Tag Archive | "Lob"

Die Hoffnung der Rotschwänze


Für die Vögel war es wettermäßig ein schweres Frühjahr. So suchte ein Rotschwanzpärchen Schutz im Rohbau menschlicher Behausung und nistet sich dort voller Hoffnung ein.

Die Bauarbeiter wurden strikt angewiesen, den Bruterfolg nicht zu gefährden, und alle Eier blieben ganz.

Heraus kamen hungrige Piepmätze und ein Lobgesang auf die Hoffnung der Eltern.

Fotos: Stefan Ueing

Posted in AnsichtenKommentare deaktiviert

Neues Bewusstsein zu Ostern 2010


Meine diesjährigen Gedanken zu Ostern zentrieren sich im folgenden Satz:

Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du. – Mahatma Gandhi

Alle drei Strategien (Ignoranz, Auslachen, Bekämpfen) entstehen aus einem Gefühl von innerer Kleinheit. Wer sich klein fühlt (also seine eigene Größe verkennt), kann die gelebte Größe des anderen nicht ertragen. Deshalb ist er versucht, sie mit Nichtbeachtung, Missachtung und Misshandlung auszuschalten. Damit projiziert er die eigene Selbstverkennung auf das Gegenüber.

Das Zitat von Gandhi beschreibt das Lebensthema jedes Menschen, der sich seiner Selbstverwirklichung stellt. Jeder hat seine Ängste vor den Reaktionen der anderen zu transformieren und “gewinnt” erst dann, wenn sein Selbsterleben zunehmend unabhängiger von den Bewertungen anderer wird. Denn:

Lob und Tadel bringen den Weisen nicht aus dem Gleichgewicht. – Buddha

Was ich hier für die persönliche Bewusstseinsentwicklung geschrieben habe, gilt gleichermaßen für die kollektive Bewusstseinsevolution. Wir alle sind Teil der Selbstverwirklichung einer Quelle. Wir durchlaufen als vielfach geteilte und getrennte Einheit zahlreiche Erfahrungen von Licht und Finsternis. Indem wir als Einzelne unser Leben leben, tragen wir augenblicklich zur gesamten Bewusstseinsentwicklung bei. Die Rollen wechseln innerhalb und zwischen den Inkarnationen:

Mal ignorieren sie dich, mal du sie.
Mal lachen sie über dich, mal du über sie.
Mal bekämpfen sie dich, mal du sie.
Mal gewinnst du, mal sie.

Ostern ist die Einladung, sich über seine Menschenspiele bewusst zu werden und seine Projektionen zu erkennen. Denn nur indem wir sie in uns hinein zurücknehmen, können sie Wandlung erfahren. Das Dunkle ist unsere Schöpfung. Übernehmen wir also die Verantwortung. Nehmen wir das Dunkle zurück in unser eigenes Herz, so findet es dort zurück ins Licht.

Simone Meller

*

Posted in KlartextKommentare deaktiviert

Frau Meller, Sie sind ja ganz schön offen…


Ich werde häufig auf meine Offenheit angesprochen, mit der ich Teile meiner Geschichte andeute oder erzähle. Mir war 2008 klar geworden, dass ich von meinen transformierten Schmerzen erzählen musste. Zum einen setzt nach der Transformation in Liebe ein “Vergessen” ein, das nicht zu verwechseln ist mit Verdrängung vor der Aufarbeitung. Vielmehr wandelte sich mein Leid in Liebe und löste sich damit wieder in der Einheit auf, dem einen Sein.

Zum anderen geht es um Glaubwürdigkeit. Menschen versuchten mich als Ausnahme zu sehen, die in ihrem Leben sehr viel Glück und deshalb leicht Reden hat. Sie benutzten diese Unterstellung, um zu rechtfertigen, warum meine Vorschläge ihnen nicht helfen könnten. Die Wahrheit ist: Ich habe mich Schmerzen gestellt, von denen viele Menschen dank Verdrängung nicht einmal wissen, dass sie sie haben. In diesem Mut habe ich die Gnade von Befreiung und Transformation erfahren. Dieses entwickelte Vertrauen gebe ich weiter.

Ich bekomme Rückmeldungen von Kunden, Kolleginnen, Freunden und völlig fremden Personen. Darüber bin ich froh, denn diese verschiedenen Perspektiven helfen mir, meine Arbeit einzuschätzen, Qualitätssicherung zu betreiben und mich noch klarer zu positionieren. Ich schätze es sehr, wenn Menschen offen ausdrücken, was sie erleben. Manche Feedbacks sind klar und treffsicher, andere vage oder Ausdruck eigener Ängste und Nöte. Gemeinsam ist allen, dass sie den Beginn eines stimulierenden Dialogs markieren, aus dem beide Seiten verändert hervorgehen. Wahre Begegnung berührt und setzt Impulse. Mir ist es gleich, ob ein Dialog mit Lob, Kritik, Projektion oder sonst wie beginnt. Jeder startet wie er kann. Hauptsache der Anfang ist gemacht. Klarheit entwickelt sich im Prozess.

Simone Meller
Foto: Pixelio, Bubi

Posted in schwungwerk.deKommentare deaktiviert

Inneres Gleichgewicht


Lob und Tadel bringen den Weisen nicht aus dem Gleichgewicht.
Buddha

Posted in schwungwerk.deKommentare deaktiviert

Welle