Tag Archive | "Impuls"

Die Schönheit der Wahrhaftigkeit


Wenn dich etwas drückt oder berührt, so nimm es wahr und sei damit.

Jetzt.

Es gibt nichts Schöneres als mit dem zu sein, was ist.

Es gibt nicht Schöneres als das zu sein, was du bist.

In der Wahrhaftigkeit liegt deine allergrößte Macht.

Ein der Wahrhaftigkeit ergebenes Gespräch öffnet Tür und Tor ins Himmelreich.

Ein der Wahrhaftigkeit ergebenes Gespräch macht reich. Es macht reich, weil es alles zulässt, alles empfängt, alles loslässt, alles sein lässt, alles in vollkommener Ordnung sein lässt.

Es ist leicht, wahrhaftig zu sein. Es kommt als Impuls die ganze Zeit von allein herein. Nur im dagegen Drücken wird es schwer und anstrengend. Doch es pulst die ganze Zeit von allein herein.

Es ist so leicht wahrhaftig zu sein. Es will die ganze Zeit herein. Anstrengend ist nur dagegen zu sein. So kommt die Härte herein.

Klumpen im Bauch, Enge im Brustkorb, Schmerzen im Körper… Oh nicht schon wieder. Nicht schon wieder! Ich habe doch gerade eben erst so viel in mein Herz genommen.

Und es gibt nichts Schöneres, als mit diesem Oh, nicht schon wieder zu sein.

Oh, nicht schon wieder. Nicht schon wieder.

Es gibt nichts Schöneres als mit dem zu sein, was ist.

Es gibt nicht Schöneres als das zu sein, was du bist.

In der Wahrhaftigkeit liegt deine allergrößte Macht.

Du kannst die Wirkung dieses Klartextes verstärken, wenn du ihn laut und sehr, sehr langsam liest.

Wenn wir zusammen im Herzensgespräch arbeiten, spreche ich in dieser Weise zu dir. Wenn du mit dir alleine arbeitest, sprichst du selbst so zu dir.

Wenn wir über Schriftsprache kommunizieren, vermischt sich das eine mit dem anderen.

Wenn du lebst, was hier steht, inspiriert deine Schönheit andere zur Wahrhaftigkeit. Doch ziele nicht auf deine Wirkung, sondern auf den Ausdruck deiner Wahrheit.

Es gibt nicht Schöneres als das zu sein, was du bist.

In der Wahrhaftigkeit liegt deine allergrößte Macht.

Simone Meller
Foto: Maren Beler/Pixelio.de

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Selbstfürsorge und Vermeidung unterscheiden


Eine wiederkehrende Herausforderung des Lebens besteht darin, zu unterscheiden, ob du etwas sein lässt, weil es dir nicht mehr dient (Selbstfürsorge) oder weil du vor einem Reifungsprozess zu flüchten versuchst (Vermeidung). Über dein Herz kannst du diese Unterscheidung vornehmen. Gelingt dir das gerade nicht, so lebe den Impuls, den du am klarsten wahrnehmen kannst. Er führt dich zu deinen nächsten Erfahrungen, mit Hilfe derer du dich weiter erkennen lernen kannst.

Simone Meller

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Ein einfaches Leben führen


Ein einfaches Leben zu führen hat viel mit Loslassen zu tun. Es bedeutet aber nicht in Armut zu leben. Du lässt Ballast und Schwere los. Du öffnest dich für den beständigen Wandel der Formen. Du fühlst und lebst dein wahres Selbst. Einfach zu leben bedeutet auch nicht, kulturelle Errungenschaften über Bord zu werfen, denn Evolution geht vorwärts, nicht rückwärts. Jedoch kannst du alles, was dir als eng und hinderlich erscheint, transzendieren. Armut auf dem spirituellen Weg entsteht, wenn du Teile von dir an den Nagel hängst, bevor du sie transzendiert hast. Das passiert, wenn du dich selbst zu überholen versuchst, anstatt liebevoll authentisch mit dir Schritt zu halten. Geldmangel kann auch entstehen, wenn du an dem festzuhalten versuchst, was du gestern eigentlich schon – und zwar berechtigterweise – an den Nagel gehängt hast. Manchmal ist es verwirrend, das eine vom anderen zu unterscheiden (s. Spürst du den Unterschied…). Der Fokus auf dein Herz hilft dabei. Im Herzen werden die Impulse aus Kopf und Bauch harmonisch in den Strom der wahren Liebe integriert.

Alles, was dir schwer und kompliziert erscheint, kann von dir erleichtert und vereinfacht werden. Auch hier gilt: Nach vorne entwickeln, nicht nach hinten. Hinten wartet die Alte Energie, sie nährt sich von deinen Missverständnissen und Verwechslungen. Das darf sein und dient deinem Lernen, wenn du dich dafür entscheidest. Sei achtsam für offensichtliche und subtile Phänomene von Idealisierung und Entwertung. Verdrängen und Verflachen von  komplexen Zusammenhängen macht es nur kurzfristig leichter, während du in Wirklichkeit dein Problem weiter mit dir herum schleppst.  Einfach leben bedeutet den einfachen Schritten deines Herzens zu vertrauen, auch wenn sie bescheidener oder größer als die Normen deines Umfelds daher kommen. Du kannst sie still oder singend gehen, ohne sie künstlich aufzubauschen oder zu verkleinern. Einfachheit und Fülle sind Schwestern in der Neuen Energie.

Simone Meller

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Kann ein Sein wahrer als das andere sein?


Ich bereite meinen Vortrag “Salutogenese durch Selbstverwirklichung. Ein Paradigmenwechsel mit (Er-)Folgen.” für den Alchimedus-Inspirationstag in Nürnberg vor. Eine der Hauptschwierigkeiten meiner Dissertation war, Selbstverwirklichung so zu konzipieren, dass es von Rücksichtslosigkeit, Egomanie etc. nicht nur fühlbar, sondern rational abgrenzbar ist. Zur Unterscheidung verwende ich das Konzept vom wahren Selbst. Selbstbestimmung lässt sich nur dann als Selbstverwirklichung bezeichnen, wenn sie sich am wahren Selbst orientiert. Die Orientierung am falschen Selbst führt in die Selbstentfremdung. Im folgenden Gedicht wird der Übergang vom wahren zum falschen Selbst als Verlernen von sich selbst beschrieben:

Wie ich mich verlernte

Sobald ich sprechen lernte,
lernte ich,
das zu verschweigen,
was mich am tiefsten bewegte,
was mich am tiefsten aussprach.
Und lernte bald sagen,
was ich nicht fühlte.
Und fühlte so oft,
was ich nicht sagte.
Je mehr ich sprechen lernte,
so zu sprechen wie die anderen,
desto mehr verlernte ich mich.
Und je mehr ich mich verlernte,
desto besser hatte ich es,
desto besser verstanden mich die anderen.

Werner Sprenger

In den letzten Tagen habe ich öfter darüber nachgedacht, ob ich das Konzept vom wahren Selbst überhaupt noch brauche. Das wahre Selbst ist im Kontakt leicht erfahrbar, doch rational nur schwer erklärbar. Ihm haftet etwas “Schwammiges” oder “Beliebiges” an, was mit dem steten Wandel des wahren Selbst zu tun hat (s. Mein wahres Selbst führt mich heim). Deshalb gibt es nur wenig wissenschaftliche Literatur dazu. Und in der Welt der Wirtschaft spielt es bislang keine führende Rolle.

Ich stolpere zunehmend über die einst praktische Unterscheidung von wahrem und falschem Selbst. Ist nicht beides mein Sein? Wie kann ein Sein wahrer als das andere sein? Bringt die Unterscheidung noch Klarheit? Ich erkläre meine Bereitschaft, das Konzept loszulassen, sollte es mir nicht mehr dienen (s. Wozu ein Gefäß dient).

In der Praxis empfehle ich den Fokus auf das Herz, über das wir unsere jeweils höchste Schwingung empfangen können (s. Im Herzen spüre ich mein wahres Sein). Gelingt uns das in bestimmten Situationen nicht, so bleibt uns nur, unseren Impulsen aus Kopf und Bauch achtsam zu folgen (s. Illusionen sind Freunde auf dem spirituellen Weg). Achtsamkeit ist hierbei der Ersatzschlüssel, wenn der Herzenskontakt verloren ging.

Wenn ich achtsam wahrnehme, was mir und anderen beim Leben meiner Impulse geschieht, kommen rasch und sanft Kurskorrekturen herein. Tue ich das nicht, ziehe ich härtere Korrekturen an. Im Kosmos herrscht immer Ordnung (s. Kosmische Gesetze), wir wählen nur das Schwingungsniveau und mit ihm unseren Grad an Schmerz oder Freude. Die kosmischen Gesetze zeigen uns in ihrem faszinierenden Gefüge, dass ALLES sein darf und ALLES heimführt. Wozu also noch ein Konzept vom wahren Selbst? Ich nahm meine wirbelnden Gedanken in mein Herz und erfuhr die Antwort des Seins:

Alle Menschen kommen aus einem Sein.
Jeder Mensch darf ganz sein.
Menschsein bringt Unterscheidung herein.
Spiele kommen rein.
Menschen dürfen nicht ganz sein,
müssen anders sein als sie sind.
Anpassung an Normen kommt herein,
falsches Selbst kommt herein.
Trennung zum wahren Ursprung kommt herein,
künstlich anders als natürlich echt zu sein.
Vergessen des wahren Selbst kommt herein.
All das kommt aus einem Sein.
Das eine ist leichtes, weiches Sein.
Das andere ist angestrengtes, hartes Sein.
Beides ist Sein, beides darf sein.
Denn freier Wille kam herein.
Ohne freien Willen kann Selbsterfahrung nicht sein.

Mit dieser Antwort kam mehr Leichtigkeit in mein Erklären des wahren Selbst herein. Unser wahres Sein ist leichter, weicher, natürlicher, fließender als unser falsches Sein. Doch widerstrebt es mir etwas, im Unterschied dazu vom falschen Selbst zu sprechen, weil es letztlich auch ein Aspekt unseres Seins ist. “Falsch” bezieht sich auf die Trennung, auf das Vergessen, dass es leicht sein darf. Nur ist es in der Praxis oft so, dass Menschen tausend Tode sterben, wenn sie eingeladen sind, sie selbst zu sein: “Oha, man könnte mich nicht mögen!”, “Was würden die anderen dazu sagen?”, “Er/Sie könnte verletzt, enttäuscht von mir sein.” etc. Darauf real folgende Konflikte spiegeln letztlich die zu Glaubenssätzen verfestigten Erfahrungen (z.B. “Wenn ich ich selbst bin, bekomme ich Ärger… habe ich keinen Erfolg.”). Genau hier setzt mein Coaching für Selbstverwirklichung im Business an.

Obwohl unser wahres Sein so leicht ist, kommt es uns oft schwer vor. Weil wir verlernt haben, in Leichtigkeit zu sein, was wir sind. Weil wir gelernt haben, etwas anderes darzustellen, was wir sind. Natürlich ist diese Darstellung ebenfalls eine Form des Seins (eben das falsche Selbst). Auch mit ihr lässt sich heimfinden, es dauert nur länger und geht gemäß meiner wissenschaftlichen Ausarbeitung mit mehr Krankheit und anderen Wachstumsschmerzen einher.

Zu bedenken ist, dass nicht alles, was leicht scheint, automatisch das wahre Selbst meint. Es ist sehr leicht, den Hausputz, die Steuererklärung, das Konfliktgespräch u.v.m. vor sich herzuschieben. Ja, es bedarf sogar einer gewissen Anstrengung, nämlich der Fokussierung seines Willens auf Klarheit, um die unangenehme Aufgabe zu erledigen. Doch ist diese Anstrengung harmlos im Vergleich zu der, wenn man versucht, nicht klar man selbst, sondern jemand anders zu sein. Nur letzteres erscheint vielen Menschen noch normaler. Statistisch betrachtet ist Norm das, was in der überwiegenden Zahl der Fälle auftritt oder gewählt wird.

Ich stelle fest, ich brauche das Konzept noch, um die Entstehung von Glück und Heilung (Salutogenese) rational nachvollziehbar erklären zu können. In der Kürze einer Vortragssituation fällt mir das allerdings immer noch schwer.

Deutet diese Schwere darauf hin, dass ich meinem falschen Selbst folge? Oder ist es schwer, weil im Massenbewusstsein das falsche Selbst dominiert?

Ich meine, dass Letzteres der Fall ist. Nur verweist meine Resonanz (Erleben von Schwere) auf einen Schattenanteil in meinem Sein. Ich nehme ihn in mein Herz und blicke himmelwärts…

Feedback und andere Impulse sind herzlich willkommen.

Simone Meller

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