blick zu lösen von einem Christus, der uns erlöst, und zu erkennen, dass sich jeder nur selbst erlösen kann. So wie uns das Durchdringen der Opfer- und Täterspiele offenbart, dass wir niemanden außer uns selbst kreuzigen können. Dabei kann Jeshuas Wesen genauso inspirieren wie das weiter entwickelte Seelenhaus Sananda. Beide wurzeln in der einen Liebe, während Jeshua eher “hauchig” und Sananda eher “handfest” spricht. Zwischen beiden Energien liegt eben ein zurückgelegter Evolutionsweg an irdischer Transformationsarbeit.

Dualseelen, Überseelen, Seelengruppen als ordnende Hilfen

Auf der einen Seite sind Zeit und Raum Illusion, auf der anderen Seite ist die durch sie mögliche Ordnung wohltuend. Eine Zeit lang fand ich es erstaunlich, wie es bei einer Quelle von allem überhaupt möglich sein kann, von meiner und deiner Inkarnation zu sprechen. Dieses Thema bewegte mich in einigen meiner Beiträge über den Baum der Erkenntnis und Multidimensionalität. Ich vergewisserte mich in der geistigen Welt immer wieder über die “Zugehörigkeit” der verschiedenen Inkarnationen zu mir und anderen. Im Moment verstehe ich es so, dass diese Zuordnungen über die “Splitter der Einheit” ,  also unsere Seelen, möglich sind. Doch auch da erlebte ich Erstaunliches, wie Phänomene von Dualseelen, Überseelen und Seelengruppen (Teilkollektive). Zum Beispiel ist meine Seele die einstige Überseele von drei Dichterinkarnationen; und ich kenne mehrere lebende Personen, durch die gelegentlich ein gemeinsamer Geist spricht. Solche Erlebnisse weiten und differenzieren mein Bewusstsein, während zugleich neue Fragen aufgeworfen werden.

Da ich immer öfter erfahre, dass meine Erlebnisse irgendwann im Alles & Nichts enden, denke ich manchmal: Warum mache ich mir noch die Mühe all das auseinander zu klamüsern? Warum ist es wichtig, dass ich jener Halunke und diese Lichtgestalt war, aber nicht der Meister und die Hexe, die du einst warst? – Zum einen bleibt mir nur, meine Wahrnehmung anzunehmen (mein Wahres anzunehmen), zum anderen erfahre ich, dass bestimmte Differenzierungen spirituell erst dann verzichtbar werden, nachdem man sie vornehmen kann. Sie zu überspringen destabilisiert und führt tiefer in die Dualität. Außerdem scheint die Zuordnung in meins und deins mit etwas zusammenzuhängen, was ich salopp als spirituelle Arbeitsteilung bezeichnen möchte. Jeder transformiert sein Päckchen, und alle profitieren davon.

Die Ausdehnung des Ichs von pathologischen Prozessen wie Psychosen unterscheiden

In einem erweiterten Bewusstseinszustand kann ich ganz bewusst an diesem Profit teilhaben. In solchen Momenten “isst” nicht mehr das Pferd die Katze (meine eigenen Aspekte heimholen), sondern die Katze das Pferd (das “Fremde” heimholen). Ich erfahre, dass es niemals um die Abstreifung eines Egos gehen kann, sondern nur um die Ausdehnung eines Ichs, in dem dann Platz für die ganze Welt ist. Dieses Erleben kommt in einigen meiner Texte durch Formulierungen “Ich bin Licht”, “Ich bin Gott”, “Ich bin du”, “Ich bin Alles und Nichts”, “Kosmischer Orgasmus”, “kristalline Maximalkörpererfahrung” etc. zum Ausdruck. Je bewusster ich werde, desto überzeugter bin ich: Ohne Ego keine Einheit. Entscheidend ist allerdings der Zustand des Ichs.

Rein rhetorisch ist dies nicht von einem Psychotiker zu unterscheiden, der sich als Napoleon oder Gott bezeichnet. Wiederum sagte auch Jeshua, dass er das Licht der Welt, das Brot des Lebens, die Tür zur Seligkeit sei. Der Unterschied zwischen Erleuchtung und Wahnsinn ist nur im Kontakt fühlbar. Das Ich eines Menschen, der eine Psychose erleidet, ist eng, fragmentiert und von Angst zerfressen. Es ist diese Desintegration, die ihm die Orientierung in unserer konsensualen Welt so schwer macht.

Hingegen integriert sich alles, was ich über mein Herz hereinhole, harmonisch in mir. In dem Maße wie mein Herz größer wird, weite ich mich Tag für Tag. Ich bin nicht mehr das Kleinkind Simone, die Abiturientin Simone, die Psychologin Simone etc. Mein Selbst ist all das und all das, was ich fortlaufend von mir, dir und der Einheit erfahre. Nur mittels meines Ichs erfahre ich Einheit. Mein Bewusstsein erweitert sich und macht Platz für wunderbare Erfahrungen von kosmischer Liebe, in der es keine Unterschiede mehr zwischen dir und mir und unseren Inkarnationen gibt. Es ist weich, ewig und still. Ich bin das alles und zugleich nichts. Einfach herrlich. Irgendwann entfaltet sich dann wieder die Dualität, so dass ich mich unterschieden von einem Geistwesen wahrnehmen kann, das mich sanft zurück zu meinen nächsten Spielzügen auf der Erde begleitet. Ich sehe die Welt, und manchmal breche ich dann in lautes Lachen aus. Mich vor Lachen zu schütteln, erleichtert mir die “Rückkehr” in den Körper. Unglaublich hier zu sein.

Dem Leben unter deinem Namen vertrauen

Ebenfalls unglaublich ist die Existenz meines Taufscheins. Nicht nur, weil ich mit 13 Jahren die Konfirmation verweigerte und aus der evangelischen Kirche austrat, sondern weil ich in den letzten Jahren so viel aussortiert habe, dass sein Überleben einem Wunder gleichkommt. Jedenfalls steht auf dem Deckblatt dieses geschrieben:

Fürchte dich nicht, ich habe dich erlöst, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein. – Jesaja 43,1

Ich brauchte über 20 Jahre Abstand zur kirchlichen Glaubenslehre und ein gewachsenes Selbstverständnis als transkonfesionelle Mystikerin, um in diesem Zitat meine Gedanken wiederzufinden. Denn in meinem Herzen übersetzt sich das Zitat wie folgt:

Ich vertraue der Liebe hinter dem illusionären Spiel. Ich erlöse mich selbst durch wachsendes Einheitsbewusstsein. Ich lebe mein Leben unter dem Namen der Seele, mit der ich mich scheinbar aus der Einheit, der wir alle angehören, löste. Ich kehre heim.

Text: Simone Meller | Foto: Pixelio, Rainer Sturm
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Weiterführende Texte:

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Kommunikation mit Herz


Nachdem ich heute im Training ein Grüppchen von Führungskräften im mittleren Management heftig damit traktiert habe, müssen nun auch Sie daran glauben: In schwierigen Mitarbeitergesprächen und erst recht in Konflikten lohnt es sich, mit dem “dritten” Ohr zu hören, was das Herz des anderen zu sagen versucht. Hören Sie hinter die Worte und nehmen Sie wahr, wie Ihrem Gegenüber zumute ist. Sprechen Sie von Mensch zu Mensch, zeigen Sie dem anderen, dass Sie ihn in seinem Ärger oder seiner Überlastung sehen, und dass Sie ihn wertschätzen.

Vermeiden Sie hohle Sprechblasen oder künstlich wirkende Formulierungen. Sprechen Sie lieber so, wie es Ihnen wiederum Ihr Herz eingibt. Es ist die Haltung, eine gewisse Wärme wider allem Zeitdruck, die zählt. Natürlich sind auch sachliche Klärungen nötig. Doch die Mehrzahl der Konflikte in Unternehmen scheitern nicht am Sachlichen, sondern am Emotionalen. Dahinter steckt der weit verbreitete und sich hartnäckig haltende Trugschluss, dass das Ignorieren der Emotionen (der häufigsten Ursache für Konflikte!) das Lösen von Konflikten einfacher machen würde. Doch ignorierte Gefühle arbeiten im Untergrund weiter und vergiften die Arbeitsatmosphäre. Also: Fassen Sie sich ein Herz, der Mut lohn sich!

Simone Meller
Foto: Gerd Altmann, Pixelio

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