Tag Archive | "Kritik"

Wo ich mich nicht einlasse


wo ich die abwendung anderer beklage
lasse ich mich nicht ein

wo ich das ungeschick anderer kritisiere
lasse ich mich nicht ein

wo ich die abwertung anderer bekrittel
lasse ich mich nicht ein

wo ich das neue über das alte hebe
lasse ich mich nicht ein

wo ich das alte über das neue stelle
lasse ich mich nicht ein

wo ich mich nicht einlasse
finde ich keinen frieden

wo ich mich einlasse
werde ich eins

simone

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Das Antlitz der Wirtschaft verändert sich


Für viele Menschen ist Business noch eine Art Parallelwelt, in der sie glauben, anders als sie selbst sein zu müssen. Eigentlich kann das niemand wirklich wollen. Denn wenn wir nicht das sind, was wir sind, stehen wir nicht in unserer vollen Kraft. Und welches Unternehmen wünscht sich nicht die volle Kraft seiner Mitarbeiter/innen? Es bedarf lediglich des Mutes, sich der durch Wahrhaftigkeit entstehenden kreativen Spannung zu stellen, und des Vertrauens, dass solche Prozesse durch Liebe getragen zum Wohle aller enden. Das ist der Kern meiner unternehmensberaterischen Arbeit, die ich sowohl an der Spitze von Organsationen als auch an deren Basis anbiete.

Wir erleben den Wandel einer Welt, in der immer öfter das Herz führt und der Verstand dient. Dies führt nicht zur völligen Auflösung von Strukturen, wohl aber zu deren Transformation auf zeitgemäße Schwingungsniveaus. Denken wird transrational und macht Platz für Kreativität und freudigen Erfolg, wie sie einer fortlaufenden Bewusstseinserweiterung entspringen. Kritik und Skepsis dürfen weiterhin sein, sind als Entwicklungsstimulanzien sogar ausdrücklich willkommen. Die Führung des Herzens meint keinesfalls die Ignoranz von Kopf und Bauch, sondern integriert deren Impulse harmonisch in ein neues Bewusstsein. Aus diesem erweiterten Bewusstsein können wichtige Geschäftsentscheidungen und betriebliche Prozessoptimierungen in Leichtkeit vollzogen werden, während sie zugleich an Sinn und Innovation gewinnen.

Eine Wirtschaft, in der es möglich geworden ist, auf einer bunt gemischten Wirtschaftstagung und anderen Kongressen Erfolg aus ganzheitlicher Sicht zu beleuchten, hat ihr Antlitz verändert. Es ist möglich, öffentlich über Liebe, Tod und Selbstverwirklichung zu sprechen. Es ist möglich, über die neue Balance von femininer und maskuliner Energie  und kosmische Gesetze wie Polarität und Resonanz zu sprechen. Lasst es uns so oft wie möglich tun! Wir erfahren, wie sich wirtschaftliches Handeln von Innen heraus erneuert, indem wir mit Beispielen vorangehen. Das Antlitz der Wirtschaft verändert sich auch weiterhin nur durch Menschen, die sich ein Herz fassen und ihre  beruflichen Verstecke verlassen. Sie verändert es durch lebensfrohe Vorreiter/innen, die sich wahrhaftig und liebevoll in Unternehmen einbringen. Wir verändern die Wirtschaft, indem wir die Veränderung sind.

Simone Meller

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Kritisches Statement zum Kreationismus


Ich sah einen Fernsehbericht über den Kreationismus (s. Wikipedia). Demnach sollen 45% der US-Amerikaner und 15% der Deutschen Anhänger dieser Strömung sein, die wissenschaftsfeindlich eine konkretistische Auslegung der Bibeltexte dogmatisiert. Sogar in Schulen wird diese Denke bereits gelehrt. Dahinter steht ein Bedürfnis nach Orientierung und Sicherheit, der Wunsch nach etwas, das über allem steht und klar sagt: “Das ist richtig, das ist falsch. Das will Gott, das will er nicht.”

Der Kreationismus ist ein Beispiel dafür, wie ein Zurückfallen in die Prärationalität persönliche und spirituelle Entwicklung hemmt (s. Transrationalität ist ein Tor). Anstatt das Wagnis eigener Erfahrungen und Werteabwägungen einzugehen, bleiben die Anhänger des Kreationismus im regressiven Bedürfnis nach einer autoritären Macht verhaftet (s. Punkt 1 Pilzsuche im psycho-spirituellen (Esoterik-)Wald).

So bedenklich mir diese Entwicklung aus psychologischer Perspektive erscheint, darf diese Spielart aus Sicht des Seins natürlich sein.

Ich persönlich sage “Nein” zum Kreationismus und akzeptiere auf Seins-Ebene seine Existenz (s. Was Nein-Sagen bedeutet). Sie ist der Ausdruck eines Teilkollektivs, das sich auf seinen eigenen Weg nach Hause macht.

Auch ich habe mich einst auf meinen Weg gemacht und jede Information ignoriert, die noch nicht zu meinem Sein passte (s. Entwicklung von Neuem Bewusstsein). Auch ich habe die Spiele der Idealisierung und Entwertung gespielt und schrittweise zu einer gesunden Mitte gefunden.

Wenn Menschen Spiele spielen, die nicht mehr meine Spiele sind, bleibt mir nur, ihnen im Herzen die Hand zu halten. Ich lasse los und bleibe offen für Neubegegnung zur rechten Zeit. Es ist Liebe, die bleibt.

Simone Meller

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Neues Bewusstsein zu Ostern 2010


Meine diesjährigen Gedanken zu Ostern zentrieren sich im folgenden Satz:

Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du. – Mahatma Gandhi

Alle drei Strategien (Ignoranz, Auslachen, Bekämpfen) entstehen aus einem Gefühl von innerer Kleinheit. Wer sich klein fühlt (also seine eigene Größe verkennt), kann die gelebte Größe des anderen nicht ertragen. Deshalb ist er versucht, sie mit Nichtbeachtung, Missachtung und Misshandlung auszuschalten. Damit projiziert er die eigene Selbstverkennung auf das Gegenüber.

Das Zitat von Gandhi beschreibt das Lebensthema jedes Menschen, der sich seiner Selbstverwirklichung stellt. Jeder hat seine Ängste vor den Reaktionen der anderen zu transformieren und “gewinnt” erst dann, wenn sein Selbsterleben zunehmend unabhängiger von den Bewertungen anderer wird. Denn:

Lob und Tadel bringen den Weisen nicht aus dem Gleichgewicht. – Buddha

Was ich hier für die persönliche Bewusstseinsentwicklung geschrieben habe, gilt gleichermaßen für die kollektive Bewusstseinsevolution. Wir alle sind Teil der Selbstverwirklichung einer Quelle. Wir durchlaufen als vielfach geteilte und getrennte Einheit zahlreiche Erfahrungen von Licht und Finsternis. Indem wir als Einzelne unser Leben leben, tragen wir augenblicklich zur gesamten Bewusstseinsentwicklung bei. Die Rollen wechseln innerhalb und zwischen den Inkarnationen:

Mal ignorieren sie dich, mal du sie.
Mal lachen sie über dich, mal du über sie.
Mal bekämpfen sie dich, mal du sie.
Mal gewinnst du, mal sie.

Ostern ist die Einladung, sich über seine Menschenspiele bewusst zu werden und seine Projektionen zu erkennen. Denn nur indem wir sie in uns hinein zurücknehmen, können sie Wandlung erfahren. Das Dunkle ist unsere Schöpfung. Übernehmen wir also die Verantwortung. Nehmen wir das Dunkle zurück in unser eigenes Herz, so findet es dort zurück ins Licht.

Simone Meller

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