Posted on 06 Oktober 2010. Tags: Auflösung, Aussprache, Dialog, Gespräch, Grenzen, Impuls, Impulsivität, Klarheit, Kommunikation, Konflikt, konstruktiv, Loslassen, Lust, Nachdrücklichkeit, Respekt, Selbstklärung, Streit, Unterscheidung, Verantwortung, Wertschätzung
Zum Streiten gehören immer zwei, zum Aufhören genügt einer. Wenn du mit jemanden Streit hast, so kläre dich selbst, bevor ihr eine Aussprache führt. Wenn du während der Aussprache unklar wirst (das merkst du daran, dass du schneller, lauter und impulsiver reagierst), dann unterbreche euer Gespräch, um dich selbst in Stille zu klären. Aus dieser Klarheit heraus nimmst du den Dialog wieder auf. So fährst du fort, bis euer Gesprächsergebnis klar ist. Der andere klärt sich an dir, wenn du klar bist. Wenn du aus dieser Klarheit heraus sprichst und handelst, sind das genau die Impulse, die auch deinem Gegenüber zur Klarheit verhelfen, sofern er diese ebenfalls anstrebt. Ist er nicht an Klarheit interessiert, wirst du – wenn du klar bist – zu einem gewissen Zeitpunkt keine Lust mehr haben, das Gespräch fortzuführen und es respektvoll beenden.
Ein solches Ende kann auch disharmonisch ausfallen, wenn der andere deine Grenze nicht achten möchte. Aus deiner Klarheit heraus darfst du deine Grenze nachdrücklich vertreten, auch wenn dies bedeutet, den Hörer auflegen oder den Raum verlassen zu müssen. Eine Repressalie wäre solches Verhalten nur, wenn du es benutzt, um den anderen zu verändern. Doch in der Klarheit ist dies nicht deine Intention. In der Klarheit sorgst du für deine wahrgenommene Grenze, ohne den anderen verändern zu wollen. Du vermittelst deine Wertschätzung, indem du ihn lässt, wie er ist. Wenn er sich an deiner Grenze stößt, liegt dies in seiner und nicht in deiner Verantwortung. Er wird zurückgeworfen auf sich selbst. Vielleicht nutzt er die Chance, um sich selbst zu klären. Vielleicht auch nicht. Das darf sein.
In der Klarheit ist es egal, wer recht hat, wichtig ist vielmehr, dass sich jeder in Liebe selbst treu bleibt. Unterschiede dürfen sein. Wenn du das nicht aushalten kannst und/oder es dir schwer fällt, dich selbst konsequent zu klären, unterstütze ich dich gern. Konflikte kommen und gehen und werden weiterhin sein. Aber dieses anstrengende Streiten muss nicht sein. Es darf aufhören. Überall.
Simone Meller
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Posted on 20 Mai 2010. Tags: Altersregression, Annahme, Atmen, Bestimmung, Danke, Engel, Entscheidung, Erlösung, Erwachsene, Frieden, Gebet, Halt, Heilen, heim, Herz, Impuls, Impulsivität, Kind, Kosmos, Kuscheln, Liebe, Meditation, Mutter, Ohnmacht, Schatten, Schimpfen, Schmerz, Schrumpfen, Seele, Sein, Stille, Überforderung, Vater, Vergebung, Verzeihen, Wahrnehmung
Erwachsene schimpfen, wenn sie sich hilflos fühlen. Das Schimpfen ist Ausdruck davon, erwachsen sein zu müssen, ohne es in diesem Moment sein zu können. Es ist Ausdruck von akuter Überforderung. Wer schimpft, erlebt ein inneres Schrumpfen (Altersregression) und bräuchte dringend selbst einen mütterlichen oder väterlichen Arm, um liebevoll gehalten zu werden. Oft ist ein solcher Arm in weiter Ferne…
Doch die kosmische Liebe wartet bereits vor deiner Tür, um hereingelassen zu werden und deinen Schmerz erlösen zu dürfen. Du kannst dich in deine Seele kuscheln, dein Herz öffnen, bewusst atmen, in die Stille gehen, an der Schulter eines Engels weinen, meditieren oder beten oder oder oder…. All das sind Brücken in die eine Liebe, mit der du dich selbst im tiefsten Schmerz so annehmen kannst, wie du bist. Genauso kannst du dir auch verzeihen, wenn du deine Impulsivität bedauerst. In dieser selbstannehmenden Liebe kannst du die Gründe für dein Ausrasten erfahren und heilen. All das ist nur möglich, wenn du wahrnimmst, dass du gerade außer dir bist und dich entscheidest, die Situation zu verändern.
Du veränderst die Situation, indem du im Außen dafür sorgst, dass du möglichst schnell ein paar Minuten ganz für dich allein bist. Bist du verantwortlich für kleine Kinder, bitte jemanden auf sie aufzupassen. Ist das gerade nicht möglich, weil niemand da ist, hole die Minuten mit dir allein so schnell wie möglich nach.
Du veränderst die Situation, indem du im Inneren dafür sorgst, mit allem, was gerade war und ist, in Liebe zu sein. Wenn du wieder im Frieden mit dir selbst bist, kannst du Situationen und Menschen, die dich zum Schimpfen brachten, neu begegnen. Vielleicht magst du ihnen verzeihen oder sogar danken, dass sie dich dazu brachten, deinen Schatten wahr- und anzunehmen. Doch zwinge dich niemals zu solchen Schritten, sondern lebe sie nur, wenn sie als natürliche Impulse im liebevollen Sein mit dir selbst entstehen.
Vielleicht magst du dich einfühlen und/oder erinnern, wie ein Kind fühlt, das ausgeschimpft wird. Wenn du einmal selbst ein solches Kind warst, dann nimm das schutzlose Wesen von damals in deine Arme, in dein Herz, sinke mit ihm in das Sein, deine Seele oder oder oder. Hauptsache es findet heim in die eine Liebe.
Simone Meller
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Posted on 28 April 2010. Tags: achtsam, Ahriman, Dogma, Ernährung, essen, Essstörung, Evolution, Fließen, Heilen, Hilfe, Impulsivität, Intuition, Körper, Lebensmittel, Licht, Lichtnahrung, Menschenspiel, Prozess, Qualität, restriktiv, Schwingungsniveau, spiritual bypassing, Störung, Struktur, Teufel, Wahn, Wahrnehmung, Wohl
Meiner Wahrnehmung nach gehören die Dogmen von Lichtnahrungsprozessen in die Kategorie Spiritual Bypassing und damit zu den Spielen, die archetypisch im Reiche Ahrimans stattfinden. Im mystischen Raum gaukelt er lichtvolle und helfende Wesen vor, die zu dieser Ernährunsumstellung ermutigen. Dogmatische Lichtnahrung als vermeintlicher Bypass ins höchste Licht kann bei konsequenter Befolgung klinisch als wahnhafte Störung eingeordnet werden und in lebensbedrohlichen Zuständen bis hin zum Tod enden.
Natürlich haben wir Einfluss darauf, wie grob oder fein schwingend die Nahrung ist, die wir zu uns nehmen. Je nach Qualität der Lebensmittel und je nach Verfassung brauchen wir mal mehr, mal weniger und mal nicht zu essen. Es gibt keine objektiv beste Art sich zu ernähren. Unser Ernährung wandelt sich von ganz alleine mit uns, wenn wir unser Leben achtsam fließen lassen. Ich bin sicher, dass da evolutionär noch einiges vor uns liegt.
Unser Körper reagiert mit Verengung auf das, was ihm nicht gut tut, und mit Weite auf das, was ihm dient. Diese intuitive Wahrnehmung ist Menschen mit milden oder starken Essstörungen verstellt. Ihre Ernährung trägt dann impulsive (z.B. Essanfälle) und/oder restriktive Züge (z.B. weltliche Diäten oder Lichtnahrungsdogmen). Deshalb brauchen sie vorübergehend eine Strukturhilfe beim Essen, bis die Symptomatik auf ein höheres Schwingungsniveau transformiert wurde. Dann können Strukturhilfen wie Essenspläne und liebevoll stützende Gespräche entfallen und Platz machen für das Erspüren: Welche Nahrung dient jetzt meinem Wohl?
Simone Meller
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