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Über das allmähliche Sterben von Kampf und Konkurrenz


Mangels Liebe nach Anerkennung streben

Konkurrenz kann nur dort bestehen, wo noch kein Bewusstsein über die Vollkommenheit eines jeden existiert. Konkurrenz endet dort, wo solches Bewusstsein von Volllkommenheit die Führung übernimmt. In diesem Bewusstsein stirbt der Kampf um Anerkennung. Anerkennung war/ist ein mehr oder weniger hart zu erarbeitendes Surrogat für fehlende Liebe. Im Bewusstsein der Vollkommenheit ist klar, dass Liebe nicht durch Leistung gewonnen werden muss, ja dass im Wetteifern das Geschenk der allgegenwärtigen Liebe verpasst wird. Das Schöne daran ist für mich, dass dies nicht nur eine trockene Erkenntnis ist, sondern ich erfahren darf, wie sich dadurch mein Dasein fundamental verändert (hat). So vieles in meinem privaten und beruflichen Leben ist bereits leichter geworden. Und jeden Tag stoße ich mir den Kopf an übrigen Blockaden, von denen jede einzelne mich darauf hinweist, dass ich mich noch mehr von Liebe ernähren darf.

Ich meine das völlig praktisch. Denn ich übe das hier Gesagte am Umgang mit Geld. Ich verdiene mein Geld mit Liebe und ich gebe es in Liebe aus. Dadurch ist immer genug da. Ich erinnere mich an Zeiten des Mangels: Da verdiente ich mein Geld aus Angst vor Mangel mit unstimmigen Tätigkeiten. So war ich zeitlich und energetisch belegt für stimmige Aufgaben Ich hatte die Hände nicht frei und war oft erschöpft. Zudem hatte ich in der Angst vor Mangel Schwierigkeiten, mir von meinem Geld das zu gönnen, was mein Wohl befördert und mir in der daraus erwachsenen Stärke herzensaufrichtiges Arbeiten erleichtert hätte.

Zuerst motivierte mich mein Leid, später meine Unfähigkeit zu leiden

Der hier beschriebene Wandel war kein Umschaltprozess von einem Tag auf den anderen, sondern erstreckte sich über mehrere Jahre.  Affirmationen haben mich zwar inspiriert, aber ich habe mit ihnen nicht mein wahres (Mangel-)Denken und Fühlen übertüncht. Das wäre Verdrängung und damit Vermehrung des Schattens gewesen. Ich habe meinen Mangel erlebt und gespürt, dass ich nicht mehr leiden will. So war mein Leid gewissermaßen meine spirituelle Peristaltik, die mich Stück für Stück nach vorne schob. Es war Transformation von einem Tag zum nächsten und zum nächsten und zum nächsten. Und wie bereits gesagt, die Transformation hält weiterhin an. Je weiter ich komme, desto mehr entdecke ich von dem, was mein Leben nicht berühren würde, säße ich noch innerhalb meiner alten Sicherheitszäune. Viele meiner neuen Ängste kann ich nur spüren, weil ich überhaupt erst zu dieser Weite vorgedrungen bin, in der  sie auftauchen, um erlöst zu werden.

Dieses Prinzip der Transformation (bzw. Selbsterlösung) mache ich seit 10 Jahren auf verschiedenen Wegen transparent, im Privaten wie im Beruflichen. Es ist kein Geheimnis, sondern etwas, was jeder jederzeit tun kann, nämlich sein Ungeliebtes ins Licht lassen und dem Wandel durch bedingungslos annehmende Liebe zu vertrauen. Es ist also mehr Sein als Tun, dennoch bedarf es eines Entschlusses dazu. Oft wurde ich nicht verstanden (“Und das funktioniert??”), und ich verstand nicht die Schwierigkeit derjenigen, die in ihren Blockaden stecken blieben. Aus dieser konstruktiven Reibung entstand zum einen wachsende Klarheit über das, was ich tat, und wie ich andere durch gemeinsam Erfahrung unterstützen konnte. Zum anderen gelangte ich zur Erkenntnis, dass ich in der Anwendung des Transformationsprinzip oft nur konsequenter war als mein Umfeld. Ich setze meine Prioritäten einfach anders! Zwar bin ich bis heute nicht frei von Trägheit, Ablenkung, Prokrastination etc., aber vergleichsweise intolerant in Bezug auf wahrgenommene Unstimmigkeiten und Schmerzen in meinem Leben. Es gibt einen Point of no Return, an dem ich nicht mehr anders kann, als mit dem Transformieren zu beginnen. Und je mehr Erlösung ich im Laufe der Jahre fand, desto leidensunfähiger wurde ich, desto früher stellte sich der Point of no Return ein. Warum sollte ich leiden, wenn ich doch in der Lage war meinen Schatten zu erlösen?

Den Weg zu Ende gehen

“Simone ist die, die den Weg zu Ende geht” heißt es zu meinem Namen für diese Inkarnation. Die darin zum Ausdruck gebrachte Konsequentheit trifft mein Fühlen: Ich bin nicht besser im Transformieren als andere, sondern ich kann nicht anders, als mein täglich neu daherkommendes Dunkles ins Herz zu nehmen. Das ist meine Bestimmung, der ich folge. Es gab Jahre, in denen mir der irdische Preis dafür teuer erschien: Denn immer wieder hatte ich Menschen loszulassen, die sich aus ihrer eigenen Bestimmung heraus an meiner Konsequenz stießen und an der nächsten Kreuzung eine andere Richung als ich wählten. Im Loslassen all dieser Menschen lernte ich, wie sehr bedingungslose Liebe frei gibt, was längst frei ist. Je öfter ich den Zyklus von Begegnung und Abschied durchlief, desto mehr begriff ich, dass ich nicht teuer bezahlte, sondern im Gegenteil das schier Phantastische empfing: Nämlich voll und ganz meiner Bestimmung folgen, aus Herzenslust mich selbst leben zu dürfen und dabei immer von perfekt resonanten Menschen umgeben zu sein. Indem ich meine Vorstellung von äußerer Konstanz losließ, empfing ich innere Fülle, die sich nach außen auszudehnen begann. So verstand ich den Unterschied zwischen Essenz und Form. Der unaufhörliche Wandel der Formen klärte meinen Blick für die Essenz und lässt mein Leben bis heute immer zwangloser werden.

Nicht immer bin ich sofort einverstanden mit dem ständigen Wandel, manchmal strapaziert mich das Zerbrechen des Alten und das Ringen nach dem Neuen. Gelegentlich weiß ich in sozialen Situationen nicht zu antworten, nämlich wenn Struktur und Begriffe der Frage nicht mehr meinem Sein entsprechen. Ich lernte zu antworten, wie es mir entspricht und zwar systemimmanent, also in Struktur und Begrifflichkeit des Fragenden! Welch ein Paradox! Und welch ein Fortschritt: Denn war es mir einst, als nicht hinreichend geliebtes und um Anerkennung kämpfendes Wesen, unerträglich, falsch verstanden bzw. nicht gesehen zu werden, wie ich wirklich bin, gehört es heute zu meinem täglichen Dasein, kampflos die Verkennung zuzulassen, wie sie meinem Gegenüber eben dient. Er spiegelt sich in mir. Das kann ich ihm doch lassen und mir zugleich meiner selbst gewiss sein (s. herzoffene Unterscheidung). Ich erkannte, dass ich im Kampflosen  (meine neue Spiegelung der einstigen “Verkennungs-”Situation) vielmehr die bin, ich wirklich bin, als im Kampf um die Anerkennung (alte Spiegelung) eines sowieso unkontrollierbaren Gegenübers. Damit diente jede schmerzliche Verkennung insofern auch mir, wie sie zu der hier geschilderten Entwicklung und Erkenntnis beitrug.

Vom Kampf zur friedfertigen Selbsttreue

Das einzige, was ich steuern kann, ist mein Bewusstsein. Und selbst dort bedarf es einer gewissen Absichtslosigkeit, die den Wandel der Formen erleichtert und vertrauensvoll nimmt, was gerade ist. Und dann wiederum, nach so viel Erkenntnis und Erlösung, gibt es die Momente, in denen es Selbstverrat wäre, nicht mit einer Klage aufzubegehren gegen das gefühlte Unrecht einer Behörde oder nicht zu beharren in einem Beziehungskonflikt auf der subjektiven Wahrheit. Doch geschieht auch solche Selbstbehauptung in dem Maße kampffreier, wie ich mir unseres dadurch zum Audruck gebrachten Spielzuges gewahr werde. Dann nehme ich meine Rolle an, ohne mich in ihr zu verheddern. Dann trete ich ein für mein Recht, ohne am Unrecht zu zerbrechen. Dann sage ich aufrichtig meine Meinung, ohne auf ihre Bestätigung angewiesen zu sein. Dann vertrete ich mich, wie ich aber auch mein Gegenüber vertreten könnte, und bleibe mir dennoch treu.

In dieser Selbsttreue bin ich nicht kämpferisch, sondern friedfertig. Doch werde ich das, was ich heute als “friedfertiger” erlebe, schon morgen als “noch kampfesbereit” bezeichnen. Denn so ist mein sich in der Polarität entwickelndes Leben: ein permanenter Widerspruch, an dem ich die Einheit von allem erfahren darf. Heute ist besser als gestern. Und morgen wird es besser als gestern sein. Aber jetzt ist es unverbesserlich vollkommen. So stehe ich weder in Konkurrenz mit mir selbst noch mit anderen. Denn immer gibt es genug Liebe hier und jetzt. Sofern ich diesen Schritt im Bewusstsein vollziehe. Wieder und wieder neu.

Text: Simone Meller | Fotos: Marco Wessels & Joujou, Pixelio

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In der Welt zu Hause sein


Missstände doppelt angehen

Eine sich politisch organisierende Gesellschaft lebt weniger glücklich als eine sich in Liebe ausrichtende Gemeinschaft. Doch solange wir noch nicht so weit sind, bin ich dankbar, in einem demokratischen Staat wie der BRD und einem Verbund wie der EU zu leben. Das, was ich innerhalb dieses Systems als ungerecht empfinde, kann ich angehen. Auf operativer Ebene durch Ausschöpfung der Möglichkeiten eines Rechtsstaates und auf energetischer Ebene durch Ausrichtung auf bedingungslose Liebe. Damit verschwinden Missstände nicht mit einem Mal aus der Welt, aber indem ich mir derart die Treue halte, entwickle ich mich permanent weiter und beeinflusse damit unweigerlich die Felder, in denen ich mich bewege. In gewisser Hinsicht finde ich das Gemeinte in diesem Zitat von Arthur Schnitzler ausgedrückt:

Lebenskunst: die besonderen Gesetze seines Wesens den allgemeinen Gesetzen der Natur, des Staates und der Gesellschaft unterzuordnen und sein ureigenes Selbst über ihnen allen zu behaupten wissen.

Auf diese Weise habe ich meine Kindheit überlebt, das Bildungssystem durchschritten, diverse Jobs gemacht, zu Heilung und einem glücklichen Dasein gefunden. Auf diese Weise wirke ich in den Bereichen Heilkunde, Wirtschaft und Wissenschaft. Auf diese Weise gehe ich zum Einkaufen, auf Parties, zu Gericht und auf Reisen. Das nenne ich “in der Welt zu Hause sein”. Überall wirke ich, indem ich weniger auf meine Wirkung schiele, als darauf achte, das ich jeweils wahrhaftig das in Liebe lebe, was ich in mir spüre. Das ist es, was wirkt und was ansteckt. Dieses Prinzip nenne ich Selbstverwirklichung.

Das Prinzip Selbstverwirklichung leben

Dieses Prinzip vermittle ich durch Herzensgespräche, von denen keins dem anderen ähnelt. Mit Herzensgespräch bezeichne ich den methodenfreien Raum, innerhalb dessen sich zwischen dir und mir alles ereignen darf, was deinem höchsten Wohl dient. Es ist ein verabredetes von Herz zu Herz Miteinandersein. Sehr häufig geht es um die Harmonisierung von Verstand, Intuition und Emotion (Abbau von “Verkopfung” und Förderung von Spürbewusstsein) und verschiedene Stadien von Herzöffnung. Manche solcher Sitzungen verlaufen bunt und aufregend, z.B. wenn karmische Blockaden aufgelöst werden oder unbewusste Widersacher plötzlich Sprache bekommen. Andere Sitzungen kommen eher still und bescheiden daher, z.B. wenn es darum geht deiner Wahrnehmung vertrauen zu lernen oder weicher zu werden, damit Transformation geschehen kann. Manche Menschen erblühen in solchen Seins-begegnungen spontan wie eine Wüstenrose im Wasser, andere erschrecken zunächst über ihre Kraft.

Zum Beispiel erinnere ich die Bestürzung eines Naturwissenschaftlers, als ich ihm spiegelte, dass sich die letzten 20 Minuten nicht in der für ihn wohltuenden Weise entwickelt hätten, wenn er sich – wie es bislang seine Art war – eine bestimmte Bemerkung verkniffen hätte. Er war heilsam verstört darüber, dass er das, was er gebraucht hatte, beinahe nicht bekommen hätte. Er erfuhr die machtvolle Wirkung seines Seins. Er entwickelte ein Bewusstsein dafür, wie sich die Herzensbegegnung durch seine Selbstverwirklichung gewandelt hatte: er hatte seinen inneren Impuls beachtet und realisiert, worauf  ich mit meinen Impulsen resonierte. Auf diese Weise gewann er Zutrauen in sein Selbst und verwirklicht es zunehmend in Familie und Beruf.

Das Herzensgespräch dient deiner Befähigung und Ermächtigung. Dies entspricht auch mir: Ich fühle mich nämlich unwohl, wenn ich etwas für dich tun soll, was du selbst tun kannst. Es ist wie ein Reflex, der wiederum auch deinem Wachstum dient (s. Ich mach dir keine Lösung). Also konfrontiere ich dich liebevoll dort, wo du deiner Fülle selbst im Weg stehst. Ich brauche für mein Selbstwertgefühl keine von mir abhängigen Kunden. Gleichwohl bin ich bereit, dich so lange achtsam mitfühlend und geduldig zu begleiten, wie es deiner Entwicklung dient.  Manche Prozesse benötigen Zeit. Im Herzensgespräch kann alles auftauchen, was in deiner persönlichen Realität von Bedeutung ist. Alles wird in Liebe getragen. So bleibt es auch für mich – trotz ähnlicher Kundenthemen – spannend. Denn nicht wissend, was passieren wird, tauche ich mit dir in ein in dein Sein. So finden private Belange und geschäftliche Konflikte genauso ihren Platz wie das Erscheinen von toten Seelen, Engeln und anderen Lichtgestalten. Es geschieht genau das, was dir dient, weil mein Herz an keinem dieser Themen hängt (s. Wissenschaft und Spiritualität sind relativ unwichtig). Durch diese Bereitschaft zum permanenten Loslassen kann ich mich für deine Realität öffnen und auch dort offen bleiben, wo du aus Gewohnheit an dich einengenden Mustern festhältst.

Zu Hause ankommen

In Seinsbegegnungen wie dem Herzensgespräch kommst du an, nicht bei mir oder jemand anderem, sondern in der Tiefe deines Seins. Aus dieser Tiefe heraus kann sich dein Leben unsagbar erleichtern, sofern du dies willst und wählst. Viele Menschen suchen das Gefühl der Ankunft im Hafen der Ehe, der Geburt eines Kindes oder auf der nächsten Stufe ihrer Karriereleiter. So freudig Partnerschaften, Kinder und Karrieresprünge auch sein können, sie ersetzen dir nicht das beglückende Gefühl in dir selbst und damit eben auch in der Welt zu Hause zu sein. Du brauchst dafür keine Methode. Du musst keine Ausbildung besuchen. Es gibt nicht noch mehr zu lernen. Blinder Aktionismus darf enden und sehenden Auges in Erfüllung münden. Du kommst in dem Maße an, wie du dir erlaubst, du selbst zu sein und deine unverstellte Seinsart in dein Leben zu bringen. Was formt sich in dir? Was will durch dich ins Leben geboren werden?

Du wirst zum Künstler deines Lebens, indem du dir herausnimmst, was nicht den schönen Künsten vorbehalten ist: Raum zur eigenen Gestaltung. Selbstverwirklichung auf Schritt und Tritt, auch im Business. Gib deinem Leben deine Prägung! Nicht um der Prägung Willen, nein, du musst niemanden retten, verändern oder verbessern. Du darfst einfach sein, was du bist. In jedem Moment neu. Auf diese Weise wirst du von Tag zu Tag glücklicher und auf unangestrengte Weise tolerant. Du zeigst der Welt deine Farben und schaust die Farben der anderen. Was wollen wir mehr? Inspiration und Wandel geschehen von allein, wenn wir uns begegnen von Herz zu Herz.

Text: Simone Meller | Foto: Matthias Köhler, Pixelio


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Tabus im Unternehmen – Leadership zeigt neue Wege


Ideen scheitern oft an der Unternehmenskultur

Viele gute Ideen und Projekte werden im Unternehmen durch die bestehende Kultur ausgebremst. Das ist nicht ungewöhnlich. Denn dieses sozialpsychologische Phänomen ist überall zu beobachten, wo sich Menschen in Gruppen zusammenfinden und ein unterschwelliges Übereinkommen etnsteht, was im Gruppenkontext wünschenswert ist und was nicht. Diese unsichtbaren Gesetze kann man recht schnell greifen, wenn man sich fragt: Was muss ich hier tun, um anzukommen und Ansehen zu gewinnen? Was muss ich hier tun, um ins Fettnäpfchen zu treten oder es mir zu verscherzen? Gerne frage ich meine Kunden auch ganz klassisch: “Wenn morgen eine Freundin oder ein Freund von Ihnen hier im Unternehmen neu anfangen würde, welche Tipps bezüglich Kleidung, Verhalten, Sprache etc. würden Sie ihr/ihm geben? Über welche dieser Kriterien sind Sie hier und jetzt bereit zu sprechen und über welche nicht? Warum ist das so?”

“Das funktioniert bei uns eh nicht!”

Im Coaching erfahre ich die Unternehmenskultur indirekt, nämlich wenn sich das Gesicht meines Kunden nach einem Aha-Erlebnis plötzlich verdunkelt und er sagt “Das funktioniert bei uns eh nicht”. Wenn ich Prozesse im Unternehmen moderiere oder einen Vortrag halte, erlebe ich den Tabubruch meinerseits entweder durch atemlos gespannte Stille oder durch eine sich zerstreuende Aufmerksamkeit. Während ich in der Spannung noch im Rennen bin, weil ich durch mein Tun die unausgesprochene Frage beantworte, ob ich – bildlich gesprochen – das aufgemachte Fass auch halten kann, warnt mich die Aufmerksamkeitsflucht, dass ich Menschen abgehängt habe. Im ersten Fall mache ich vergnügt weiter (denn das ist mein Job!) und im zweiten Fall halte ich inne, eruiere Widerstände und Zweifel, überprüfe meine Wahrnehmungen und Hypothesen und einige mich gemeinsam mit der Gruppe auf ein weiteres Vorgehen.

Brücken bauen für eine neue Wirtschaft

Sehr oft höre ich also von meinen Kundinnen: „Aber das können wir doch nicht machen…“ Und genau an dieser Stelle kommt meine Dienstleistung ins Spiel. (Wohl gemerkt, wir reden hier nicht davon, morgen als Mann im Schottenrock zur Arbeit zu gehen, sondern davon, Arbeitsabläufe konstruktiv zu verändern und Projekte innovativ aufzuziehen.) Ich kokettiere damit, eine Tabu-Brecherin zu sein. Gewissermaßen entspricht dies den Tatsachen, wenn ich auch nicht brachial vorgehe, sondern Brücken zu neuen Sicht- und Handlungsweisen baue. Ich baue Brücken von der bestehenden Unternehmenskultur zu einem Weg des Herzens in der Wirtschaft. Das Herz steht hierbei als Symbol für die harmonische Vereinigung von Verstand, Intuition und Gefühl.

Ich arbeite mit femininer Energie – also spürig, sensitiv, Zusammenhänge erkennend – und mit maskuliner Energie – indem ich mit meiner Wahrnehmung konfrontiere, hartnäckig bleibe und mich nicht abschütteln lasse. Das, worüber meine Kundinnen und Kunden am liebsten nicht sprechen würden, ist genau das Thema, um das es geht. Mit einer Mischung aus Sanftheit und Festigkeit gelingt die Bearbeitung.

Selbstbewusstsein verändert Unternehmenskultur

Man kann alles machen, wenn es in liebevoller Absicht und mit Respekt vor anderen Menschen geschieht. Dann kann man auch die ungewöhnlichsten Dinge bringen. Dazu ermutige und inspiriere ich andere. Bin ich im Unternehmen engagiert, kann ich es ein Stück weit vorleben und gemeinsam mit den Anwesenden etablieren. Meinen Coachees kann ich nur helfen, indem wir die zugehörigen Selbstblockaden in der Tiefe ihrer Seele auflösen. Dies geschieht bei entsprechender Bereitschaft leicht innerhalb weniger Sitzungen und führt zu veränderten Resonanzen (nicht nur) im Arbeitskontext.

Alles was wir tun, steht und fällt damit, aus welcher Haltung heraus wir es tun. Wer sich zum Beispiel nicht traut, der Chefin oder dem Kunden konstruktiv zu widersprechen (um nur zwei von vielen möglichen Abhängigkeitsbeziehungen zu nennen), weil er in sich den Glaubenssatz trägt, “dass man das nicht tut”, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit ein bestätigendes Erlebnis (self fullfilling prophecy) haben. Genauso diejenige, die zwar um diesen Glaubenssatz weiß, jedoch untransformiert nach dem Motto “Augen zu und durch” handelt. Wer jedoch wahrhaftig davon überzeugt ist, dass sich Leistungsmotivation bzw. Kundenorientierung durchaus mit inspirierendem Widerspruchsgeist vertragen und dies mit jeder Pore seines Körpers ausstrahlt, wird gerade damit Erfolg haben, dass er anders ist als man gemeinhin erwartet. Und zwar nicht, weil es eine erstrebenswerte Charaktereigenschaft wäre, partout immer anders zu sein, sondern weil das Neue, das den Fortschritt bringt, am Anfang immer ein bisschen fremd ist.

Echtes Leadership führt sicher durch die Fremde

Schon immer ist es das Fremde gewesen, das verunsichert. Deshalb bedürfen wir einer inneren Festigkeit und einer für Einwände offen bleibenden Überzeugung, wenn wir dem anderen unsere neue – fremde – Idee zumuten. Brauchen wir seine Anerkennung und Bestätigung, stehen unsere Chancen schlecht, mit der Idee zu überzeugen. Sind wir davon jedoch unabhängig, weil wir in uns selbst ruhen, leben wir das, was ich echtes Leadership nenne. Nämlich die Fähigkeit ohne Anwendung hierarchischer Macht Menschen zu neuen Möglichkeiten und Erfahrungen zu führen. Einfach durch das kraft- und damit machtvolle Leben der eigenen Präsenz. Genau das braucht unsere Wirtschaft jetzt mehr denn je – von ihren Führungskräften sowieso und gerade auch von der operativ tragenden Basis, die durch ihren anderen Blickwinkel neue Sichtweise eröffnen kann. Jedes Tabu, das sanft berührt und entschlossen überwunden wird, bringt uns nach vorn. Jedes Tabu ist nichts weiter als ein altes Gewohnheitsmuster. Leadership verändert dieses Muster durch die Kraft von Menschen, die vorangehen und Wachstum stimulieren. Immer haben sie Erfolg, auch wenn das oft erst lange Zeit später gesehen wird. Wie gut, dass wahres Leadership von dieser Anerkennung unabhängig ist!

Text: Simone Meller | Fotos: Rainer Sturm, Susanne Beeck, Pixelio
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Gruppentreffen: Inspiration und Wandel im Beruf


Termin:

Donnerstag, 26. August 2010, 10-13 Uhr und 15-18 Uhr. Wir beginnen spät am Tag und machen eine ausgedehnte, frei verfügbare Mittagspause, damit du vor und nach den intensiven Gruppen-Treffen das tun und lassen kannst, was du brauchst, um dich optimal entwickeln zu können.

Teilnehmerzahl:

Mit einer maximalen Teilnehmerzahl von 6 Personen bleibt Raum für Individuelles.

Zielgruppe:

Das Antlitz der Wirtschaft ändert sich und damit unsere Berufe. Eingeladen sind alle, die konkrete Inspiration und nachhaltige Ermutigung für kleinere wie größere Veränderungen in ihren Arbeitsfeldern finden möchten. Dazu gehören beispielsweise:

  • Führungskräfte und Projektleiter, die Strukturen und Abläufe auf innovative Weise verändern wollen
  • Personalentwickler und Geschäftsführerinnen mit neuen Visionen von Unternehmenskultur und -erfolg
  • Freiberuflerinnen und Selbstständige mit eigenwilligen, noch nicht ganz ausgereiften Geschäftsideen
  • Angestellte und Arbeitssuchende, die bislang ungelebte Potenziale im Unternehmen realisieren wollen

Ort:

Im Seminarraum am schönen Baurs Park, zu Fuß in 10 Minuten vom S-Bahnhof Hamburg-Blankenese erreichbar. Zum Elbstrand läufst du knappe 10 Minuten oder du genießt in der Mittagspause das Panorama von einer Bank am Parkrand. Eine genaue Wegbeschreibung erhältst du bei Anmeldung. Du wohnst außerhalb von Hamburg? Das ehemalige Fischerdorf  Blankenese mit mediterranem Flair ist immer eine Reise wert: Strand, Wälder und ein Ortskern mit Cafés, Restaurants und Boutiquen laden zum Verweilen ein. Es gibt Unterkünfte für jeden Geschmack.

Ablauf und Vorgehen:

Das ganztägige Gruppentreffen nutzt die Erfahrung, dass anlassbezogen eine sich perfekt bereichernde Gruppe zusammenfindet. Das stimulierende Miteinander entfaltet sich nicht nur direkt durch Fragen und persönliche Bemerkungen einzelner, sondern auch durch indirektes Lernen im Rahmen des von mir moderierten Entfaltungsprozesses. Wir arbeiten auf Basis von Herzensgesprächen, in die je nach konkreter Themenlage entsprechende fachliche Impulse eingeflochten werden. Das Gruppentreffen ist intensiv und bietet eine Fülle an nachhaltigen Entwicklungsimpulsen. Im Anschluss können von mir unabhängige Treffen (“Erfolgsteams”) entstehen.

Investition:

450 € inkl. Mehrwertsteuer, Wasser, Saft und frisches Obst (vormittags), Kaffee, Tee und Kuchen (nachmittags). Frühbucher erleichtern meine Organisation, deshalb bedanke ich mich für Anmeldungen bis zum 10. August 2010 mit einem Skonto von 10 Prozent.

Anmeldung:

Du kannst dich formlos per Email unter Angabe deiner Adresse anmelden. Die Anmeldung wird erst mit vollständigem Zahlungseingang auf mein Konto 2567316500 bei der SEB Bank (Blz 20010111) gültig. Deshalb erfolgt die Vergabe der Plätze in der Reihenfolge der Zahlungseingänge.  Bei Zahlungeingang bis zum 10. August 2010 profitierst du vom Skonto: Überweise in diesem Falle also nur 405 €. Beim unwahrscheinlichen Ausfall des Gruppentreffens zahle ich den jeweils gezahlten Betrag zurück. Weitergehende Ansprüche an mich als Veranstalterin be­ste­hen nicht. Bei Rücktritt oder Nichterscheinen erfolgt keine Erstattung. Du kannst jedoch vor Veranstaltungsbeginn eine Ersatzperson benennen. In diesem Fall entstehen keine zusätzlichen Kosten.

Text: Simone Meller | Fotos: baurspark

256 73 16 500

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