Posted on 08 August 2010. Tags: Arbeitsstörung, Aufgabe, Aufschieberitis, Bedürfnis, Beruf, Blankenese, Diplomarbeit, Doktorand, Doktorarbeit, Dynamik, Erledigung, Freiberufler, Hamburg, interaktiv, Konzentrationsstörung, Prokrastination, Prozessorientierung, Schreibblockade, Schreibfluss, Selbstständigkeit, Transformation, Workshop
Dieser Workshop ist eine Sonderaktion von schwungwerk.de
Jeder kennt sie, keiner mag sie: Arbeitsstörungen. Egal, ob es sich um eine Schreibblockade, Aufschieberitis (Prokrastination) oder Schwierigkeiten mit der Konzentration handelt, sie kosten Zeit, Geld und Nerven. Aber sie sind wertvoll, wenn man ihren Wert zu schöpfen und in Arbeitsfluss zu transformieren weiß.
Wir arbeiten in vertrauensvoller Gruppenatmosphäre auf Basis von Herzensgesprächen, in die psychologisches Knowhow über den Umgang mit Arbeitsstörungen eingeflochten wird. Der Workshop wird vor Ort prozessorientiert auf die Bedürfnisse der Teilnehmer zugeschnitten und ist durch diese interaktive Dynamik besonders wirksam.
Zielgruppe:
- Angestellte, Freiberufler und Selbstständige, die ihre Aufgaben zügiger erledigen wollen
- Diplomanden und Doktorandinnen aller Fachrichtungen, die in Schreibfluss kommen möchten
Termin:
Donnerstag, 16. September 2010, 10-13 Uhr und 15-18 Uhr. Wir beginnen spät am Tag und machen eine ausgedehnte, frei verfügbare Mittagspause, damit du vor und nach den intensiven Workshop-Einheiten das tun und lassen kannst, was du brauchst, um dich optimal entwickeln zu können.
Teilnehmerzahl:
Es nehmen maximal 12 Personen teil.
Ort:
Im Seminarraum am schönen Baurs Park, zu Fuß in 10 Minuten vom S-Bahnhof Hamburg-Blankenese erreichbar. Zum Elbstrand läufst du knappe 10 Minuten oder du genießt in der Mittagspause das Panorama von einer Bank am Parkrand. Eine genaue Wegbeschreibung erhältst du bei Anmeldung. Du wohnst außerhalb von Hamburg? Das ehemalige Fischerdorf Blankenese mit mediterranem Flair ist immer eine Reise wert: Strand, Wälder und ein Ortskern mit Cafés, Restaurants und Boutiquen laden zum Verweilen ein. Es gibt Unterkünfte für jeden Geschmack.
Investition:
250 € inkl. Mehrwertsteuer, Wasser, Saft und frisches Obst (vormittags), Kaffee, Tee und Kuchen (nachmittags). Frühbucher erleichtern meine Organisation, deshalb bedanke ich mich für Anmeldungen bis zum 16. August 2010 mit einem Skonto von 10 Prozent.
Anmeldung:
Du kannst dich formlos per Email unter Angabe deiner Adresse anmelden. Die Anmeldung wird erst mit vollständigem Zahlungseingang auf mein Konto 2567316500 bei der SEB Bank (Blz 20010111) gültig. Deshalb erfolgt die Vergabe der Plätze in der Reihenfolge der Zahlungseingänge. Bei Zahlungeingang bis zum 16. August 2010 profitierst du vom Skonto: Überweise in diesem Falle also nur 225 €. Beim unwahrscheinlichen Ausfall des Workshops zahle ich den jeweils gezahlten Betrag zurück. Weitergehende Ansprüche an mich als Veranstalterin bestehen nicht. Bei Rücktritt bis zu vier Wochen vor Veranstaltungsbeginn erstatte ich 100% des gezahlten Betrags zurück. Bei späterem Rücktritt oder Nichterscheinen erfolgt keine Erstattung. Du kannst jedoch vor Veranstaltungsbeginn eine Ersatzperson benennen. In diesem Fall entstehen keine zusätzlichen Kosten.
Posted in in Wirtschaft, in Wissenschaft
Posted on 24 Mai 2010. Tags: Arbeit, Arbeitsstörung, Aufgabe, Balanced Score Card, Beitrag, Bewusstseinsfaktor, Bilanz, Burnout, Business, Coaching, Druck, Energieräuber, Erde, Erfolg, Feedback, Fehler, Führen, Führungskraft, Geist, Glaubenssätze, Grenzen, Großunternehmen, Haben, Hamburg, Herz, Insuffizienz, KMU, Kollegen, Kompetenz, Konzentrationsstörung, Kunde, Leadership, Leichtigkeit, Leistung, Management, Meeting, Mitarbeiter, Mut, Neues Bewusstsein, Organisation, Perfektionismus, Personalmangel, Produktivität, Projekte, Prozess, Reizbarkeit, Ruhe, Same, Schlafstörung, Seele, Sein, Selbstverwirklichung, Sinn, Soll, Störung, Telefoncoaching, To-do-Liste, Umstrukturierung, Wahnsinn, wahres Selbst, Wandel, Wirkung, Zielvereinbarungen, Zweifel
Führungskräfte werden durchschnittlich alle 7 Minuten (durch Telefonate, Fragen von Mitarbeiter/innen etc.) gestört und mit ihrer Arbeit aufgrund von Masse nie wirklich fertig. Wenn sie abends nach Hause fahren, gehen sie im Geiste die Dinge durch, die sie noch nicht erledigen konnten. Dabei entgleitet ihnen das, was sie tagsüber faktisch geschafft haben.
Es ist riskant, sich auf das “Nicht” zu fokussieren, während das “Geschaffte” durch das Netz der Erinnerung fällt. Denn auf diese Weise bahnt man Insuffizienzgefühlen, Zweifeln an der eigenen Kompetenz und anderen Energieräubern den Weg. Häufig gestehen sich auf Perfektion bedachte Führungskräfte dieses negative Selbsterleben nicht ein, so dass es unbewusst antreibend wirkt und im Bewusstsein nur als “Druck” ankommt (s. Von der Maßlosigkeit zur Angemessenheit).
Mögliche Folgen sind Reizbarkeit, Schlafstörungen, Vernachlässigung von Hobbies, übermäßiges Arbeiten, zunehmende Flüchtigkeitsfehler, Konzentrations- und Arbeitsstörungen etc.. Schnell schaukelt sich das in einer Spirale bis zum Burnout hoch, das dann letztlich zu der Ruhe zwingt, die bereits jeden Abend auf der Heimfahrt oder, besser noch, bereits am Tage hätte sein dürfen. Auch Führungskräfte sind Menschen mit Grenzen. Einige Punkte auf der täglichen Aufgabenliste können abgehakt werden, andere nicht.
Allen, die sich abends ihr Soll vorhalten, empfehle ich eine banale Haben-Liste, auf der das Erledigte vermerkt wird UND das Unvorhergesehene, das ebenfalls geleistet wurde. Ganz abgesehen von diesem Leistungskatalog rate ich Führungskräften, sich bewusst zu machen, dass ihr größter Beitrag darin besteht, sich auf ihre persönliche Art und Weise in das Unternehmen einzubringen. Es hat einen Sinn, dass sie auf den Posten sitzen und nicht andere. Ihre Handschrift ist gefragt. Diese jeden Tag neu zu erbringen – bei all dem Wahnsinn, der in den letzten Jahren durch die Großunternehmen tobt und auch die KMU nicht unberührt lässt – das ist die wahre Leistung.
Es ist diese Leistung, die in meinen Augen bloßes Management von ernsthaftem Leadership unterscheidet. Sie taucht in keiner Balanced Score Card auf, obwohl sie langfristig und entscheidend auf die Bilanz eines Unternehmens wirkt. Sie ist das, was man im Business-Slang auch “Bewusstseinsfaktor” nennen könnte. Ginge es nur um die Funktion, so wäre jede Führungskraft jederzeit austauschbar. Doch gefragt ist eben auch ihr Sein, das über das Managen von Aufgaben hinaus auf Mitarbeiter, Kolleginnen, Kunden und in Feedbackschleifen zum nächst höheren Vorgesetzten wirkt.
So wie sich die Atmosphäre einer U-Bahn von Station zu Station beim Ein- und Aussteigen der verschiedenen Leute verändert, wandelt sich der Geist eines Unternehmens durch die ihm angehörenden Menschen über ihre bloße Aufgabenerfüllung hinaus. Ob man es nun als Seele oder Bewusstsein eines Unternehmens bezeichnet, ist mir mir weniger wichtig als die Sensibilisierung für den Unterschied, ob DU oder jemand anders den Job macht.
Wie im Privaten beginnt Selbstverwirklichung im Business ebenfalls im Kleinen. Von der Gestaltung der Meetings, der Organisation von Projekten, dem Umgang mit Personalmangel und unhaltbaren Zielvereinbarungen bis hin zu Schritten mehr oder weniger erfolgreicher Umstrukturierungen. In der Rückverbindung an die eigenen wahren Werte und deren mutiger Verfolgung im unternehmerischen Alltag geschehen Dinge, die die To-Do-Liste übersteigen, ohne dass diese nun unwichtig geworden wäre. Nur sollte in all der Geschäftigkeit (übrigens: ist diese wirklich immer produktiv?) nicht der eigentliche Herzensbeitrag zu einer sich wandelnden Wirtschaft untergehen. Nicht immer ist der Beitrag sofort und für alle sichtbar, doch er entfaltet augenblicklich seine Wirkung, wie ein Same, der in die Erde gesetzt wurde.
Mein Business-Coaching bewegt sich genau in diesem scheinbaren Spagat zwischen Leistungserbringung und Bewusstseinswandel. Beides bleibt nur solange ein Widerspruch, wie der Glaubenssatz gepflegt wird, das eine sei mit dem anderen unvereinbar. Dabei kommt beides in einer Person zur Deckung, die sich traut, ihr wahres Sein in das Unternehmen einzubringen und dadurch in Leichtigkeit Prozesse verändern kann, die vorher mit Meißeln nicht zu durchdringen waren. Sehr viele Menschen gehen diesen Weg bereits, und täglich werden es mehr.
Simone Meller
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