Tag Archive | "lebendig"

Das Wort des freien Herzens II


1. das wort des freien herzens
achtet jede grenze und ist grenzenlos zugleich
denn es wurzelt im ewigen wandel des wortlosen seins

2. das wort des abhängigen herzens
missachtet grenzen und sucht die anerkennung
denn es ist haltlos im ewigen wandel des verkannten seins

3. das wort des freien herzens
entspricht dem archetyp des göttlichen kindes
und damit der einheit von feminin und maskulin von yin und yang

4. das wort des abhängigen herzens
entspricht dem archetyp des verletzten kindes
und damit seiner verlassenheit durch mann und frau

5. das wort des freien herzens
entsteht aus der transformation des verletzten kindes
aus der heilung von mann und frau hin zum göttlichen kind

6. das wort des freien herzens
entspringt der selbstklärung eines erwachsenen menschen
der seine verantwortung nicht delegiert und keine fremde verantwortung übernimmt

7. das wort des freien herzens
lässt sich geduldig auf alle realitäten ein
denn weder verliert es seine energie im anderen noch folgt es fremder energie

8. das wort des freien herzens
entspringt der vereinigung von agape und eros
diese herzenslust entspricht dem archetyp der erotikblüte

9. das wort des freien herzens
grenzenlos und verwurzelt zugleich
entspricht den chakren von den sohlen bis zum scheitel vereinigt in einem punkt

10. das wort des freien herzens
ist wechselnder ausdruck lebendiger dualität
ohne polarität zu verstärken und ohne zur einheit zu zwingen

11. das wort des freien herzens
entspringt zwischen ich und du sowie zwischen leib und seele
es ist die zeitliche bewegung des sich ausdehnenden geistes im multidimensionalen raum

12. das wort des freien herzens ist leicht
das wort des abhängigen herzens ist schwer
traurig stimmende begegnung ruft neu zu klären das eigene herz

simone meller

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Mit den Füßen Mutter Erde fragen


Wenn du früh verletzt wurdest und auf der Suche nach Heilung für das Unaussprechliche bist, dann kennst du vielleicht das Gefühl, nicht ganz da zu sein.

Eine bewundernswert tapfere Frau, die ich diese Woche im Rahmen einer Intensivtherapie begleitet habe, sagte in einem Herzensgespräch: “Ich weiß nicht, ob ich hier sein will, weil ich gar nicht weiß, wie es ist, hier zu sein!”- Daraufhin formte sich in mir der Impuls, sie anzuregen mit ihren Füßen Mutter Erde zu fragen, wie es ist, wirklich hier auf der Erde zu sein: “Bitte zeig es mir!” Die Antwort strömte in Form einer tief berührenden Erfahrung von Lebendigkeit ein, in der sie alles – auch das Schmerzliche – stärker fühlte. Damit war die Entscheidung, hier zu sein, zwar noch nicht gefallen. Aber nun wusste sie, worum es geht, und sie genoss ihre Freiheit. Ihre Freiheit, entscheiden zu können, ob sie hier sein möchte oder nicht.

Vielleicht magst auch du einen Moment still werden, mit deinen Füßen Mutter Erde fragen, wie es ist hier zu sein, und lauschend deine persönliche Antwort erfahren. Antwort kommt immer, wenn du dich öffnest und dir Zeit nimmst. Vielleicht spürst du ihr Einströmen sofort oder erst später. Anschließend weißt du, wie es ist, auf der Erde zu sein. Du entscheidest, ob du es willst.

Wenn es dir während dieser Selbsterfahrung schwer fallen sollte, bestimmte (schmerzliche) Gefühle auszuhalten, dann wende dich wieder vertrauensvoll an Mutter Erde: “Bitte zeig mir, wie es leichter wird.” Auch wenn du unsicher bist, ob eine bestimmte spirituelle Praxis oder der Umgang mit bestimmten Menschen gut für dich ist, kannst du mit deinen Füßen Mutter Erde nach deinem Weg fragen: “Zeige mir meinen Weg!”

Vielleicht magst du ein tiefes Mitgefühl für das früh verletzte Kind in dir entwickeln. Für dieses Kind ist es ein Wagnis, ganz auf der Erde zu sein. Es darf an deiner Hand ausprobieren, wie es ist, wieder mehr zu fühlen und sich mit allem von dir angenommen zu wissen.

Text: Simone Meller | Foto: Dieter Schütz, Pixelio

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Vom Leblosen


Sich im Leblosen
unverletzt zu spiegeln
zeigt ein neues Leben an

Es ist der Aufbruch
der Ohnmächtigen
ins gelobte Land

Wenn das Erfrorene
seine Auferstehung feiert
folgt das Leblose hinterher

Und es kommt der Tag
an dem sich das Leblose
in deiner Lebendigkeit spiegelt

Simone Meller
Foto; Karin Jung/Pixelio

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Wissenschaftliche Vorträge


Eine wissenschaftliche Arbeit ist nichts anderes als eine subjektive Meinungsäußerung, die sich von den alltäglichen Statements dadurch unterscheidet, dass sie rational nachvollziehbar fundiert wird. Die Kunst eines (populär)wissenschaftlichen Vortrags besteht darin, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich die Herzen öffnen. Denn die besten Argumente und Belege nützen nichts, wenn das Herz der Zuhörenden verschlossen ist. Erkenntnis geschieht eher durch Erfahrung, als durch Worte. Sprache und Struktur bieten dem Verstand eine Orientierung. Ein orientierter Verstand kann dem Herzen den Weg frei machen und hinterher das Erlebte neu ordnen. In der Frontalsituation eines Vortrags geht es nun darum, die bisherige Erfahrung des Publikums zu aktivieren und darin enthaltene Potenziale für eine gemeinsame Schwingungserhöhung nutzbar zu machen. Dies geschieht durch ein erlebnisaktivierendes Vorgehen, das die Faktenlage keineswegs ersetzt, sondern auf geschickte Weise in einer Reihenfolge des Herzens ansteuert. Bei aller Vorbereitung obliegt die schlussendliche (Durch-)Führung der Kraft des Herzens. Ein lebendiger Vortrag ist eine dynamische und multidimensionale Massenkommunikation, deren große Herausforderung darin liegt, persönlich und sachlich zugleich zu sein.

Simone Meller

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Welle