Tag Archive | "leicht"

Was mich ruft und wie ich hinkomme


Klar der Ruf, unbekannt der Weg. Wie komme ich von hier nach dort? Durch mein Jetzt. Sein. Tun, was zu tun ist. Eine zu schreibende Rechnung, der schmutzige Teller, der Anruf bei der Behörde. Der nächste Schritt liegt vor meiner Nase. Auch wenn ich den zehnten Schritt danach, ja nicht einmal den übernächsten kenne. Alles ergibt sich Stück für Stück aus meinem Herzen – wenn ich es lasse.

Wie bei einem Eisberg, bei dem 7/8 unter der Oberfläche in der Tiefe liegt, hängen an der Rechnung, dem Teller, dem Anruf innere Themen. Meine einst getroffene Entscheidung, alles in Klarheit zu bringen, hat den Schleier der Banalität von a l l e m gerissen. Immer weniger entgeht meinem Staunen. Jedes Körnchen meines Lebens ist von Bedeutung. Alles voller Zeichen. 7/8 in der Tiefe, was immer auch ansteht. Das braucht zwar Konsequenz, ist aber letztlich selbstbelohnend: Da bei jedem Ding 7/8 geklärt werden, wächst die Leichtigkeit meines Seins von Minute zu Minute.

Während ich den Teller in die Spülmaschine räume, kommt die Eingebung, auf die ich gewartet habe. Warten meint übrigens vor dem Teller zu sitzen und auf meiner Reihenfolge zu beharren. Warten ist Widerstand gegen meinen Prozess. Einfacher ist es, in die Führung meines Herzens zu sinken. Dort pulsiert eine Freude, die mich in Leichtigkeit von hier nach dort trägt. Ich folge dem Ruf der Freude.

Simone

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Abgetriebene und verlorene Kinder annehmen


Frauen schulden ihren abgetriebenen oder verlorenen Kindern nichts. Ihre ungeborenen Kinder schlagen dies vor: Ich bin dein Kind. Und du bist meine Mutter. Eine solche Annahme des ungeborenen Kindes setzt Gefühle frei. Im Zulassen dieser erlösen sich Frauen von bislang unerkannter Last. Sie schenken sich Mutterschaft, Würde und Freiheit: Ja, du bist mein Kind. Und ich bin deine Mutter.

Und wenn eine Frau den einstigen Todeskampf ihres ungeborenen Kindes fühlt, so darf sie inmitten ihrer Tränen sagen: Ich bin ich. Und du bist du. Jede Mutter-Kind-Beziehung steht irgendwann vor der Auflösung der Symbiose. Auch die zwischen Mutter und ungeborenem Kind. Jede Seele darf ihre eigenen Erfahrungen machen. Ich bin ich. Und du bist du. Du gehst deinen Weg. Und ich gehe meinen Weg.

Im Ertragen und Annehmen dieser Dualität liegt die Chance zur seelischen Reifung. Wie könnte Einheit erfahren werden, wenn sie niemals verlassen würde? Wie könnte Leben erfahren werden, wenn nicht gestorben würde? Jedes Leiden endet in der bedingungslosen Annahme des zu Erfahrenden. Annehmen ist leicht. Nur sich dagegen wehren und sträuben ist schwer. Wie könnte das Leichte ohne das Schwere erfahren werden?

Simone

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Sternenklar sein


Das Projekt Sternenklar hat Dimensionen genommen, die ich nur unter erheblicher Kraftanstrengung öffentlich er-klären könnte. Leichter ist der persönliche Austausch mit mitmachenden und sich dabei selbst erfahrenden Menschen. Und am leichtesten ist es, einfach sternenklar zu sein. Dies scheint der Kern des Projekts zu sein. Es geht um mehr als Langzeitarbeitslosigkeit – allerdings um etwas nicht vorzeigbares, weshalb es sich anfangs zunächst an diesem Thema aufhängen lässt. Sternenklar konkretisiert sich auf nicht klassisch vorzeigbare Weise. Sternenklar ist, wo du und ich sternenklar sind.

Simone

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Was wir Aufstieg nennen


was gestern natürlich war
ist heute künstlich
was heute natürlich ist
wird morgen künstlich sein

häutung tag für tag
klären immer wieder neu
bis nichts mehr übrig ist
leicht leichter noch leichter

metamorphose nach innen
als verlust von allem ohne weh
gewordenes sterben lassen
für das was wir aufstieg nennen

text: simone | foto: source unknown – if you hold rights on this picture and do not agree with its publication please email me and it will be removed immediately

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