Tag Archive | "Kunde"

Methoden entstehen durch Verallgemeinerung


Methoden entstehen, wenn Menschen ihren persönlichen Heilungs- oder Erfolgsweg verallgemeinern und auf entsprechend gewillte Menschen treffen, also auf solche, die sich auf dieses Benefit versprechendes Experiment einlassen. Ich bin nicht gegen Methoden. Im Gegenteil, ich habe von ihnen profitiert: mein Gang durch die Methoden hat meinen Blick geschärft und mich die sanft wandelnde Kraft des puren Seins erfahren lassen. Aufgrund dieser immer wieder neu gemachten Erfahrung besteht meine Arbeit primär aus Herzensgesprächen, die ich erst sekundär, sofern der Prozess danach verlangt, um methodische Interventionen ergänze. Doch sobald eine Methode meinen Kunden bei der Entfaltung seiner augenblicklichen Wahrheit stört, lasse ich sie los. Eine Methode ist eine Methode ist eine Methode.  Jeder Mensch darf seinen Weg finden, wie ihn noch nie jemand ging. Insofern stehe ich mit meinem Angebot nicht für bestimmte Methoden. Ich habe auch keine neue Methode kreiert, die ich als Ausbildungsangebot zu Markte zu tragen hätte. Was ich tue, ist nicht neu, sondern so alt wie die Menschheit. Ich verlasse mich auf den Wandel durch aufrichtige Begegnung von Herz zu Herz. Dadurch bin ich uninteressant für Kunden, die nach Anbietern oder Ausbildern für bestimmte Methoden suchen, und merkwürdig für Kolleginnen, die von einer Fortbildung nach der anderen erzählen. Ich verkörpere nicht das, wonach sie streben, und das ist in der Gleichzeitigkeit zu meinem Erleben von Fülle eine aufschlussreiche Selbsterfahrung. Wir gehen unterschiedliche Wege. Und ich erfahre es als Gnade, dass wir das tun dürfen. So ist niemand gezwungen, sondern jeder frei das seine zu tun. Diese Freiheit schätze ich sehr.

Simone Meller

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Nur scheinbar paradox: Absichtslosigkeit spart Kosten


Absichtsloses Maximum

Wenn ich dir absichtslos begegne, bleibe ich meinen Impulsen treu. Ich fühle mich, während ich dich wahrnehme. Zwei Ausdrücke eines Resonanzkörpers, die von Moment zu Moment sind, was sie sind.

Wir fallen in Liebe und steigen mit Leichtigkeit. Es ist das Zarte, das uns ergreift und zur nächsten Station trägt. Wir schwingen, erleben impulsfreie Räume, schwingen weiter, erleben impulsfreie Räume und so fort. Das Maximum, das sich zwischen Menschen entfalten kann, entsteht in absichtsloser Begegnung.

Der Kunde darf skeptisch sein

Dieses anmutige Prinzip lebe ich auch beruflich als Auftragnehmerin. Das setzt natürlich voraus, dass ich den Auftrag vor Annahme auf Übereinstimmung mit meinen Werten prüfe und sich mein Auftraggeber vertrauensvoll auf unsere Prozessarbeit einlässt. Prozessorientierung an sich ist nicht neu. Vielernorts noch ungewohnt ist die ungebrochene Ausrichtung des Prozesses auf Liebe und Wahrhaftigkeit.

Oft ist dann – vor allem im Unternehmen – kundenseitig der erste Impuls, es könnten Fässer geöffnet werden, deren Inhalte nicht tragbar sind. Indem wir diese wahrhaftig ausgesprochene Angst in Liebe sein lassen, entsteht eine Beruhigung und aus dieser heraus der nächste Impuls zur Vertiefung der Arbeit. Die Kraft der Impulse wird nicht unterdrückt, damit scheinbar produktiv gearbeitet werden kann, sondern aktiv genutzt. Meine Herausforderung besteht darin, auch an heiklen Punkten in der bedingungslosen Liebe verwurzelt zu bleiben und mit Klarsicht bei der Navigation durch Nebelfelder zu unterstützen.

Ohne Chaos zielführend und  kostensparend

Ich kenne kein zielführenderes und kostensparenderes Vorgehen als die absichtslose Begegnung, obwohl sie mit alten Maßstäben betrachtet nicht zielführend zu sein scheint. Fallstricke entstehen dort, wo mangels Erfahrung und Modell der Prozess vorzeitig zugunsten von Idealvorstellungen unterdrückt wird. An diesen Stellen ist sensible und energische Prozessbegleitung gefragt, um auf absichtslosem Kurs zu bleiben. Ein Paradoxon.

Absichtslosigkeit meint keinesfalls das Chaos eines unstrukturierten Vorgehens, sondern charakterisiert etwas, das ich in Anlehnung an den Begriff der Transrationalität als transstrukturell bezeichnen möchte. So wie Transrationalität Rationalität nicht ablehnt, sondern übersteigt, wird Struktur von Absichtslosigkeit nicht abgelehnt, sondern konstruktiv überstiegen. Den Nutzen von Absichtslosigkeit abstrakt zu beschreiben, fällt schwerer, als ihn im Herzensgespräch konkret zu erfahren.

Bei Bereitschaft zur Klarheit ermöglicht Absichtslosigkeit binnen kurzer Zeit Heilung (Psychotherapie), Ausrichtung (Coaching) und Geschäftsoptimierung (Unternehmensberatung). Diese Wandlungen entstehen in völliger Leichtigkeit, wenn wir uns für das öffnen, was sich längst entwickeln will.

Text: Simone Meller | Foto: Maren Beler, Pixelio

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Wissenschaft und Spiritualität sind relativ unwichtig


Wenn es keine Friedhöfe gäbe, bräuchte ich nicht das Konzept der (Re-)Inkarnation. Da ich mich offensichtlich in einer Welt bewege, in der wir uns mit Hilfe von Zeit und Raum orientieren und in der Menschen geboren werden und wieder sterben, kann das Konzept der (Re-)Inkarnation vorübergehend hilfreich sein. Es macht vieles erklärlich und verdaulich, wenn wir von früheren Leben eingeholt, erschüttert und beschenkt werden. Ich erleb(t)e Auflösung von Karma als mächtige Befreiung.
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Jedes Leben ist eine Geschichte und jede Geschichte ist angeordnete Energie

Längst habe ich aufgehört zu zählen, zu sortieren und zu datieren, was “ich” alles war. Doch immer stand liebevolle Intergration an, wenn alte Inkarnationen heimkehrten. Jedes Leben ist eine Geschichte, eine bestimmte Anordnung von Energie. Viele Leben, viele Geschichten ranken sich ineinander wie die Blätter einer Blüte. So bildet jede Einzelseele, jede Überseele, jede Gruppenseele etc. ihre Blüte. Und all diese Blüten sind wiederum Blätter der einen Blüte, der wir alle entsprungen sind.

Alle Manifestationen der materiellen und geistigen Welt, die mir begegnen, sind nichts weiter als Geschichten, verschiedene Variationen ein- und derselben Energiequelle. Deswegen sind mir wissenschaftliche und mystische Erkenntnisgewinnung trotz ihres unterschiedlichen Vorgehens auch völlig gleichwertig, keins von beidem steht über dem jeweils anderen. Das einzige, was in meinen Augen jeweils führen darf, ist das als subjektiv wahr Empfundene. Für den einen sind das die neuesten Erkenntnisse der Neurobiologie, für den anderen die jüngste Wirtschaftsumfrage, für den nächsten die Erhellung in der Stille und für den übernächsten ein Channeling mit Jeshua, Maria Magdalena oder Erzengel Michael, die Worte eines Gurus während eines Satsangs oder schlichtweg die Schrift der Bibel.

Ich diene dir mit dem, was du brauchst

Mit all diesen Menschen komme ich klar, weil ich gelernt habe, mich vor der Wahrheit des anderen zu verneigen, seinen Seelenplan und seinen freien Willen zu achten. Ich verstehe meine Dienstleistungen im ursprünglichen Sinne des Wortes als dienende Leistung, lasse mich auf mein Gegenüber ein und biete das an, was jeweils benötigt wird. Da braucht ein Chemiker eine wissenschaftliche Erklärung, warum sein Migräneanfall während unserer Sitzung binnen weniger Minuten verschwindet, gemeinsam arbeiten wir uns durch die Fragwürdigkeit des cartesischen Schnitts und durch plausible Ableitungen einer generalisierten Quantentheorie. Eine Versicherungsangestellte durchlebt Fragmente ihrer Hinrichtung im sogenannten Konzentrationslager, währenddessen begleite ich sie mit meiner Energie und validiere ihre Wahrnehmungen durch meine eigenen. Ein Manager ist fasziniert vom Resonanzprinzip und ich unterstütze ihn bei der Anwendung in seinem Unternehmen. Eine körperlich schwer kranke, zwischen Ungläubigkeit und verzweifelter Gottsuche schwankende Rentnerin sucht Halt und findet ihn während unseres Gesprächs in der Seele ihres verstorbenen Vaters. Ich werde gebucht für eine Teamentwicklung, in der Spiritualität keine explizite Rolle spielt, wohl aber mein Gespür für Gruppendynamik und meine Fähigkeit zu strukturieren.

Wenn Auftragsarbeit absichtslos wird

Als Dienstleisterin ergebe ich mich dem Prozess zum Wohle meines Kunden, und auf diese Weise erhält Auftragsarbeit den Charakter von Absichtslosigkeit, ohne in gleichgültige Beliebigkeit zu fallen. Während ich mich flexibel auf die Realitäten meiner Kunden einstelle und systemimmanent mit ihnen arbeite, bleibe ich gleichzeitig meiner Wahrnehmung treu. So entsteht ein Dialog, im Zuge dessen wir uns – dem Wachstum der Kundin verpflichtet – über unsere unterschiedlichen und gemeinsamen Konzepte verständigen. Durch dieses Zusammenspiel verschiedener Wahrnehmungen kommen die schwierigen Themen ans Licht,  zum Beispiel wenn sich jemand mit dem Nichts identifiziert, Jeshua verherrlicht, im Resonanzprinzip das Wirken des Schattens übersieht oder Teamkonflikten auszuweichen versucht.

Gerne lasse ich jedes Konzept los, sobald ich es nicht mehr brauche. Und gerne benutze ich es wieder, wenn es der Situation dient. Ich erlebe dieses Hin und Her nicht als das in den Wind Hängen meines Fähnchens und auch nicht als einen bequemen Eklektizismus oder ein Ausweichen vor Schattenarbeit. Vielmehr sehe ich darin eine kompromiss- und bedingungslose Ausrichtung auf das höchste Wohl. des jeweiligen Kunden. Da ich das nicht kenne, bleibt mir nur Demut: ich falle mit all dem mir Anvertrauten in die Liebe. Dort nehme ich den nächsten stimmigen Schritt wahr: ein Impuls zu einer fachlichen Aufklärung, zu einer Anleitung für Stille, zu einer wertschätzenden Konfrontation oder zu einem Plädoyer für das Vergessene im Kunden.

Ich folge den Bewegungen der Seele, bis sie verschwinden

Damit folge ich den Bewegungen der Seele und in Momenten, da sich auch das Konzept der Seele auflöst, den Bewegungen des Geistes. Ist auch der Geist nicht mehr da, ergebe ich mich dem, was bleibt: Nichts. Doch auch an diesem Zustand habe ich nicht zu haften, sondern mich immer wieder neu für die Manifestationen des Lebens zu öffnen. Ich nehme das Leben, wie es kommt, und lasse es los, wie es geht. In dieser Elastizität bin ich geborgen und frei, mit dir zu sein. Deswegen gleicht keine Begegnung der anderen, obwohl es oft um dasselbe geht. Wir sind hier, um ein- und dasselbe in seinen Variationen zu erleben. Darauf lasse ich mich Tag für Tag ein. Deshalb meine ich, dass sämtliche Konzepte von Wissenschaft und Spiritualität relativ unwichtig sind. Aber es ist praktisch, sie vorübergehend zu nutzen.

Text: Simone Meller | Foto: Klaas Hartz, Pixelio

 

 

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Mystische Abenteuer und ihre Integration


Meine Biografie ist die Geschichte einer Heimatlosen, die mit Müh’ und Not lernte, in der Heimatlosigkeit zu Hause zu sein, und letztlich die Liebe in der Formlosigkeit entdeckte. Den einen zu intellektuell, den anderen zu gefühlsbetont. Wiederum anderen zu esoterisch oder zu aufgeklärt. Der Methode nicht treu genug und zu sehr den eigenen Werten verpflichtet. Jedenfalls immer zu eigensinnig, wenn auch stets erfolgreich auf ungewohnten Pfaden.

Dies alles niemals wählend, sondern einfach nicht anders könnend, als ich selbst zu sein. Erst später lernte ich darin die Figur der Selbstverwirklichung zu erkennen. Ich folgte meinem wandelnden Ich-bin durch die Vielfalt der Bezogenheit und fand Geborgenheit im mystischen Raum, im wechselnden Tanz von Selbsterfahrung und (sprachlichem) Ausdruck.

Zwischen allen Stühlen folge ich unablässig der Wahrheit meines Herzens, ertrage die immer kürzer werdende Halbwertzeit meiner Texte, wissend dass ohne den einen nicht der andere entstehen würde. Jeder Text entspringt der Klarheit, die Zug für Zug in meiner täglichen (Schatten-)Arbeit mit mir und anderen entsteht, und fließt an nächster Stelle wieder dort ein. Während ich mit Menschen und Situationen fließe, werde ich eine andere. Ich gebe mich meinen Aufträgen hin und empfange über die Bezahlung hinaus eine Begegnung, die mich wandelt. So webe ich zwischen meinen Terminen einen Mantel aus Sprache, den ich mit dem Unbekannten teile.

Er ist ein echtes Patchwork, jeder der mein Leben berührte, hat Anteil an ihm, empfängt meinen Dank. Dieser Mantel aus Sprache ist nichts als eine Hülle für das Erfahrene und das zu Erfahrene. Er ist eine Form in beständiger Wandlung, und seine länger werdender Schleppe zeugt vom eingeströmten Bruchteil der überwältigenden Essenz. Obwohl die Zahl der veröffentlichten Texte manchmal rasant steigt, vermehrt sich numerisch auch das nicht Gesagte. Ich sehe ab vom Veröffentlichen weißer Blätter, doch strömt durch mein offenes Herz mehr als mir Worte gegeben sind. Immer öfter ergebe ich mich dem Anschaubaren in meiner Erfahrung, dessen Kraft mich und meine Kunden in stiller Weise zu neuen Ufern trägt. Immer schwingt es sanft zurück, so wie auch das Unbekannte, dem ich mich bloggend anvertraue.

So ist dieser Blog ein Ort, an dem ich Einblicke gewähre in mein mystisches Abenteuerland und Ausblicke auf mein integrierendes Verstehen. In der Aneinanderreihung meiner Texte zeige ich mich als eine Lernende und Reisende, aber auch als eine, die auf ihre Werte achtet und bei aller Offenheit um eine balancierte Darstellung bemüht ist. Mir geht es um das Erzählen vom Möglichen, um die Einordnung des Schrecklichen und die Transformation zum Herrlichen.

Ich will mit meinen transzendenten Erfahrungen nicht wie mit Trophäen winken, denn es geht nicht um den vermeintlichen Glanz, sondern um die still gelebte Integration im Alltäglichen. Zugleich bedarf es in einer Welt, in der die spirituelle Szene boomt, auch einer öffentlichen Positionierung und des Angebots von Orientierung. Doch obwohl ich deshalb seit 2009 in meiner Stille immer lauter werde, bleibt vieles noch in einem Raum der Andeutung, den ich nach individuellen Bedarf und ethischer Abwägung im persönlichen Kontakt gerne erhelle. Ich freue mich über die Resonanzen meiner Leserinnen und das Vertrauen meiner Kunden. Es sind Geschenke, die mich berühren und inspirieren.

Simone Meller
Foto: Silke Theidel

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