Tag Archive | "Lernen"

Der Urgrund von Schuld und ihre Erlösung


Ich fragte mich, wo der Urgrund von Schuld liegt und empfing diese Antwort: Der Beginn von Schuld liegt im Erleben von Trennung als einer unerklärlichen und Ver(w)irrung stiftenden Geworfenheit in Dualität. Das bloße Sein bewirkt das Erleben von Schuld. Das, was einst Sein begehrte, erlebt umgesetzt in Sein sein Sein als schuldig nicht im Einen zu sein. Dorthin will es zurück, indem es seine Schuld zu überwinden versucht. Da Sein Schuld bringt, versucht es anders zu sein. Doch auch im irrenden Sein entkommt es nie seinem Sein. Wohl aber seiner Schuld im Laufe seines Heimweges. Sein ist frei von Schuld. Im Getrenntsein liegt der Urgrund unserer Schuld und im All-ein-sein ihre Erlösung.

Simone Meller

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Der Schüler und der Meister


Ein Schüler kann viel von seinem Meister lernen, indem er das, was ihn an der ausgewählten Person fasziniert, in sich selbst entdeckt und entwickelt. Er lernt auch anhand von Reibung und Unterscheidung, indem er erkennt, was ihm entspricht und was eben nicht (mehr). Ein Schüler, der versucht, wie sein Meister zu werden, wird sich ewig bemühen. Er wird sich ewig bemühen, anders zu sein, als es seiner eigenen Wahrheit entspricht. Dieses Bemühen ist nicht vergeblich, sondern wichtig, weil es die Erfahrung dessen ermöglicht, was keine Erlösung bringt. In dem Moment, da der Schüler kein Schüler und der Meister kein Meister mehr ist, leuchtet etwas auf, was das Leben unwiderruflich erhellt: Der Mensch wird frei, so zu leben, wie es ihm entspricht. Er erlaubt sich jeden Tag neu zu wählen, was ihm entspricht. Dann wird ALLES ihm Begegnende zum Meister, ohne dass es noch so genannt werden müsste.

Simone Meller

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Überall


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Kinder auf unsere Fehlbarkeit vorbereiten


Wir tun Kindern einen Gefallen, wenn wir ihnen früh vermitteln, an wen sie sich alternativ wenden können, wenn sie sich von uns im Stich gelassen fühlen. Obwohl wir stets vollkommen sind, gibt es keine perfekten Eltern, Tanten, Großväter, Lehrerinnen, Therapeuten etc.. Das zu entdecken ist für Kinder schmerzlich, weil sie von uns Erwachsenen abhängig sind, aber keines kommt früher oder später drum herum. Sich dann in seiner Verlassenheit an eine andere Bezugsperson, den Schutzengel oder die Quelle von allem wenden zu können, ist eine Hilfe bei der Bergung des Schmerzes und der Klärung des Konflikts. Zugleich sind das wichtige Lernschritte in die Unabhängigkeit, nämlich mit der Erfüllung eines Bedürfnisses nicht immer zwangsläufig von einer Bezugsperson abhängig zu sein, sondern sich an jemand anderen wenden können. Wir erleichtern Kindern die emotionale Rückkehr zu uns, wenn wir uns für ihre Sicht öffnen und zu unseren Fehlern stehen. Denn nicht das perfekte Funktionieren  von uns Erwachsenen entscheidet über das Wohl der Kinder, sondern unsere Bereitschaft in die Verantwortung zu gehen und uns jenseits von Schuld immer wieder neu den Bedürfnissen der Kinder zuzuwenden.

Simone Meller

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