Posted on 06 Juli 2010. Tags: Angst, Annahme, Begegnung, Einladung, Erde, Erinnerung, Freiheit, Freude, gefallen, Hier & Jetzt, Himmel, Kommunikation, laut, leise, Liebe, Macht, Opfer, Puls, Rhythmus, sanft, Schweigen, Sprache, Ton, Vernichtung, Wahrheit, Wut
Als ich einst laute Töne zu sprechen lernte,
da fürchtete ich die Vernichtung.
Nur sanft und leise war mein Sein
und voller Aufopferung.
Heute, da ich die lauten wie die leisen Töne kann
schätze ich beide und ihren Wechsel
so wie das Leben sie bringt.
In dieser Annahme des unstörbaren Rhythmus’
fanden Aufopferung und Vernichtung
heim in den Puls der ewigen Liebe.
Dort wo ich früher kämpfte oder erklärte
bin ich heute still und so sehr in meiner Macht.
Dort wo ich früher ängstlich schwieg
erhebe ich heute das energische Wort.
Nicht immer gefallen meine Worte oder mein Schweigen
doch war ich einst von Gefallen abhängig
bin ich heute frei zu sein die ich bin.
Darin liegt eine Einladung für die die mir begegnen
doch bedarf es im Grunde keiner Einladung
sondern nur Erinnerung zu sein was du bist
Du darfst sprechen oder schweigen
still sein oder laut – dich freuen oder zürnen
doch bitte sei nicht anders als du wirklich bist.
Ich kann dir nur begegnen wenn du zeigst
was du hier und jetzt in diesem Augenblick
zwischen Himmel und Erde wahrhaftig bist.
Simone Meller
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Posted on 01 Juni 2010. Tags: Abenteuerland, Anschauung, Arbeit, Aufklärung, Auftrag, Ausdruck, Bezogenheit, Biografie, Blog, Danke, Eigensinn, Erfahrung, Erfolg, Esoterik, Essenz, Ethik, Fließen, Form, formlos, Geborgenheit, Gefühl, heim, heimatlos, Herz, Ich bin, Integration, Klarheit, Kraft, Kunde, laut, Lernen, Leser, Methoden, Mystik, Orientierung, Pioniere, Position, Resonanz, Schatten, Sein, Selbstverwirklichung, Spiritualität, Sprache, Stille, Transformation, Transzendenz, Verstand, Vertrauen, Wahrheit, Wandel, Werteabwägung
Meine Biografie ist die Geschichte einer Heimatlosen, die mit Müh’ und Not lernte, in der Heimatlosigkeit zu Hause zu sein, und letztlich die Liebe in der Formlosigkeit entdeckte. Den einen zu intellektuell, den anderen zu gefühlsbetont. Wiederum anderen zu esoterisch oder zu aufgeklärt. Der Methode nicht treu genug und zu sehr den eigenen Werten verpflichtet. Jedenfalls immer zu eigensinnig, wenn auch stets erfolgreich auf ungewohnten Pfaden.
Dies alles niemals wählend, sondern einfach nicht anders könnend, als ich selbst zu sein. Erst später lernte ich darin die Figur der Selbstverwirklichung zu erkennen. Ich folgte meinem wandelnden Ich-bin durch die Vielfalt der Bezogenheit und fand Geborgenheit im mystischen Raum, im wechselnden Tanz von Selbsterfahrung und (sprachlichem) Ausdruck.
Zwischen allen Stühlen folge ich unablässig der Wahrheit meines Herzens, ertrage die immer kürzer werdende Halbwertzeit meiner Texte, wissend dass ohne den einen nicht der andere entstehen würde. Jeder Text entspringt der Klarheit, die Zug für Zug in meiner täglichen (Schatten-)Arbeit mit mir und anderen entsteht, und fließt an nächster Stelle wieder dort ein. Während ich mit Menschen und Situationen fließe, werde ich eine andere. Ich gebe mich meinen Aufträgen hin und empfange über die Bezahlung hinaus eine Begegnung, die mich wandelt. So webe ich zwischen meinen Terminen einen Mantel aus Sprache, den ich mit dem Unbekannten teile.
Er ist ein echtes Patchwork, jeder der mein Leben berührte, hat Anteil an ihm, empfängt meinen Dank. Dieser Mantel aus Sprache ist nichts als eine Hülle für das Erfahrene und das zu Erfahrene. Er ist eine Form in beständiger Wandlung, und seine länger werdender Schleppe zeugt vom eingeströmten Bruchteil der überwältigenden Essenz. Obwohl die Zahl der veröffentlichten Texte manchmal rasant steigt, vermehrt sich numerisch auch das nicht Gesagte. Ich sehe ab vom Veröffentlichen weißer Blätter, doch strömt durch mein offenes Herz mehr als mir Worte gegeben sind. Immer öfter ergebe ich mich dem Anschaubaren in meiner Erfahrung, dessen Kraft mich und meine Kunden in stiller Weise zu neuen Ufern trägt. Immer schwingt es sanft zurück, so wie auch das Unbekannte, dem ich mich bloggend anvertraue.
So ist dieser Blog ein Ort, an dem ich Einblicke gewähre in mein mystisches Abenteuerland und Ausblicke auf mein integrierendes Verstehen. In der Aneinanderreihung meiner Texte zeige ich mich als eine Lernende und Reisende, aber auch als eine, die auf ihre Werte achtet und bei aller Offenheit um eine balancierte Darstellung bemüht ist. Mir geht es um das Erzählen vom Möglichen, um die Einordnung des Schrecklichen und die Transformation zum Herrlichen.
Ich will mit meinen transzendenten Erfahrungen nicht wie mit Trophäen winken, denn es geht nicht um den vermeintlichen Glanz, sondern um die still gelebte Integration im Alltäglichen. Zugleich bedarf es in einer Welt, in der die spirituelle Szene boomt, auch einer öffentlichen Positionierung und des Angebots von Orientierung. Doch obwohl ich deshalb seit 2009 in meiner Stille immer lauter werde, bleibt vieles noch in einem Raum der Andeutung, den ich nach individuellen Bedarf und ethischer Abwägung im persönlichen Kontakt gerne erhelle. Ich freue mich über die Resonanzen meiner Leserinnen und das Vertrauen meiner Kunden. Es sind Geschenke, die mich berühren und inspirieren.
Simone Meller
Foto: Silke Theidel
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Posted on 08 März 2010. Tags: Anmut, Einheit, Ewigkeit, Flut, Herz, laut, Liebe, Lied, Poesie, pur, Sein, Sog, spiralförmig, Stille, Tanz, Ton
In mir klingt ein Lied. Was ich auch tue oder lasse, in mir singt eine wundervolle Poesie, die um so köstlicher wird, je einfacher und spiralförmiger sie ihre Tänze dreht. Sie ist ein Sog in die Einheit und verklingt dort in einem einzigen Ton, der sich immer stiller und lauter zugleich durch mein tägliches Leben zieht. Nur ein Bruchteil dieses ewigen Singsangs erreicht meinen Blog. Es ist eine kleine Spur für die, die folgen möchten. Ein plauderndes Rinnsal, das beim vollständigen Hineinnehmen in das eigene Herz (genauso wie das Pferd die Katze in sich aufnimmt), seine volle Fülle enfaltet. Nehmen wir die daraus erwachsende Liebe wiederum in unser Herz, so entdecken wir eine wahre Flut, die aufsteigt und sich in einer solch unbeschreiblichen Anmut wieder in einem Ton versenkt, das nur noch Ewigkeit bleibt.
Simone Meller
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Posted on 03 März 2010. Tags: Herz, Klarheit, Kosmos, laut, Liebe, Ordnung
Wenn das Herz laut ist, ordnet Liebe die Welt.
Simone Meller
Ähnlich: Wenn das Herz laut wird
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