Tag Archive | "Klarheit"

Was mich ruft und wie ich hinkomme


Klar der Ruf, unbekannt der Weg. Wie komme ich von hier nach dort? Durch mein Jetzt. Sein. Tun, was zu tun ist. Eine zu schreibende Rechnung, der schmutzige Teller, der Anruf bei der Behörde. Der nächste Schritt liegt vor meiner Nase. Auch wenn ich den zehnten Schritt danach, ja nicht einmal den übernächsten kenne. Alles ergibt sich Stück für Stück aus meinem Herzen – wenn ich es lasse.

Wie bei einem Eisberg, bei dem 7/8 unter der Oberfläche in der Tiefe liegt, hängen an der Rechnung, dem Teller, dem Anruf innere Themen. Meine einst getroffene Entscheidung, alles in Klarheit zu bringen, hat den Schleier der Banalität von a l l e m gerissen. Immer weniger entgeht meinem Staunen. Jedes Körnchen meines Lebens ist von Bedeutung. Alles voller Zeichen. 7/8 in der Tiefe, was immer auch ansteht. Das braucht zwar Konsequenz, ist aber letztlich selbstbelohnend: Da bei jedem Ding 7/8 geklärt werden, wächst die Leichtigkeit meines Seins von Minute zu Minute.

Während ich den Teller in die Spülmaschine räume, kommt die Eingebung, auf die ich gewartet habe. Warten meint übrigens vor dem Teller zu sitzen und auf meiner Reihenfolge zu beharren. Warten ist Widerstand gegen meinen Prozess. Einfacher ist es, in die Führung meines Herzens zu sinken. Dort pulsiert eine Freude, die mich in Leichtigkeit von hier nach dort trägt. Ich folge dem Ruf der Freude.

Simone

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Sternenklar sein


Das Projekt Sternenklar hat Dimensionen genommen, die ich nur unter erheblicher Kraftanstrengung öffentlich er-klären könnte. Leichter ist der persönliche Austausch mit mitmachenden und sich dabei selbst erfahrenden Menschen. Und am leichtesten ist es, einfach sternenklar zu sein. Dies scheint der Kern des Projekts zu sein. Es geht um mehr als Langzeitarbeitslosigkeit – allerdings um etwas nicht vorzeigbares, weshalb es sich anfangs zunächst an diesem Thema aufhängen lässt. Sternenklar konkretisiert sich auf nicht klassisch vorzeigbare Weise. Sternenklar ist, wo du und ich sternenklar sind.

Simone

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Stiller Weg


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Was wir Aufstieg nennen


was gestern natürlich war
ist heute künstlich
was heute natürlich ist
wird morgen künstlich sein

häutung tag für tag
klären immer wieder neu
bis nichts mehr übrig ist
leicht leichter noch leichter

metamorphose nach innen
als verlust von allem ohne weh
gewordenes sterben lassen
für das was wir aufstieg nennen

text: simone | foto: source unknown – if you hold rights on this picture and do not agree with its publication please email me and it will be removed immediately

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