Tag Archive | "Lachen"

Ich bringe dich nicht zum Weinen oder zum Lachen


ich bringe dich nicht
zum weinen oder zum lachen
mit mir darfst du
jede erfahrung in liebe machen

gern lausche ich mit
was tief in deinem herzen klingt
wenn meine seele mit
deiner ein liedchen in stille singt

manchmal möchte ich
dir gerne was schönes schenken
was kann ich geben
ohne von dir zu mir zu lenken

ich halte den mund
bis das herz hebt zu sprechen an
ich lasse die gesten
bis das herz setzt zum handeln an

mich berührt dein sein
auf vertraut wie fremde weise
suche nach wegen
zu schließen immer neue kreise

simone

Posted in LyrikKommentare deaktiviert

wann es meinem herzen entspringt


ich weiß wann ich schlafen müsste
ich weiß wann ich schlafen sollte
ich weiß wann ich schlafen wollte
letztlich schlafe ich wann es entspringt
aus der tiefe meines herzens

ich weiß wann ich lachen müsste
ich weiß wann ich lachen sollte
ich weiß wann ich lachen wollte
letztlich lache ich wann es entspringt
aus der tiefe meines herzens

ich weiß wann ich weinen müsste
ich weiß wann ich weinen sollte
ich weiß wann ich weinen wollte
letztlich weine ich wann es entspringt
aus der tiefe meines herzens

ich weiß wann ich arbeiten müsste
ich weiß wann ich arbeiten sollte
ich weiß wann ich arbeiten wollte
letztlich arbeite ich wann es entspringt
aus der tiefe meines herzens

ich weiß wann ich gehen müsste
ich weiß wann ich gehen sollte
ich weiß wann ich gehen wollte
letztlich gehe ich wann es entspringt
aus der tiefe meines herzens

ich weiß wann ich schweigen müsste
ich weiß wann ich schweigen sollte
ich weiß wann ich schweigen wollte
letztlich schweige ich wann es entspringt
aus der tiefe meines herzens

ich weiß wann ich tönen müsste
ich weiß wann ich tönen sollte
ich weiß wann ich tönen wollte
letztlich töne ich wann es entspringt
aus der tiefe meines herzens

ich weiß wann ich antworten müsste
ich weiß wann ich antworten sollte
ich weiß wann ich antworten wollte
letztlich antworte ich wann es entspringt
aus der tiefe meines herzens

simone meller

Posted in LyrikKommentare deaktiviert

Bodhisattva in Metro


Posted in ZitateKommentare deaktiviert

Ich habe versucht nicht Psychologin zu werden


Ich habe versucht nicht Psychologin zu werden. Als ich nicht anders konnte, habe ich versucht zumindest nicht Psychotherapeutin zu werden. Als ich wiederum nicht anders konnte, habe ich versucht die Spiritualität herauszuhalten. Als ich auch das nicht abwenden konnte, habe ich mich in den letzten Jahren öfter gefragt, ob ich wirklich immer noch Psychotherapeutin sein muss.

Du kennst die Antwort. Und ich staune über diesen Teil meines Seelenplans und meine Anstrengungen, ihn nicht zu leben. Dabei ist es so leicht, mich von ihm durchs Leben tragen zu lassen. Heilung war immer schon meins, nur an die Fächer Psychologie und Psychotherapie musste ich mich gewöhnen – und später an meine herausfallende Rolle in diesen traditionellen Berufsfeldern. Da ich erfahren habe, dass es die bedingungslose Liebe ist, die heilt, sind mir konzeptuell weder die Psychotherapie noch die Spiritualität besonders wichtig (s. Wissenschaft und Spiritualität sind relativ unwichtig).

Aber ich beuge mich diesem höheren Plan, der da sagt, dass es derzeit trotzdem wichtig ist, als Ansprechperson für beide Konzeptsammlungen zur Verfügung zu stehen. Ich tue das auch wirklich gern, genauso wie ich gerne Psychologie studiert, die Weiterbildung zur Psychotherapeutin gemacht und die Spiritualität in meine Arbeit integriert habe. Was dir nun wie ein einziger Widerspruch vorkommen mag, erscheint mir als eine Art Punktspiegelung im transzendenten Raum, eine Anordnung von Energie in Polarität, um das Wollen wie das Nicht-Wollen und ihre Identität in Einheit erfahren zu können. Hier versagt mir die Sprache, denn letztlich besteht meine Qualifikation als Ansprechperson für Psychotherapie und Spiritualität exakt darin, dass mir beides nicht wichtig ist, aber dieses neue Bewusstsein konnte ich nur entwickeln, weil mir beides einmal so wichtig war, dass ich es am liebsten nicht leben wollte. Heute lebe ich es mit Leidenschaft und Gleichmut zugleich.

Das kann nun deuten, wer will. Ich schließe für heute, bevor mein Verstand kollabiert, während mein Herz gemeinsam mit dir lacht. Ich danke dir, dem ewigen Du in unzähliger Gestalt, das mir täglich aufs Neue zeigt, was zu meinem Seelenplan gehört und was nicht. Fragte mich neulich ein Kollege, woher ich das denn jeweils wüsste, so vermochte ich nicht zu antworten, außer dass ich es eben spüre. Ich spüre den Unterschied zu den Momenten, da ich versuchte nicht Psychologin zu werden…

Text: Simone Meller
Foto: Renate Franke, Pixelio

Posted in KlartextKommentare deaktiviert

Seite 1 von 41234
Welle