Posted on 23 November 2010.
vor jahrzehnten fast gestand mir ein “schwul” gewordener bekannter
den ich zuerst als “hetero” kennen gelernt hatte
dass er manchmal ja schon wieder lust auf frauen hätte
aber dafür seine szene verlassen müsste
in der er gerade fuß und heimat gefunden hätte
er fühlte sich festgelegt auf eine wahl
aus einer zeit die ein entweder oder bedeutete
sehnte sich nach freiem schwingen mal männer mal frauen
warum muss er homo hetero oder bi sein und einer szene angehören
nur um zu leben was ihm entspricht?
um auf die menschen zu treffen mit denen es passt war sein erklären
und ich verstand es so dass alles was gesellschaftlich ausgegrenzt wird
sich in subkulturen bündelt und dort stärkung erlebt zu begegnen
den projektionen und vorurteilen der anders lebenden
und ich fühlte wie irgendwann eine hilfe zur bürde werden kann
wie subkulturen das trauma der ausgrenzung aneinander gegenseitig wiederholen
kurze zeit später verloren wir uns aus den augen doch nicht aus dem sinn
das ist eine geschichte aufgehängt am plakativen thema sexuelle orientierung
doch lässt sie sich erzählen für viele andere themen
für meine themen erzählte ich sie zum beispiel hier
finden wir heimat in uns finden wir eine friedliche welt
das könnte die gemeinsame essenz vieler geschichten sein egal um welche themen sie sich ranken
simone meller
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Posted on 17 Oktober 2010.
Veranschaulichung von transzendenten Zuständen in 13 Bildern gleichen Ursprungs. Die Bilder können per Mausklick vergrößert werden. Sie stehen hier zusammenfassend und weitgehend wortlos für anderorts (siehe Tags/Verschlagwortung) bereits ausführlich geschilderte Erfahrungen im transzendenten Raum. Auf Basis dieser Bilderreihe sind zwei interaktive Vorträge für die Bereiche Wirtschaft und Heilkunde entstanden, deren Kurzbeschreibungen demnächst mit Link zu diesem Posting eingepflegt werden. Eine der Kernbotschaften beider Vorträge ist: Je bewusster wir uns der Vielfalt transzendenter Zustände sind, desto weniger neigen wir zu Anhaftungen (die sich im Geistigen genauso wie im Materiellen ereignen können) und desto mehr erleichtert sich unser Alltag durch wachsendes Gewahrsein.
Text und Bilder: Simone Meller
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Posted on 26 August 2010.
Ich habe versucht nicht Psychologin zu werden. Als ich nicht anders konnte, habe ich versucht zumindest nicht Psychotherapeutin zu werden. Als ich wiederum nicht anders konnte, habe ich versucht die Spiritualität herauszuhalten. Als ich auch das nicht abwenden konnte, habe ich mich in den letzten Jahren öfter gefragt, ob ich wirklich immer noch Psychotherapeutin sein muss.
Du kennst die Antwort. Und ich staune über diesen Teil meines Seelenplans und meine Anstrengungen, ihn nicht zu leben. Dabei ist es so leicht, mich von ihm durchs Leben tragen zu lassen. Heilung war immer schon meins, nur an die Fächer Psychologie und Psychotherapie musste ich mich gewöhnen – und später an meine herausfallende Rolle in diesen traditionellen Berufsfeldern. Da ich erfahren habe, dass es die bedingungslose Liebe ist, die heilt, sind mir konzeptuell weder die Psychotherapie noch die Spiritualität besonders wichtig (s. Wissenschaft und Spiritualität sind relativ unwichtig).
Aber ich beuge mich diesem höheren Plan, der da sagt, dass es derzeit trotzdem wichtig ist, als Ansprechperson für beide Konzeptsammlungen zur Verfügung zu stehen. Ich tue das auch wirklich gern, genauso wie ich gerne Psychologie studiert, die Weiterbildung zur Psychotherapeutin gemacht und die Spiritualität in meine Arbeit integriert habe. Was dir nun wie ein einziger Widerspruch vorkommen mag, erscheint mir als eine Art Punktspiegelung im transzendenten Raum, eine Anordnung von Energie in Polarität, um das Wollen wie das Nicht-Wollen und ihre Identität in Einheit erfahren zu können. Hier versagt mir die Sprache, denn letztlich besteht meine Qualifikation als Ansprechperson für Psychotherapie und Spiritualität exakt darin, dass mir beides nicht wichtig ist, aber dieses neue Bewusstsein konnte ich nur entwickeln, weil mir beides einmal so wichtig war, dass ich es am liebsten nicht leben wollte. Heute lebe ich es mit Leidenschaft und Gleichmut zugleich.
Das kann nun deuten, wer will. Ich schließe für heute, bevor mein Verstand kollabiert, während mein Herz gemeinsam mit dir lacht. Ich danke dir, dem ewigen Du in unzähliger Gestalt, das mir täglich aufs Neue zeigt, was zu meinem Seelenplan gehört und was nicht. Fragte mich neulich ein Kollege, woher ich das denn jeweils wüsste, so vermochte ich nicht zu antworten, außer dass ich es eben spüre. Ich spüre den Unterschied zu den Momenten, da ich versuchte nicht Psychologin zu werden…
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